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Botschafter/innen

Forscher/innen erzählen aus der Praxis

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Die Young Science-Botschafter/innen besuchen Schulen und bieten Schüler/innen spannende Einblicke in die Welt der Forschung!

 

Hier finden Sie alle teilnehmenden Forscher/innen, die in Kärnten Schulen besuchen, sowie Informationen über die jeweiligen Forschungsgebiete, die wissenschaftlichen Werdegänge und die aktuellen Forschungsprojekte:

 

> Univ.-Prof. Mag. Dr. DANIELA G. CAMHY, Philosophin, Karl-Franzens-Universität Graz und Österreichische Gesellschaft für Kinderphilosophie, Graz. Forschungsbereich: Philosophie

 

Das Angebot im Detail

  • 6 Besuche pro Jahr
  • Regionen: alle Bundesländer

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Ersatz der Fahrtkosten

 

Forschungsschwerpunkte

  • Sprachphilosophie
  • Linguistik
  • Ethik
  • Praktische Philosophie
  • Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen
  • Philosophiedidaktik
  • Politische Bildung
  • Menschenrechte
  • Demokratieverständnis
  • etc.


Aktuelle Projekte

  • Everybody – eine politische Ikonografie: Das Projekt erstellt eine kulturhistorische Ikonografie der Figur des ‚everybody‘ und nimmt dabei insbesondere die jüngere Überlieferungsgeschichte dieser Figur in den Blick. Im Fokus stehen Figuren, die von Filmen, in Fotografien, aber auch in politischen Bildmedien, in der Produktwerbung oder im Internet eingesetzt werden, um ‚alle‘ anzusprechen und eine Wahrheit oder Realität des dabei Dargestellten zu verbürgen. Bekannt sind diese Figuren unter den Begriffen ‚der gemeine Mann‘ bzw. ‚die gemeine Frau‘, ‚jedermann‘, ‚der Mann von der Straße‘, ‚das Mädchen von nebenan‘ oder ‚allgemeine Person‘. All diesen Gestalten kommt oft eine utopiegeleitete und gegenwartskritische Rolle zu. Sie treten dann auch als „neue Menschen“ auf und fungieren so als Träger und Trägerinnen eines Mythos des ‚neuen Lebens‘.
    Das Forschungsprojekt untersucht, wie die Figur des everybody in visuellen Medien auftritt, die seit den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zu kulturell dominanten Vermittlungskanälen gesellschaftlicher Diskurse geworden sind. Es konzentriert sich insbesondere auf die Periode des Übergangs von der Angestelltengesellschaft der organisierten Moderne zur gegenwärtigen postmodernen Kreativgesellschaft und nimmt dabei zwei Zeitschnitte genauer in den Blick: den Umbruch um ‚1968‘ und den oft mit dem Schlagwort ‚Ende des Wohlfahrtsstaates‘ bezeichneten Einschnitt um 1990.
    Ausgangspunkt der Untersuchung sind filmische Repräsentationen des everybody. Im Zuge der Recherche wird das Medium Film jedoch durch ausgewählte Beispiele anderer Bildmedien ergänzt, wofür die für die beiden zentralen Untersuchungszeiträume charakteristischen Medien herausgegriffen werden (politische Werbung, Produktwerbung, intermediale Kunst, künstlerische und werbende Fotografie und das Internet).



  • Kino – als Ort politischen Agierens: Das Projekt untersucht Gruppen von Aktivisten, Künstlern und Filmemachern, die sich als politisch relevante „oppositionelle“ oder „nicht-konformistische“ Bewegungen konstituieren, indem sie Kino-Räume besetzen. Der Fokus der Untersuchung liegt auf einem Vergleich zwischen Kinobewegungen in Ost- und Westeuropa seit 1945, wodurch Unterschiede und Differenzen in der Konstituierung von ästhetisch und politisch relevanten Bewegungen in demokratischen und totalitären politischen Systemen herausgearbeitet werden sollen. Folgende Bewegungen wurden für diesen Vergleich gewählt: das Expanded Cinema (ca.1966–1985) und seine Auseinandersetzung mit den „Freien Kinos“ in Deutschland und Österreich, die etwa zur selben Zeit stattfindende Konfrontation zwischen Cinéma Lettriste, Nouvelle Vague und der Kino-Club-Bewegung in Frankreich (ca. 1951–1980), sowie das jugoslawische Black Cinema (auch Open Cinema oder novi film genannt, ca. 1950–1980).
    Erstes Ziel des Projekts ist die Erarbeitung einer pluralen Geschichte solcher aktivistischen Gruppen, indem diese in der Geschichte der emanzipatorischen und künstlerischen Bewegungen im 20. Jahrhundert verortet werden.
    Zweitens soll untersucht werden, in welcher Weise diese Kino-Bewegungen gemeinsam mit dem Publikum, das sie mit ihren Produktionen anziehen, in die Herstellung eines konfliktuellen „öffentlichen Raums“ (in Westeuropa) bzw. eines „informellen öffentlichen Raums“ (in Osteuropa) involviert sind. Dabei bezieht sich das Projekt auf jüngere Theorien von „Öffentlichkeit“ und „sozialem Raum“, verbindet diese jedoch speziell mit kulturhistorischen Untersuchungen, die zeigen, wie die Medien diese öffentliche Sphäre in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kontinuierlich verändert haben.
    Im Verfolgen dieser beiden Ziele will das Projekt zu einer immer noch ungeschriebenen Genealogie von Öffentlichkeit als Sphäre des Politischen beitragen, die sich nicht nur auf die Räume und Medien von „Politik“ im engeren Sinn bezieht, sondern die Räume und Bild-Welten von Massenkultur mit einbezieht, die oft als private Areale des Konsums und der Flucht vor politischer Verantwortlichkeit beschrieben werden. Die Stadt wird dabei als historischer und symbolischer Ort für die Formierung des politisch Imaginären und für die Inszenierung von Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen kulturellen Agenten untersucht. Durch einen Vergleich von Kino-Bewegungen in West- und Osteuropa trägt das Projekt zur Untersuchung eines hochaktuellen und brisanten, in Österreich aber immer noch wenig untersuchten Phänomens bei: der Differenzen und Ähnlichkeiten in der Entwicklung von politischer Kultur in den westlichen und östlichen Teilen von Europa, die zukünftig zu einem „Zusammenwachsen“ aufgefordert sind.


 

  • “Geschlecht“ ins Bild gesetzt: Das Forschungsprojekt analysiert visuelle Produktionen der Künste (Fotografie, Malerei, Performance Kunst) und populärer Kultur (Film, Web Pages, Fanzines, Broschüren und Poster), die eine Beziehung zu wissenschaftlichen Konzepten von „Gender“ in Szene setzen.
    Erstes Ziel des Projekts ist es, Cluster von Bildern zu identifizieren, die in Zusammenhang mit „Gender“ und konstruktivistischen Theorien dominieren. Dabei soll die Hypothese geprüft werden, dass die folgenden Körperfigurationen überwiegen: Einzelkörper, die männliche und weibliche Merkmale vereinen, Repräsentationen des „Patchwork-Selbst”, emphatisch inszenierte Körper-Transformationen, Figurationen, die Körper-Normen zurückweisen, betont symmetrisch dargestellte männliche und weibliche Körper sowie Körper, die Teil von Beziehungen sind, die von einer Auflösung diesbezüglich „klassischer“ Familien-Modelle gekennzeichnet sind. Das Projekt untersucht die Geschichte dieser Figurationen sowie die transnational „Migration” von Motiven und Stilen.
    Das zweite Ziel des Projektes besteht darin, das genannte visuelle Material im Kontext eines sozialen Raumes zu untersuchen, der auch von Ängsten, Spannungen und Wünschen bevölkert ist – etwa in Zusammenhang mit neuen (Bio-)Technologien, mit Imperativen wie „Flexibilität“ und „Privatisierung“ im Bereich von Arbeits- und Lebenswelten oder mit Individualisierung und einer zunehmenden Verinnerlichung von Ambivalenz und von öffentlichen Konflikten. Die Bildwelten werden in historisch-anthropologischer Weise als Orte analysiert, an denen ein „implizites soziales Wissen” artikuliert und verhandelt werden kann, das neben dem explizit, etwa im offiziellen Gender-Diskurs, vermittelten besteht.

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Anna Schober studierte Geschichte, Kunstgeschichte und Politikwissenschaften in Wien, Frankfurt am Main und Colchester/UK. 2009 habilitierte sie sich an der Universität Wien mit einer Arbeit über ästhetische Taktiken als Mittel politischer Emanzipation in der Moderne und Postmoderne. Sie absolvierte eine Reihe von internationalen Forschungsaufenthalten u.a. an der Jan van Eyck Academie in Maastricht sowie am Centre for Theoretical Studies in the Humanities and Social Sciences an der University of Essex, Colchester. Von 2009–2011 war sie Visiting Professor an der Universität Verona, danach Mercator Visiting sowie Vertretungsprofessorin am Institut für Soziologie der Justus Liebig Universität Gießen. Derzeit leitet sie das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Forschungsprojekt Everybody. Eine transnationale Ikonografie. Seit September 2016 ist Anna Schober Professorin für Visuelle Kultur an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: historische, ästhetische und affektive Aspekte von Öffentlichkeit, Visuelle Kultur (Bildende Kunst und Populärkultur), Politische Ikonografie, Praktiken des Visuellen und Geschichte des Wahrnehmens, transnationale Phänomene, Differenz (Gender und Ethnizität) und Methoden der Geschichts- und Bildwissenschaften sowie der Kultursoziologie.

 Sie ist  u. a. die Autorin von  Blue Jeans. Vom Leben in Stoffen und Bildern, Campus Verlag 2001, Ironie, Montage, Verfremdung. Ästhetische Taktiken und die politische Gestalt der Demokratie, Wilhelm Fink Verlag 2009 und The Cinema Makers. Public life and the exhibition of difference in South-Eastern and Central Europe since the 1960s, intellect books 2013.

