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Botschafter/innen

Forscher/innen erzählen aus der Praxis

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Die Young Science-Botschafter/innen besuchen Schulen und bieten Schüler/innen spannende Einblicke in die Welt der Forschung!

 

Hier finden Sie alle teilnehmenden Forscher/innen, die in Niederösterreich Schulen besuchen, sowie Informationen über die jeweiligen Forschungsgebiete, die wissenschaftlichen Werdegänge und die aktuellen Forschungsprojekte:

 

> Mag. Dr. PHILIP ADUATZ, Produktdesigner, New Design University St. Pölten.

 

Das Angebot im Detail

  • 2-3 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Niederösterreich

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Betreuung der Materiautech®-Materialbibliothek an der New Design University


Aktuelle Projekte

  • Materiautech: Materiautech® wurde entwickelt, um Kunststoffverarbeiter/innen, Designer/innen, Konstruktionsabteilungen und allen Interessierten die Innovationen und zahlreichen Lösungen, die Kunststoffe darstellen, näherzubringen. Unser Ziel ist es, alle Informationen über Werkstoffe, deren Anwendung und Verarbeitungsverfahren zu sammeln. Materiautech® ist somit ein Austauschort zwischen Produktdesigner/innen und Kunststoffherstellern. 
    Im Rahmen eines Kooperationsprojektes zwischen der New Design University, der Wirtschaftskammer NÖ und ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH wurde die Materiautech® Kunststoffmaterialbibliothek an der New Design University erstmals im deutschsprachigen Raum zugänglich gemacht.

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Ausbildung/Beruf:

- Industrial Design Studium Universität für Angewandte Kunst, 2002-2007

- Doktorat-Studium der Naturwissenschaften, Universität für Angewandte Kunst, 2007-2012

- selbstständig als Produkt-Designer seit 2007,  www.philippaduatz.com 


Tätigkeitsfelder:

- Design, Produktentwicklung und -herstellung

- Materialforschung und -entwicklung: Fokus auf innovative Werkstoffe

- Lehrtätigkeit im Bereich angewandter Werkstoffwissenschaft

- Betreuung der Kunststoffmaterialbibliothek in Kooperation mit Materiautech und ecoplus

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

 

 

> RUTH ANDERWALD, Künstlerische Forscherin/ Artistic Researcher, Akademie der Bildenden Künste Wien.

 

Das Angebot im Detail

  • 3 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark
  • Individuelle Terminvereinbarung, bei Interesse melden Sie sich unter youngscience@oead.at
  • Besuche gemeinsam mit Leonhard Grond

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • In Wien: keine
  • In Niederösterreich, Burgenland, Steiermark: Ersatz der Fahrtkosten

 

Forschungsschwerpunkte

  • Der Taumel–Eine Ressource


Aktuelle Projekte

  • Dizziness-A Resource: Seit März 2014 arbeiten Ruth Anderwald und Leonhard Grond an Dizziness-A Resource, ein Artistic-Research Projekt, bei dem das Künstlerduo an der Akademie der Bildenden Künste Wien gemeinsam mit einem multidisziplinären Team das kreative Potential des Taumels hinsichtlich künstlerischer, kunsthistorischer, philosophischer und naturwissenschaftlicher Gesichtspunkte untersucht.

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Ruth Anderwald + Leonhard Grond arbeiten seit 1999 in den Bereichen Fotografie, Experimental Film und Installation.

Seit 2012 kuratieren die Künstler die monatliche Filmreihe HASENHERZ im Kulturzentrum bei den Minoriten, an der Whitechapel Gallery, London (2013) und der Kunsthalle Wien (2012). In Anlehnung an den Schönberg’schen Verein für musikalische Privataufführung wird der Grundsatz, Kunst verstehen zu wollen, auf das Medium Experimentalfilm und -video erweitert.

2007 erscheint ihr Künstlerbuch NOTIZEN ZU EINER KÜSTE, welches die erste Anthologie hebräischer Gegenwartslyrik in deutscher Sprache und ihre gleichnamige Fotoserie vereint.


Ihre Arbeiten wurden u.a. in der Whitechapel Gallery, London, Ecole cantonale d'art de Lausanne, im CCA - Center for Contemporary Art, Tel Aviv, im Himalayas Art Museum (früheres Zendai MoMA), Shanghai, im Centre Pompidou, Paris und in der Tate Modern, London gezeigt.

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

 

 

 

> KATHARINA AUER, MA, Lektorin, Fachhochschule St. Pölten. Forschungsbereich: Soziale Inklusionsforschung

 

Das Angebot im Detail

  • 4 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Niederösterreich

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Lebens- und Sozialraumstudien
  • Soziale Arbeit und Sozialer Raum
  • Migrationsgesellschaft
  • Community Studies


Aktuelle Projekte

  • Inklusions- und Exklusionspraxen im Kontext aktueller Migrationsbewegungen mit Fokus auf periphere Regionen Niederösterreichs: Ziel des Projekts ist es, einen Überblick über Inklusions- und Exklusionspraxen in niederösterreichischen Gemeinden zu erlangen. Dieser soll als Grundlagenpapier für die Etablierung von Migration im ländlichen Raum als Forschungsfeld dienen. Unter der Annahme, dass dieser Themenschwerpunkt in den nächsten Jahren enorm an Relevanz gewinnen wird, kann die Erarbeitung einer empirischen Wissensbasis über Migrations- und Inklusionszusammenhänge in weiterer Folge für eine evidenzbasierte Politik im Bereich Migration und Inklusion Anwendung finden.

  • Psychosoziale Gesundheit von Frauen: Durch gezielte Angebote sollen speziell sozial und finanziell benachteiligte Frauen und/oder Frauen mit Migrationshintergrund, ab dem 40. Lebensjahr in ihrem alltäglichen Gesundheitshandeln gefördert werden. Das Ziel der gegenständlichen wissenschaftlichen Begleitung ist es dieses Angebot wissenschaftlich zu begleiten. Die Ergebnisse aus dieser Begleitung dienen als Grundlage für eine etwaige Adaptierung des bedarfsorientierten Angebots.

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Auer, Katharina forscht und publiziert zu den Themenschwerpunkten Lebens- und Sozialraumstudien, Sozialraumorientierte Soziale Arbeit und Migrationsgesellschaft. Ihr aktuelles Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit Hilfepraxen im Kontext aktueller Migrationsbewegungen mit Fokus auf periphere Regionen Niederösterreichs. 2010 bis 2012 arbeitete sie als wissenschaftliche Assistentin und Projektmitarbeiterin am Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung. Nach Abschluss des Studiums Soziale Arbeit wurde Frau Auer im März 2012 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am selben Institut angestellt. 2013 kamen Lehrtätigkeiten am Department Soziales der Fachhochschule St. Pölten zu ihrem Aufgabengebiet dazu. Seither arbeitet Frau Auer als Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Junior Researcher und Lektorin an der Fachhochschule St. Pölten.


Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

 

 

 

> DI HERMANN AGIS, PhD, Zahnmediziner, Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik Wien.

 

Das Angebot im Detail

  • 4 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Niederösterreich (wenn öffentlich erreichbar)

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Tissue Engineering
  • Regeneration von oralem Gewebe
  • Entwicklung von innovativen in vitro Modellen

Aktuelle Projekte

  • Regeneration der Pulpa des Zahnes: Neben der Optimierung konservativer Therapiestrategien ist die Forschung an neuen regenerativen Strategien in der Endodontie immer mehr in den Fokus gerückt. Diese neuen Strategien zielen auf die Regeneration des Zahnmarks (Pulpa) und damit des Zahnes. Im „Tissue Engineering“ werden Methoden der Ingenieur-, Werkstoff- und Lebenswissenschaften kombiniert, um die Pulpa zu regenerieren.

  • Hypoxie-basierende Strategien zur Regeneration von oralem Gewebe: Ein neuer Ansatz zur Förderung der Heilung von Hart- und Weichgewebe zielt auf die „Sauerstoffsensoren“ der Zellen. Diese „Sauerstoffsensoren“ nehmen eine Schlüsselrolle in der Geweberegeneration ein, da sie die Bildung von Blutgefäßen regulieren. Wir forschen an der Anwendung von pharmakologisch simulierter Hypoxie als neues Tool zur Förderung der Regeneration von oralem Gewebe wie Zahnhalteapparat (Parodont), Knochen und Zahnfleisch (Gingiva).

  • Entwicklung innovativer neuer in vitro Testmodelle: Aus ethischen Gründen ist die Zahl an Tierversuchen möglichst gering zu halten. Das Konzept der 3R hat sich hier etabliert, um Tierversuche zu ersetzen (Replace), die Anzahl der Versuchstiere zu reduzieren (Reduce) und bestehende Praktiken und Prozeduren zu optimieren (Refine). Die Entwicklung neuer in vitro Testmethoden als mögliche Alternativen zu Tierversuchen ist folglich ein wichtiges Thema. Unsere Forschung zielt darauf ab, innovative Strategien zu entwickeln, um im Reagenzglas möglichst nah an die Situation im oralen Gewebe zu kommen.

 

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    Hermann Agis maturierte an der AHS Rahlgasse 1999 und studierte Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur in Wien. Seine Dissertation führte er an der Medizinischen Universität Wien durch, wo er 2011 abschloss. Ein Erwin-Schrödinger-Stipendium ermöglichte ihm ein PostDoctoral Fellowship an der Dental School der University of Michigan in der Arbeitsgruppe von Prof. Giannobile in den USA. 2014 habilitierte er an der Medizinischen Universität Wien. Er erhielt zahlreiche Preise einschließlich des Rudolf Slavicek Awards und des Austrian Dental Awards und publizierte über 27 Fachartikel in internationalen peer-reviewten Journalen. Sein Engagement für Jungwissenschafter/innen zeigt sich in seinem Mitwirken in der Young Scientist Association der Medizinischen Universität Wien von 2010-2013, deren Präsident er von 2011-2012 war sowie seiner Tätigkeit als Mentor im SeniorMentoring Program sowie ScientMedNet Mentoring Program der Medizinischen Universität Wien.

     

    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

         

         

        > ROMAN BENEDER, MSc, Fachhochschule Technikum Wien (FHTW), Abteilung für Embedded Systems.

         

        Das Angebot im Detail

        • 4 Besuche pro Jahr
        • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland

         

        Anfallende Kosten für die Schule

        • Keine

         

        Forschungsschwerpunkte

        • Embedded Systems Software Design
        • PCB Design & Layout
        • Embedded Measurement Equipment
        • Embedded Applications
        • Realtime Operating Systems
        • etc.


        Aktuelle Projekte

        • OpenLab – Development of low-cost, open-source measurement equipment for courses dedicated to Embedded Systems: Das Kompetenzteam Open Lab beschäftigt sich mit der Realisierung von kostengünstiger, quelloffener und damit jederzeit erweiterbarer Laborinfrastruktur im Bereich Elektronik und Elektrotechnik (Oszilloskop, Signalgenerator, Voltmeter, Spannungsquelle, ...), die von Studierenden jederzeit auch mit nach Hause genommen werden kann. Übungen mit Laborequipment können damit zeit- und ortsunabhängig durchgeführt werden.

        Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

        Ausbildung am TGM (HTL) in Elektronik & Biomedizinische Technik
        Ausbildung an der FH Technikum Wien (FHTW) in Elektronik & Embedded Systems
        ab Sept. 2010 - Lektor in div. Fächern und Bachelor -/ Masterstudiengängen (FHTW)
        ab Sept. 2011 – Betreuung von div. Bachelor -/ Masterarbeiten (FHTW)
        ab Nov. 2007 - Laborassistent in der Abteilung für Embedded Systems (FHTW)
        ab Okt. 2009 - Junior Researcher im Kompetenz Team Embedded Platforms (FHTW)
        ab Nov. 2012 - Junior Researcher im FFG Forschungsscheck Projekt Dandel.IO (FHTW)
        ab April 2013 - Junior Researcher im Ressel Zentrum (Christian Doppler Gesellschaft) Verifikation von Embedded Computing Systems (FHTW)
        ab April 2015 - Senior Researcher & Projektleiter des Kompetenzteams OpenLab (FHTW)

        Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

         

         

        > Dr. ANDREAS BERGTHALER, Immunologe, CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien. Forschungsbereich: Virologie

         

        Das Angebot im Detail

        • 4 Besuche pro Jahr
        • Regionen: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich

         

        Anfallende Kosten für die Schule

        • Ersatz der Fahrtkosten (bei Schulen aus Niederösterreich und Oberösterreich)

         

        Forschungsschwerpunkte

        • Virusinfektionen
        • Hepatitis
        • Lungenentzündung
        • Influenza
        • Stoffwechsel
        • Immunsystem
        • Immunpathologie


        Aktuelle Projekte

        • Wie das Immunsystem unsere eigene Leber schädigt: Hepatitisviren lassen die Leber leiden – das sieht man auf den ersten Blick. Gelbe Haut, dunkler Urin oder heller Stuhl: Die Symptome für das Versagen des zentralen Stoffwechselorgans sind durch den Farbstoff Bilirubin, der sich dabei anhäuft, leicht zu erkennen. Der Krankheitsverlauf ist dagegen hochkomplex: Die verschiedenen Virustypen lösen ganze Kaskaden an Immunreaktionen aus, im schlimmsten Fall führt die dabei entstehende Leberentzündung zum Tod. Obwohl die Krankheit schon seit vielen Jahrzehnten erforscht wird, konnte man die fatalen Schäden, die sie in der Leber anrichtet, bisher nicht erklären. In der jüngsten Studie der Arbeitsgruppe von Andreas Bergthaler am CeMM sowie weiteren internationalen Kollaborationspartnern aus Deutschland, der Schweiz, England, USA und Japan, wurde nun ein wichtiger Teil dieses Rätsels gelöst: Überraschenderweise spielt ein Abwehrmolekül des Immunsystems, das Protein Interferon, eine zentrale Rolle.

          Dabei ist seine Hauptaufgabe der Schutz vor Infektionen: Interferon schaltet in infizierten Zellen und dem umliegenden Gewebe ein Programm zur Abwehr der Eindringlinge an. Nicht nur bei Hepatitisviren, bei fast allen viralen und bakteriellen Krankheitserregern wird das Protein aktiv- doch es hat auch eine dunkle Seite. Bergthaler und seine Kollegen konnten zeigen, dass es zu einer Anhäufung gefährlicher Sauerstoffradikale in Leberzellen führt. Einerseits hemmt Interferon das Enzym Superoxid Dismutase 1 (SOD1), das für die Beseitigung der Radikale verantwortlich ist. Darüber hinaus erhöht es zusätzlich die Menge der zerstörerischen Sauerstoffverbindungen. Für die Zelle ist das verheerend: Sie erleidet schwere Schäden, die letztlich zum Zelltod führen. „Seit den 1960er Jahren wird das Interferon erforscht, eigentlich kennt man seine Wirkungsweise sehr gut. Dieser schädliche Effekt auf die Leberzellen war daher eine echte Überraschung“, beschreibt Andreas Bergthaler die Entdeckung.

          Weshalb ein Molekül, das für den Schutz vor Krankheiten gedacht ist, sich gegen den eigenen Körper richtet, darüber kann man nur spekulieren. „Es könnte sein, dass dieser Kollateralschaden letztlich sogar hilfreich im Kampf gegen die Viren ist, denn Reste der abgetöteten Zellen können das Immunsystem zusätzlich ankurbeln“, so Bergthaler.  Dies sei zwar noch reine Grundlagenforschung, betont der Forscher, noch sei keine Anwendung in Sicht. Aber in Zukunft könnte die Arbeit dazu beitragen, neue Behandlungsformen gegen virale Hepatitis zu entwickeln. Interferon ist auch an vielen anderen infektiösen und entzündlichen Erkrankungen beteiligt – auch hier könnte der neu entdeckte Mechanismus eine Rolle spielen. Und nicht zuletzt wird das Protein auch zur Behandlung nicht-infektiöser Krankheiten wie multiple Sklerose oder Krebs eingesetzt. Das neu gewonnene Wissen und weiterführende Experimente über seine Wirkungsweise könnten dabei helfen, Nebenwirkungen zu reduzieren.

        • Warum macht uns das Influenzavirus anfälliger für Bakterien und schwere Lungenentzündungen? Während der saisonalen Grippe-Epidemien verursachen Virusinfektionen der Atemwege Symptome, wie plötzliches hohes Fieber, Husten, Kopf- und Halsschmerzen, rinnende Nase, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein. Gruppen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko können dabei sehr ernsthafte, manchmal lebensbedrohliche Erkrankungen entwickeln. Nicht selten ist die Auslöser dafür nicht das Grippevirus selbst, sondern sekundäre Bakterieninfektionen. Trotz der signifikanten klinischen und gesundheitsökonomischen Auswirkungen dieser sogenannten Superinfektionen sind die molekularen Ursachen für die erhöhte Anfälligkeit gegenüber Bakterien durch und nach Grippeerkrankungen bislang nur wenig untersucht und kaum verstanden. Ein Umstand, der nicht zuletzt die Entwicklung effektiver Therapien deutlich erschwert.

          Vorangegangene Studien haben gezeigt, dass schwere Krankheitsverläufe, wie zum Beispiel Lungenentzündungen, sehr häufig nicht vom Virus selbst verursacht werden. Vielmehr scheint der Auslöser die Unterdrückung des Immunsystems durch die Viren zu sein, die den Organismus anfällig für Superinfektionen macht. Der Gruppe von Andreas Bergthaler am CeMM und einem interdisziplinären Forscherteam von der Medizinischen Universität Wien sowie aus den USA und der Schweiz ist es gelungen, ein fehlendes Bindeglied  auf molekularer Ebene zu finden, das dieses Phänomen erklären könnte. Studienleiter Andreas Bergthaler: „Wir haben einen Mechanismus im molekularen Abwehrsystem der Zellen entdeckt, der darauf abzielt, unnötige und überschießende Entzündungsreaktionen bei einer Virusinfektion zu verhindern, um den Organismus nicht zusätzlich zu schädigen. Gleichzeitig führt diese Regulation aber auch dazu, daß der Körper in diesem Zeitraum anfälliger für Bakterien wird.“ Eine Schlüsselrolle kommt dabei dem Molekül Interferon zu, das bei der Abwehr von Viren eine zentrale Rolle einnimmt. Die neuen Erkenntnisse zeigen jedoch, daß Interferon auch die  die Bildung eines Enzyms anregt, das die Bakterienabwehr unterdrückt. Dieses Enzym mit dem Namen Setdb2 verändert die Struktur der DNA (Träger der Erbinformation) so, dass antibakterielle Gene weniger aktiv sind.