 

Links zu den Projektenhttp://peace.tugraz.at/

 

 

> Mag. BARBARA COVARRUBIAS VENEGAS, Personalmanagerin, Fachhochschule Wien. Forschungsbereich: Personalmanagement und Organisation

 

Das Angebot im Detail

  • 4 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Kärnten

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • HR Rollen und HR Kompetenzen
  • Internationales Personalmanagement
  • Neue Arbeitswelten
  • Altersdiversität
  • Organisationskultur
  • Interkulturelles Management

Aktuelle Projekte

  • HR Progress: Welche Kompetenzen brauchen Personalist/innen? Jede Berufsspate benötigt unterschiedliche Fähigkeiten, um den täglichen Anforderungen gerecht zu werden. Es ist für jede/n MitarbeiterIn wichtig zu wissen, was in der Arbeit von ihm/ihr erwartet wird. Daher entwickelt das Projekt "HR PROGRESS" ein Modell zu Kompetenzen, die PersonalistInnen in ihrer Arbeit brauchen.

    Hintergrund
    Ein Unternehmen definiert sich nicht nur über die Produkte oder die Dienstleistungen, die es anbietet und verkauft. Seit dem Übergang in die Wissensgesellschaft gelten MitarbeiterInnen als die wichtigste Ressource von Unternehmen. Durch das Zusammenspiel von gut ausgebildeten MitarbeiterInnen und Führungskräften und effizienten Prozessen optimieren Unternehmen ihre Wertschöpfung und können ihre Position auf dem Markt stabilisieren bzw. ausbauen.
    Die Aufgaben des Personalmanagements haben sich im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte sehr stark weiterentwickelt und wurden sowohl vielfältiger als auch spezialisierter.

    Zielsetzung
    Die Weiterentwicklung der Fähigkeiten und Kompetenzen von Personalverantwortlichen ist somit von besonderer Wichtigkeit. Durch diese Vielfalt an Aufgaben im Bereich Personalmanagement haben die Diskussionen über veränderte Kompetenzanforderungen im Personalbereich zunehmend an Bedeutung gewonnen. Das HRProgress Forschungs- und Lehrteam stellt im Rahmen des Projektes ein Kompetenzmodell für den Personalbereich vor.

  • Herausforderungen an HR: DNA DasNeueArbeiten - neue Arbeitswelten: Projektkurzbeschreibung
    Sich mit DNA DasNeueArbeiten, also der neuen Arbeitswelt zu befassen ist dringend und wichtig. DasNeueArbeiten DNA steht vor allem für die Weiterentwicklung in unserer Kommunikation und Zusammenarbeit durch die richtige Integration und Anwendung neuer Technologien und das bewusste Zulassen von unverbindlicher Kommunikation. Somit für mehr Vertrauen in der Zusammenarbeit. Darüber hinaus geht es um Mobile Working, Desk Sharing, Vertrauensarbeitszeit, virtuelle Teams, Work-Life Balance, flexible Karrieren uvm. Durch fortschreitende technologische Entwicklungen, zunehmenden Kostendruck und Internationalisierung wird Flexibilität für Unternehmen erfolgskritisch – dies bringt mitunter vielfältige Herausforderungen, welche es seitens HR zu begleiten gilt.

    Forschungsziel
    Diese Studie hat das Ziel die Herausforderungen zu erforschen, welche sich durch die Veränderung der Arbeitsumgebung, Arbeitswelt u.a. für das Human Resource Management ergeben.

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    Barbara Covarrubias Venegas ist Forscherin und Lektorin am Institut für Personal & Organisation an der FHWien der WKW. Während und nach dem Studium der Betriebswirtschaft an der Universität Klagenfurt Auslandsaufenthalte in Italien, Spanien, Chile, Mexiko. Barbara ist Vorsitzende von SIETAR Austria www.sietar.at (Society for Intercultural Education, Training and Research) und leitet die Kommunikationsagenden sowie akademischen Agenden von SIETAR Europa. Barbara ist ausgebildete Wirtschaftstrainerin und Coach, sowie hat Zusatzausbildungen im Bereich Interkulturelle Kompetenzen am Interkulturellen Zentrum in Wien absolviert. Lehrtätigkeit an verschiedenen Hochschulen: FH Joanneum, IPAG Paris/Frankreich, IPAG Nice/Frankreich, Vilnius Gediminas Technical University/Litauen, Azerbaijan Tourism Institute.
    Dissertation mit dem Themenschwerpunkt „Altersdiversität in Organisationen“.

    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

     

     

    > Univ.-Prof. Dr. HEIKE EGNER, Humangeographin, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

     

    Das Angebot im Detail

    • 3 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Kärnten

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Keine

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Sozialgeographie
    • Mensch-Umwelt-Beziehungen
    • Geographische Risiko- und Katastrophenforschung


    Aktuelle Projekte

    • Wie können Gesellschaften aus Katastrophen lernen? „Aus Schaden wird man klug“ – dieses Sprichwort verweist darauf, dass wir unangenehme Situationen, Unglücke oder Katastrophen dafür verwenden können, um daraus zu lernen und für die nächste Situation besser vorbereitet zu sein. Viele Ereignisse zeigen jedoch, dass dies gar nicht der Fall ist – wir also nur sehr eingeschränkt lernen. Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie eine Gesellschaft überhaupt lernen kann. Gesellschaftliches Lernen unterscheidet sich von individuellem Lernen, aber wie genau das geht, ist noch offen. Das Thema kann an ganz verschiedenen Beispielen diskutiert werden und kann dabei auch auf aktuelle Geschehnisse eingehen.

    • Das Anthropozän – das neue geologische Zeitalter der Menschheit: Seit einigen Jahren wird darüber diskutiert, dass wir in einem neuen geologischen Zeitalter leben, das durch unsere menschlichen Aktivitäten geprägt ist. Wir, als Menschheit, leben demnach nicht mehr in Symbiose und in einer Art Ko-Evolution mit unserer natürlichen Umwelt, sondern gestalten sie in so großem Umfang, dass die Veränderungen zu unumkehrbaren Entwicklungen führen. Das verändert das Verhältnis von Mensch und Umwelt in ganz grundlegender Weise: Wir (Menschen) sind keine „Störfaktoren“ in der Natur mehr, vielmehr kommt unserem Handeln eine große Bedeutung zu. Welche Bedeutung hat das Anthropozän (um was geht es dabei genau)? Wie gehen wir mit dieser neuen Verantwortung um, welche Fragen stellen sich neu und in welche Zukunft laufen wir damit?

    • Welche Natur schützen Naturschutzgebiete und wie lässt sich eine dynamische Natur schützen? Naturschutz genießt allenthalben eine hohe Wertschätzung (solange nicht in unserer unmittelbaren Lebenswelt ein Schutzgebiet eingerichtet werden soll)! Das bedeutendste Instrument im Naturschutz sind jedoch Schutzgebiete, also konkret ausgewiesene Bereiche, in denen die Nutzung durch uns Menschen mehr oder weniger eingeschränkt ist. Dabei ist nur auf den ersten Blick klar, was geschützt werden soll – Natur eben. Auf den zweiten Blick wird deutlich, dass es eben doch nicht so klar ist, was als Natur angesehen und was davon als schützenswert auserwählt wird. Daher begleitet jede Ausweisung eines Schutzgebietes auch handfeste Debatten und Auseinandersetzungen.

      Darüber hinaus ist die Frage offen, wie wir mit den Ideen des Denkmalschutzes (d.h. einen an einem bestimmten Ort festgelegten Zusammenhang) so etwas Dynamisches und sich Veränderndes wie Natur schützen wollen. Was tun wir, wenn uns das „Schutzgut“ z.B. aufgrund veränderter Klimabedingungen aus unseren Schutzgebietsgrenzen wegwandert?

     

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    • Seit 2012: Wissenschaftliche Leiterin des Universitätslehrgangs „Management of Protected Areas (MSc)“, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
    • Seit 2011: Institutsvorständin des Instituts für Geographie und Regionalforschung an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
    • Seit 2010: Universitätsprofessorin für „Geographie und Regionalforschung“ an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
    • SS 2009: Dozentin am Institut für Geographie und Regionalforschung, Universität Wien
    • 2008: Gastdozentin am Institut für Geographie Universität Innsbruck
    • 2008 – 2009: Vertretung der Professur für „Angewandte Anthropogeographie“, Universität München
    • 2007 – 2008: Gastprofessorin am Institut für Geographie und Regionalforschung, Universität Wien
    • 2007: Habilitation in Geographie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
    • 2001: Promotion in Geographie mit „summa cum laude“, Universität Mainz
    • 1995: Magistra Artium in Publizistik
    • 1989 – 1995: Studium der Publizistik, Geographie und Politikwissenschaft, Universität Mainz

     

    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

    > Assoc.-Prof. Dr. Kirsten von Elverfeldt, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Institut für Geographie und Regionalforschung. Forschungsbereich: Geographie

     

    Das Angebot im Detail

    • 4 Besuche pro Jahr
    • Regionen: alle Bundesländer möglich, Fokus Kärnten

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Keine

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Geomorphologie
    • Globaler Umweltwandel
    • Naturgefahren
    • Wissenschaftstheorie
    • Erkenntnistheorie
    • Mensch-Umwelt-Beziehungen
    • Anthropozän
    • Komplexität-Selbstorganisation-Nichtlinearität                   


     

    Aktuelle Projekte

    • Online-Lernmodul zu Komplexität und Nichtlinearität in geographischen Zusammenhängen: Erarbeitung eines Online-Lernmoduls mit Studierenden, um Komplexität und Nichtlinearität in geographischen Zusammenhängen interessierten Laien und Studierenden am Anfang ihres Studiums mit Nichtlinearität und Komplexität vertraut zu machen. Werden Nichtlinearität und Komplexität mitgedacht, ändert sich der Blick auf die Welt und es entstehen Fragen, die mit traditioneller Forschung nicht beantwortet werden können. Gleichzeitig wird versucht, die Akzeptanz von prinzipieller Unsicherheit zu erhöhen.

    • Selbstorganisation natürlicher Systeme: Unsere Welt ist voller Überraschungen und unerwarteter Entwicklungen. Trotzdem erkennen wir immer auch Ordnung in den Dingen. Vielleicht ist tatsächlich das Erstaunlichste an unserer Erde, dass Veränderungen immer wieder in neuer, anderer Ordnung resultieren. Ist also selbst geschaffene Ordnung in den Dingen? Organisieren sich Systeme selbst? Denn wir leben in einer Welt der Ordnung. Wenn wir uns die Erde ansehen, finden wir eine recht geordnete Situation vor – es gibt Strukturen. Oder muss es heißen: alles gibt sich Strukturen? Luft genauso wie Wasser, Boden und Feuer. Es gibt Leben – und Gesellschaften, die ebenfalls mehr oder minder organisiert sind und spezifische Strukturen aufweisen. Aber wir leben auch in einer Welt der Veränderung – der Wandel ist nicht nur zukünftig und gegenwärtig, sondern er hat immer stattgefunden. Meist sehen wir das auch ganz selbstverständlich für die Entwicklung des Lebens, oder andere „große“ Dinge wie die Plattentektonik. Aber Veränderungen finden nicht nur in großen Zeiträumen statt, sondern andauernd. Was aber das wirklich Erstaunliche an dem Wandel ist: Wieso wird nicht einfach nur Chaos und Zerstörung produziert? Wieso entsteht aus einer vorherigen Ordnung neue Ordnung? Aus Struktur Struktur? Wir sehen Phänomene, denen wir allesamt eine bestimmte Funktion zuschreiben können. Was ist ein möglicher Mechanismus dahinter?

      

    • Globaler Umweltwandel: In der Forschung zum globalen Umweltwandel geht man meist davon aus, dass bestimmte Treiber – z.B. Meeresspiegeländerungen, Klima, der Mensch – den Wandel verursachen. Theorien zu Komplexität und Selbstorganisation deuten jedoch auf eine andere Erklärungsmöglichkeit: Wandel, der ohne eine spezifische Ursache stattfindet, sondern durch die Interaktion verschiedener Prozesse entsteht, sodass nicht „die eine“ Ursache den Wandel vorantreibt. Dies stellt die Forschung in vielerlei Hinsicht vor Herausforderungen, wobei zwei Aspekte besonders hervorstechen: Bei der Rekonstruktion vergangener Verhältnisse (Klima der Vergangenheit) müsste dann davon ausgegangen werden, dass der Wandel auch ohne die Veränderung in externen Treibern  vonstattengegangen ist. Und auch gegenwärtige Veränderungen sind vielleicht nicht allein auf externe Treiber zurückzuführen, sondern auf interne Dynamiken, die wir noch nicht verstehen.

     

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    • Assoc.-Prof am Institut für Geographie und Regionalforschung, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (seit 2017)
    • Postdoc-Assistentin am Institut für Geographie und Regionalforschung, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (2011-1016)
    • Lektorin an der Universität Wien, freie Mitarbeiterin im Marie-Curie-Research and Training Network „Mountain Risks" (2010-2011)
    • Promotion in Geographie, Universität Wien. Thema der Disserationsschrift: "Systemtheorie in der Geomorphologie. Problemfelder, erkenntnistheoretische Konsequenzen und praktische Implikationen" (mit Auszeichnung) (2010)
    • Wissenschaftliche Assistentin, Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien (2006-2010)
    • Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Geographischen Institut, Universität Bonn
    • Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Onderzoeksgroep Fysische en Regionale Geografie, Katholieke Universiteit Leuven, Belgien (2002-2003)
    • Studium der Geographie, Meteorologie und Bodenkunde in Bonn, Deutschland und Cork, Irland. Thema der Diplomarbeit: "Analyse der Blockgletscherkinematik im Turtmanntal, Wallis, mittels digitaler Photogrammetrie"

    Preise:

     

    • Förderungspreis für Naturwissenschaften/Technische Wissenschaften des Landes Kärnten 2013
    • Springer Theses Prize - Recognizing Outstanding Ph.D Research (2011)
    • Hans Bobek-Preis 2010 für die Dissertation "Systemtheorie in der Geomorphologie. Problemfelder, erkenntnistheoretische Konsequenzen und praktische Implikationen"
    • Dissertationspreis des Jahres 2010, Deutscher Arbeitskreis für Geomorphologie (DGfG)


    Links zu den Projekten

     

     

    > Mag. Dr. Alexander Herbst, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Institut für Finanzmanagement, Forschungsbereich: Rechnungswesen & Steuerlehre

     

    Das Angebot im Detail

    • 2-4 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Kärnten

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Keine

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Unternehmensrecht
    • Rechnungswesen
    • Revisions- und Treuhandwesen
    • Steuerlehre
    • Finanzmathematik
    • Steuerrecht      


    Aktuelle Projekte

    • Partykiller Fiskus: Vereinsfeste aus abgabenrechtlicher Sicht: Wer als Verein Feste zur Aufbesserung der Gemeinschaftskasse betreibt muss sich an genaue steuerliche Vorgaben halten um Begünstigungen nicht zu verlieren. Wie lange dürfen einzelne Feste dauern? Wer darf an den Festen mitwirken? Antworten auf diese Fragen leicht verständlich darzustellen ist Gegenstand aktueller Forschungsvorhaben.   

    • Tankst du noch oder ladest du schon? Welche abgabenrechtlichen Vorteile haben Elektroautos? Elektroautos sind gerade in Mode. Welche  Vorteile sie aus abgabenrechtlicher Sicht bieten ist, Gegenstand aktueller Forschungsvorhaben. 

     

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    Dr.-Studium der Angewandten Betriebswirtschaftslehre an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Studienschwerpunkte: Betriebliches Finanz- und Steuerwesen; Controlling und strategische Unternehmensführung; Finance und Accounting. Mehrjährige Praxis in der Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung. Lektor in den Bereichen internationale Rechnungslegung - vornehmlich auf Basis IAS/IFRS -, Bilanzierung und Unternehmensbesteuerung; Vortragender bei Universitätslehrgängen und Lehrgängen universitären Charakters; Trainer an Erwachsenenbildungseinrichtungen; Autor fachspezifischer Publikationen in Festschriften, Sammelbänden und Fachzeitschriften. Engagements im Rahmen von Forschungsprojekten. Tätigkeit als Prüfungskommissionär für die Kammer der Wirtschaftstreuhänder. 

    > Univ.-Prof. Dr. Clemens Heuberger, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Institut für Mathematik. Forschungsbereich: Diskrete Mathematik

     

    Das Angebot im Detail

    • 12 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Kärnten

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Keine

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Mathematische Analyse von Algorithmen
    • Analytische Kombinatorik
    • Effiziente Implementierung von Public-Key-Kryptographie
    • Graphentheorie


     

    Aktuelle Projekte

    • Multi-Pivot-Quicksort: Sortieren ist einer der beststudierten Algorithmen überhaupt. Umso größer war die Überraschung, als 2009 in Java ein neuer Sortieralgorithmus eingeführt wurde, der schneller war, als man es erwartet hätte. In diesem Vortrag wird über eine aktuelle Arbeit (mit Aumüller, Dietzfelbinger, Krenn und Prodinger) berichtet, in der Dual-Pivot-Quicksort erstmals präzise analysiert wird, und ein Ausblick auf Multi-Pivot-Quicksort (work-in-progress mit Daniel Krenn) gegeben wird.

    • Ziffernentwicklungen in der Elliptischen-Kurven-Kryptographie: Bei der Verschlüsselung von sensitiven Daten (z.B. im Internet) kommen häufig Einweg-Funktionen zum Einsatz: Funktionen, die man schnell berechnen kann, deren Umkehrung für AngreiferInnen aber nur sehr schwer zu berechnen ist. Um die Sicherheit zu erhöhen, müssen größere Parameterwerte gewählt werden, aber dennoch die Rechenzeit nicht übermäßig gesteigert werden. Ein Ansatz, um die Berechnungen zu beschleunigen, sind Ziffernentwicklungen mit negativen Ziffern.

     

     

    • Von der Korrektur kleiner Fehler: Prüfziffern und Kodierung … oder: kann man die IBAN verstehen? Bei der Eingabe längerer Ziffernfolgen (z.B. ISBN-Nummern, EAN-Codes, IBAN) können leicht kleine Fehler (Auslassen von Ziffern, Ziffernvertauschungen usw.) passieren. Daher enthalten diese Ziffernfolgen meist eine oder mehrere „Prüfziffern“, die solche Fehler erkennen sollen. Ähnliche Verfahren werden auch beim Speichern von Daten auf Festplatten oder USB-Sticks verwendet, um gegen technische Defekte abzusichern. In diesem Workshop werden jene mathematischen Verfahren vorgestellt, die für solche Prüfziffern verwendet werden, und dann anhand von Beispielen ausprobiert.

     

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    1993-1997 Studium der Technischen Mathematik an der TU Graz; 1997-1999 Doktoratsstudium der Technischen Mathematik an der TU Graz; Promotion sub auspiciis praesidentis; 2001 Habilitation für Mathematik an der TU Graz; 2001-2014 Ao. Univ.-Prof. an der TU Graz; seit 2012 Univ.-Prof. an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

     

     

     

    > Philipp Hungerländer , Assistenzprofessor, Alpen-Adria Universität Klagenfurt, Technische Fakultät/Institut für Mathematik. Forschungsbereich: Optimierung

     

    Das Angebot im Detail

    • 4 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Kärnten

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Keine

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Kombinatorische und ganzzahlige Optimierung

     

    Aktuelle Projekte

    • Supermarkt-Heimzustellung: Satalia (NP Complete) ist eine erfolgreiche britische Technologiefirma mit einem Fokus in den Bereichen mathematische Optimierung und künstliche Intelligenz. Aktuell finanziert Satalia ein langfristig angelegtes Forschungsprojekt mit dem Institut für Mathematik an der Alpen-Adria Universität Klagenfurt. Dabei arbeiten Philipp Hungerländer und sein Team unter anderem an Projekten mit einer der weltgrößten Supermarktketten und einer der weltgrößten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Es geht dabei um die Umsetzung ihrer mathematischen Forschungsergebnisse zur Verbesserung verschiedenster wirtschaftlicher Prozesse in den Bereichen Logistik und Personalplanung.