          Zusammenfassend ist es der Gruppe am CeMM gelungen, einen neuen Koppelungseffekt zwischen dem antiviralen Interferon und dem Enzym Setdb2 zu entschlüsseln, der die antibakterielle Immunabwehr als Konsequenz der Virusinfektion schwächt und deshalb zu gefährlichen Superinfektionen führen kann. Laufende und zukünftige Forschungen zielen nun darauf ab, das komplexe Zusammenspiel zwischen Virus, Setdb2, Bakterium und Immunsystem weiter zu durchleuchten. Das könnte in fernerer Zukunft neue Therapiemöglichkeiten eröffnen, mit dem Ziel, die Funktion von Setdb2 zu beeinflussen, um das Immunsystem von Influenza-Patienten und deren antibakterielle Widerstandskraft zu stärken.

        Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

        1997-2003 Studium der Veterinärmedizin (Veterinärmedizinische Universität Wien, Österreich)

        7-9/2001 Klinische Übungen (Universität Edinburgh, Schottland)
        7-9/2002 Forschungspraktikum (Universität Tokyo, Japan)
        9/2003 Forschungspraktikum (Dänisches Veterinärinstitut, Dänemark)
        2004-2007 Doktorarbeit in Immunologie und Virologie (Universität und ETH Zürich, Schweiz)
        2007-2008 Postdoktorale Forschung (Universität Genf, Schweiz)
        2008-2011 Postdoktorale Forschung (Institute for Systems Biology, Seattle, USA)
        2011- Gruppenleiter am CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der    
        Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Wien, Österreich)


        Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

         

         

         

        > Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. MATTHIAS BERTSCH, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Forschungsbereich: Music Performance Science

         

        Das Angebot im Detail

        • 4 Besuche pro Jahr
        • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland

         

        Anfallende Kosten für die Schule

        • Ersatz der Fahrtkosten (nur wenn die Schule weiter als 40 km von Mödling entfernt ist)

         

        Forschungsschwerpunkte

        • Praxisrelevante empirische Untersuchungen zum Musizieren, zur Spieltechnik und zu qualitativen Eigenschaften von Musikinstrumenten sowie deren akustische Wahrnehmbarkeit (Physiologische Akustik und Psychoakustik)


        Aktuelle Projekte

        • FIT ON STAGE: In diesem Projekt wird der Umgang mit mentalen und körperlichen Belastungen von MusikerInnen im Bereich der Popularmusik“ untersucht. Mittels Interviews mit österreichischen Musikern und einer großen Internetumfrage wurden die Problembereiche der Künstler erfasst. In einer großen Tagung wurden diese Aspekte diskutiert und Hilfestellungen angeboten.

        • Visualisierungstechniken der Tonerzeugung auf Blechblasinstrumenten: Moderne Techniken erlauben neue Einblicke in die komplexen Vorgänge, welche beim Musizieren vor sich gehen. Mit Hochgeschwindigkeitsaufnahmen wurden Paukenschläge in Zeitlupen dargestellt. Wärmebildkamerastudien ermöglichen es, besonders aktive Areale am Musiker zu finden, und diese im Anschluss auf Belastungen zu testen. Hierzu werden mit EMG (Elektromyografie) die Muskelaktivierungen gemessen. Zahlreiche weitere Untersuchungsmethoden bieten ein leichteres Verständnis über die Probleme beim Spiel der Instrumente.

        • Lippenanpressdruck bei Trompetern: Lippenanpressdruck bei Trompetern: Mit einem speziellen Sensor wird der Druck ermittelt, mit dem Trompeter ihr Mundstück auf die Lippen pressen. Da mitunter bis zu 4 kg auf die Lippen gepresst werden, gilt es herauszufinden, wie die Belastung verringert werden kann. 

         

        Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

        Nach seinem Diplomstudium der Musikwissenschaft (1992) absolvierte er das Doktoratsstudium der Philosophie und Naturwissenschaften an der Universität Wien mit den Fachbereichen “Musikalische Akustik” und “Musikalische Physiologie”. Sein Dissertationsthema lautete “Studien zur Tonerzeugung auf Trompeten: Untersuchungen zum ‚Warm-up’ und zur Intonation“.
        Von 1992 bis 2007 war er als Mitarbeiter und ab 2003 als stellvertretender Institutsvorstand am Institut für Musikalische Akustik (IWK) tätig. 2003 habilitierte er im wissenschaftlichen Fach "Musikalische Akustik" an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Seinen Schwerpunkt bilden Forschungen zu akustischen, psychoakustischen und physiologischen Aspekten der Tonerzeugung auf Musikinstrumenten sowie Arbeiten zum Wiener Klangstil. Seine Unterrichtstätigkeiten beinhalten Lehrveranstaltungen “Musikinstrumentenkunde” und “Phänomen Klang”  (als Pflichtfächer der Studienrichtungen Instrumentalstudium, Instrumental- und Gesangspädagogik sowie Musikerziehung) sowie zahlreiche Seminare und Betreuungen bei interdisziplinären Fragestellungen der Musikforschung. Im Rahmen der Sensorikforschung machte er  Weiterbildungen in Körperarbeit (Shiatsu) und eine Ausbildung zum Biofeedback-Trainer.
        Seit 2008 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Integrative Atem-, Stimm- und Bewegungsschulung am Institut für Musik- und Bewegungserziehung sowie Musiktherapie.

        Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

         

         

        > Mag. Dr. SUSANNE BINDER, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien. Forschungsbereich: Kultur- und Sozialanthropologie

         

        Das Angebot im Detail

        • 4 Besuche pro Jahr
        • Regionen: Wien, Niederösterreich (St. Pölten und NÖ West)

         

        Anfallende Kosten für die Schule

        • Keine

         

        Forschungsschwerpunkte

        • Flüchtlingsforschung
        • Migrationsforschung
        • Interkulturelle Bildung


        Aktuelle Projekte

        • Interkulturelles Mentoring für Schulen: Mehrsprachige Studierende mit Migrationserfahrung gehen einmal pro Woche an Schulen und unterstützen SchülerInnen mit Migrationshintergrund in ihrem Ausbildungsweg. Die MentorInnen haben die Schule in Österreich erfolgreich abgeschlossen, daher kennen sie besser als jede/r andere die Herausforderungen, Probleme und Angelegenheiten im Bildungskontext, vor allem in Bezug auf MigrantInnen und Deutsch als Zweitsprache. Sie sehen ihre Sprachenvielfalt sowie ihr kulturelles Hintergrundwissen als Bereicherung und haben ein gutes Einfühlungsvermögen für Kinder mit ähnlichen familiären Verhältnissen und Migrationserfahrungen.

          Durch ihre spezielle Unterstützung gelingt es oft, die SchülerInnen zum Lernen zu motivieren. Darüber hinaus ist es Ziel, ihnen ein positives Selbstwertgefühl in Bezug auf ihre Sprachkenntnisse sowie ihre ethnisch-kulturellen Identitäten zu vermitteln.

          Das Projekt läuft seit 2010 in Wien, seit 2013 wird es auch an Schulen in St. Pölten angeboten. Mit Jänner 2016 sind 36 MentorInnen tätig und begleiten Kinder an 18 VS und NMS in Wien sowie 5 VS und NMS in St. Pölten.


        • Bridging Gaps: Brücken bauen – Verbindungen schaffen: Im Projekt „bridging gaps“ wird anhand von technischen Fakten und Analysen zum Brückenbau und zum Lebenszyklus einer Brücke erarbeitet. Die Workshops werden für unterschiedliche Schulstufen und auch im Kindergarten angeboten. Die Schulkinder bekommen einen Einblick ins Thema „Brückenbau“, z.B. über die Planung, Kostenrechnung und Instandhaltung.

          In meinen Workshops in diesem Projekt vermittle ich die symbolische Bedeutung einer Überbrückung von sozialen Differenzen wie z.B. Bildungs- bzw. Herkunftsniveaus. Gemeinsam mit den SchülerInnen wird reflektiert, wie solche „social gaps“ überbrückt und konstruktiv bearbeitet werden können. Die jeweilige Situation in der Kindergartengruppe bzw. Schulklasse wird einbezogen und so können die Herausforderungen bei einer „sozialen Überbrückung“ erkannt werden.

          Durch die Entwicklung, Erprobung und Dokumentation eines neuen Ansatzes zu einer „integrierten Brückeninspektion“ und der Erarbeitung von Kostenanalysen werden die Aufgaben eines realen Forschungsprojekts veranschaulicht (im technischen Teil) und mit „sozialem Brückenbau“ verglichen.

          Als Abschluss des laufenden Projekts werden beide Formen der Brückenbildung in einer Wander-Ausstellung, die mit SchülerInnen der im Projekt vertretenen vier Bildungsstufen erstellt wird, zusammengefasst. Zusätzlich werden die Überlegungen und Inhalte in einem bildungsstufenübergreifenden Theaterstück und einem altersadäquaten „Nachhaltigkeitsquiz“ im Rahmen der Kindergarten- und Schulschlussfeste sowie an der FH St. Pölten interessierten SchülerInnen, Eltern, Angehörigen und PädagogInnen vorgestellt.

        • „Was ist eigentlich Migration?“ In einem Workshop bei der Kinderuni 2015 haben wir uns mit der Frage „Was ist eigentlich Migration?“ auseinandergesetzt.
          Mittels eines Quiz erarbeiten wir Begrifflichkeiten und wichtige Informationen rund um das Thema Migration und Asyl.

          Die SchülerInnen interviewen sich anschließend gegenseitig zu ihrer eigenen Migrationserfahrung – sei es eine persönliche oder Erfahrungen, die sie im familiären Kontext kennengelernt haben.
          Zentral steht in diesem Workshop die Vermittlung von kultureller und sprachlicher Vielfalt als „Normalität“ in einer pluralen Gesellschaft und eine gegenseitige Anerkennung und Stärkung im Selbstbewusstsein.

        Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

        • Studium der Kultur- und Sozialanthropologie im 2. Bildungsweg von 1992-2003
        • Dissertation: Migration Segregation Integration. Konzept und Praxis Interkulturellen Lernens aus ethnologischer Perspektive. Ein Vergleich zwischen Österreich und den Niederlanden.
        • Diplomarbeit: Kindergruppe Schmetterling-Leptir. Eine ethnologische Untersuchung zu Integration und interkulturellem Zusammenleben am Beispiel eines österreichisch-bosnischen Integrationsprojektes.


        Einige Stationen meiner beruflichen Tätigkeiten:

        • Seit 2015 Researcher am Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung, Department Soziales an der FH St. Pölten, im FFG-Projekt „Brücken bauen – Verbindungen schaffen: bridging gaps“ (Talente Regional)
        • Seit 2009 Leitung, Organisation und Konzeption des Projekts „Interkulturelles Mentoring für Schulen“
        • 2012-2013 Workshop-Leiterin im Rahmen des Projekts „Zusammen.Reden“ von der Caritas NÖ (Workshops zum Thema Migration/Integration mit SchülerInnen an KMS in NÖ).
        • 2010-2011 Co-Organisation des Projekts „Interkulturelle Wirtschaftswelten“ an der HAK St.Pölten, gefördert von Kulturkontakt Austria und dem BMUKK im Rahmen von „Kulturelles Erbe – Gestalte die Zukunft“ (http://kulturleben.at/kulturerbe-zukunft) 
        • 2001-2001 Organisation, Konzeption und Leitung der Aktions- und Informationswoche „Heraus Forderung Migration“ anlässlich des UN International Migrant’s Day an der Universität Wien, vom 10.-14. Dezember 2001. Gemeinsam mit Dr. Kalny, Mag. Six-Hohenbalken und Dr. Rasuly-Paleczek
        • 2001-2004 Forschungsassistentin im Forschungsschwerpunkt „Lokale Identitäten und überlokale Einflüsse“ im Rahmen des Wittgensteinprojektes bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
        • 2000-2001 Organisation und Leitung des internationalen Kongresses „Refugee Studies and Politics: Human and Research Perspectives“ an der Universität Wien, vom 11.- 13. Jänner 2001. (gemeinsam mit Mag. Jelena Tošić). Publikation der Beiträge erschienen November 2002
        • 1999-2001 Projektmitarbeiterin und -koordinatorin für das Projekt „Praxis des Interkulturellen Lernens. Eine Fallstudie an Wiener und Niederösterreichischen Schulen.“ im Auftrag des bm:bwk
        • 1999-2000 Vertragsassistentin am Institut für Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien (Vertretung für Forschungs-Karenz)
        • seit 1999 Lehrveranstaltungen an der Universität Wien (Themen: Interkulturelle Bildung, Flüchtlingsforschung)
        • seit 2012 Lehrveranstaltungen an der FH St. Pölten/Soziale Arbeit (Thema: Diversität und Gender)
        • seit 1999 LehrerInnen-Fortbildungen an der PH Wien, KPH Krems sowie PH NÖ (Themen: Interkulturelle Bildung, Mehrsprachigkeit, Elternarbeit, Vorurteilsbewusste Bildung, Vielfalt des Islam)



        Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

         

         

         

        > Univ.-Prof. Mag. Dr. DANIELA G. CAMHY, Philosophin, Karl-Franzens-Universität Graz und Österreichische Gesellschaft für Kinderphilosophie, Graz. Forschungsbereich: Philosophie

         

        Das Angebot im Detail

        • 6 Besuche pro Jahr
        • Regionen: alle Bundesländer

         

        Anfallende Kosten für die Schule

        • Ersatz der Fahrtkosten

         

        Forschungsschwerpunkte

        • Sprachphilosophie
        • Linguistik
        • Ethik
        • Praktische Philosophie
        • Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen
        • Philosophiedidaktik
        • Politische Bildung
        • Menschenrechte
        • Demokratieverständnis
        • etc.


        Aktuelle Projekte

        • Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen: Der Ausgangspunkt des Philosophierens mit Kindern und Jugendlichen ist das Staunen und Wundern. Neugier und Wissbegierde führen zu einer forschenden Auseinandersetzung mit verschiedensten Phänomenen und Fragen.

          Gemeinsam zu „forschen“ und nach Antworten zu suchen, das ist der philosophische Ansatz wie Heranwachsende das Begründen lernen, Zusammenhänge erkennen, logisches und hypothetisches Denken üben, folgerichtige Schlüsse ziehen, Analogien bilden, Kriterien entwickeln und definieren lernen.

          Sokratisch gemeinsames Entdecken, Forschen, Denken und „Verstehen lernen“, stehen im Mittelpunkt. Dies bedeutet, bereits Kinder in wissenschaftliche Reflexionen, Diskussionen und in eine ganz besondere Art des Dialogs einzubeziehen, um ihren Wissendurst, ihr Denken, ihre Sprachkompetenzen durch das philosophische Fragen und Forschen zu fördern und ihre Lernfähigkeit nachhaltig zu verbessern.

        • PEACE- Philosophical Enquiry Advancing Cosmopolitan Engagement: Der Schwerpunkt des PEACE Projekts liegt vor allem in der Entwicklung, Erprobung und Bewertung eines neuen Curriculums (philosophische Kinder- und Jugendbücher sowie dazu gehörige Handbücher für Lehrende), das kosmopolitisches Engagement sowie den interkulturellen Dialog ins Zentrum des Interesses stellt.

          PEACE leistet mit diesem Curriculum einen Beitrag zur pädagogischen Praxis, in dem Lehrende bei ihrer speziellen beruflichen Entwicklung unterstützt werden und neue Lehrmethoden und Materialien kennenlernen, mit dem Ziel alle Kinder und Jugendliche in ihrer Denk- und Persönlichkeitsentwicklung besser zu fördern.

          Das Curriculum wird Ende 2015 auf Englisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, Hebräisch und Arabisch veröffentlicht.

          ProjektpartnerInnen: University of Naples Federico II – Department of Humanities (Neapel/ Italien), Asociación Centro de Filosofía para Niños (Madrid/ Spanien), Israeli Center for Philosophy in Education-Philosophy for Life (Jerusalem/ Israel) und Österreichische Gesellschaft für Kinderphilosophie (Graz/ Österreich)

         

        • SUSTAINICUM – Nachhaltigkeit philosophisch hinterfragt: SUSTAINICUM ist ein Kooperationsprojekt der Universität für Bodenkultur Wien, der Karl-Franzens-Universität und der Technischen Universität Graz. Es zielt darauf ab, Themen der Nachhaltigkeit aus der Sicht verschiedener Fachgebiete in die universitäre Lehre einzubringen. Die Hauptaufgabe besteht darin, einen offenen Pool an Inhalten und Materialien zur Erlebbarmachung von Begriffen, Prozessen und Zusammenhängen mit Nachhaltigkeitsbezug aufzubauen.

          Die Themenbereiche sind Klima, Energie, Ressourcen, Wachstum, Resilienz und Risiko, sowie andere Aspekte wie Bildung und lebenslanges Lernen, nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung, Gesundheit und Lebensqualität, Menschenrechte, Mobilität und viele mehr.

          Diese Konzepte mit Nachhaltigkeitsbezug können in Form von kleinen Experimenten, Real- oder Computerspielen, Simulationen, kreativen oder systemischen Techniken – mit pädagogisch-didaktischen Methoden angereichert – im Unterricht eingesetzt werden. 