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    Philipp Hungerländer absolvierte zeitgleich das Diplomstudium der Angewandten Betriebswirtschaft und das Bachelor- und Masterstudium der Technischen Mathematik an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt mit ausgezeichnetem Erfolg. Während seiner Studienzeit war Philipp Hungerländer als Studienassistent, Tutor und Projektassistent am Institut für Volkswirtschaftslehre, am Institut für Finanzierung und am Institut für Mathematik tätig. Seit 2008 arbeitet er als Wissenschaftler am Institut für Mathematik, Fachbereich „Discrete Mathematics and Optimization“. Im Oktober 2012 fand seine erste Promotion sub auspiciis statt, im April 2016 folgte die zweite Promotion sub auspiciis. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte, mit denen er schon eine Reihe von Preisen gewinnen konnte, liegen in der konvexen und kombinatorischen Optimierung sowie in der Spieltheorie. Hungerländer schloss seine Habilitation ab und forschte zuletzt für ein Jahr am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Darüber hinaus ist es Hungerländer gelungen, für den Zeitraum 2016/17 ein Forschungsprojekt im Wert von einer halben Million Euro mit dem britischen Unternehmen SATALIA zu fixieren. Im Rahmen des Projekts befasst sich ein 6-köpfiges Team unter anderem mit der Optimierung der Transportlogistik einer der weltweit größten Supermarktketten.

    Links zu den Projekten

     

     

     

    > Univ.-Prof.Dipl.-Ing.Dr.techn. Barbara Kaltenbacher, Universitätsprofessorin, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Institut für Mathematik. Forschungsbereich: Inverse Probleme

     

    Das Angebot im Detail

    • 2-4 Besuche pro Jahr
    • Regionen: vorzugsweise Kärnten

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Keine

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Inverse probleme
    • Regularisierungsverfahren
    • Parameteridentifikation in partiellen Differentialgleichungen
    • Optimieirung bei partiellen Differentialgleichungen
      direkte und inverse Probleme in der Piezoelektrizät und Magnetik
    • Nichtlineare Akustik


     

    Aktuelle Projekte

    • Lösen inverser Probleme ohne Vorwärtsoperator: Ganz allgemein gesprochen bestimmen inverse Probleme die Ursachen für gewünschte oder beobachtete Effekte. Ein Beispiel dafür ist die Rekonstruktion von Strukturen innerhalb des Körpers aus Messungen außerhalb, so wie es in der medizinischen Bildgebung durchgeführt wird. Konkret misst man z.B. in der elektrischen Impedanztomografie EIT die elektrischen Spannungsmuster an der Körperoberfläche, die sich aufgrund von mittels Elektroden an der Körperoberfläche eingeprägten Strömen einstellen. Das Zusammenspiel dieser Muster wird entscheidend durch die Verteilung der elektrischen Leitfähigkeit innerhalb des Körpers beeinflusst, das heißt hier ist die innere Leitfähigkeit die Ursache für die beobachteten Strom-Spannungseffekte an der Oberfläche. Durch Invertieren dieser Ursache-Wirkungs-Abbildung erhält man die Leitfähigkeitsverteilung und damit, durch Zuweisen typischer Leitfähigkeitswerte für Lunge, Herz, gutartiges und bösartiges Gewebe usw., ein Bild vom Inneren des Körpers.
      Inverse Probleme haben viele weitere Anwendungen von der Materialcharakterisierung über die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung bis hin zur Modellkalibrierung in Biologie, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Rechenmethoden zur Lösung inverser Probleme beruhen üblicherweise auf einer Art von Inversion der erwähnten Ursache-Wirkungs-Abbildung, die auch als Vorwärtsoperator bezeichnet wird. Dieser Vorwärtsoperator ist jedoch häufig sehr rechenzeitintensiv zu evaluieren oder manchmal gar nicht wohldefiniert. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, eine andere Perspektive einzunehmen und das inverse Problem als System aus Modell und Beobachtungen zu betrachten, mit dem Systemzustand (im obigen EIT Beispiel wäre das das elektrische Potenzial innerhalb des Körpers) und dem gesuchten Parameter (der Leitfähigkeitsverteilung bei EIT) als Unbekannten.

      Rekonstruktionsverfahren, die auf einer solchen Formulierung basieren, werden oft als all-at-once Methoden bezeichnet, weil sie das Modell und die Beobachtungen zugleich betrachten ohne – wie die obengenannten Vorwärtsoperator-Methoden - den Systemzustand zu eliminieren.
      Ziel dieses Projekts ist es, die mathematische Theorie für solche all-at-once Methoden weiterzuentwickeln und deren Anwendungsfeld zu erweiteren.
      Das Projekt wird 2017-20 vom Wissenschaftsfonds FWF gefördert.

    • Mathematik der nichtlinearen Akustik: Analysis, Numerik und Optimierung: Die nichtlineare Akustik ist derzeit ein vielbeachtetes Forschungsgebiet, geht es doch bei ihrer Anwendung um die Verbesserung von Ultraschallreinigung, Ultraschallschweißen, Sonochemie oder Thermotherapie. Ein weiteres Anwendungsgebiet in der Medizin ist die Lithotripsie – die Zertrümmerung von Nierensteinen durch den Einsatz von Hochleistungsultraschall.
      Mittels mathematischer Optimierungsmethoden kann man zum Beispiel die Form einer akustischen Linse so optimieren, dass der Schalldruck genau an der Stelle des Nierensteins fokussiert und somit möglichst wenig umliegendes Gewebe beschädigt wird. Eine wichtige Grundvoraussetzung zur verlässlichen und fundierten numerischen Simulation und Optimierung ist die mathematische Analyse der zugrundeliegenden Modellgleichungen. Die anwendungsorientierte umfassende mathematische Problemlösung beinhaltet zudem die Entwicklung von Algorithmen und deren Implementierung am Computer auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse. In der Praxis führt dies zu einer Reduktion von Komplikationsrisiken beim medizinischen Einsatz von Hochleistungsultraschall.
      Das Projekt wurde 2012-15 vom Wissenschaftsfonds FWF gefördert.

     

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    Ausbildung:
    •    1993 Diplom in Mathematik, Johannes Kepler Universität Linz
    •    1996 Doktorat der Technischen Wissenschaften, Johannes Kepler Universität Linz
    •    2003 Habilitation in Mathematik, Johannes Kepler Universität Linz
    Anstellungen:
    •    1995–1999 Assistentin, Institut für Industriemathematik, Johannes Kepler Universität Linz
    •    1999–2001 Leiterin eines Hertha Firnberg Projekts of the FWF, Institut für Industriemathematik, Johannes Kepler Universität Linz
    •    2002–2003 Lehrstuhlvertretung, Mathematisches Institut, Universität Erlangen-Nürnberg
    •    2003-2006 Leiterin einer Emmy Noether Nachwuchsforschergruppe der DFG, Lehrstuhl für Sensorik, Universität Erlangen-Nürnberg
    •    2004-2005 Lehrstuhlvertretung, Institut für Numerische und Angewandte Mathematik, Georg-August-Universität Göttingen
    •    2005 Gastprofessur am Johann Radon Institute for Computational and Applied Mathematics RICAM, Linz
    •    2006-2009 Professorin für Optimierung (W3), Fachbereich Mathematik, Universität Stuttgart
    •    2010-2011 Professorin für Angewandte Mathematik, Institut für Mathematik und Wissenschaftliches Rechnen, Karl-Franzens-Universität Graz
    •    seit 2011 Professorin für Angewandte Analysis, Institut für Mathematik, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt 

     

    Link zum Projekt

     

    Weitere Forschungsprojekte

     

     

    > assoz.Prof. Dr. THOMAS LUCYSHYN, Kunststofftechniker, Montanuniversität Leoben. Forschungsbereich: Kunststoffverarbeitung

     

    Das Angebot im Detail

    • 2 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich, Steiermark, Salzburg, Kärnten

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Keine

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Kunststoffverarbeitung
    • Spritzgießen
    • Compoundieren

    Aktuelle Projekte

    • Mikrostrukturierte spritzgegossene Bauteile: Mikrostrukturierte Oberflächen auf spritzgegossenen Kunststoff-Bauteilen tragen zu einer erhöhten Funktionalität der Bauteile bei. Die Bedeutung solcher funktionaler Bauteile hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Bauteiloberfläche stellt für diese Bauteile eine essentielle Komponente für deren Funktionalität dar, um beispielsweise komplexe medizinische oder bio-analytische Analysen auf kleinem Raum zu realisieren (z. B. „Lab-on-a-Chip“ oder „Micro-Total-Analytical-Systems“). Andere Anwendungsbeispiele sind Selbstreinigungseffekte (Lotus-Effekt) oder Antireflektion.
      Um erfolgreich Kunststoffteile mit mikrostrukturierten Oberflächen im Spritzgießprozess herstellen zu können, müssen einige Aspekte wie das Füllverhalten von Mikro-Kanälen sowie das Entformungsverhalten berücksichtigt werden. Darüber hinaus sind die meisten strukturierten Teile flach, was auf den Strukturierungsprozess der Formeinsätze zurückzuführen ist, der für die Halbleiterindustrie entwickelt wurde, wobei es einen großen Vorteil bringen würde, wenn Mikrostrukturen auch auf gekrümmten Spritzgießteilen hergestellt werden könnten.
      In diesem Forschungsbereich werden daher die folgenden Aspekte behandelt und weiterentwickelt: Füll- und Entformungsverhalten von Mikrostrukturen sowie mikro-strukturierte gekrümmte Oberflächen auf Spritzgussteilen.

    • PolySlag – Metallschlackepartikel als Füllstoff für thermoplastische Polymere: Thermoplastische Polymere werden oft mit Füllstoffen versehen, um einerseits gezielt die Materialeigenschaften des Kunststoffs zu verbessern und andererseits Kosten zu reduzieren. Dabei kommen vorwiegend mineralische Füllstoffe wie z.B. Talkum oder Kreide zum Einsatz. Im Projekt PolySlag wird erstmals untersucht, wie sich metallische Schlackepartikel, als Nebenprodukt des Hochofenprozesses, als Füllstoff für Kunststoffe eignen. Schlackepulver ist in großen Mengen verfügbar und als Nebenprodukt der Eisen- und Stahlindustrie konkurrenzlos günstig, wodurch ein Kostensenkungspotenzial für gefüllte Kunststoffe mit gleichzeitig verbessertem Eigenschaftsprofil zu erwarten ist. In diesem Projekt wird systematisch untersucht, wie das Pulver in einem sogenannten Compoundierprozess bestmöglich in die Polymermatrix eingebracht werden kann und welche Eigenschaftsverbesserungen damit erzielt werden können.

    • Rec2TecPart - Recycling von technischen Kunststoffen: In den letzten 20 Jahren hat sich im Bereich der Wiederverwertung von Kunststoffen durch die Anwendung von Rezyklaten bei der Herstellung „einfacher Produkte“ viel Positives entwickelt. Letzten Endes handelt es sich aber meist um ein sogenanntes „Downcycling“ der Kunststoffe. Eine Folge daraus ist, dass bisher Rezyklate kaum in hochwertigen Funktionsbauteilen zur Anwendung kommen. Technisch ist ein „Upcycling“ zu hochwertigen Rezyklatcompounds nach dem heutigen Stand der Technik möglich, es mangelt aber sehr oft an der gleichmäßigen Qualität. Die wirtschaftliche Folgerung daraus ist, dass die erzielbaren Preise für wiederverwertete Kunststoffe signifikant unter denen von Neuwaren liegen, weswegen ein Großteil der Kunststoffabfälle bisher thermisch verwertet wird. Ziel dieses Projektes ist es daher, das Upgrading des Kunststoffabfalls durch gezielte Compoundierung auf das Niveau von Neuware voranzutreiben und in Folge eine gleich bleibende Qualität gewährleisten zu können. Spezialisierte klein- und mittelständische Compoundeure sind dann in der Lage, mit dieser neuartigen Werkstoffgeneration Neuware technisch und wirtschaftlich zu ersetzen und für Funktionsbauteile maßzuschneidern. Dies trägt wesentlich dazu bei, die Ressourceneffizienz zu erhöhen und CO2-Emissionen deutlich zu verringern.

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    • 1993: Matura am Neusprachlichen Gymnasium Tamsweg
    • 1993 – 1999    Studium Kunststofftechnik an der Montanuniversität Leoben, Abschluss mit Dipl.-Ing.
    • Seit 2000: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung der Montanuniversität Leoben
    • 2009: Promotion zum Dr. mont.
    • Seit 2010: Assistenzprofessor und Leiter der Arbeitsgruppe Spritzgießtechnologie am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung
    • Okt. 2014 – März 2015: Auslandsaufenthalt am Polymer Technology College in Slovenj Gradec ( Slowenien)
    • Seit 2015: zusätzlich Leiter der Arbeitsgruppe Compoundieren am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung
    • 2016 Habilitation zum assoziierten Professor (assoz.Prof.) für Kunststoffverarbeitung am gleichnamigen Lehrstuhl der Montanuniversität Leoben
    > Dr. Christine Pichler, Bakk. MA, Soziologin, Fachhochschule Kärnten/Studienbereich Gesundheit und Soziales/Studiengang Disability and Diversity Studies Forschungsbereich: Sozialwissenschaften

     

    Das Angebot im Detail

    • 3 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Kärnten

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Rückerstattung der Fahrtkosten

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Soziologie der Disability and Diversity Studies
    • Bildung und Pädagogik der Disability and Diversity Studies
    • Quantitative und Qualitative Methoden und Designs
    • Hochschullehre


    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    2008 Abschluss Bachelorstudium Soziologie an der Karl-Franzens-Universität Graz
    2009 Abschluss Masterstudium Soziologie an der Karl-Franzens-Universität Graz
    2010/2011 Fulbright Language Teaching Assistantship at Hobart and William Smith Colleges, Geneva, NY, USA
    2015 Abschluss Doktoratsstudium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften im Fachbereich Soziologie an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
    Seit 2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Senior Lecturer (Soziologie der Disability and Diversity Studies) an der Fachhochschule Kärnten, Studienbereich Gesundheit und Soziales, Studiengang Disability and Diversity Studies

    > Mag. Dr. Elisabeth Puaschitz, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Abteilung für Historische und systematische Pädagogik. Forschungsbereich: Historische und Systematische Pädagogik

     

    Das Angebot im Detail

    • 10 Besuche pro Jahr/mittwochs
    • Regionen: Klagenfurt

     

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Keine

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Erziehung im Nationalsozialismus
    • Maria Theresia und die Schulreform
    • Wie wichtig sind Märchen für die Entwicklung der Kinder?


     

    Aktuelle Projekte

    • Maria Montessori in Theorie und Praxis: Die Montessori – Pädagogik wird an einer solchen Schule erforscht und anschließend mit einer Schule, welche das Regelschulwesen praktiziert, verglichen.

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    Dissertation
    Das Pflichtschulwesen im Ständestaat und unter der nationalsozialistischen Herrschaft mit   
    besonderer Berücksichtigung der Schulchroniken der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee.
    Klagenfurt, Alpen-Adria Universität Klagenfurt, 26.06.2013

    Diplomarbeit
    Die Schulreform Maria Theresia mit dem Schwerpunkt des Elementarschulwesens sowie die Fortführung der Schulreform durch ihre Söhne Joseph II. und Leopold II.
    Klagenfurt, Alpen-Adria Universität Klagenfurt, 18.01.2010

    Vorträge

    Warum dürfen/müssen wir in die Schule gehen
    (Klagenfurt, Alpen-Adria Universität Klagenfurt, 05.02.2015 - Kinder Uni 2015)

     

    Mein Kind im Sport
    (Elternbildung der Landeshauptstadt Klagenfurt)
    Klagenfurt: Europahaus, 09.04.2014

     

    Das Vermächtnis von Lord Baden Powell
    in:  Pädagogisch-Bildungsgeschichtliche Statements II, gehalten am 4. September 2014 im „Historischen  Klassenzimmer“, Klagenfurt-Wölfnitz, gewidmet Helmut Engelbrecht zum 90. Geburtstag, hrsg. von  Elmar Lechner (Retrospektiven in Sachen Bildung, R. 2: Studien, Nr. 85), Klagenfurt: Universität,                                                                 
    2014, II, 51, viii S.

     

    Die verloren gegangene Wichtigkeit des Schulweges

    in: Pädagogisch-Bildungsgeschichtliche Statements III, gehalten am 10. September 2015 im "Historischen Klassenzimmer", Klagenfurt am Wörthersee - Wölfnitz, hrsg. von Elmar Lechner (Retrospektiven in Sachen Bildung, R. 2: Studien, Nr. 88), Klagenfurt: Universität, 2015, II, 29, ix S.

    Die Wichtigkeit des Sportes für unsere Kinder im schulischen Kontext
    in: Pädagogisch - Bildungsgeschichte Statements IV, gehalten am 8. September 2016 im „Historischen
    Klassenzimmer“, Klagenfurt-Wölfnitz, hrsg. von  Elmar Lechner (Retrospektiven in Sachen Bildung,
    R. 2: Studien, Nr. 92). Online im Internet unter: www.schulmuseum.at

     

     

     

    > Prof. MMAG. Dr. REGINA POLAK, Praktische Theologin, Universität Wien. Forschungsbereich: Praktische Theologie, spirituelle Theologie

     

    Das Angebot im Detail

    • 4-5 Besuche pro Jahr
    • Regionen: alle Bundesländer, bei Besuchen in Schulen außerhalb von Wien ersuche ich um vorige Absprache bezüglich Kooperation.

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Ersatz der Fahrtkosten

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Migration und Religion
    • (Zeitgenössische) Spiritualität
    • Religion in der modernen Gesellschaft/in Europa
    • Kirche und religiöser Wandel
    • Jugend und Religion


    Aktuelle Projekte

    • Convivenz: Zusammenleben in Verschiedenheit: Wie können wir in der Migrationsgesellschaft Europa religiös und sozial friedlich und gerecht zusammenleben? Überlegungen zum Zusammenleben in Verschiedenheit und Gerechtigkeit und der Beitrag, den die monotheistischen Religionen dazu erbringen können. Was hindert (z.B. Fremdenhass), was fördert (z.B. Partizipation).
    • Kirche und Judentum HEUTE: Werdet gleichzeitig! Was können Christen von Juden lernen und worin bestehen die heutigen Herausforderungen im interreligiösen Dialog und im Zusammenleben?
    • Religiöser Wandel und Wertewandel in Europa: Sozialwissenschaftliche Darstellungen der religiösen und Wertelandschaft in Europa, inkl. neue Spiritualitäten, und was das für Kirche und Glauben bedeutet.

     

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    Ich bin eine Quereinsteigerin und ein Beispiel dafür, dass man auch auf queren Wegen zur Wissenschaft kommen kann. Ich habe meine Universitätskarriere erst mit 30 begonnen – nach einem abgebrochenem Theologiestudium, einer atheistischen „Phase“ und einem Philosophiestudium. Dann aber mit vollem Elan und in kurzer Zeit. Diplomarbeit über Friedrich Nietzsche. Dissertation über die Wiederkehr der Religion. Masterarbeit über die Unterscheidung der Geister. Geboren 1967. Wienerin mit Migrationshintergrund, 4. Generation. Tschechische Urgroßeltern. Ein Sohn Elias. Ich kombiniere verschiedene Wissenschaften, um Theologie zu betreiben.