         

        Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

        Studium der Philosophie, Psychologie, Pädagogik und Germanistik, Internationales Projektmanagement u.a. Sponsion, Promotion Dissertation „Karl Bühlers Sprachtheorie“, Ehrendoktorat der Montclair State University, USA. Associate Professor am „Research Center for Language and Semiotic Studies“ an der Indiana State University in Bloomington sowie Praktikum und Studien an der „Speech and Hearing Clinic“ an der Indiana State University, USA. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut medizinische Psychologie, Hochschulassistentin am Institut für Erziehungswissenschaften und Lehrende an der Karl-Franzens-Universität Graz, der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, an der Universität Hamburg, am Trinity College Dublin, an der Universität Padua und an der Aegean University auf Rhodos. Erstes Forschungsprojekt und erste Schulversuche auf dem Gebiet der Kinderphilosophie in Europa.

        Organisation und Durchführung von Forschungsprojekten und 28 EU-Projekten mit Partnerinnen und Partnern aus Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Israel, Italien, Lettland, Litauen, Malta, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Schottland, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Türkei, Ungarn und Zypern.


        Vortragstätigkeiten an Universitäten in Australien, Brasilien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Irland, Israel, Italien, Japan, Kanada, Kroatien, Liechtenstein, Litauen, Mexiko, Niederlande, S-Korea, Schweiz, Slowenien, Spanien, UK, Ungarn und USA.

         

        Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

         

        und alle einzelnen Bausteine, z. B.:

         

         

        > Mag. LEO CAPARI, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien. Forschungsbereich: Technikfolgen-Abschätzung

         

        Das Angebot im Detail

        • 4 Besuche pro Jahr
        • Regionen: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich

         

        Anfallende Kosten für die Schule

        • Ersatz der Fahrtkosten

         

        Forschungsschwerpunkte

        • Technik und Nachhaltigkeit
        • Partizipative Methoden
        • Soziale Netzwerkanalyse

        Aktuelle Projekte

        • Shopping Um(die)Welt: Im Rahmen des Projektes Shopping Um(die)Welt diskutieren bei einem Event im Oktober 2015 rund 80 Jugendliche über Aspekte von Konsum und Nachhaltigkeit. Dabei werden Themen wie der zunehmende Online-Handel,  der Einsatz von Konfliktmaterialien oder die Lebensdauer von Produkten, aber auch Maßnahmen zur Förderung von sozial fairem und umweltvertäglichem Konsum diskutiert.

        Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

        Leo Capari studierte Ökologie mit Schwerpunkt auf Humanökologie an der Universität Wien und ist seit Juli 2013 Junior Scientist im Bereich Technologie und Nachhaltigkeit am ITA. Nach seinem Studium war er Projektmitarbeiter an der Universität Wien. Am ITA beschäftigte er sich im Rahmen der Projekte PACITA und CIVISTI AAL einerseits mit den gesellschaftlichen Implikationen von umgebungsgestütztem Altern (Ambient Assisted Living) und andererseits mit der Bürger/innenbeteiligung an Forschungsprozessen (partizipative Methoden).

         

        Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

         

         

        > Dr. BEATE CESINGER, Unternehmensforscherin, New Design University, St. Pölten. Forschungsbereich: Entrepreneurship und Innovation

         

        Das Angebot im Detail

        • 6 Besuche pro Jahr
        • Regionen: Wien, Niederösterreich, Salzburg, Tirol

         

        Anfallende Kosten für die Schule

        • Keine

         

        Forschungsschwerpunkte

        • Unternehmensgründungen und Unternehmertum
        • Familienunternehmen
        • Internationalisierung


        Aktuelle Projekte

        • Die Dunkle Triade im unternehmerischen Kontext: Die Dunkel Triade – subklinische Psychopathie, Narzissmus und Machiavellismus – sind Persönlichkeitsmerkmale, die von Egoismus, emotionaler Kälte, Neigung zur Duplizität, Streben nach Macht, Status und Dominanz sowie überhöhter Selbstdarstellung gekennzeichnet sind. Diese negativen individuellen Merkmale beeinflussen dementsprechend auch Organisationen und können negative Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis haben. Das Projekt untersucht folglich, welche Auswirkungen die Dunkel Triade auf den Unternehmenserfolg und unternehmerisches Verhalten hat.

        • Sozioemotionale Werte und Internationalisierung von Familienunternehmern: Die Internationalisierungstheorie berücksichtigt nicht die Spezifika von Familienunternehmen und den hohen Stellenwert, den sie sozioemotionalen Werten beimessen (socio-emotional wealth). Dies hat zur Folge, dass die Aussagekraft etablierter Internationalisierungstheorien (z. B. Johanson und Vahlne's Uppsala Modell aus 2009) und ihrer essenziellen Prädiktoren (Kooperationsintensität, Netzwerkvertrauen und internationale Marktkenntnis) in Frage für Familienunternehmen gestellt werden müssen.

         

        Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

        • Seit 07/2016: Rektorin und Geschäftsführerin (interimistisch) an der New Design University, St. Pölten.
        • Seit 09/2014: Professorin in Entrepreneurship & Innovation; Studiengangsleiterin des M. Sc. Entrepreneurship & Innovation an der New Design University, St. Pölten.
        • 11/2013 - 08/2014: Assistenzprofessorin in Entrepreneurship an der Groupe Sup de Co Montpellier Business School, Montpellier, Frankreich. 
        • 10/2013: Doktorat an der Universität Utrecht, Niederlande.
        • 09/2012 - 10/2013: Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Groupe Sup de Co Montpellier Business School, Montpellier, Frankreich. 
        • 03/2010 - 08/2012: Projektleiterin des Forschungsvorhabens „Durch Selbstständigkeit zur Doppelkarriere? Berufs-, Partnerschafts- und Lebenskonzept erfolgreicher Gründerinnen" am Stiftungslehrstuhl für Entrepreneurship an der Universität Hohenheim, Stuttgart, Deutschland gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Europäischen Sozialfonds (ESF). 
        • 08/2006 - 03/2010: Geschäftsführerin des Center of Entrepreneurship an der Universität Hohenheim, Stuttgart, Deutschland und wissenschaftliche Beratung der bundesweiten Gründerinnenagentur (bga) an der Universität Hohenheim, Stuttgart, Deutschland gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
        • 11/2005: Diplom in Wirtschaftsgeographie, Betriebswirtschaftslehre und Interkultureller Kommunikation an der Ludwig-Maximilians-Universität, München, Deutschland. 

         

         

        > Ao Univ. Prof. Dr. DI ISABELLA ELLINGER, Zellbiologin, Medizinische Universität Wien.

         

        Das Angebot im Detail

        • 4 Besuche pro Jahr
        • Regionen: Wien, Niederösterreich

         

        Anfallende Kosten für die Schule

        • Keine

         

        Forschungsschwerpunkte

        • Ich bin Zellbiologin und ein Schwerpunkt meiner Arbeit sind Untersuchungen zur Aufnahme und zum Transport von mütterlichen Makromolekülen (wie IgG) in der Plazenta, dem wichtigen Organ, das während der Schwangerschaft gebildet wird, die Grenze zwischen mütterlichem und kindlichen Blutkreislauf darstellt und erstaunlich viele wichtige Funktionen im Verlauf der Schwangerschaft hat. Außerdem interessiere ich mich für die Anwendung und Weiterentwicklung der automatisierten Mikroskopie.


        Aktuelle Projekte

        • Quecksilber Toxikokinetic in der humanen reifen Plazenta: Das Schwermetall Quecksilber ist ein ubiquitärer Schadstoff mit hohem neurotoxischem Potential. Die pränatale Quecksilberbelastung vor allem mit organischem Methylquecksilber (MeHg), das über den Verzehr von kontaminiertem Fisch aufgenommen wird, kann die neurologische Entwicklung von Kindern beeinträchtigen. In den letzten Jahren mehren sich Hinweise, dass bereits sehr geringe MeHg-Belastungen schädigen können. MeHg passiert sowohl die Plazenta als auch die Blut-Hirnschranke und akkumuliert in Nieren, Leber und Gehirn des Fetus. Das Neugeborene zeigt im Mittel eine höhere Belastung als seine Mutter, ein aktiver Quecksilber-Transport über die Plazenta wird daher vermutet. Insgesamt variiert die Menge an Quecksilber, die den Fetus erreicht, sehr stark von Individuum zu Individuum; dies unabhängig von den jeweiligen Fischverzehrgewohnheiten. Dieser Umstand legt nahe, dass der individuelle genetische Hintergrund beeinflusst, welche Menge an Quecksilber die Plazenta speichern bzw. in Richtung Fetus transportieren kann.

          Hinsichtlich pränataler Quecksilberbelastung kommt der Plazenta bzw. jenen genetischen Faktoren, die die Funktion der Plazenta in Bezug auf Transport und Speicherung von Quecksilber determinieren, also eine Schlüsselrolle zu. Obwohl seit Jahrzehnten bekannt ist, dass Quecksilber stark neurotoxisch wirkt und zudem ungehindert die Plazenta passiert, ist unser Wissen zu den Mechanismen des Plazentatransfer äußerst gering. Aus Tierexperimenten und in vitro Studien ist bekannt, dass Quecksilber über Aminosäuren-Transporter in die Zelle geschleust wird, im Zellinneren an Metallothioneine und Glutathion gebunden und somit entgiftet wird, und die Zelle über sogenannte ABC-Transporter wieder verlässt. Eine Reihe weiterer Kandidatenproteine soll in die zelluläre Toxikokinetik (Aufnahme, Biotransformation, Verteilung und Abtransport) von Quecksilber involviert sein. Insgesamt handelt es sich dabei um 25 Kandidaten-Proteine bzw. –Gene, die in diesem Projekt untersucht wurden . Die Ergebnisse werden dazu beitragen, unser Wissen zur plazentaren Quecksilber-Toxikokinetik in beträchtlichem Ausmaß zu erweitern. Diese Kenntnisse können auch für den Plazenta-Transport anderer Schadstoffe und den Quecksilbertransfer über andere Membranen (Leber, Niere, Blut-Hirnschranke) von größter Bedeutung sein. Schlussendlich ermöglichen die neuen Erkenntnisse, die genetisch suszeptiblen Risikogruppen zu erkennen und geeignete Präventivmaßnahmen bzw. neue Therapieansätze für diese zu entwickeln.

        • CaSR-Biomedicine: Der Kalzium-sensitive Rezeptor (CaSR) ist nicht nur der Hauptregulator des Kalzium-Stoffwechsels, sondern er ist auch an den meisten physiologischen Prozessen zur Aufrechterhaltung normaler Körperfunktionen beteiligt. Forschungserkenntnisse zeigen, dass eine abnormale Funktion und/oder Expression des CaSR eine wichtige Rolle bei der Entstehung bzw. dem Fortschreiten sogenannter „non-communicable diseases (NCDs)“ wie der Alzheimer-Demenz, kardiovaskulären Erkrankungen, Diabetes, Krebs und degenerativem Muskelabbau spielen. Diese Erkrankungen machen weltweit 25 Prozent aller Krankheitsfälle aus.

          Unterschiedliche Krankheiten – gleicher Ansatzpunkt
          G-Protein-gekoppelte-Rezeptoren (GPCRs) wie der CaSR stellen ein molekulares Ziel für mehr als 35 Prozent aller modernen Arzneimittel dar. Daher sollen im Marie Sklodowska-Curie European Training Network (ETN) „CaSR-Biomedicine“ in 14 multi-disziplinären Einzelprojekten nicht nur grundlagenorientierte Fragestellungen zu Zelltyp- und Liganden-spezifischen Signaltransduktionswegen des CaSR untersucht, sondern vor allem Effekte und Anwendbarkeit CaSR-gerichteter Therapeutika aufgeklärt werden. Untersucht werden dabei mit dem Alterungsprozess assoziierte Erkrankungen (Alzheimer-Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Muskelschwäche) und verschiedene Krebsleiden wie das Neuroblastom sowie  Dickdarm- und Brustkrebs.

          Mit dem auf vier Jahre angelegten und mit 3,6 Millionen Euro dotierten Marie Sklodowska-Curie European Training Network (ETN) „CaSR-Biomedicine“ aus dem Horizon-2020-Call holte Enikö Kallay bereits zum zweiten Mal innerhalb von fünf Jahren ein EU-Projekt an die MedUni Wien. Ihr obliegt neben der Gesamtkoordination des gemeinsam mit 13 internationalen Kooperationspartnern aus acht Ländern durchgeführten Programmes auch die Leitung der Forschungsaktivitäten seitens der Medizinischen Universität Wien. Sie wird bei der Projektabwicklung und -umsetzung von Sabina Baumgartner-Parzer von der Klinischen Abteilung für Endokrinologie & Stoffwechsel (Universitätsklinik für Innere Medizin III) und Isabella Ellinger (Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung) unterstützt.

        Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

        Ich wurde als Lebensmittel- und Biotechnologin an der BOKU ausgebildet und bin im Zuge meiner Doktorarbeit an die Medizinische Universität gekommen. Hier habe ich mich im Fach Zellbiologie habilitiert. Ich bin vor allem in der Grundlagenforschung und im Unterricht tätig und finde diese Arbeit auch nach 25 Jahren spannend und stimulierend. Meine Arbeitsgruppe untersucht mit unterschiedlichsten Methoden in Zell- und Organkultursystemen vor allem Funktionen der humanen Plazenta.  Die Plazenta ist ein faszinierend vielseitiges und wichtiges Organ (Stichwort: „Fetal Programming of Disease“), das aber auch zu Schwangerschaftsassoziierten Erkrankungen wie etwa der Präeklampsie, deren frühe Diagnose und Therapie immer noch schwierig sind, beitragen kann. Ich unterrichte sehr gerne und freue mich, wenn sich Medizinstudenten im Rahmen ihrer Diplomarbeiten für die (Grundlagen-)Forschung begeistern lassen. Über Talente-Praktika (FFG) oder die Kinderuniversität versuche ich auch Schülern und Kindern die Freude am Forschen nahezubringen. Dieses Interesse an der Forschung und die Freude am lebenslangen Lernen möchte ich auch gerne als Young Science-Botschafterin weitergeben.

        Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

         

         

        > Dr. DIDONE FRIGERIO, Universität Wien. Forschungsbereich: Verhaltensbiologie und Citizen Science

         

        Das Angebot im Detail

        • 2 Besuche pro Jahr
        • Regionen: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich

         

        Anfallende Kosten für die Schule

        • Ersatz der Fahrtkosten

         

        Forschungsschwerpunkte

        • Verhaltensendokrinologie
        • Sozialverhalten
        • Verhaltensphysiologie


        Aktuelle Projekte

        • Sozialer Zusammenhalt und Ausflugsgebiet beim Waldrapp: Der Waldrapp (Geronticus eremita) zählt zu den am meist bedrohten Vogelarten der Welt. Die ortsfeste, freifliegende, individuell markierte und an Menschen habituierte Waldrappkolonie der Core facility KLF für Verhaltens- und Kognitionsbiologie der Universität Wien in Grünau im Almtal (Oberösterreich) liefert seit 1997 wichtige Informationen über das Sozialverhalten dieser Koloniebrüter, welche in den vergangenen Jahren als Know-how für mehrere Ansiedlungsprojekte dienten.
          Durch das Monitoring des sozialen Zusammenhalts der Kolonie sollen anhand von physiologischen Parametern sowie Verhaltens- und Telemetrie-daten weiterhin wichtige Informationen für das Management dieser gefährdeten Art gewonnen werden.

        • Physiologie des Soziallebens bei Graugänsen: Seit dem Sommer 1973 fliegt im oberösterreichische Almtal eine Schar von Graugänsen (Anser anser). Begründer dieser Population war der emeritierte Nobelpreisträger Konrad Lorenz. Seit seinem Tod im Jahr 1989 liegt der Schwerpunkt der Forschung an der KLF auf den zugrunde liegenden Mechanismen sozialen Zusammenlebens. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die individuelle Anpassung an das soziale Umfeld, z.B. um Stress zu vermeiden, gelegt. Die Sammlung der Daten erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte und umfasst langfristiges Monitoring durch Verhaltensbeobachtungen unter natürlichen Bedingungen, aber auch experimentelle Manipulationen und Messungen von physiologischen Parametern. Die Ergebnisse unserer Studien zeigen, dass die Graugänse der KLF ein ideales Model für die Erforschung der sozialen Komplexität bei höheren Wirbeltieren sind.

        • Auf den Spuren von Konrad Lorenz: Seit 2009 ist die Konrad Lorenz Forschungsstelle in Grünau im Almtal um hochwertige und umfangreiche Angebote im Bereich Forschungsvermittlung bemüht, welche projektübergreifend laufen und verschiedene Methoden im Bereich der Verhaltensforschung einsetzen, von klassischen Verhaltensbeobachtungen bei Graugänsen und Waldrappen bis zu Telemetrie-Workshops mit Kolkraben und Waldrappen. Teilnehmer sind vor allem Schulklassen und Gruppen von Kindern und Jugendlichen, österreichweit.

         

        Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

        Studium der Biologie an der Universität Mailand (Italien). Diplomarbeit über die Habitatwahl von Murmeltieren in den Bergamasker Alpen. Zuerst durch ein zweijähriges Stipendium der Universität Mailand im Jahr 1995, danach mit einem FWF-Projekt (12914-BIO) Forschung an Steroidhormone und Sozialverhalten bei Graugänsen. Im Jahr 2002 Promotion an der Universität Wien. Seit der Studienzeit regelmäßige Unterrichtstätigkeit an Pflichtschulen im Bereich Umweltbildung und Nachhaltigkeit. Seit 2009 tätig im Bereich Wissens- und Forschungs-vermittlung. Nach den Jahren der Kinderbetreuung, seit 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Core facility KLF in Grünau im Almtal (OÖ).

        Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

         

         

        > Ao. Univ.-Prof. DI. Dr. EDUARD GRÖLLER, Informatiker, Technische Universität Wien. Forschungsbereich: Informatik, Computergrafik

         

        Das Angebot im Detail

        • 1-2 Besuche pro Jahr
        • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland

         

        Anfallende Kosten für die Schule

        • Ersatz der Fahrtkosten

         

        Forschungsschwerpunkte

        • Informatik
        • Computergrafik
        • Visualisierung

        Aktuelle Projekte

        • Was ist Visual Computing und was kann man damit machen? Visual Computing ist jenes Teilgebiet der Informatik, das sich mit der Erfassung, Repräsentation, Manipulation, Analyse, Synthese und Anwendung visueller Informationen, beispielsweise Bilder und Bildsequenzen, in einem räumlichen und zeitlichen Zusammenhang beschäftigt.

          Visual Computing hat sich aus der methodischen Verschmelzung von Bildverarbeitung, maschinellem Sehen, Computergrafik und Visualisierung entwickelt. Konkrete Forschungsprojekte beschäftigen sich beispielsweise mit der dreidimensionalen Darstellung von Blutgefäßen aufgrund von Computertomographie-Daten, mit der Visualisierung im Rahmen der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung, mit der Darstellung von Babygesichtern aus Ultraschalldaten, mit vergleichender Visualisierung, mit Variantendarstellungen von (Hochwasser-)Simulationen.

         

        Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

        • 2015: Verleihung des Eurographics 'Outstanding Technical Contributions Awards'
        • Seit 2006: Adjunct-Professor für Informatik an der Universität Bergen, Norwegen
        • Seit 2000: Mitwirkung bei der VRVis Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung Forschungs-GmbH (http://www.vrvis.at/)
        • Seit 1997: A.o.Univ.Prof. am Institut für Computergrafik und Algorithmen
        • 1989-1997: Universitätsassistent am Institut für Praktische Informatik, Technische Universität Wien
        • Sep. 1988 – Jun. 1989: Zweisemestriger Studienaufenthalt University of Kansas, USA (Fulbright Stipendium)
        • 1982-1987: Studium der Informatik an der Technischen Universität Wien

         

        Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

         

         

        > LEONHARD GROND, Künstlerischer Forscher/ Artistic Researcher, Akademie der Bildenden Künste Wien.

         

        Das Angebot im Detail

        • 3 Besuche pro Jahr
        • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark
        • Individuelle Terminvereinbarung, bei Interesse melden Sie sich unter youngscience@oead.at
        • Besuche gemeinsam mit Ruth Anderwald

         

        Anfallende Kosten für die Schule

        • In Wien: keine
        • In Niederösterreich, Burgenland, Steiermark: Ersatz der Fahrtkosten

         

        Forschungsschwerpunkte

        • Der Taumel–Eine Ressource


        Aktuelle Projekte

        • Dizziness-A Resource: Seit März 2014 arbeiten Ruth Anderwald und Leonhard Grond an Dizziness-A Resource, ein Artistic-Research Projekt, bei dem das Künstlerduo an der Akademie der Bildenden Künste Wien gemeinsam mit einem multidisziplinären Team das kreative Potential des Taumels hinsichtlich künstlerischer, kunsthistorischer, philosophischer und naturwissenschaftlicher Gesichtspunkte untersucht.

         

        Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

        Ruth Anderwald + Leonhard Grond arbeiten seit 1999 in den Bereichen Fotografie, Experimental Film und Installation.

        Seit 2012 kuratieren die Künstler die monatliche Filmreihe HASENHERZ im Kulturzentrum bei den Minoriten, an der Whitechapel Gallery, London (2013) und der Kunsthalle Wien (2012). In Anlehnung an den Schönberg’schen Verein für musikalische Privataufführung wird der Grundsatz, Kunst verstehen zu wollen, auf das Medium Experimentalfilm und -video erweitert.

        2007 erscheint ihr Künstlerbuch NOTIZEN ZU EINER KÜSTE, welches die erste Anthologie hebräischer Gegenwartslyrik in deutscher Sprache und ihre gleichnamige Fotoserie vereint.


        Ihre Arbeiten wurden u.a. in der Whitechapel Gallery, London, Ecole cantonale d'art de Lausanne, im CCA - Center for Contemporary Art, Tel Aviv, im Himalayas Art Museum (früheres Zendai MoMA), Shanghai, im Centre Pompidou, Paris und in der Tate Modern, London gezeigt.

        Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

         

         

         

        > Dr. CHRISTIAN GRUBER, Assistenzprofessor, Medizinische Universität, Zentrum für Physiologie und Pharmakologie, Wien. Forschungsbereich: Pharmakologie.

         

        Das Angebot im Detail

        • 4 Besuche pro Jahr
        • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland

         

        Anfallende Kosten für die Schule

        • Keine

         

        Forschungsschwerpunkte

        • Neuropeptide und Peptidgifte (Peptide = Eiweißstoffe) als Grundlage für die Entwicklung neuer Medikamente

        Aktuelle Projekte

        • Isolierung and Analyse von Neuropeptiden aus Ameisen und anderen Insekten: Ähnlich dem Menschen formen auch staatenbildende Insekten wie Ameisen Gesellschaften, die durch effiziente Arbeitsteilung und gemeinsame Pflege der Nachkommen gekennzeichnet sind. Auf individueller Ebene erscheinen diese Ähnlichkeiten auf den ersten Blick gering, jedoch hat die Entschlüsselung des menschlichen Erbgutes und einiger der 14,000 verschiedenen Ameisenarten gezeigt, dass Ameisen und Menschen auf der Ebene der Gene und Proteine große Gemeinsamkeiten aufweisen. Demnach besitzen auch Ameisen die genetischen Grundlagen eines Hormonsystems, basierend auf den Neuropeptiden Oxytozin und Vasopressin, welches beim Menschen zur Regulierung des Wasserhaushaltes beiträgt und darüber hinaus entscheidend am Aufbau von Mutter-Kind Bindung und anderer zwischenmenschlicher Beziehungen beteiligt ist.

          Wir möchten nun mit Hilfe modernster biologischer und chemischer Methoden erforschen, welche Aufgabe und Funktionsweise dieses Hormonsystem für die individuelle Physiologie und das komplexe Sozialverhalten der Ameisen spielt. Außerdem versuchen wir die gewonnen Erkenntnisse in den Ameisen, für die Entwicklung neuer Medikamente am Menschen einzusetzen. 

        • Pflanzenpeptide als Grundlage zur Entwicklung neuer Medikamente für die Therpaie von Autoimmunerkrankungen: Natürlich-vorkommende Peptide finden sich in großer Zahl und Vielfalt in allen Lebewesen, angefangen von Bakterien und Pilzen, Pflanzen sowie Tieren. Diese Peptide besitzen oft biologische Aktivitäten, welche weit über ihre natürliche Funktion hinausgehen, und somit Forschern als Grundlage für die Entdeckung von Arzneistoffen dienen. Aufgrund der Vielzahl ihres Vorkommens macht man sich diese Peptidbibliotheken zu Nutze, um deren Wechselwirkungen mit Bindungspartnern in einer Zelle hinsichtlich ihrer therapeutischen Wirkung zu testen.

          Zyklische Peptide aus Pflanzen spielen dabei aufgrund ihres zahlreichen Vorkommens sowie besonderen strukturellen Merkmalen und Stabilität eine wichtige Rolle. Diese sogenannten Cyclotide wurden bisher vor allem hinsichtlich der Verteilung und biologischen Funktion im Pflanzenreich erforscht. Eines unserer Ziele ist es Extrakte aus der Familie der Kaffee- und Veilchen-Pflanzen chemisch-analytisch zu untersuchen um die Cyclotide-Zusammensetzung der einzelnen Pflanzenarten zu bestimmen. Ausserdem untersuchen wir Effekte der Pflanzenpeptide auf Immunzellen (T-Lymphozyten). Erste Ergebnisse versprechen eine therapeutische Wirkung von Cyclotiden am Zellsystem und im Entzündungs-Mausmodell, welches der Krankheit „Multiple Sklerose“ entspricht.

        Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

        Christian Gruber ist Forschungsgruppenleiter und Assistenzprofessor an der Medizinischen Universität Wien, und ARC Future Fellow an der University of Queensland (Australien). Er hat Biochemie an der Universität Tübingen (Deutschland) und Molekulare Biotechnologie an der Queensland University of Technology (Australien) studiert. Im Anschluss hat er im Fach Molekulare Biowissenschaften (Ph.D.) an der University of Queensland promoviert. Für seine Forschungsarbeiten hat er bereits mehrere Wissenschaftspreise und Würdigungen erhalten: den Heribert Konzett Preis der Österreichischen Pharmakologischen Gesellschaft (2013), den Young Investigator Silver Award der Internationalen Gesellschaft für allgemeine und klinische Pharmakologie (2014) sowie den Dr. Willmar Schwabe Preis der Gesellschaft für Arzneipflanzen und Naturstoff-Forschung e.V. (2014).

        Seine Forschungsthematik befasst sich mit der biologischen Funktion und pharmakologischen Mechanismen natürlich-vorkommender Peptide aus Pflanzen und Tieren, und deren Entwicklung zur Arzneistoffen. Er ist Mitglied und österreichischer Abgeordneter der Europäischen Peptidgesellschaft, sowie berufenes Mitglied im “Max-Bergmann-Kreis” e.V. zur Förderung peptidchemischer Arbeiten.

         

        Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

         

         

         

        > Univ.-Prof. Mag. Dr. THOMAS GRUNT, Zell- und Molekularbiologe, Medizinische Universität Wien. Forschungsbereich: experimentelle Krebsforschung

         

        Das Angebot im Detail

        • 4 Besuche pro Jahr
        • Regionen: Wien, östliches Niederösterreich, nördliches und mittleres Burgenland

         

        Anfallende Kosten für die Schule

        • Ersatz der Fahrtkosten (nur wenn die Schule weiter als 40 km von Baden bei Wien entfernt ist)

         

        Forschungsschwerpunkte

        • Krebsforschung
        • Medikamente zur Krebsbehandlung


        Aktuelle Projekte

        • Warum bekommt man Krebs? In diesem Projekt werden die molekularen Wechselwirkungen zwischen zwei ganz entscheidenden Krebsmerkmalen, nämlich Signaltransduktion und Metabolismus, im Detail studiert. Ziel des Projektes ist es, bislang noch nicht bekannte molekulare Ansatzpunkte für neue zielgerichtete Therapien gegen das Ovarialkarzinom zu identifizieren und dadurch die Basis für neue Behandlungsstrategien gegen diese bislang nur unzulänglich behandelbare Erkrankung zu etablieren.

          Darüber hinaus eröffnet das Projekt neue Einblicke in die Funktion von Fettstoffwechsel und Wachstumsregulation bei der Entstehung von Krebs als Folge eines metabolischen Syndroms (inkl. Adipositas und Typ 2 Diabetes). Unsere Arbeit dient somit auch dazu, das öffentliche Bewusstsein um die Zusammenhänge zwischen Übergewicht infolge übermäßiger Nahrungsaufnahme und/oder Bewegungsarmut und Krebsrisiko zu schärfen.

        • Die molekularen Mechanismen der Induktion von Zelltod durch Hemmstoffe des Fettsäurestoffwechsels in Krebszellen: In diesem Projekt sollen molekulare Erklärungen für die Beobachtung, dass Hemmstoffe der Fettsäuresynthese Zelltod in Krebszellen, nicht aber in gesunden Zellen auslösen können, gefunden werden. Auf diese Weise wird ein tieferes Verständnis der molekularen Grundlagen der Wirkung von antilipogenen Substanzen gegen Krebszellen erzielt.

        Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

        Ausbildung:

        Studium der Biologie und Erdwissenschaften (Lehramt für höhere Schulen), Univ. Salzburg, Sponsion zum Mag.rer.nat
        Hauptfachstudium experimentelle Zoologie, Univ. Salzburg
        Promotion zum Dr.rer.nat.


        Frühere berufliche Stationen:

        "Research fellow" an der Biomedizinischen Forschungsgesellschaft, Linz
        Zellbiologe an der Abteilung für Zelluläre Immunologie, Immuno AG, Wien
        Leitung des Labors für Angewandte und Experimentelle Tumorzellbiologie, Univ.-Klinik für Chemotherapie, Univ. Wien
        Mehrjährige Forschungsaufenthalte an der Georgetown Univ., Washington D.C., und an der Univ. British Columbia, Vancouver, B.C., Canada

         

        Derzeit:

        Univ.-Prof. für Experimentelle Onkologie/Zellbiologie an der Abt. Onkologie, Univ.-Klinik Innere Med. I, Comprehensive Cancer Center, Med. Univ. Wien, Leitung des ‘Signaling Networks Programs’, des Research Clusters ‘Cell Signaling and Metabolism’ und des ‘Ludwig Boltzmann Clusters Oncology’

        Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

         

         

        > Mag. CHRISTOPH HÖRWEG, Zoologe, Kurator, Naturhistorisches Museum Wien. Forschungsbereich: Spinnentiere, Parasiten

         

        Das Angebot im Detail

        • 4 Besuche pro Jahr
        • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland

         

        Anfallende Kosten für die Schule

        • Ersatz der Fahrtkosten (wenn möglich)

         

        Forschungsschwerpunkte

        • Spinnentiere
        • Parasiten
        • Europäische Spinne des Jahres


        Aktuelle Projekte

        • Pseudoskorpione in Ostösterreich: Pseudoskorpione sind eine kleine Ordnung räuberischer Spinnentiere mit ca. 3.400 beschriebenen Arten weltweit. In Österreich sind 71 Arten bekannt. Aufgrund ihrer spezifischen Lebensweise in der Laubstreu, unter der Baumrinde sowie in Baumhöhlen sind Pseudoskorpione gute Indikatoren, insbesondere in totholzreichen Wäldern. Wien liegt mit einer Fläche von 415km² im Überschneidungsgebiet der pannonischen und montanen zoogeographischen Zonen. Diese Lage und der ausgedehnte Grüngürtel mit vielfältigen Lebensraumtypen des Wienerwaldes und der Donauauen bedingen eine vergleichsweise hohe Artenvielfalt der Fauna.
          So sollen zunächst die bodenbewohnenden sowie rindenbewohnenden Pseudoskorpionarten überhaupt einmal erfasst werden und in weiterer Folge soll herausgefunden werden, ob spezielle Mikrohabitate von Pseudoskorpionen bevorzugt werden. 

        • Biodiversität und Epidemiologie von Saugwürmern in Wasserschnecken: Schnecken sind Zwischenwirte von Saugwürmern (Digenea), deren Endwirte Wirbeltiere sind. In einem mehrjährigen Forschungsprojekt des NHM werden Wasserschnecken und ihr Befall mit Saugwurmlarven in unterschiedlichen Lebensräumen in den Donau- und Leitha-Auen sowie im Leitha-Gebirge untersucht. Bisherige Schwerpunkte dieses Projektes sind: invasive Parasiten, Badedermatitis, Wildtierparasiten, Wirtsspezifität, Epidemiologie, Synökologie, und Biodiversität. Die Kenntnis des Artenspektrums der Wirte und der Parasiten ist für all diese Fragestellungen relevant. Das Projekt soll auch das Potential der Schnecken als Krankheitsüberträger erhellen. In Kooperation mit der Veterinärmedizinischen Universität, der medizinischen Universität Wien und österreichischen Jagdverbänden werden im Besonderen Pathogene des jagdbaren Wildes, der Nutztiere und des Menschen berücksichtigt und untersucht.

        • Wiederbelebung der Gallmilben-Sammlung von Alfred Nalepa: Alfred Nalepa (19.12.1856 - 11.12.1929) ist ein österreichischer Acarologe (jemand, der sich wissenschaftlich mit Milben befasst), der zeitlebens mit Gallmilben arbeitete. Er begründete die Gallmilben-Forschung und beschrieb die meisten der europäischen Arten. Seine eindrucksvolle Sammlung mit über 1000 Röhrchen von Milben bzw. Pflanzenresten ist schon seit Jahrzehnten eingetrocknet und erst jetzt - begründet durch die gestiegene Nachfrage nach Typenmaterial dieser Gallmilben - wurde ein Projekt gestartet, um einerseits den Status der Sammlung zu erfassen ("Was ist vorhanden?") und andererseits Möglichkeiten der Nutzung ("Wie können aus dem eingetrockenten Substrat Milben gewonnen werden?") aufzuzeigen. Finanziert wird das Projekt durch Pro Acarologia Basiliensis (PAB), koordiniert und durchgeführt von Philipp Chetverikov, Saint-Petersburg State University (Russland) in Kooperation mit dem Kurator Christoph Hörweg.

         

        Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

        • Seit 2007: Kurator der Spinnentiersammlung des NHM
        • Beschäftigung in diversen parasitologischen (Freiland-)Projekten
        • Studium: Biologie/Zoologie

        Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

         

         

        > Univ.-Prof. Dr. LUKAS A. HUBER, Arzt und Wissenschafter, Biozentrum der Universität Innsbruck. Forschungsbereich: Zellbiologie, Krebsforschung, genetische Erkrankungen

         

        Das Angebot im Detail

        • Besuche pro Jahr: flexibel
        • Regionen: Wien, Niederösterreich, Innsbruck

         

        Anfallende Kosten für die Schule

        • Keine

         

        Forschungsschwerpunkte

        • Zellbiologie von Erkrankungen wie Krebs
        • Entzündung
        • Seltene genetische Erkrankungen
        • Entwicklung von Medikamenten


        Aktuelle Projekte

        • Oncotyrol, das Zentrum für personalisierte Krebsmedizin in Innsbruck: Wir verfolgen die Vision, dass personalisierte Krebsmedizin wirklich wahr wird. Individuelle Krebstherapien zielen auf die molekularen Ursachen der Erkrankung ab. So entwickeln wir zelluläre Testsysteme in denen wir modernste Krebsmedikamente entwickeln und testen können. Wir schauen uns Krebszellen unter dem Mikroskop an und behandeln sie mit Medikamenten.
           