     

    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

     

     

    > Mag. Ing. FRANZ G. ROSNER, Önologe (Wein-Forscher), Pomologe (Obst-Forscher), Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau, Klosterneuburg. Forschungsbereich: Wein

     

    Das Angebot im Detail

    • Besuche pro Jahr: flexibel
    • Regionen: alle Bundesländer

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Keine

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Forschungsmanagement
    • Nachhaltigkeit
    • Biologischer Weinbau
    • Förderung des Streuobstanbaus


    Aktuelle Projekte

    • Nachhaltig produzierter österreichischer Wein: Die nachhaltige Bewirtschaftung von Weingärten und die Produktion von Wein hat in Ostösterreich eine wichtige regionalpolitische und kulturelle Bedeutung. Klimawandel, neue Krankheiten und Schädlinge, steigende Qualitätsansprüche u.a. stellen Herausforderungen dar. Ein Online-Tool ermöglicht Weinbaubetrieben sich hinsichtlich Nachhaltigkeit automatisiert bewerten und anschließend zertifizieren zu lassen.

    • Förderung des Streuobstanbaus z.B. im Mostviertel: In den Supermärkten dominieren einige wenige Sorten das Angebot. Die Förderung von alten Sorten und damit die Erhaltung von Kulturlandschaften stellt ein wichtiges Forschungsanliegen dar. Neue Krankheiten und Schädlinge haben den Bestand z.B. im Mostviertel reduziert. Aus diesem Grunde werden durch zahlreiche Maßnahmen, wie z.B. dem Kongress Birnenleben u.a., ein Problembewusstsein geschaffen und Forschungsprojekte initiiert, die den Fortbestand sichern helfen.

    • Biologischer Weinbau – Ausbringung von Kupfer: Im biologischen Weinbau ist die Ausbringung von Kupfer unerlässlich. Bisherige Auswirkungen und neue Ersatz- und Reduktionsstrategien werden untersucht.

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    Produktionsleiter in der größten österreichischen Kellerei
    Weinkontrolle – Forschungsunterstützung im Bereich Verfälschungsmittel
    Nachhaltige Produktionsmethoden

    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

     

     

     

    > Univ.-Prof. Dr. Anna Schober-de Graaf, Professur für Visuelle Kultur, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften Forschungsbereich: Visuelle Kultur

     

    Das Angebot im Detail

    • 2 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Kärnten

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Keine

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Populäre Bildmedien und Bildende Kunst der Moderne und der Gegenwart
    • Politische Ikonografie
    • Praktiken des Visuellen und Geschichte des Wahrnehmens
    • Ästhetik der Öffentlichkeit
    • Transnationalität und kulturelle Differenz
    • Methoden der Bild- und Kulturwissenschaften
    • Publikumsforschung
    • Kulturwissenschaft
    • Bildende Kunst
    • Filmwissenschaft
    • Kulturgeschichte
    • Kunstwissenschaften


     

    Aktuelle Projekte

    • Everybody – eine politische Ikonografie: Das Projekt erstellt eine kulturhistorische Ikonografie der Figur des ‚everybody‘ und nimmt dabei insbesondere die jüngere Überlieferungsgeschichte dieser Figur in den Blick. Im Fokus stehen Figuren, die von Filmen, in Fotografien, aber auch in politischen Bildmedien, in der Produktwerbung oder im Internet eingesetzt werden, um ‚alle‘ anzusprechen und eine Wahrheit oder Realität des dabei Dargestellten zu verbürgen. Bekannt sind diese Figuren unter den Begriffen ‚der gemeine Mann‘ bzw. ‚die gemeine Frau‘, ‚jedermann‘, ‚der Mann von der Straße‘, ‚das Mädchen von nebenan‘ oder ‚allgemeine Person‘. All diesen Gestalten kommt oft eine utopiegeleitete und gegenwartskritische Rolle zu. Sie treten dann auch als „neue Menschen“ auf und fungieren so als Träger und Trägerinnen eines Mythos des ‚neuen Lebens‘.
      Das Forschungsprojekt untersucht, wie die Figur des everybody in visuellen Medien auftritt, die seit den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zu kulturell dominanten Vermittlungskanälen gesellschaftlicher Diskurse geworden sind. Es konzentriert sich insbesondere auf die Periode des Übergangs von der Angestelltengesellschaft der organisierten Moderne zur gegenwärtigen postmodernen Kreativgesellschaft und nimmt dabei zwei Zeitschnitte genauer in den Blick: den Umbruch um ‚1968‘ und den oft mit dem Schlagwort ‚Ende des Wohlfahrtsstaates‘ bezeichneten Einschnitt um 1990.
      Ausgangspunkt der Untersuchung sind filmische Repräsentationen des everybody. Im Zuge der Recherche wird das Medium Film jedoch durch ausgewählte Beispiele anderer Bildmedien ergänzt, wofür die für die beiden zentralen Untersuchungszeiträume charakteristischen Medien herausgegriffen werden (politische Werbung, Produktwerbung, intermediale Kunst, künstlerische und werbende Fotografie und das Internet).

    • Kino – als Ort politischen Agierens: Das Projekt untersucht Gruppen von Aktivisten, Künstlern und Filmemachern, die sich als politisch relevante „oppositionelle“ oder „nicht-konformistische“ Bewegungen konstituieren, indem sie Kino-Räume besetzen. Der Fokus der Untersuchung liegt auf einem Vergleich zwischen Kinobewegungen in Ost- und Westeuropa seit 1945, wodurch Unterschiede und Differenzen in der Konstituierung von ästhetisch und politisch relevanten Bewegungen in demokratischen und totalitären politischen Systemen herausgearbeitet werden sollen. Folgende Bewegungen wurden für diesen Vergleich gewählt: das Expanded Cinema (ca.1966–1985) und seine Auseinandersetzung mit den „Freien Kinos“ in Deutschland und Österreich, die etwa zur selben Zeit stattfindende Konfrontation zwischen Cinéma Lettriste, Nouvelle Vague und der Kino-Club-Bewegung in Frankreich (ca. 1951–1980), sowie das jugoslawische Black Cinema (auch Open Cinema oder novi film genannt, ca. 1950–1980).
      Erstes Ziel des Projekts ist die Erarbeitung einer pluralen Geschichte solcher aktivistischen Gruppen, indem diese in der Geschichte der emanzipatorischen und künstlerischen Bewegungen im 20. Jahrhundert verortet werden.
      Zweitens soll untersucht werden, in welcher Weise diese Kino-Bewegungen gemeinsam mit dem Publikum, das sie mit ihren Produktionen anziehen, in die Herstellung eines konfliktuellen „öffentlichen Raums“ (in Westeuropa) bzw. eines „informellen öffentlichen Raums“ (in Osteuropa) involviert sind. Dabei bezieht sich das Projekt auf jüngere Theorien von „Öffentlichkeit“ und „sozialem Raum“, verbindet diese jedoch speziell mit kulturhistorischen Untersuchungen, die zeigen, wie die Medien diese öffentliche Sphäre in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kontinuierlich verändert haben.
      Im Verfolgen dieser beiden Ziele will das Projekt zu einer immer noch ungeschriebenen Genealogie von Öffentlichkeit als Sphäre des Politischen beitragen, die sich nicht nur auf die Räume und Medien von „Politik“ im engeren Sinn bezieht, sondern die Räume und Bild-Welten von Massenkultur mit einbezieht, die oft als private Areale des Konsums und der Flucht vor politischer Verantwortlichkeit beschrieben werden. Die Stadt wird dabei als historischer und symbolischer Ort für die Formierung des politisch Imaginären und für die Inszenierung von Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen kulturellen Agenten untersucht. Durch einen Vergleich von Kino-Bewegungen in West- und Osteuropa trägt das Projekt zur Untersuchung eines hochaktuellen und brisanten, in Österreich aber immer noch wenig untersuchten Phänomens bei: der Differenzen und Ähnlichkeiten in der Entwicklung von politischer Kultur in den westlichen und östlichen Teilen von Europa, die zukünftig zu einem „Zusammenwachsen“ aufgefordert sind.

    • “Geschlecht“ ins Bild gesetzt: Das Forschungsprojekt analysiert visuelle Produktionen der Künste (Fotografie, Malerei, Performance Kunst) und populärer Kultur (Film, Web Pages, Fanzines, Broschüren und Poster), die eine Beziehung zu wissenschaftlichen Konzepten von „Gender“ in Szene setzen.
      Erstes Ziel des Projekts ist es, Cluster von Bildern zu identifizieren, die in Zusammenhang mit „Gender“ und konstruktivistischen Theorien dominieren. Dabei soll die Hypothese geprüft werden, dass die folgenden Körperfigurationen überwiegen: Einzelkörper, die männliche und weibliche Merkmale vereinen, Repräsentationen des „Patchwork-Selbst”, emphatisch inszenierte Körper-Transformationen, Figurationen, die Körper-Normen zurückweisen, betont symmetrisch dargestellte männliche und weibliche Körper sowie Körper, die Teil von Beziehungen sind, die von einer Auflösung diesbezüglich „klassischer“ Familien-Modelle gekennzeichnet sind. Das Projekt untersucht die Geschichte dieser Figurationen sowie die transnational „Migration” von Motiven und Stilen.
      Das zweite Ziel des Projektes besteht darin, das genannte visuelle Material im Kontext eines sozialen Raumes zu untersuchen, der auch von Ängsten, Spannungen und Wünschen bevölkert ist – etwa in Zusammenhang mit neuen (Bio-)Technologien, mit Imperativen wie „Flexibilität“ und „Privatisierung“ im Bereich von Arbeits- und Lebenswelten oder mit Individualisierung und einer zunehmenden Verinnerlichung von Ambivalenz und von öffentlichen Konflikten. Die Bildwelten werden in historisch-anthropologischer Weise als Orte analysiert, an denen ein „implizites soziales Wissen” artikuliert und verhandelt werden kann, das neben dem explizit, etwa im offiziellen Gender-Diskurs, vermittelten besteht.

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    Anna Schober studierte Geschichte, Kunstgeschichte und Politikwissenschaften in Wien, Frankfurt am Main und Colchester/UK. 2009 habilitierte sie sich an der Universität Wien mit einer Arbeit über ästhetische Taktiken als Mittel politischer Emanzipation in der Moderne und Postmoderne. Sie absolvierte eine Reihe von internationalen Forschungsaufenthalten u.a. an der Jan van Eyck Academie in Maastricht sowie am Centre for Theoretical Studies in the Humanities and Social Sciences an der University of Essex, Colchester. Von 2009–2011 war sie Visiting Professor an der Universität Verona, danach Mercator Visiting sowie Vertretungsprofessorin am Institut für Soziologie der Justus Liebig Universität Gießen. Derzeit leitet sie das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Forschungsprojekt Everybody. Eine transnationale Ikonografie. Seit September 2016 ist Anna Schober Professorin für Visuelle Kultur an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

    Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: historische, ästhetische und affektive Aspekte von Öffentlichkeit, Visuelle Kultur (Bildende Kunst und Populärkultur), Politische Ikonografie, Praktiken des Visuellen und Geschichte des Wahrnehmens, transnationale Phänomene, Differenz (Gender und Ethnizität) und Methoden der Geschichts- und Bildwissenschaften sowie der Kultursoziologie.

    Sie ist  u. a. die Autorin von  Blue Jeans. Vom Leben in Stoffen und Bildern, Campus Verlag 2001, Ironie, Montage, Verfremdung. Ästhetische Taktiken und die politische Gestalt der Demokratie, Wilhelm Fink Verlag 2009 und The Cinema Makers. Public life and the exhibition of difference in South-Eastern and Central Europe since the 1960s, intellect books 2013.

    Link zu den Projekten

     

     

    > FH-Prof. Mag. Dr. Helmut Spitzer, Professor für Soziale Arbeit. Fachhochschule Kärnten / Studiengang Soziale Arbeit. Forschungsbereich: Soziale Arbeit

     

    Das Angebot im Detail

    • 2 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Kärnten

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Keine

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Internationale Soziale Arbeit
    • Soziale Altenarbeit
    • Methoden der Sozialen Arbeit


    Aktuelle Projekte

    • Professionalisierung Sozialer Arbeit in Ostafrika: In dem Projekt PROSOWO (Promotion of Professional Social Work in East Africa) geht es um die Professionalisierung und Stärkung Sozialer Arbeit in den Ländern Burundi, Kenia, Ruanda, Tansania und Uganda. Dabei werden Elemente von Forschung, Lehrplanentwicklung, Berufspolitik und Kapazitätsbildung miteinander verzahnt.
      In der ersten Phase (2011-2014) war der Schwerpunkt auf Grundlagenforschung gelegt: Es ging in erster Linie um die Erforschung des Beitrags der Sozialen Arbeit zur Armutsbekämpfung und zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele sowie um die Übersetzung der Forschungsergebnisse in die bestehenden Lehrpläne. Übergeordnetes Ziel war und ist die Professionalisierung Sozialer Arbeit in Ausbildung und Praxis, um dadurch ihren Beitrag zu sozialer Entwicklung, Armutsbekämpfung und sozialer Inklusion zu stärken.
      In der zweiten Phase (seit 2016) fokussiert das Projekt auf die Erforschung kulturspezifischer und innovativer Praxismethoden Sozialer Arbeit, auf verstärkte sozialpolitische und menschenrechtsorientierte Lobbying-Arbeit für benachteiligte Bevölkerungsgruppen und auf den Aufbau tragfähiger Kooperationen mit zuständigen politischen Entscheidungsträgern.


    • Erforschung der Lebenswelten von Schulkindern in Norduganda: In diesem Projekt, das in Norduganda angesiedelt ist, ging es um die Erforschung der lebensweltlichen Herausforderungen von Schulkindern und deren soziales Umfeld unter den Bedingungen einer Nachkriegsgesellschaft (in Norduganda herrschte von 1986 bis 2006 ein Bürgerkrieg). Basierend auf den Forschungsergebnissen wurde ein Konzept für ein gemeinwesenorientiertes Projekt von Schulsozialarbeit als Instrument zur Verbesserung der Bildungsqualität vorwiegend im Primarschulbereich entworfen.
      In der Folge wurde von 2014 bis 2016 ein Pilotprojekt zur materiellen und psycho-sozialen Unterstützung von Schulkindern im Bezirk Anaka in Norduganda umgesetzt.

    • Soziale Sicherheit alter Menschen in Tansania: Im Rahmen dieses Forschungsprojekts wurde eine vergleichende Analyse von Systemen sozialer Sicherheit für alte Menschen in Tansania durchgeführt. Im städtischen Bereich wurde in der Metropole Dar es Salaam geforscht, im ländlichen Vergleichskontext war es die Region Lindi im infrastrukturell vernachlässigten Süden des Landes. Die Studie umfasste eine Fragebogenerhebung, halbstrukturierte Interviews und fokussierte Gruppendiskussionen. Die übergeordnete Zielsetzung des Projekts war es, einen Beitrag zu den Lebensbedingungen alter Menschen zu leisten, die keinen Zugang zu formalen Möglichkeiten der sozialen Sicherheit haben (nur 5,5% der alten Menschen in Tansania erhalten eine Pension).
      Ziegenkredite als Follow-up-Projekte: Von 2010 bis 2015 liefen in der Region Lindi im Süden Tansanias mehrere Nachfolgeprojekte, um die Lebenssituation von alten Menschen durch Kredite zu unterstützen. Diese Kredite werden in Form von Ziegen zur Verfügung gestellt; durch ein Rotationsprinzip soll langfristig die gesamte Gemeinschaft in einem Einzugsgebiet von diesem Projekt profitieren.

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    Seit 2006 Mitarbeiter an der Fachhochschule Kärnten, seit September 2008 Professur für Soziale Arbeit. 20 Jahre Forschungserfahrung in Ostafrika, mehr als 15 Jahre Berufspraxis in verschiedenen sozialpädagogischen und psychosozialen Handlungsfeldern. Koordinator mehrerer Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Ostafrika.

     

    Link zu den Projekten

     

     

     

    > Dr. KERSTIN STEINER, Biotechnologin, acib GmbH, Technische Universität Graz. Forschungsbereich: Industrielle Biotechnologie, Enzymtechnologie

     

    Das Angebot im Detail

    • 3-4 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Steiermark, Kärnten falls öffentlich erreichbar

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Keine

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Entdeckung und Charakterisierung von Enzymen
    • Biotechnologische Herstellung von Enzymen
    • Proteinreinigung
    • Verwendung von Enzymen in der Biokatalyse
    • Enzym engineering
    • Assayentwicklung
    • Genetische Methoden


    Aktuelle Projekte

    • Engineering von verschiedenen Enzymen: In den Projekten in denen ich beteiligt bin, sind die Firmenpartner in der Regel an einer biokatalytischen Synthese von Vorstufen von Pharmazeutika oder anderen Chemikalien interessiert. Bei der biokatalytischen Synthese werden Enzyme als Biokatalysatoren eingesetzt und ersetzen die klassische organische Synthese. Durch den Einsatz von Biokatalysatoren können Reaktionen einfacher, umweltverträglicher, kosten- und energiesparender durchgeführt werden. Gefährlicher Abfall wird vermieden. Damit Enzyme außerhalb ihres natürlichen Lebensraums eingesetzt werden können, müssen diese oft durch Protein-Engineering modifiziert werden, um sie den nicht-natürlichen Rahmenbedingungen und den anwendungsspezifischen Anforderungen anzupassen.

    • Talente regional Projekt „Unseen – Unsichtbares sichtbar machen“: Im Projekt UNSEEN, UNSichtbarEs sichtbar machEN, beschäftigen sich Schüler/innen mit dem Thema Biotechnologie und der „unsichtbaren“ Welt, die dahinter steckt. Die Kinder und Jugendlichen werden dabei bei altersgerechten und verständlichen „hands-on“ Aktivitäten Einblicke in die unsichtbare Welt der Mikroorganismen und Enzyme und ihre Anwendung in der Forschung und in Produkten des Alltags bekommen. Das Erlebte wird in Form eines Kinderbuchs, einer Zeitung oder Videomaterial verarbeitet und steht so den Schulen auch nach dem Projekt als Anschauungsmaterial zur Verfügung. 
    • Artifizielle Metalloenzyme: Viele Enzyme enthalten natürlicherweise Metallionen, die für die Reaktivität der Enzyme verantwortlich sind. Diese Metallionen kann man austauschen und damit das Reaktionsspektrum der Enzyme erweitern.

     

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    1984-1988: Volksschule in Spittal an der Drau
    1988-1996: Neusprachliches Gymnasium in Spittal an der Drau

    1996-2002: Studium: “Technischen Chemie”, Studienzweig: “Biochemie, Lebensmittel- und Biotechnologie“ an der TU Graz
    08/2000–01/2001: ERASMUS-Stipendium: Universität von Lund in Sweden
               
    01/2003-03/2006: Doktoratsstudium am Zentrum für Nanobiotechnologie (Universität für Bodenkultur, Wien) mit Auslandaufenthalten am Department für Medizinische Biophysik und Physik in Münster in Deutschland

    Berufserfahrung
    04/2006-12/2007: Post Doctoral Fellow am Zentrum für Nanobiotechnologie (Universität für Bodenkultur, Wien)
    01/2008-05/2010: Post Doctoral Fellow am Centre for Biomolecular Sciences (University of St Andrews, Schrödingerstipendium)
    seit 06/2010: Projektmanager und Senior Researcher bei acib GmbH, (c/o TU Graz), Lehrende TU Graz

    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

     

     

     

     

     

    > Dr. ERNST VITEK, Botaniker, Naturhistorisches Museum Wien.