        • ADSI, Austrian Drug Screening Institut: Das ADSI untersucht Entzündungen, Stoffwechselerkrankungen und andere Erkrankungen mit dem Ziel Naturstoffe zu Medikamenten werden zu lassen. Wir züchten aus Zellen Teile von Geweben nach, die wir dann mit Pflanzenextrakten behandeln, um Entzündungen oder Fettstoffwechselerkrankungen behandeln zu können.

         

        Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

          Lukas A. Huber wurde 1961 in Wien geboren, studierte in Innsbruck Medizin und promovierte 1989 mit einer Dissertation über die Immunologie des Alterns. Nach kurzer Assistenzzeit bei Georg Wick zog es ihn zu Forschungsaufenthalten ans EMBL nach Heidelberg und an die Universität Genf. Von 1996 an leitete er eine Arbeitsgruppe am Institut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien. 2002 kehrte er, dem Ruf der Medizinischen Universität folgend, nach Innsbruck zurück.

           

          In seiner wissenschaftlichen Tätigkeit konzentriert sich Huber auf die räumliche und zeitliche Koordination von Zellsignalen, die zur Krebsentstehung führen können und wendet dabei insbesondere die Methoden der Proteomik an, die die Gesamtheit aller an einem biologischen Vorgang oder innerhalb eines Zellabschnitts aktiven Proteine erfasst.

             

            Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

             

             

            > Dr. STEPHAN KALLAB, Rechtsanwaltsanwärter, Institut für Unternehmens- und Wirtschaftsrecht der Universität Wien.

             

            Das Angebot im Detail

            • 2-4 Besuche pro Jahr
            • Regionen: Wien, Tulln

             

            Anfallende Kosten für die Schule

            • Keine

             

            Forschungsschwerpunkte

            • Zivilrecht
            • Unternehmensrecht
            • Gesellschaftsrecht
            • Medizinrecht
            • M&A (Mergers & Acquisitions)


            Aktuelle Projekte

            • Dissertation zum Thema „Die Eigenhaftung der Organe aufgrund von culpa in contrahendo“ Wer oder was sind Organe in einem Unternehmen? Wann haftet ein Manager? Welche Pflichten gibt es bereits, bevor der Vertrag abgeschlossen wird? Was passiert zum Beispiel, wenn der Kunde, noch bevor er etwas kauft, im Geschäft auf einer Bananenschale ausrutscht? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich Dr. Kallab in seiner Dissertation.

            • Regelmäßige Publikationen im Bereich des Gesellschafts-, Zivil-, Unternehmens- und Medizinrechts
              Medizinrecht ist eine sogenannte Querschnittsmaterie, d.h. von dieser werden unterschiedliche Rechtsgebiete umfasst. So bestehen ua sowohl im Zivil- und Strafrecht, aber auch im Verwaltungsrecht zahlreiche Themen bzw Fragestellungen und sind natürlich auch die zahlreichen berufsrechtlichen Vorschriften von Bedeutung. Im Bereich des Medizinrechts stellt sich daher etwa die Frage, ob der Patient ausreichend aufgeklärt wurde.

              Gesellschaftsrecht befasst sich – Nomen est omen – mit dem Recht der Gesellschaften, also etwa mit der Frage welche Voraussetzungen vorliegen müssen um eine GmbH zu gründen, oder wann dies überhaupt sinnvoll ist. Aber auch Europarecht spielt hier eine große Rolle, da zahlreiche Richtlinien und Verordnungen von der EU erlassen werden, die auch in Österreich zur Anwendung gelangen. Zahlreiche Entscheidungen des EuGH verdeutlichen die Tragweite – wie etwa im Bereich der gesellschaftsrechtlichen Niederlassungsfreiheit, also der Freiheit von Gesellschaften sich auch in anderen EU-Mitgliedstaaten niederzulassen.

            • Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

              Seit März 2015 Rechtsanwaltsanwärter bei Völkl. Rechtsanwälte; Autor zahlreicher Fachpublikationen im Bereich des Zivil-, Gesellschafts- und Medizinrechts; Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Medizinrecht.

              Ich studierte in Wien, wo ich auch den Universitätslehrgang „Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht“ (LL.M.) absolvierte, war Universitätsassistent am Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie mit dem Schwerpunkt Finanz- und Wirtschaftsstrafrecht an der Leopold Franzens Universität Innsbruck, an der ich den Universitätslehrgang „Business Law Corporate and Contract Law“ (MBL) abgeschlossen habe und war in weiterer Folge langjähriger Universitätsassistent am Institut für Unternehmens- und Wirtschaftsrecht der Universität Wien. Des Weiteren konnte ich im Rahmen meines Gerichtsjahres und meiner bisherigen Tätigkeit als Rechtsanwaltsanwärter in renommierten Wirtschaftskanzleien praktische Erfahrungen sammeln.

              Meine Dissertation, für welche ich das Stipendium der Heinrich Graf Hardegg´schen Stiftung erhalten habe und welche Ende diesen/Anfang nächsten Jahres publiziert wird, verfasste ich im Bereich der persönlichen Verantwortung gesellschaftsrechtlicher Organe insbesondere aufgrund des vorvertraglichen Schuldverhältnisses (cic). Während meines Studiums erwarb ich zusätzliche Diplome (Schwerpunktausbildung) in Medizinrecht, Wirtschafts- und Unternehmensrecht, Recht der Bauwirtschaft und Europarecht.

              Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

               

               

            > assoz.Prof. Dr. THOMAS LUCYSHYN, Kunststofftechniker, Montanuniversität Leoben. Forschungsbereich: Kunststoffverarbeitung

             

            Das Angebot im Detail

            • 2 Besuche pro Jahr
            • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich, Steiermark, Salzburg, Kärnten

             

            Anfallende Kosten für die Schule

            • Keine

             

            Forschungsschwerpunkte

            • Kunststoffverarbeitung
            • Spritzgießen
            • Compoundieren

            Aktuelle Projekte

            • Mikrostrukturierte spritzgegossene Bauteile: Mikrostrukturierte Oberflächen auf spritzgegossenen Kunststoff-Bauteilen tragen zu einer erhöhten Funktionalität der Bauteile bei. Die Bedeutung solcher funktionaler Bauteile hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Bauteiloberfläche stellt für diese Bauteile eine essentielle Komponente für deren Funktionalität dar, um beispielsweise komplexe medizinische oder bio-analytische Analysen auf kleinem Raum zu realisieren (z. B. „Lab-on-a-Chip“ oder „Micro-Total-Analytical-Systems“). Andere Anwendungsbeispiele sind Selbstreinigungseffekte (Lotus-Effekt) oder Antireflektion.
              Um erfolgreich Kunststoffteile mit mikrostrukturierten Oberflächen im Spritzgießprozess herstellen zu können, müssen einige Aspekte wie das Füllverhalten von Mikro-Kanälen sowie das Entformungsverhalten berücksichtigt werden. Darüber hinaus sind die meisten strukturierten Teile flach, was auf den Strukturierungsprozess der Formeinsätze zurückzuführen ist, der für die Halbleiterindustrie entwickelt wurde, wobei es einen großen Vorteil bringen würde, wenn Mikrostrukturen auch auf gekrümmten Spritzgießteilen hergestellt werden könnten.
              In diesem Forschungsbereich werden daher die folgenden Aspekte behandelt und weiterentwickelt: Füll- und Entformungsverhalten von Mikrostrukturen sowie mikro-strukturierte gekrümmte Oberflächen auf Spritzgussteilen.

            • PolySlag – Metallschlackepartikel als Füllstoff für thermoplastische Polymere: Thermoplastische Polymere werden oft mit Füllstoffen versehen, um einerseits gezielt die Materialeigenschaften des Kunststoffs zu verbessern und andererseits Kosten zu reduzieren. Dabei kommen vorwiegend mineralische Füllstoffe wie z.B. Talkum oder Kreide zum Einsatz. Im Projekt PolySlag wird erstmals untersucht, wie sich metallische Schlackepartikel, als Nebenprodukt des Hochofenprozesses, als Füllstoff für Kunststoffe eignen. Schlackepulver ist in großen Mengen verfügbar und als Nebenprodukt der Eisen- und Stahlindustrie konkurrenzlos günstig, wodurch ein Kostensenkungspotenzial für gefüllte Kunststoffe mit gleichzeitig verbessertem Eigenschaftsprofil zu erwarten ist. In diesem Projekt wird systematisch untersucht, wie das Pulver in einem sogenannten Compoundierprozess bestmöglich in die Polymermatrix eingebracht werden kann und welche Eigenschaftsverbesserungen damit erzielt werden können.

            • Rec2TecPart - Recycling von technischen Kunststoffen: In den letzten 20 Jahren hat sich im Bereich der Wiederverwertung von Kunststoffen durch die Anwendung von Rezyklaten bei der Herstellung „einfacher Produkte“ viel Positives entwickelt. Letzten Endes handelt es sich aber meist um ein sogenanntes „Downcycling“ der Kunststoffe. Eine Folge daraus ist, dass bisher Rezyklate kaum in hochwertigen Funktionsbauteilen zur Anwendung kommen. Technisch ist ein „Upcycling“ zu hochwertigen Rezyklatcompounds nach dem heutigen Stand der Technik möglich, es mangelt aber sehr oft an der gleichmäßigen Qualität. Die wirtschaftliche Folgerung daraus ist, dass die erzielbaren Preise für wiederverwertete Kunststoffe signifikant unter denen von Neuwaren liegen, weswegen ein Großteil der Kunststoffabfälle bisher thermisch verwertet wird. Ziel dieses Projektes ist es daher, das Upgrading des Kunststoffabfalls durch gezielte Compoundierung auf das Niveau von Neuware voranzutreiben und in Folge eine gleich bleibende Qualität gewährleisten zu können. Spezialisierte klein- und mittelständische Compoundeure sind dann in der Lage, mit dieser neuartigen Werkstoffgeneration Neuware technisch und wirtschaftlich zu ersetzen und für Funktionsbauteile maßzuschneidern. Dies trägt wesentlich dazu bei, die Ressourceneffizienz zu erhöhen und CO2-Emissionen deutlich zu verringern.

            Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

            • 1993: Matura am Neusprachlichen Gymnasium Tamsweg
            • 1993 – 1999    Studium Kunststofftechnik an der Montanuniversität Leoben, Abschluss mit Dipl.-Ing.
            • Seit 2000: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung der Montanuniversität Leoben
            • 2009: Promotion zum Dr. mont.
            • Seit 2010: Assistenzprofessor und Leiter der Arbeitsgruppe Spritzgießtechnologie am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung
            • Okt. 2014 – März 2015: Auslandsaufenthalt am Polymer Technology College in Slovenj Gradec ( Slowenien)
            • Seit 2015: zusätzlich Leiter der Arbeitsgruppe Compoundieren am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung
            • 2016 Habilitation zum assoziierten Professor (assoz.Prof.) für Kunststoffverarbeitung am gleichnamigen Lehrstuhl der Montanuniversität Leoben
            > PD. Dr. Mag. ALEXANDER LUKENEDER, Paläontologe, Naturhistorisches Museum, Wien. Forschungsbereich: Wissenschaft von Lebewesen vergangener Erdzeitalter

             

            Das Angebot im Detail

            • 4 Besuche pro Jahr
            • Regionen: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich

             

            Anfallende Kosten für die Schule

            • Keine

             

            Forschungsschwerpunkte

            • Mesozoikum (Erdmittealter)
            • Meerestiere
            • Dinosaurier
            • Paläo-Klima
            • Paläo-Umwelt


            Aktuelle Projekte

            • Dolomiten Kreide Projekt: Klima und Leben vor 130-110 Millionen Jahren in den Dolomiten. Was führte zu dieser enormen Klimaerwärmung dieser Zeit?

            • Türkei Trias Projekt: Massensterben in der Trias, hunderte Millionen von Meeresbewohnern starben im Karnium vor ca 230 Mio Jahren aus.
              Warum? Das ist die Frage…

            • OÖ Kreide Projekt: Neueste Funde von Fossilen aus der Unterkreide Oberösterreichs führen uns in den kommenden Jahren in eines der schönsten Gebiete Österreichs, das Salzkammergut nahe des Traunsees.

             

            Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

            1972    Born on April 1st in Steyr, Upper Austria
            1990    Secondary graduation (Matura) on June 21st, 1990
            1990    Enrolment at the University of Vienna, Faculty of Formal and Natural Sciences, study in geosciences, main subject in palaeontology (Palaeozoology)
            since 1995    Excursions and field trips to Mesozoic localities as guide, organiser and participant in Austria (various provinces), Croatia, Czech Republic, Egypt, England, France, Germany, Greece, Hungary, India, Italy, Slovakia, Slovenia, Spain, Switzerland, Turkey
            1996-1997    Tutorial at the Faculty of Formal and Natural Sciences for Ass. Prof. Karl Rauscher (Department of Palaeontology) in the framework of the course Special Palaeontological Exercises 1 (laboratory)
            1997    1st publication „Bericht 1996: Zur Unterkreide Stratigraphie der Schrambachschichten auf Blatt 69 Großraming" in the Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt 140
            1997-1999    Numerous tutorials at the Faculty of Formal and Natural Sciences for Prof. Dr. Leoplod Krystyn and Ass. Prof. Karl Rauscher (Department of Palaeontology) in the course Special Palaeontological Exercises 1 (laboratory)
            1997-1998    Working for the Institute of Palaeontology in taxonomic studies on cephalopods
            1998    Completion of studies with the Master-Thesis in palaeontology “Die Unterkretazischen Cephalopoden der Schrambach Formation, Oberösterreich" under the leadership of Prof. Dr. Leopold Krystyn
            1999    Employment in the FWF-P13641-Geo project on the topic: „Ammonite mass-occurrences in the Lower Cretaceous of the Northern Calcareous Alps" (leader Dr. Herbert Summesberger, NHMV)
            2000    Organizer of the „Workshop for Lower Cretaceous cephalopod-working group – Vienna 2000"
            2001    Completion of the postgraduate studies, PhD-Thesis „Palaeoecological and Palaeooceanographical significance of two ammonite-mass-occurrences in the Alpine Lower Cretaceous" under the leadership of Prof. Dr. Leopold Krystyn
            since 2001    Lecturer at the Department of Palaeontology, Vienna in „Biostratigraphische Demonstrationen des Mesozoikums", „Paläobiologie der Cephalopoden", Stratigraphie des Mesozoikums", „Cephalopoden der Kreide unter besonderer Berücksichtigung von Ammoniten", etc.
            2002    Guiding excursions to various Cretaceous outcrops of the Northern Calcareous Alps. Member of the Stratigraphic Subcommission Valanginium and Barremian (Lower Cretaceous Ammonite Working Group)
            2003    Scientific member of the FWF Project P16100-N06: “Stratigraphic, paleoecological and paleobiogeographic implications of Lower Cretaceous ammonite marker beds within a key region of the Tethyan Realm”
            since 2004    Since October 1st 2004, regular employment at the Natural History Museum Vienna as researcher (Mesozoic Era, cephalopods etc.) and curator for the Mesozoic collections
            since 2005    Working Group Geowissenschaften, Schule und Öffentlichkeit” (ÖGG)
            2006    Lecturer at the Department of Palaeontology, „Cephalopoden der Kreide unter besonderer Berücksichtigung der Ammoniten“ at the Department of Palaeontology
            2007    Author of the book: A. Lukeneder, H. Gridling: Akte Dinosaurier – den Riesenechsen auf der Spur (Seifert Verlag)
            Lecturer at the Department of Palaeontology Vienna, „Paläobiologie der Cephalopoden“
            since 2008    Project-leader: Dr. Alexander Lukeneder: Dolomite-Project, FWF P20018–N10: „Multitasking: An Integrative High Resolution Project. – Macro- and Microfossils, Isotopes, Litho-, Cyclo-, Magneto-and Biostratigraphy as Tools for Investigating the Lower Cretaceous within the Dolomites (Southern Alps, Northern Italy). – The Puez Area as a New Key Region of the Tethyan Realm (22 scientists from 7 nations).
            Organization of a Cretaceous meeting in Vienna: 1st international Meeting on Correlation of Cretaceous Macro- and Microfossils in Vienna (1st CCMM Congress, Wien, 16.-18.04.2008) at the Natural History Museum Vienna.
            Organization of the 3rd international meeting of the Kilian Group in Vienna (Internationalen IUGS International Union of Geological Sciences, Kilian Gruppe: IUGS Lower Cretaceous Ammonite Working Group; 15.4.2008), at the Natural History Museum Vienna.
            Lectures at the international book fair in Vienna 2008 (Buch Wien) from the book: Akte Dinosaurier.
            since 2010    Carnian Crisis-Project FWF Project P22109-B17: 3D Modelling of the Carnian Crisis. Tracing the Genesis and History of a Triassic Ammonite Mass–Occurrence (Taurus, Turkey). Ammonite mass mortality as proxy for the Carnian Crisis (16 scientists 8 nations) (project-leader: Dr. Alexander Lukeneder)
            Memberships: Member of the Scientific Board of the International Geoscience Programme (IGCP, UNESCO), Member of the Austrian National Committee for the International Geoscience Program (IGCP), Member of the International IUGS Kilian Group: IUGS Lower Cretaceous Ammonite Working Group Member of the Austrian Palaeontological Society (ÖPG), Member of the Austrian Geological Society (ÖGG), Member of the Commission for the Palaeontological and Stratigraphical Research on Austria (CPSA).
            2014    Author of the book: Abenteuer Dolomiten – Spannende Forschung 3000 Meter über dem Meer (Seifert Verlag).

             

             

             

            Prof. Dr. ANDREAS MAURER, Universität Innsbruck, Institut für Politikwissenschaft. Forschungsbereich: Politikwissenschaft und Europäische Integration

             

            Das Angebot im Detail

            • Besuche pro Jahr: Keine Beschränkung (mind. fünf Monate im Voraus anfragen
            • Regionen: alle Bundesländer
            • Fixe Termine für Innsbruck und Umgebung: Mittwochs zwischen 11.00 und 15.00 Uhr (nach Vereinbarung)

             

            Anfallende Kosten für die Schule

            • Keine

             

            Forschungsschwerpunkte

            • Europäische Integration
            • Handelspolitik der Europäischen Union
            • Demokratie und Parlamentarismus in der EU
            • Europäische Parteien


            Aktuelle Projekte

            • MILDIPA – Mehrebenenparlamentarismus in der EU: Dieses Projekt untersucht, unter welchen Voraussetzungen Parlamente im EU-System ihre Funktionen wahrnehmen können und effektiv wahrnehmen. Wann also wird das Europäische Parlament als Kontrollorgan gegenüber der EU-Kommission aktiv? Wann beteiligen sich nationale Parlamente an den Verhandlungen über internationale Verträge der EU? Weil die Wahrnehmung unterschiedlicher Parlamentsfunktionen (Gesetzgebung, Kontrolle, Interessenartikulation, Repräsentation, Wahl etc.) durch Parlamente auf verschiedenen Ebenen (EU, national, regional) zu Überschneidungen führt, stellen wir schließlich auch die Frage, wie derartige Funktionsüberschneidungen konstruktiv, obstruktiv oder destruktiv gelöst werden.

            • GOVMOTALP – Politische Steuerung der Verkehrspolitik im Alpenraum: Bei GOVMOTALP untersuchen wir, welche Möglichkeiten der politischen Gestaltung des Verkehrs im Alpenraum genutzt werden, um grenzüberschreitende Probleme effektiv, effizient, demokratisch und transparent zu lösen. Gegenstand unserer Analyse sind erstens der gesamte, in den vergangenen 60 Jahren entstandene, verkehrspolitische Rechtsbestand der EU, zweitens die zwischen den Alpenanrainerstaaten geschlossenen Verkehrs- und Transitabkommen, und drittens verkehrspolitische Projekte, an denen Teilnehmer aus mind. zwei Staaten beteiligt sind. Neben der systematischen Erhebung aller verkehrspolitischen Maßnahmen untersuchen wir vor allem, auf welche Weise Regierungen, Parlamente, Gemeinderäte, Verwaltungen und Nichtregierungsorganisationen an der Gestaltung und Umsetzung der Maßnahmen beteiligt sind.

             

             

            • EUTRAP – Europäische Handelspolitik: Im EUTRAP-Projekt untersuchen wir verschiedene Aspekte der europäischen Handelspolitik. Zwar handelt es sich hierbei um eines der ältesten Felder europäischer Zusammenarbeit. Gleichwohl deuten aber die seit 2010 zu beobachtenden Auseinandersetzungen über Abkommen wie CETA, TTIP, ACTA, SWIFT, TISA oder JEFTA darauf hin, dass der massive Machtausbau des Europäischen Parlaments unter anderem auch dazu führt, dass sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger für Fragen der gerechten, transparenten und demokratischen Handelspolitik interessiert. Massenproteste gegen CETA oder TTIP unterstreichen zudem, dass auch Regierungen und nationale Parlamente keine kohärente, handelspolitische Strategie verfolgen, sondern eher geneigt sind, auf öffentliche Kritik stoßende Abkommen der EU-Kommission anzulasten, um sich ihrer eigenen Verantwortung zu entledigen.
              EUTRAP untersucht einzelne Abkommen, besondere Aspekte europäischer Handelspolitik (Nachhaltigkeit, Menschenrechte, internationale Arbeitsschutznormen, Demokratieförderung etc.) sowie die ständig wiederkehrenden Fragen der Transparenz internationaler Verhandlungen und ihrer demokratischen Legitimation.

             

             

            Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

            Prof. Dr. Andreas Maurer hat – nach seiner Ausbildung zum Landschaftsgärtner - in Frankfurt am Main, Paris, Marseille/Aix-en-Provence, und Gießen Politik- und Rechtswissenschaft, Soziologie und Sozialpsychologie studiert und den verwaltungswissenschaftlichen Studiengang am Europa-Kolleg in Brügge absolviert.
            Andreas Maurer ist seit 2012 Universitätsprofessor für Politikwissenschaft und Inhaber eines Jean Monnet Lehrstuhls für europäische Integrationsforschung an der Universität Innsbruck. Zuvor forschte und lehrte Maurer am Deutschen Institut für Internationale Politik und Sicherheit (SWP), Berlin, der Universität zu Köln, dem Institut für Europäische Politik, Bonn, der Universität Osnabrück und den drei Berliner Universitäten. Ausserdem arbeitete Maurer über vier Jahre als Gastbeamter im Generalsekretariat des Europäischen Parlaments für dessen Handelsausschuss, als Berater des Europäischen Verfassungskonvents, als Gastwissenschaftler des Planungsstabs von Kommissionspräsident Barroso und als Trainer und Berater des Europäischen Verwaltungsinstituts in Maastricht (EIPA) und der Verwaltungshochschulen der drei baltischen Staaten.
            Andreas Maurer ist Autor von über 300 Büchern und Aufsätzen zu Fragen der Europäischen Integrationspolitik.

             

            Links zu den Projekten

             

             

            > DI URSULA MOLLAY, MA MSc, Raumplanerin, ÖIR GmbH (Österreichisches Institut für Raumplanung), Wien. Forschungsbereich: Raumplanung und Regionalentwicklung

             

            Das Angebot im Detail

            • 5 Besuche pro Jahr
            • Regionen: Wien, wenn öffentlich gut erreichbar: Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich, Steiermark

             

            Anfallende Kosten für die Schule

            • Keine

             

            Forschungsschwerpunkte

            • Raumplanung und Regionalentwicklung
            • Energiebewusste Stadtentwicklung
            • Smart Cities        


            Aktuelle Projekte

            • Transform+: Im Projekt Transform+ geht es um die Umsetzung von Klimaschutz und Ressourcenschonung in Wien. Als Smart City soll sich Wien künftig mehr denn je durch ein nachhaltiges Energiesystem, intelligente Mobilitätsdienstleistungen und eine effiziente und lebenswerte Stadt- und Gebäudestruktur auszeichnen.
              Dafür sind städtische Lösungen für Energie- und CO2-Einsparungen durch integrierte Energie- und Stadtplanungsansätze notwendig, die im Rahmen von Transform+ erarbeitet werden. Schwerpunkte sind die Planung und Realisierung lokaler, erneuerbarer Energiesysteme, und die Aufbereitung und Vermittlung von relevanten Daten und Informationen.

            • SPRINKLE – Smart City Governance in kleinen und mittleren Städten: Im Projekt SPRINKLE geht es darum, wie kleine und mittlere Städte die Zielsetzung energieeffizienter und ressourcenschonender Entwicklung umsetzen, welche Akteurinnen und Akteure dabei beteiligt sind und welche Maßnahmen konkret gesetzt werden. Außerdem wird untersucht, wie die unterschiedlichen Ebenen (Bund, Land, Gemeinde/Stadt) bei der Umsetzung zusammenarbeiten.

             

            Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

            • 1989-1996: Studium der Raumplanung und Raumordnung an der Technischen Universität Wien
            • 1991-1995: Freie Mitarbeit in verschiedenen Planungsbüros
            • 1995-1998: Freie Mitarbeit am Österreichischen Institut für Raumplanung (ÖIR)
            • 1998-1999: Studienaufenthalt in Tschechien
            • Seit 1999: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am ÖIR (ÖIR GmbH seit 1.1.2012), Mitglied des Vorstands (seit 2014)
            • 2007-2009: Masterlehrgang „Internationale Genderforschung und Feministische Politik (mit Schwerpunkt Mittel-/Osteuropa)“, Postgradualer Lehrgang universitären Charakters, Jahrgang 2007/2008, Rosa-Mayreder-College
            • 2008-2010: Masterlehrgang „Renewable Energy in Central and Eastern Europe“, Jahrgang 2008-2010, TU Wien in Kooperation Energiepark Bruck/Leitha
            • 2010: Energieberatung (EBA-Zertifizierung, A-Kurs)

             

            Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

             

             

            > Ao Univ.-Prof. Mag. Dr. JÜRGEN MÜHLBACHER, Wirtschaftsuniversität Wien. Forschungsbereich: Change Management & Strategisches Management

             

            Das Angebot im Detail

            • 4 Besuche pro Jahr
            • Regionen: Wien, Wien-Umgebung, Bezirk Tulln

             

            Anfallende Kosten für die Schule

            • Keine

             

            Forschungsschwerpunkte

            • Change Management & Strategisches Management


            Aktuelle Projekte

            • Kernkompetenzen im Management: Bei diesem Projekt wird untersucht, welche Aufgabenstellungen Manager/innen im CEE-Raum vorrangig verfolgen und wie sich diese im Zeitablauf verändern.


            • Veränderungsresistenzen: Im Change Management scheinen Zuschreibungen von Veränderungsresistenzen vor allem auf Vorurteilen und nicht auf empirisch begründeten Tatsachen zu beruhen. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Unterschiede und Beweggründe für Veränderungsresistenzen in Organisationen zu untersuchen und führt dabei zu überraschenden Ergebnissen.

             

            Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

            Ao Univ.-Prof. Mag. Dr. Jürgen Mühlbacher absolvierte sein Diplomstudium und seine Dissertation an der Wirtschaftsuniversität Wien zum Thema Führungsforschung. Seit 1998 arbeitete er als Forschungs- und Universitätsassistent an der Abteilung für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre der Wirtschaftsuniversität Wien. Er habilitierte 2006 zum Thema Strategische Kernkompetenzen im Management und ist seither stellvertretender Institutsleiter des Instituts für Change Management und Management Development an der Wirtschaftsuniversität Wien. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Strategie, Change Management, Kompetenzmanagement und Veränderungswiderstände.

             

            Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

             

             

             

            > DI (FH) KLAUS PAAR, Institutsleiter, Güssing Energy Technologies GmbH, Burgenland.

              

            Das Angebot im Detail

            • 2-4 Besuche pro Jahr
            • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark

             

            Anfallende Kosten für die Schule

            • Keine

             

            Forschungsschwerpunkte

            • Nutzung erneuerbarer Energieträger
            • Entwicklung von innovativen Systemkombinationen
            • neue Prozesse und Verfahren

            Aktuelle Projekte

            • SunSorber: In diesem Projekt wird eine Adsorptionskältemaschine im kleinen Leistungsbereich (für Einfamilienhäuser und kleine Bürogebäude) entwickelt. Eine Adsorptionskältemaschine produziert kaltes Wasser zur Kühlung von Gebäuden – als  Antriebsenergie wird heißes Wasser (60 – 90 °C) verwendet. Wenn das heiße Wasser aus Sonnenkollektoren stammt, spricht man von „solarem Kühlen“. Die Maschine kann aber auch über andere Energiequellen, wie zum Beispiel Fernwärme betrieben werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kältemaschinen wird dabei deutlich weniger elektrische Energie benötigt. Kühlbedarf besteht meistens dann, wenn die Sonne scheint – und die kann direkt zum Antrieb der Kältemaschine verwendet werden.


            • Cool PV – Kombination aus PV-Hybridkollektoren und Erdreich-Wärmepumpen: Mit Photovoltaikanlagen kann elektrische Energie direkt aus Sonnenlicht gewonnen werden. Eine thermische Solaranlage liefert hingegen Warmwasser aus Sonnenenergie. Eine Kombination aus photovoltaik- und thermischen Kollektor nennt man PV-Hybridkollektor. Damit wird gleichzeitig elektr. Strom und Wärme erzeugt.
              Wärmepumpen nutzen Umweltwärme aus Luft, Wasser oder Erdreich zur Beheizung von Häusern. Das Erdreich dient dabei als Speicher – die von der Wärmepumpe entnommene Energie muss das ganze Jahr über durch Sonne und Regenwasser wieder zugeführt werden.

              Die Kombination von PV-Hybridkollektoren und Wärmepumpenanlagen mit Erdreichkollektoren erhöht die Effizienz beider Systeme: Die PV-Module werden gekühlt und bringen dadurch mehr Leistung, in den Erdreichkollektor wird zusätzliche Energie eingespeichert wodurch auch die Wärmepumpe effizienter betrieben werden kann.


            • Winddiesel: Dieses Projekt ist der erste Schritt, um überschüssigen Strom aus Windkraftwerken in Diesel umzuwandeln. Bei starkem Windaufkommen kann es zu Stromüberschüssen kommen, die zu Problemen mit den elektrischen Energienetzen führen. Eine Möglichkeit zur Verminderung dieses Problems ist, damit einen leicht speicherbaren Energieträger, wie beispielsweise Diesel herzustellen. Der erste Schritt dabei ist, mit Überschussstrom (mit Hilfe von Elektrolyse)  Wasserstoff zu erzeugen.

              Im zweiten Schritt wird eine thermische Biomassevergasungsanlage benötigt, die aus Holz ein Synthesegas erzeugt. Das Synthesegas kann mit Hilfe von Fischer Tropsch Synthese zu Diesel weiterverarbeitet werden. Durch geschickte Kombination der beiden Anlagen kann der Wasserstoff aus Windstrom in die Fischer Tropsch Synthese eingebunden, und damit die Dieselausbeute erhöht werden.

             

            Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

              • Seit 2012: Güssing Energy Technologies GmbH: Institutsleitung, Projekte im Bereich Energieoptimierung für Industriebetriebe und Kommunen, EDV-Administration
              • 2007-2012: Güssing Energy Technologies GmbH: Forschung und Entwicklung im Bereich erneuerbarer Energietechnologien, Projekte im Bereich Energieoptimierung für Industriebetriebe und Kommunen
              • Güssing GmbH: Forschung und Entwicklung im Bereich erneuerbarer Energietechnologien
              • 2003 -2007: Europäisches Zentrum für erneuerbare Energie
              • Seit 2002: Doktoratsstudium für Absolventen von Fachhochschulstudiengängen an der TU Graz
              • 1998 -2002: Fachhochschulstudiengang Pinkafeld: Gebäudetechnik Diplomarbeit: Messung und Analyse der Schallemissionen von UNO DUCT Düsenluftauslässen

               

              Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

              > Prof. MMAG. Dr. REGINA POLAK, Praktische Theologin, Universität Wien. Forschungsbereich: Praktische Theologie, spirituelle Theologie

               

              Das Angebot im Detail

              • 4-5 Besuche pro Jahr
              • Regionen: alle Bundesländer, bei Besuchen in Schulen außerhalb von Wien ersuche ich um vorige Absprache bezüglich Kooperation.

               

              Anfallende Kosten für die Schule

              • Ersatz der Fahrtkosten

               

              Forschungsschwerpunkte

              • Migration und Religion
              • (Zeitgenössische) Spiritualität
              • Religion in der modernen Gesellschaft/in Europa
              • Kirche und religiöser Wandel
              • Jugend und Religion


              Aktuelle Projekte

              • Convivenz: Zusammenleben in Verschiedenheit: Wie können wir in der Migrationsgesellschaft Europa religiös und sozial friedlich und gerecht zusammenleben? Überlegungen zum Zusammenleben in Verschiedenheit und Gerechtigkeit und der Beitrag, den die monotheistischen Religionen dazu erbringen können. Was hindert (z.B. Fremdenhass), was fördert (z.B. Partizipation).
              • Kirche und Judentum HEUTE: Werdet gleichzeitig! Was können Christen von Juden lernen und worin bestehen die heutigen Herausforderungen im interreligiösen Dialog und im Zusammenleben?
              • Religiöser Wandel und Wertewandel in Europa: Sozialwissenschaftliche Darstellungen der religiösen und Wertelandschaft in Europa, inkl. neue Spiritualitäten, und was das für Kirche und Glauben bedeutet.

               

              Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

              Ich bin eine Quereinsteigerin und ein Beispiel dafür, dass man auch auf queren Wegen zur Wissenschaft kommen kann. Ich habe meine Universitätskarriere erst mit 30 begonnen – nach einem abgebrochenem Theologiestudium, einer atheistischen „Phase“ und einem Philosophiestudium. Dann aber mit vollem Elan und in kurzer Zeit. Diplomarbeit über Friedrich Nietzsche. Dissertation über die Wiederkehr der Religion. Masterarbeit über die Unterscheidung der Geister. Geboren 1967. Wienerin mit Migrationshintergrund, 4. Generation. Tschechische Urgroßeltern. Ein Sohn Elias. Ich kombiniere verschiedene Wissenschaften, um Theologie zu betreiben.

               

              Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

               

               

              > Dr. MICHAELA POPPE, Universität für Bodenkultur Wien. Forschungsbereich: Flusslandschaftsplanung, Gewässerökologie

               

              Das Angebot im Detail

              • 6 Besuche pro Jahr
              • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland

               

              Anfallende Kosten für die Schule

              • Ersatz der Fahrtkosten

               

              Forschungsschwerpunkte

              • Bewertung und Restoration von Fließgewässern
              • Flussmorphologie
              • Gewässerschutz
              • Prozesse in Flusslandschaften
              • qualitative Modelle
              • Systemverständnis
              • Umweltbildung

              Aktuelle Projekte

              • Traisen.w3: Wie können Funktionen an Fließgewässern bewertet werden und wie nehmen Jugendliche Flüsse wahr? Warum sind unsere Fließgewässer so stark beeinträchtigt?

                Am Beispiel der Traisen sollen ökologische (z.B. Erfüllung der Habitatfunktion) und kulturelle (z.B. Ästhetik, Erholungsleistung) Ökosystemleistungen in Flusslandschaften erhoben und dargestellt werden. Dabei wird einerseits mit vorhandenen Geodaten gearbeitet, andererseits werden von den Jugendlichen Kartierungen durchgeführt. Zusätzlich wird die Wahrnehmung von Flusslandschaften durch die Schüler/innen und deren in der Region lebenden Angehörigen mittels Fragebögen ermittelt. Die Ergebnisse sollen zu einer Bewertung der ökologischen und kulturellen Flusslandschaftsfunktionen der Traisen führen.

                Ein weiteres Ziel des Projekts ist die Förderung des Systemverständnisses bei Jugendlichen durch die Anwendung unterschiedlicher Kommunikations- und Bildungsmethoden z.B. modellieren die SchülerInnen komplexe Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge in Flusslandschaften mittels der Lern-Software „DynaLearn".

              • REFORM: Unsere Fließgewässer zählen zu den am stärksten degradierten Ökosystemen weltweit und müssen dringend geschützt bzw. verbessert werden.

                Das REFORM-Projekt (REstoring rivers FOR effective Management) bietet einen internationalen Rahmen um hydromorphologische Verbesserungsmaßnahmen (Flussaufweitungen, Anbindung von Auen) an Flüssen zu bewerten und zu verbessern, um in den nächsten Jahren möglichst kosteneffizient den ökologischen Zustand der Fließgewässer zu verbessern.

                Im Arbeitspaket 4 wurden an 20 Fließgewässern in Europa (in Österreich an Enns und Drau) Restorationsmaßnahmen nach einem einheitlichen Schema für die Fachbereiche Hydromorphologie, Fische, Makrozoobenthos, Makrophyten, Laufkäfer untersucht und bewertet und mit einem degradierten Abschnitt verglichen. Die Auswertungen geben Rückschlüsse auf die Effektivität der Maßnahmen und den Erfolg der Restoration.                                     

              Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                • Seit 2012: Koordination und Leitung von zwei nationalen Sparkling Science-Projekten
                • 2010: Rigorosum
                • Seit 2007: Mitarbeit an internationalen Forschungsprojekten (EU-Projekte)
                • seit 2000: Lehraufträge an der BOKU bzw. am Institut für Geographie (Uni Wien), Leitung von Seminaren an der KinderUni Wien
                • Doktoratsstudium an der BOKU im Bereich Landschaftsplanung
                • Seit 1996: Mitarbeit und Koordination von nationalen Forschungsprojekten im Bereich Flusslandschaftsplanung
                • 1996: Diplomprüfung
                • Diplomstudium Geographie an der Universität Wien


                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                 

                 

                Dipl.-Ing. LYDIA RACHBAUER, Biotechnologin, Kompetenzzentrum Bioenergy 2020+, Tulln an der Donau. Forschungsbereich: Umweltbiotechnologie

                 

                Das Angebot im Detail

                • 4 Besuche pro Jahr
                • Regionen: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • Keine

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Biologische CO2 Methanisierung mittels Wasserstoffzugabe (Power-to-Gas)
                • Fermentative Produktion von Biotreibstoffen
                • Mikrobiologische Methoden zur Biogasaufreinigung (z.B.: Entfernung von Schwefelwasserstoff)

                 

                Aktuelle Projekte

                • Hydrofinery: Fermentative Produktion von diversen Biotreibstoffen aus gasförmigen Substraten (Methanogenese, Homoacetogenese, ABE-Fermentation) im Rahmen des FFG-Projekts „Hydrofinery“.
                  Im Zuge dieses Projekts soll die Produktion von Methan und Aceton/Butanol/Ethanol aus Wasserstoff und CO2 mit Hilfe von Reinstämmen methanogener Archaeen bzw. Clostridienstämmen untersucht werden. Die unterschiedliche Löslichkeit der Gase im flüssigen Medium spielt dabei eine wichtige Rolle.
                  Ein weiterer Fokus liegt auch in der Steuerung der ABE-Fermentation aus dem Zwischenprodukt Essigsäure hin zu einzelnen Endprodukten Aceton/Butanol/Ethanol. Der Einfluss eines erhöhten Wasserstoffpartialdrucks auf die zu erzielenden Butanolausbeuten soll hierbei untersucht werden.

                • TherChem: Mikrobiologische Biogasentschwefelung im Rahmen des EU-Projekts „TherChem“ - Thermochemische Vorbehandlung für Brauereireststoffe und sonstige Biomasse zur Optimierung der anaeroben Vergärung. Um die Biogasausbeute bei der anaeroben Vergärung von Lignozellulosen (wie z.B. Biertreber) zu steigern wird die schwer zugängliche Struktur der Biomasse mittels thermochemischer Vorbehandlung (kochen unter Säurezugabe) aufgebrochen. Durch Schwefelsäurezugabe entsteht beim Vergärungsprozess allerdings giftiges Schwefelwasserstoffgas. Im Zuge eines zweistufigen Gärprozesses kann in der ersten Stufe Schwefelwasserstoff ausgetrieben und durch schwefel-oxidierende Bakterien unter Luftzugabe zu Schwefelsäure umgewandelt werden. Diese Rückgewinnung ermöglicht die Schließung des Schwefelkreislaufs und den erneuten Einsatz zur Substratvorbehandlung.

                • Power-to-Gas Konzept: Biologisches Biogasupgrading durch CO2-Konversion mittels H2-Zugabe.
                  Die bisher eingesetzten Upgrading-Verfahren sehen eine Abtrennung von CO2 aus dem Biogas vor. Im Gegensatz hierzu wird in diesem Projekt die Entfernung von CO2 durch mikrobielle Umwandlung zu Methan mittels Wasserstoffzugabe untersucht.
                  Ziel dieses Projektes ist die Nutzung von regenerativem H2 (z.B. aus Überschussstrom durch Elektrolyse erzeugt) zur Umwandlung von CO2 in einem separaten Tropfkörper-Reaktor (Biofilter) durch Immobilisierung geeigneter Mikroorganismen. Hierfür werden entsprechende anaerobe Mischkulturen hydrogenotropher Organismen aus Biogasschlamm isoliert und angereichert.
                  Ein wesentlicher Vorteil des Biomethans gegenüber Wasserstoff aus Überschussstrom ist das vorhandene Distributionsnetzwerk (Erdgasnetz). Das untersuchte Verfahren bietet den besonderen Vorteil, Wasserstoff nicht nur effizient in einen leicht einsetzbaren Energieträger umzuwandeln, sondern außerdem die Kapazität bestehender Erdgasspeichersysteme zu nutzen.

                 

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                Ausbildung:
                Seit 2013    Dissertation am Institut für Umweltbiotechnologie – IFA Tulln (Universität für Bodenkultur, Wien)
                2009 – 2013     Masterstudium “Biotechnologie” an der Universität für Bodenkultur, Wien (Dipl.-Ing.)
                2009     Erasmusaufenthalt an der National University of Ireland, Galway / Irland
                2005 – 2009    Bachelorstudium „Lebensmittel- und Biotechnologie“, Universität für Bodenkultur, Wien (B.Sc)
                2004     Matura am Bundesoberstufenrealgymnasium, Ried im Innkreis

                Fachliche Tätigkeiten:
                2015    Lektorin an der FH Campus Wien
                2014     Researcher im Austrian Center of Industrial Biotechnology – ACIB
                Seit 2013    Researcher im Kompetenzzentrum Bioenergy 2020+
                2012    (Femtech-) Praktikum bei Bioenergy2020+ am IFA- Tulln
                2009 / 2011    Praktika bei Baxter, Wien
                2009 – 2011     Tutorin am Institut für Verfahrens- und Energietechnik – Universität für Bodenkultur, Wien

                 

                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

                 

                 

                > Mag. Ing. FRANZ G. ROSNER, Önologe (Wein-Forscher), Pomologe (Obst-Forscher), Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau, Klosterneuburg. Forschungsbereich: Wein

                 

                Das Angebot im Detail

                • Besuche pro Jahr: flexibel
                • Regionen: alle Bundesländer

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • Keine

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Forschungsmanagement
                • Nachhaltigkeit
                • Biologischer Weinbau
                • Förderung des Streuobstanbaus


                Aktuelle Projekte

                • Nachhaltig produzierter österreichischer Wein: Die nachhaltige Bewirtschaftung von Weingärten und die Produktion von Wein hat in Ostösterreich eine wichtige regionalpolitische und kulturelle Bedeutung. Klimawandel, neue Krankheiten und Schädlinge, steigende Qualitätsansprüche u.a. stellen Herausforderungen dar. Ein Online-Tool ermöglicht Weinbaubetrieben sich hinsichtlich Nachhaltigkeit automatisiert bewerten und anschließend zertifizieren zu lassen.

                • Förderung des Streuobstanbaus z.B. im Mostviertel: In den Supermärkten dominieren einige wenige Sorten das Angebot. Die Förderung von alten Sorten und damit die Erhaltung von Kulturlandschaften stellt ein wichtiges Forschungsanliegen dar. Neue Krankheiten und Schädlinge haben den Bestand z.B. im Mostviertel reduziert. Aus diesem Grunde werden durch zahlreiche Maßnahmen, wie z.B. dem Kongress Birnenleben u.a., ein Problembewusstsein geschaffen und Forschungsprojekte initiiert, die den Fortbestand sichern helfen.

                • Biologischer Weinbau – Ausbringung von Kupfer: Im biologischen Weinbau ist die Ausbringung von Kupfer unerlässlich. Bisherige Auswirkungen und neue Ersatz- und Reduktionsstrategien werden untersucht.

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                Produktionsleiter in der größten österreichischen Kellerei
                Weinkontrolle – Forschungsunterstützung im Bereich Verfälschungsmittel
                Nachhaltige Produktionsmethoden

                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

                 

                 

                 

                > Dr. CHRISTOPH SCHMIDL, Energieeffizienz-Forscher, Bioenergy2020+ und FH Wr. Neustadt. Forschungsbereich: Energie aus Biomasse

                 

                Das Angebot im Detail

                • 4 Besuche pro Jahr
                • Regionen: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark


                Anfallende Kosten für die Schule

                • Keine


                Forschungsschwerpunkte

                • Energie aus Biomasse
                • Regenerative Energiesysteme
                • Energiemanagement
                • Energieeffizienz
                • Emissionen aus Verbrennung
                • Luftqualität
                • Quellenstudien für Feinstaub

                Aktuelle Projekte

                • EU (FP7) Projekt BioMaxEff: BioMaxEff aims to demonstrate that biomass boilers in the 6-60kWth range offer an affordable, highly efficient and ultra-low emission central heating and hot water solution for homes and buildings across Europe. This aim will be achieved via a robust programme of work structured across 9 interlinking Work Packages.

                  In summary, the project will see 10 novel biomass heating concepts tested in the laboratory and then demonstrated in the field in new built (low energy prefabricated) housing as well as refurbished housing and boiler change scenarios.

                  The testing, demonstration and monitoring regime applied to these concepts will be defined by the demands of the project’s target markets including local climate, typical regional fuel characteristics, local housing stock and local legislative and regulatory frameworks. The efficiency and emissions outcomes flowing from the project demonstration and monitoring activities will allow a detailed Environmental Impact Assessment to be undertaken.

                • Stirbio – das Biomasse Kraftwerk im Keller: Strom und Wärme aus fester Biomasse stellen einen wertvollen Beitrag in der Erfüllung der von der EU eingeforderten Aktionspläne für erneuerbare Energien dar. Die Stirlingtechnologie ist in der Lage, innerhalb einer Funktionseinheit Strom aus Hochtemperaturwärme zu erzeugen und zusätzlich Niedertemperaturwärme zu Verfügung zu stellen. Bislang bestehen für diese Technologie mit Biomasse als Brennstoff jedoch noch keine Lösungen für einen dauerhaften, wartungsarmen und wirtschaftlichen Betrieb. Das Ziel des Projektes StirBio ist die Entwicklung und der erfolgreiche Test einer Pellets-Versuchsfeuerung zum Betrieb eines integrierten 5 kWel Stirling-Motors mit bisher unerreichter elektrischer Effizienz. Im Gegensatz zu bisherigen Nachrüstlösungen von Stirlingmotoren in Pelletskesseln wird bei diesem Projekt von einer Stirlingmaschine ausgegangen, die in das Feuerungskonzept integriert wird.

                  Durch die Entwicklung eines optimierten Verbrennungskonzeptes werden die Anforderungen eines sauberen und sehr heißen Verbrennungsgases erfüllt. Die Anforderungen von hohen Verbrennungsgastemperaturen wie die thermische Belastung der Materialien und Schlacke werden dabei berücksichtigt. Betreffend des Stirlingmotors werden Innovationen zur Verringerung der Kolbenreibung, Optimierung der Modulationseigenschaften und ein Störungsmanagement zum Schutz vor Überhitzung umgesetzt. Das entwickelte Feuerungskonzept wird methodisch mittels CFD-Modell erfasst und hinsichtlich einer praktischen Umsetzung optimiert. Aus den erlangten Ergebnissen wird die Versuchsfeuerungsanlage konstruiert, gebaut und getestet.

                  Die Projektergebnisse sind erste Betriebserfahrungen der entwickelten Komponenten und den daraus gewonnenen Erkenntnissen sowie die Messergebnisse des elektrischen und thermischen Wirkungsgrades im Versuchsbetrieb. Nach 2,5 jähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist das geplante Projektende im August 2015.


                • BioCAT – Katalysatoren für Scheitholzöfen (EU 7. Rahmenprogramm): The BioCAT project – funded under FP7-SME-2011 - Activity 2.1: Research for SMEs – aims at the development of a new generation of biomass based room heating appliances. Full implementation of possible primary measures to reduce emissions and integration of a new oxidation catalyst system in existing or newly developed biomass combustion appliances will make the developed products defining a new standard in their class concerning gaseous and particulate emissions.

                  The project concept consists of the following major steps:
                  •    Development of evaluation methods for combustion catalysts and for catalyst systems
                  •    Performance analysis of the catalytic material
                  •    Performance analysis of five considered log wood room heater
                  •    Optimization of room heaters by primary measures
                  •    Integration of catalyst system into room heaters and optimization of overall performance
                  •    Evaluation and demonstration

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                • 2001-2003 Kolleg für Chemie, HBLVA Rosensteingasse, 1170 Wien
                • 2003-2005 Diplom Chemieingenieurwesen, Hochschule Fresenius, Idstein, Deutschland
                • 2005-2008 Doktorat Technische Chemie, Technische Universität Wien (Promotio sub auspiciis Presidentis)
                • 2005-2009 Forschungsassistent und Projektleiter an der TU Wien, Institut für chemische Technologien und Analytik
                • 2009-2010 Senior Researcher bei Bioenergy 2020+
                • 2010-2014 Unit Head „Kleinfeuerungssysteme“ (Leitung einer Forschungsgruppe mit ca. 15 ForscherInnen)
                • 2014-2015 Area Manager „Verbrennung“ (Leitung einer Forschungsgruppe mit ca. 40 ForscherInnen)
                • Seit 2011 Lehrauftrag „Thermische Konversion fester Biomasse“ an der Hochschule Rottenburg am Neckar (Deutschland)
                • Seit 2013 Studiengangsleiter des technischen Masterstudiengangs „Regenerative Energiesysteme und technisches Energiemanagement“ an der FH Wr. Neustadt (Campus Wieselburg)
                • Seit 2015 Lehrauftrag „Energetische Nutzung von Biomasse“ an der Technischen Universität Graz
                • Seit 2015 Scientific Advisor Area „Verbrennung“ bei Bioenergy2020+ 

                 

                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

                 

                 

                > Prof. Dr. TIM SKERN, Biochemiker, Max F. Perutz Laboratories, Medizinische Universität Wien. Forschungsbereich: Virologie

                 

                Das Angebot im Detail

                • 6 Besuche pro Jahr, Vorträge auf Deutsch oder Englisch
                • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • Keine

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Wie funktioniert Schnupfenvirus? Was passiert in meiner Nase? Wir untersuchen, wie ein kleines, unsichtbares Virus eine menschliche Zelle übernehmen kann und daraus eine virus-produzierende Zelle herstellen.


                Aktuelle Projekte

                • Die Untersuchung eines Proteins von Vaccinia Virus, das die Immunantwort der Wirtszelle hemmt: Viren sind kleine, parasitäre Partikel mit einer Krankheitsneigung und einem hoch organisierten Lebenszyklus, mit einem einzigen Ziel: die Vermehrung innerhalb einer Wirtszelle. Um ihren erfolgreichen Wiedergabezyklus sicherzustellen, modulieren Viren die Immunantwort des Wirts, insbesondere durch Reduzierung oder Eliminierung antiviraler und proinflammatorischer Prozesse. Pockenviren insbesondere kodieren für zahlreiche Proteine, die die angeborene Immunantwort des infizierten Organismus stören. Wir untersuchen die Eigenschaften vom Protein A46, ein ungewöhnlicher Vertreter dieser Klasse. 


                • Wie beeinflusst Schnupfenvirus die Proteinsynthese in der Wirtszelle? Um die Replikation des viralen Genoms und die Synthese von neuen infektiösen Partikeln zu gewährleisten, müssen Viren mit den Makromolekülen und Organellen der Zelle wechselwirken. Die Veränderung der Proteinsynthese ist für RNA-Viren von entscheidender Bedeutung, damit das RNA-Genom in der Umgebung der Zelle effizient translatiert werden kann. Zusätzlich verhindert die Inhibition der Proteinsynthese von zellulären mRNAs die Produktion von Proteinen des angeborenen Immunsystems, sodass die Viren die Wirtsverteidigung überwinden können. Wir untersuchen wie Proteine von Schnupfenvirus sowie Maul- und Klauenseuche-Virus in einem Schritt die Proteinsynthese des Wirts hemmen während die Proteinsynthese der Viren unbeeinflusst bleibt.

                 

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                • Seit 1997: Professor, Medizinische Universität Wien
                • 1987-2003: Universitätsassistent, Universität Wien
                • 1985-1987: Staff scientist, Transgene SA, Strassburg
                • 1982-1985: Post-Doc, Universität Wien
                • 1981: PhD, University of London
                • 1977: Bachelor, University of Liverpool

                 

                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                                

                > Mag. Dr. SONJA STRASSER, FH Oberösterreich, Steyr. Forschungsbereich: Intelligente Produktion

                 

                Das Angebot im Detail

                • 2-3 Besuche pro Jahr
                • Regionen: Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • Keine

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Produktionsplanung und –steuerung
                • Produktionsoptimierung
                • Industrie 4.0 Datenanalyse
                • Advanced Analytics
                • Big Data

                Aktuelle Projekte

                • Koordination Institut für Intelligente Produktion (ISP): Das ISP ist die zentrale Anlaufstelle für alle Belange rund am die Themen „Intelligente Produktion“ und „Industrie 4.0“.  Ziel ist es, die Lehr- und Forschungsaktivitäten der FH OÖ im Bereich Intelligente Produktion zu koordinieren sowie Kooperation mit der Wirtschaft und F&E-Einrichtungen zu initiieren. Durch das Internet der Dinge und der Dienstleistungen sind Aufträge, Maschinen, Werkzeuge, Betriebsmittel, Transportmittel und Produkte „intelligent“. Das heißt die Dinge können ihren Status identifizieren, miteinander kommunizieren, Regeln, Verhaltensmuster sowie Entscheidungsbäume abspeichern und dislozierte intelligente Entscheidungen treffen. Ziel des Arbeitsschwerpunktes „Verteilte Intelligenz und adaptive Produktionssysteme“ ist es Modelle für Planung, Prozesse, Steuerung, Produktionssysteme und Anlagen  zu erforschen, die verteilte Intelligenz bestmöglich nutzen.

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                Studium Lehramt Mathematik/Physik an der JKU Linz
                Lehrtätigkeit an Gymnasium und HTL (Mathematik)
                Lehrtätigkeit an der FH OÖ (Wirtschaftsmathematik und Statistik)
                Dissertation im Bereich Operations Research
                Forschungstätigkeit an der FH OÖ im  Bereich Produktionsoptimierung
                Projektkoordination am Institut für Intelligente Produktion

                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

                 

                 

                > Dr. ERNST VITEK, Botaniker, Naturhistorisches Museum Wien.

                 

                Das Angebot im Detail

                • 10 Besuche pro Jahr
                • Regionen: flexibel

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • Ersatz der Fahrtkosten

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Botanik (Taxonomie)
                • Floren
                • wissenschaftliche Sammlungen


                Aktuelle Projekte

                • Gundelia: Die Gattung Gundelia gehört zur Familie der Korbblütler und kann von der Türkei bis Afghanistan gefunden werden. Bis vor kurzer Zeit glaubte man, dass es in dieser Gattung nur eine Art gibt. Es sind aber mehr als 15. Diese müssen erfasst, beschrieben und publiziert werden. Dafür werden Forschungsreisen in viele Länder unternommen.


                • Die Flora von Wien: Die Flora von Wien ist aufgrund der Lage der Stadt sehr reichhaltig – mehr als 2400 Arten können gefunden werden. Und jedes Jahr können weitere entdeckt werden, andere fallen dafür wieder aus. Der aktuelle Stand wurde 2003 in einem Buch publiziert, die weiteren Änderungen werden in einer Datenbank aufgezeichnet.


                • Digitale Erfassung des Herbariums des Naturhistorischen Museums: Das Herbarium des NHM umfasst ca. 5,5 Millionen Belege. Diese sollen digital erfasst und über die Website http://herbarium.univie.ac.at/database/search.php zugänglich gemacht werden. Die Probleme sind schwierige Handschriften, Änderungen bei geographischen Namen und Landesgrenzen usw. 

                 

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                • Seit 2011: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Direktor
                • 2004 - 2011: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Interimistischer Leiter
                • Seit 2001: Naturhistorisches Museum, Leiter des Verlages
                • Seit 1996: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Sammlungsleiter Phanerogamen
                • 1993 - 1996: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Kurator der Gefäßpflanzen-Sammlung
                • 1982 - 1993: Universität Wien, Institut für Botanik
                • 1985: Promotion Dr. phil.
                • 1971 - 1985: Studium Botanik, Universität Wien


                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                Leider gibt es derzeit keine Links zu den Projekten.

                 

                 

                 

                > Mag. EVELINE WANDL-VOGT, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien. Forschungsbereich: Interdisziplinäre Geisteswissenschaften

                 

                Das Angebot im Detail

                • 3 Besuche pro Jahr
                • Regionen: alle Bundesländer

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • in Wien: keine, in allen anderen Bundesländern: Ersatz der Fahrtkosten (Halbpreiskarte für die ÖBB)

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Interdisziplinäre Geisteswissenschaften
                • Forschungsinfrastrukturen
                • Social Innovation
                • Citizen Science
                • Open Science

                 

                Aktuelle Projekte

                • exploreAT! exploring austria´s culture through the language glass: Im Projekt exploreAT! gehen wir auf eine Entdeckungsreise. Wir versuchen anhand einer 100 Jahre alten Dialektwörtersammlung der „Datenbank der bairischen Mundarten in Österreich“ die österreichische Kultur zu ergründen und herauszuarbeiten, welche Ähnlichkeiten und Besonderheiten Österreich in Europa auszeichnen. Um dieses Ziel zu erreichen arbeiten wir in einem internationalen Team mit Wissenschaflterinnen und Wissenschaftern aus Irland und Spanien zusammen.
                  Methodisch weist das Projekt folgende 3 Schwerpunkte aus: 1) Förderung vernetzten, interdisziplinären Arbeitens durch Nutzung von Semantik Web Technologien; 2) Einsatz von Visualisierungen und Games; 3) Verbindung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Bürgerinnen und Bürgern auf Augenhöhe.                                   
                                            
                • APIS. Mapping historical networks: Im Projekt APIS ergründen wir historische Netzwerke wichtiger Persönlichkeiten der österreichischen Geschichte der Habsburgermonarchie, die im Österreichischen Biographischen Lexikon erfasst sind. Wir entwickeln neue Methoden für eine zeitgemäße Biographieforschung im internationalen Kontext und entsprechende Publikationsmöglichkeiten im digitalen Zeitalter.                                   
                                            
                • DARIAH-EU. Digital Infrastructures for the Arts and Humanities: DARIAH ist ein so genanntes europäisches Research Infrastructures Consortium, eine Organisation, die sich um die Etablierung Digitaler Geisteswissenschaften und Künste bemüht. Dabei werden sowohl technische, als auch soziale Entwicklungen in Betracht gezogen, die als gesamtes zur Innovationsstärke beitragen. DARIAH agiert auf internationaler und europäischer Ebene. Somit soll sichergestellt werden, dass Entwicklungen in teuren oder risikoaffinen Bereichen nicht mehrfach finanziert und immer von einer breiteren Forschungsmasse getragen werden. Einmal Entwickeltes und Finanziertes wird über DARIAH einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, was zur Innovationsfreude in Europa beitragen soll. DARIAH trägt zur Entwicklung einer kollaborativen, internationalen Wissenschaftskultur bei.                           

                 

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                1991-1998 Studentische Hilfskraft bei der ÖAW. Seit 1998- Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der ÖAW

                 

                Universitäre Ausbildung in Germanistik, Geographie, Informatik für Lehramtskandidat/innen, Theaterwissenschaften, Pädagogik, Social Innovation (lfd.)

                 

                Internationale Fortbildung in Lexikographie, Data Archiving, Design Thinking,
                Research Managerin in europäischen Projekten / Ogranisationen und Expertin in diversen nationalen und internationalen Gremien


                Mehrfach Lektorin bei der Kinderuni Wien, Schlaufuchsakademie Wels, u.ä.
                Zusammenarbeit mit allen Bereichen der Gesellschaft (Politik, Wirtschaft, Bürger.in, Wissenschaft)

                 

                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                 

                 

                > Priv.-Doz. Dr. phil. CLAUDIA WILD, Institutionsleiterin, Ludwig Boltzmann Institut für HTA, Wien.

                 

                Das Angebot im Detail

                • 2 Besuche pro Jahr
                • Regionen: flexibel

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • Keine

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Hochtechnologische Medizin-Verfahren
                • Verteilungsgerechtigkeit im Gesundheitswesen
                • Public Health
                • Korruption im Gesundheitswesen

                Aktuelle Projekte

                • Transparenz: Sponsoring Ärztlicher Fortbildung: Forschungsfrage: In welchem Umfang werden österreichische medizinische Fortbildungen (DFP-Fortbildungen) verschiedener Sonderfächer von der Industrie finanziell unterstützt? Welche Sponsoren unterstützen welche medizinischen Fortbildungen?

                • Bewertung medizinischer Einzelleistungen: Alljährlich werden beim Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zahlreiche neue medizinische Interventionen für eine Refundierung vorgeschlagen. Aufgabe und Ziel dieses Projekts ist die systematische Beurteilung der Wirksamkeit von medizinischen Interventionen, die für die Aufnahme in den Leistungskatalog  vorgeschlagen werden. Die Beurteilung erfolgt auf Basis von systematischen Reviews, die für jede Intervention erarbeitet werden. Seit 2009 besteht eine Kooperation mit dem deutschen NUB-Verfahren, das zeitgleich mit derselben Methode für beide Länder relevante, d.h. in beiden Ländern, eingereichte neue medizinische Methoden beurteilt.

                 

                • HTA Strategie für Litauen: Die Nationale HTA-Strategie für Litauen wird Empfehlungen für die Integration von HTA in gesundheitspolitische Entscheidungsprozesse für Medizinprodukte formulieren. Dabei werden Vorschläge für die Implementierung eines HTA-Prozesses (Identifikation von Themen bis zur Umsetzung der Ergebnisse) innerhalb der Strukturen des litauischen Gesundheitssystems erarbeitet. Die dafür notwendige Expertise von Mitarbeiter/innen und die zu gewährleistende Infrastruktur wird ebenso Thema sein wie mögliche Quellen der Finanzierung von HTA für das litauische Gesundheitssystem.

                 

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                  Studium der Kommunikationswissenschaft & Psychologie an der Universität Wien und der Politikwissenschaft an der Ohio University/USA. Promotion 1985. Anschließend wissenschaftliche Arbeiten am Lehrstuhl für Kommunikations- und Politikwissenschaften an der Universität Nürnberg sowie freie Arbeiten zu medienwirkungsspezifischen und medienpolitischen Fragestellungen. Von 1989 - 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Technikfolgen-Abschätzung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften; Aufbau und Leitung des Arbeitsbereichs Health Technology Assessment. Seit April 2006 Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für HTA. 2009 habilitiert in Sozialmedizin (Medizinische Universität Graz) zum Thema "Ressourcenallokation im Gesundheitswesen".


                  Mitgliedschaften/Beiräte:
                  Von 2005 bis 2013: Mitglied des OSR/Obersten Sanitätsrates
                  Seit 2007: Mitglied bei TI/Transparency International - Austrian Chapter (Health)
                  Seit 2008: Mitglied im International Advisory Board der ZEFQ/ Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen
                  Seit 2010: Mitglied im Fachbeirat Gesundheitsstatistik der Statistik Österreich
                  Seit 2011: Mitglied im Nationalen Onkologie-Beirat zur Erarbeitung eines Nationalen Krebsplans


                  Lehrtätigkeit:
                  Lehrbeauftragte in zahlreichen österreichischen Masterlehrgängen auf Universitäten und FHs zu HTA.

                  Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                   

                   

                  > DI CHRISTOPHER ZEMANN, Forscher, Bioenergy2020+. Forschungsbereich: Bioenergie

                   

                  Das Angebot im Detail

                  • 2-3 Besuche pro Jahr
                  • Regionen: Burgenland, Niederösterreich, Steiermark


                  Anfallende Kosten für die Schule

                  • Keine


                  Forschungsschwerpunkte

                  • Erneuerbare Energieträger
                  • Regelungs- und Systemtechnik

                  Aktuelle Projekte

                  • MBRBiomasse-KWK: Durch Biomasse-Feuerungen können Wärme und Elektrizität nachhaltig und umweltschonend zur Verfügung gestellt werden. Ziel dieses Projekts war es, die Effizienz industrieller Biomasse-Feuerungen durch den Einsatz  moderner Regelungsstrategien zu erhöhen und die Schadstoffemissionen zu verringern.

                  • Smart Logwood Boiler: Raumwärme und Warmwasser werden in Haushalten häufig durch Heizsysteme bestehend aus einem Scheitholzkessel, einem Warmwasserspeicher und einer thermischen Solaranlage zur Verfügung gestellt. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Scheitholz im Heizkessel nachzulegen, damit die optimale Raum- und Wassertemperatur dauerhaft erhalten bleibt? Wie kann man sicherstellen, dass die Solaranlage stets optimal genutzt wird?
                    Ziel dieses Projekts ist es, Wetterprognosen mit Informationen über den Brennvorgang im Kessel, den Warmwasserspeicher und die Solaranlage zu verknüpfen. Durch den Einsatz einer intelligenten Regelung wird sichergestellt, dass der Scheitholzkessel nur dann in Betrieb ist, wenn es auch wirklich notwendig ist. Dadurch werden Schadstoffemissionen reduziert und Brennstoff eingespart.


                  Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                  • 2006 – 2012: Diplomstudium der Elektrotechnik – Technische Universität Graz. Schwerpunkt: Regelungs- und Automatisierungstechnik
                  • Seit 2012: Doktoratsstudium der Elektrotechnik – Technische Universität Graz. Thema der Doktorarbeit: “Modellbildung und Regelung von Biomasse-KWK-Anlagen”
                  • Seit 2012: Researcher bei Bioenergy2020+

                  Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

                   Folgen in Kürze.

                  > DI Dr. ANDREAS ZITEK, MSc, Aquatischer Ökogeochemiker und Fischökologe, Universität für Bodenkultur Wien

                   

                  Das Angebot im Detail

                  • 1 Besuch pro Jahr
                  • Regionen: Im Rahmen des neu entwickelten BOKU Science TVs sind auch virtuelle Termine möglich, das heißt es gibt grundsätzlich keine Einschränkung bezüglich des Bundeslandes.

                   

                  Anfallende Kosten für die Schulen

                  • Keine

                   

                  Forschungsschwerpunkte

                  • Fischwanderung in Fließgewässern mittels innovativer Methoden
                  • Herkunftsbestimmung von Fischen aus der Aquakultur anhand von Elementen und Isotopen in Gehörsteinen
                  • Massenspektrometrie
                  • Qualitatives Systemverständnis
                  • Wissenschaftliches Verständnis und Schreiben für AnfängerInnen

                  Aktuelle Projekte

                  • CSI: TRACE your FOOD! Herkunftsbestimmung von Nahrungsmitteln aus regionaler Produktion in Österreich anhand des Multielement- und Isotopenfingerabdrucks: Im Rahmen des Projektes forschen Schüler/innnen aus 10 Schulen aus allen Bundesländern in Österreich und einer Schule aus Ungarn an den Möglichkeiten, heimische Lebensmittel anhand des Element- und Isotopenfingerabdruckes zu identifizieren.

                   

                  • EU FP7 Projekt: Integrierte Prozess-und Steuerungssysteme für nachhaltige Waldbewirtschaftung im Seilgelände: Im Rahmen des Projektes wird von der Universität für Bodenkultur die sog. hyperspektrale Bildgebung im nahen Infrarot dazu verwendet, Holzdefizite zu identifizieren. Hyperspektrale Bildgebung ist die Kombination von Bildgebung und Spektroskopie.

                    Die spektroskopische Analyse umfasst das gesamte Lichtspektrum von sichtbarem bis zum Infrarot mit der Lichtintensität als eine Funktion der Wellenlänge. Mittels HSI können hunderte spektroskopische Banden in jedem Pixel eines Bildes gesammelt werden. Verschiedene chemische Verbindungen werden durch spezifische Reflexionen und Absorptionen spektroskopische Signaturen charakterisiert.

                    Dadurch kann anhand der Analyse der gewonnenen Spektren die Qualität unterschiedlicher Stoffe, wie Holz, Lebensmittel etc. untersucht und bewertet werden.

                   

                  • Sparkling Science: Traisen.WieWasWarum? - Identifizierung und Wahrnehmung von Funktionen in Flusslandschaften und das Verstehen einzugsgebietsbezogener Prozesse am Beispiel der Traisen (Traisen.w3): Ein wichtiges Ziel des Traisen-W3-Projektes, für das ich zuständig bin, ist die Förderung des Systemverständnisses bei Jugendlichen durch die Anwendung unterschiedlicher Kommunikations- und Bildungsmethoden u.a. mittels der Software „DynaLearn“. Die DynaLearn-Software, die im Rahmen eines EU-Projektes entwickelt wurde, unterstützt auf einzigartige Weise qualitative Modellbildung und Simulation und fördert nachgewiesenermaßen das Systemverständnis von Schüler/innen.

                   

                  Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                  • 2015 -2004: Lehrauftrag "Multiscale modelling of aquatic ecosystems"
                  • 2015 -2009: Postdoc, Projektleiter und wissenschaftlicher Angestellter an der Abteilung für Analytische Chemie und am Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement der BOKU Wien
                  • 2013: Zertifizierung als Trainer für wissenschaftliches und berufliches Schreiben
                  • 2011 -2011: Wissenschaftlicher Aufenthalt am Woods Hole Oceanographic Insitute (WHOI), Fish Ecology Lab in Amerika (3 Monate)
                  • 2008 -2015: Tätigkeit als selbständiger Wissenschafter (http://www.ecoscience.at)
                  • 2007 -2008: Lehrauftrag "Allgemeine Hydrobiologie"
                  • 2006 -2008: Master of Science (Geographical Information Science & Systems) - MSc (GIS) und European Master in GIScience, Fernstudium an der Paris-Lodron Universität Salzburg,
                  • 1999 -2006: Dissertation "Wanderprozesse bei Flussfischen: Erfassung, Muster flussabwärtsgerichteter Wanderungen und Restauration"
                  • 1999 -2008: Forschungsassistent IHG-BOKU, Wien
                  • 1995 -1999: Freelancer und technischer Assistent am Insitut für Hydrobiologie und Gewässermanagement der Universität für Bodenkultur Wien (IHG-BOKU)
                  • 1989 -1999: Diplomingenieur für Landschaftsplanung und Landschaftspflege

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