     

    Das Angebot im Detail

    • 10 Besuche pro Jahr
    • Regionen: flexibel

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Ersatz der Fahrtkosten

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Botanik (Taxonomie)
    • Floren
    • wissenschaftliche Sammlungen


    Aktuelle Projekte

    • Gundelia: Die Gattung Gundelia gehört zur Familie der Korbblütler und kann von der Türkei bis Afghanistan gefunden werden. Bis vor kurzer Zeit glaubte man, dass es in dieser Gattung nur eine Art gibt. Es sind aber mehr als 15. Diese müssen erfasst, beschrieben und publiziert werden. Dafür werden Forschungsreisen in viele Länder unternommen.


    • Die Flora von Wien: Die Flora von Wien ist aufgrund der Lage der Stadt sehr reichhaltig – mehr als 2400 Arten können gefunden werden. Und jedes Jahr können weitere entdeckt werden, andere fallen dafür wieder aus. Der aktuelle Stand wurde 2003 in einem Buch publiziert, die weiteren Änderungen werden in einer Datenbank aufgezeichnet.


    • Digitale Erfassung des Herbariums des Naturhistorischen Museums: Das Herbarium des NHM umfasst ca. 5,5 Millionen Belege. Diese sollen digital erfasst und über die Website herbarium.univie.ac.at/database/search.php zugänglich gemacht werden. Die Probleme sind schwierige Handschriften, Änderungen bei geographischen Namen und Landesgrenzen usw. 

     

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    • Seit 2011: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Direktor
    • 2004 - 2011: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Interimistischer Leiter
    • Seit 2001: Naturhistorisches Museum, Leiter des Verlages
    • Seit 1996: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Sammlungsleiter Phanerogamen
    • 1993 - 1996: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Kurator der Gefäßpflanzen-Sammlung
    • 1982 - 1993: Universität Wien, Institut für Botanik
    • 1985: Promotion Dr. phil.
    • 1971 - 1985: Studium Botanik, Universität Wien


    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

    Leider gibt es derzeit keine Links zu den Projekten.

    > Mag. EVELINE WANDL-VOGT, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien. Forschungsbereich: Interdisziplinäre Geisteswissenschaften

     

    Das Angebot im Detail

    • 3 Besuche pro Jahr
    • Regionen: alle Bundesländer

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • in Wien: keine, in allen anderen Bundesländern: Ersatz der Fahrtkosten (Halbpreiskarte für die ÖBB)

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Interdisziplinäre Geisteswissenschaften
    • Forschungsinfrastrukturen
    • Social Innovation
    • Citizen Science
    • Open Science

     

    Aktuelle Projekte

    • exploreAT! exploring austria´s culture through the language glass: Im Projekt exploreAT! gehen wir auf eine Entdeckungsreise. Wir versuchen anhand einer 100 Jahre alten Dialektwörtersammlung der „Datenbank der bairischen Mundarten in Österreich“ die österreichische Kultur zu ergründen und herauszuarbeiten, welche Ähnlichkeiten und Besonderheiten Österreich in Europa auszeichnen. Um dieses Ziel zu erreichen arbeiten wir in einem internationalen Team mit Wissenschaflterinnen und Wissenschaftern aus Irland und Spanien zusammen.
      Methodisch weist das Projekt folgende 3 Schwerpunkte aus: 1) Förderung vernetzten, interdisziplinären Arbeitens durch Nutzung von Semantik Web Technologien; 2) Einsatz von Visualisierungen und Games; 3) Verbindung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Bürgerinnen und Bürgern auf Augenhöhe.                                   
                                
    • APIS. Mapping historical networks: Im Projekt APIS ergründen wir historische Netzwerke wichtiger Persönlichkeiten der österreichischen Geschichte der Habsburgermonarchie, die im Österreichischen Biographischen Lexikon erfasst sind. Wir entwickeln neue Methoden für eine zeitgemäße Biographieforschung im internationalen Kontext und entsprechende Publikationsmöglichkeiten im digitalen Zeitalter.                                   
                                
    • DARIAH-EU. Digital Infrastructures for the Arts and Humanities: DARIAH ist ein so genanntes europäisches Research Infrastructures Consortium, eine Organisation, die sich um die Etablierung Digitaler Geisteswissenschaften und Künste bemüht. Dabei werden sowohl technische, als auch soziale Entwicklungen in Betracht gezogen, die als gesamtes zur Innovationsstärke beitragen. DARIAH agiert auf internationaler und europäischer Ebene. Somit soll sichergestellt werden, dass Entwicklungen in teuren oder risikoaffinen Bereichen nicht mehrfach finanziert und immer von einer breiteren Forschungsmasse getragen werden. Einmal Entwickeltes und Finanziertes wird über DARIAH einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, was zur Innovationsfreude in Europa beitragen soll. DARIAH trägt zur Entwicklung einer kollaborativen, internationalen Wissenschaftskultur bei.                           

     

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    1991-1998 Studentische Hilfskraft bei der ÖAW. Seit 1998- Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der ÖAW

     

    Universitäre Ausbildung in Germanistik, Geographie, Informatik für Lehramtskandidat/innen, Theaterwissenschaften, Pädagogik, Social Innovation (lfd.)

     

    Internationale Fortbildung in Lexikographie, Data Archiving, Design Thinking,
    Research Managerin in europäischen Projekten / Ogranisationen und Expertin in diversen nationalen und internationalen Gremien


    Mehrfach Lektorin bei der Kinderuni Wien, Schlaufuchsakademie Wels, u.ä.
    Zusammenarbeit mit allen Bereichen der Gesellschaft (Politik, Wirtschaft, Bürger.in, Wissenschaft)

     

    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

     

     

    > DI Dr. ANDREAS ZITEK, MSc, Aquatischer Ökogeochemiker und Fischökologe, Universität für Bodenkultur Wien

     

    Das Angebot im Detail

    • 1 Besuch pro Jahr
    • Regionen: Im Rahmen des neu entwickelten BOKU Science TVs sind auch virtuelle Termine möglich, das heißt es gibt grundsätzlich keine Einschränkung bezüglich des Bundeslandes.

     

    Anfallende Kosten für die Schulen

    • Keine

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Fischwanderung in Fließgewässern mittels innovativer Methoden
    • Herkunftsbestimmung von Fischen aus der Aquakultur anhand von Elementen und Isotopen in Gehörsteinen
    • Massenspektrometrie
    • Qualitatives Systemverständnis
    • Wissenschaftliches Verständnis und Schreiben für AnfängerInnen

    Aktuelle Projekte

    • CSI: TRACE your FOOD! Herkunftsbestimmung von Nahrungsmitteln aus regionaler Produktion in Österreich anhand des Multielement- und Isotopenfingerabdrucks: Im Rahmen des Projektes forschen Schüler/innnen aus 10 Schulen aus allen Bundesländern in Österreich und einer Schule aus Ungarn an den Möglichkeiten, heimische Lebensmittel anhand des Element- und Isotopenfingerabdruckes zu identifizieren.

     

    • EU FP7 Projekt: Integrierte Prozess-und Steuerungssysteme für nachhaltige Waldbewirtschaftung im Seilgelände: Im Rahmen des Projektes wird von der Universität für Bodenkultur die sogenannte hyperspektrale Bildgebung im nahen Infrarot dazu verwendet, Holzdefizite zu identifizieren. Hyperspektrale Bildgebung ist die Kombination von Bildgebung und Spektroskopie.

      Die spektroskopische Analyse umfasst das gesamte Lichtspektrum von sichtbarem bis zum Infrarot mit der Lichtintensität als eine Funktion der Wellenlänge. Mittels HSI können hunderte spektroskopische Banden in jedem Pixel eines Bildes gesammelt werden. Verschiedene chemische Verbindungen werden durch spezifische Reflexionen und Absorptionen spektroskopische Signaturen charakterisiert.

      Dadurch kann anhand der Analyse der gewonnenen Spektren die Qualität unterschiedlicher Stoffe, wie Holz, Lebensmittel etc. untersucht und bewertet werden.

     

    • Sparkling Science: Traisen.WieWasWarum? - Identifizierung und Wahrnehmung von Funktionen in Flusslandschaften und das Verstehen einzugsgebietsbezogener Prozesse am Beispiel der Traisen (Traisen.w3): Ein wichtiges Ziel des Traisen-W3-Projektes, für das ich zuständig bin, ist die Förderung des Systemverständnisses bei Jugendlichen durch die Anwendung unterschiedlicher Kommunikations- und Bildungsmethoden u.a. mittels der Software „DynaLearn“. Die DynaLearn-Software, die im Rahmen eines EU-Projektes entwickelt wurde, unterstützt auf einzigartige Weise qualitative Modellbildung und Simulation und fördert nachgewiesenermaßen das Systemverständnis von Schüler/innen.

     

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    • 2015 -2004: Lehrauftrag "Multiscale modelling of aquatic ecosystems"
    • 2015 -2009: Postdoc, Projektleiter und wissenschaftlicher Angestellter an der Abteilung für Analytische Chemie und am Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement der BOKU Wien
    • 2013: Zertifizierung als Trainer für wissenschaftliches und berufliches Schreiben
    • 2011 -2011: Wissenschaftlicher Aufenthalt am Woods Hole Oceanographic Insitute (WHOI), Fish Ecology Lab in Amerika (3 Monate)
    • 2008 -2015: Tätigkeit als selbständiger Wissenschafter (http://www.ecoscience.at)
    • 2007 -2008: Lehrauftrag "Allgemeine Hydrobiologie"
    • 2006 -2008: Master of Science (Geographical Information Science & Systems) - MSc (GIS) und European Master in GIScience, Fernstudium an der Paris-Lodron Universität Salzburg,
    • 1999 -2006: Dissertation "Wanderprozesse bei Flussfischen: Erfassung, Muster flussabwärtsgerichteter Wanderungen und Restauration"
    • 1999 -2008: Forschungsassistent IHG-BOKU, Wien
    • 1995 -1999: Freelancer und technischer Assistent am Insitut für Hydrobiologie und Gewässermanagement der Universität für Bodenkultur Wien (IHG-BOKU)
    • 1989 -1999: Diplomingenieur für Landschaftsplanung und Landschaftspflege

    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen