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Botschafter/innen

Forscher/innen erzählen aus der Praxis

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Die Young Science-Botschafter/innen besuchen Schulen und bieten Schüler/innen spannende Einblicke in die Welt der Forschung!

 

Hier finden Sie alle teilnehmenden Forscher/innen, die in Oberösterreich Schulen besuchen, sowie Informationen über die jeweiligen Forschungsgebiete, die wissenschaftlichen Werdegänge und die aktuellen Forschungsprojekte:

 

> Dr. ANDREAS BERGTHALER, Immunologe, CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien. Forschungsbereich: Virologie

 

Das Angebot im Detail

  • 4 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Ersatz der Fahrtkosten (bei Schulen aus Niederösterreich und Oberösterreich)

 

Forschungsschwerpunkte

  • Virusinfektionen
  • Hepatitis
  • Lungenentzündung
  • Influenza
  • Stoffwechsel
  • Immunsystem
  • Immunpathologie


Aktuelle Projekte

  • Wie das Immunsystem unsere eigene Leber schädigt: Hepatitisviren lassen die Leber leiden – das sieht man auf den ersten Blick. Gelbe Haut, dunkler Urin oder heller Stuhl: Die Symptome für das Versagen des zentralen Stoffwechselorgans sind durch den Farbstoff Bilirubin, der sich dabei anhäuft, leicht zu erkennen. Der Krankheitsverlauf ist dagegen hochkomplex: Die verschiedenen Virustypen lösen ganze Kaskaden an Immunreaktionen aus, im schlimmsten Fall führt die dabei entstehende Leberentzündung zum Tod. Obwohl die Krankheit schon seit vielen Jahrzehnten erforscht wird, konnte man die fatalen Schäden, die sie in der Leber anrichtet, bisher nicht erklären. In der jüngsten Studie der Arbeitsgruppe von Andreas Bergthaler am CeMM sowie weiteren internationalen Kollaborationspartnern aus Deutschland, der Schweiz, England, USA und Japan, wurde nun ein wichtiger Teil dieses Rätsels gelöst: Überraschenderweise spielt ein Abwehrmolekül des Immunsystems, das Protein Interferon, eine zentrale Rolle.

    Dabei ist seine Hauptaufgabe der Schutz vor Infektionen: Interferon schaltet in infizierten Zellen und dem umliegenden Gewebe ein Programm zur Abwehr der Eindringlinge an. Nicht nur bei Hepatitisviren, bei fast allen viralen und bakteriellen Krankheitserregern wird das Protein aktiv- doch es hat auch eine dunkle Seite. Bergthaler und seine Kollegen konnten zeigen, dass es zu einer Anhäufung gefährlicher Sauerstoffradikale in Leberzellen führt. Einerseits hemmt Interferon das Enzym Superoxid Dismutase 1 (SOD1), das für die Beseitigung der Radikale verantwortlich ist. Darüber hinaus erhöht es zusätzlich die Menge der zerstörerischen Sauerstoffverbindungen. Für die Zelle ist das verheerend: Sie erleidet schwere Schäden, die letztlich zum Zelltod führen. „Seit den 1960er Jahren wird das Interferon erforscht, eigentlich kennt man seine Wirkungsweise sehr gut. Dieser schädliche Effekt auf die Leberzellen war daher eine echte Überraschung“, beschreibt Andreas Bergthaler die Entdeckung.

    Weshalb ein Molekül, das für den Schutz vor Krankheiten gedacht ist, sich gegen den eigenen Körper richtet, darüber kann man nur spekulieren. „Es könnte sein, dass dieser Kollateralschaden letztlich sogar hilfreich im Kampf gegen die Viren ist, denn Reste der abgetöteten Zellen können das Immunsystem zusätzlich ankurbeln“, so Bergthaler.  Dies sei zwar noch reine Grundlagenforschung, betont der Forscher, noch sei keine Anwendung in Sicht. Aber in Zukunft könnte die Arbeit dazu beitragen, neue Behandlungsformen gegen virale Hepatitis zu entwickeln. Interferon ist auch an vielen anderen infektiösen und entzündlichen Erkrankungen beteiligt – auch hier könnte der neu entdeckte Mechanismus eine Rolle spielen. Und nicht zuletzt wird das Protein auch zur Behandlung nicht-infektiöser Krankheiten wie multiple Sklerose oder Krebs eingesetzt. Das neu gewonnene Wissen und weiterführende Experimente über seine Wirkungsweise könnten dabei helfen, Nebenwirkungen zu reduzieren.

  • Warum macht uns das Influenzavirus anfälliger für Bakterien und schwere Lungenentzündungen? Während der saisonalen Grippe-Epidemien verursachen Virusinfektionen der Atemwege Symptome, wie plötzliches hohes Fieber, Husten, Kopf- und Halsschmerzen, rinnende Nase, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein. Gruppen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko können dabei sehr ernsthafte, manchmal lebensbedrohliche Erkrankungen entwickeln. Nicht selten ist die Auslöser dafür nicht das Grippevirus selbst, sondern sekundäre Bakterieninfektionen. Trotz der signifikanten klinischen und gesundheitsökonomischen Auswirkungen dieser sogenannten Superinfektionen sind die molekularen Ursachen für die erhöhte Anfälligkeit gegenüber Bakterien durch und nach Grippeerkrankungen bislang nur wenig untersucht und kaum verstanden. Ein Umstand, der nicht zuletzt die Entwicklung effektiver Therapien deutlich erschwert.

    Vorangegangene Studien haben gezeigt, dass schwere Krankheitsverläufe, wie zum Beispiel Lungenentzündungen, sehr häufig nicht vom Virus selbst verursacht werden. Vielmehr scheint der Auslöser die Unterdrückung des Immunsystems durch die Viren zu sein, die den Organismus anfällig für Superinfektionen macht. Der Gruppe von Andreas Bergthaler am CeMM und einem interdisziplinären Forscherteam von der Medizinischen Universität Wien sowie aus den USA und der Schweiz ist es gelungen, ein fehlendes Bindeglied  auf molekularer Ebene zu finden, das dieses Phänomen erklären könnte. Studienleiter Andreas Bergthaler: „Wir haben einen Mechanismus im molekularen Abwehrsystem der Zellen entdeckt, der darauf abzielt, unnötige und überschießende Entzündungsreaktionen bei einer Virusinfektion zu verhindern, um den Organismus nicht zusätzlich zu schädigen. Gleichzeitig führt diese Regulation aber auch dazu, daß der Körper in diesem Zeitraum anfälliger für Bakterien wird.“ Eine Schlüsselrolle kommt dabei dem Molekül Interferon zu, das bei der Abwehr von Viren eine zentrale Rolle einnimmt. Die neuen Erkenntnisse zeigen jedoch, daß Interferon auch die  die Bildung eines Enzyms anregt, das die Bakterienabwehr unterdrückt. Dieses Enzym mit dem Namen Setdb2 verändert die Struktur der DNA (Träger der Erbinformation) so, dass antibakterielle Gene weniger aktiv sind.

    Zusammenfassend ist es der Gruppe am CeMM gelungen, einen neuen Koppelungseffekt zwischen dem antiviralen Interferon und dem Enzym Setdb2 zu entschlüsseln, der die antibakterielle Immunabwehr als Konsequenz der Virusinfektion schwächt und deshalb zu gefährlichen Superinfektionen führen kann. Laufende und zukünftige Forschungen zielen nun darauf ab, das komplexe Zusammenspiel zwischen Virus, Setdb2, Bakterium und Immunsystem weiter zu durchleuchten. Das könnte in fernerer Zukunft neue Therapiemöglichkeiten eröffnen, mit dem Ziel, die Funktion von Setdb2 zu beeinflussen, um das Immunsystem von Influenza-Patienten und deren antibakterielle Widerstandskraft zu stärken.

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

1997-2003 Studium der Veterinärmedizin (Veterinärmedizinische Universität Wien, Österreich)

7-9/2001 Klinische Übungen (Universität Edinburgh, Schottland)
7-9/2002 Forschungspraktikum (Universität Tokyo, Japan)
9/2003 Forschungspraktikum (Dänisches Veterinärinstitut, Dänemark)
2004-2007 Doktorarbeit in Immunologie und Virologie (Universität und ETH Zürich, Schweiz)
2007-2008 Postdoktorale Forschung (Universität Genf, Schweiz)
2008-2011 Postdoktorale Forschung (Institute for Systems Biology, Seattle, USA)
2011- Gruppenleiter am CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der    
Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Wien, Österreich)


Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

 

 

 

> Univ.-Prof. Mag. Dr. DANIELA G. CAMHY, Philosophin, Karl-Franzens-Universität Graz und Österreichische Gesellschaft für Kinderphilosophie, Graz. Forschungsbereich: Philosophie

 

Das Angebot im Detail

  • 6 Besuche pro Jahr
  • Regionen: alle Bundesländer

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Ersatz der Fahrtkosten

 

Forschungsschwerpunkte

  • Sprachphilosophie
  • Linguistik
  • Ethik
  • Praktische Philosophie
  • Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen
  • Philosophiedidaktik
  • Politische Bildung
  • Menschenrechte
  • Demokratieverständnis
  • etc.


Aktuelle Projekte

  • Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen: Der Ausgangspunkt des Philosophierens mit Kindern und Jugendlichen ist das Staunen und Wundern. Neugier und Wissbegierde führen zu einer forschenden Auseinandersetzung mit verschiedensten Phänomenen und Fragen.

    Gemeinsam zu „forschen“ und nach Antworten zu suchen, das ist der philosophische Ansatz wie Heranwachsende das Begründen lernen, Zusammenhänge erkennen, logisches und hypothetisches Denken üben, folgerichtige Schlüsse ziehen, Analogien bilden, Kriterien entwickeln und definieren lernen.

    Sokratisch gemeinsames Entdecken, Forschen, Denken und „Verstehen lernen“, stehen im Mittelpunkt. Dies bedeutet, bereits Kinder in wissenschaftliche Reflexionen, Diskussionen und in eine ganz besondere Art des Dialogs einzubeziehen, um ihren Wissendurst, ihr Denken, ihre Sprachkompetenzen durch das philosophische Fragen und Forschen zu fördern und ihre Lernfähigkeit nachhaltig zu verbessern.

  • PEACE- Philosophical Enquiry Advancing Cosmopolitan Engagement: Der Schwerpunkt des PEACE Projekts liegt vor allem in der Entwicklung, Erprobung und Bewertung eines neuen Curriculums (philosophische Kinder- und Jugendbücher sowie dazu gehörige Handbücher für Lehrende), das kosmopolitisches Engagement sowie den interkulturellen Dialog ins Zentrum des Interesses stellt.

    PEACE leistet mit diesem Curriculum einen Beitrag zur pädagogischen Praxis, in dem Lehrende bei ihrer speziellen beruflichen Entwicklung unterstützt werden und neue Lehrmethoden und Materialien kennenlernen, mit dem Ziel alle Kinder und Jugendliche in ihrer Denk- und Persönlichkeitsentwicklung besser zu fördern.

    Das Curriculum wird Ende 2015 auf Englisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, Hebräisch und Arabisch veröffentlicht.

    ProjektpartnerInnen: University of Naples Federico II – Department of Humanities (Neapel/ Italien), Asociación Centro de Filosofía para Niños (Madrid/ Spanien), Israeli Center for Philosophy in Education-Philosophy for Life (Jerusalem/ Israel) und Österreichische Gesellschaft für Kinderphilosophie (Graz/ Österreich)

 

  • SUSTAINICUM – Nachhaltigkeit philosophisch hinterfragt: SUSTAINICUM ist ein Kooperationsprojekt der Universität für Bodenkultur Wien, der Karl-Franzens-Universität und der Technischen Universität Graz. Es zielt darauf ab, Themen der Nachhaltigkeit aus der Sicht verschiedener Fachgebiete in die universitäre Lehre einzubringen. Die Hauptaufgabe besteht darin, einen offenen Pool an Inhalten und Materialien zur Erlebbarmachung von Begriffen, Prozessen und Zusammenhängen mit Nachhaltigkeitsbezug aufzubauen.

    Die Themenbereiche sind Klima, Energie, Ressourcen, Wachstum, Resilienz und Risiko, sowie andere Aspekte wie Bildung und lebenslanges Lernen, nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung, Gesundheit und Lebensqualität, Menschenrechte, Mobilität und viele mehr.

    Diese Konzepte mit Nachhaltigkeitsbezug können in Form von kleinen Experimenten, Real- oder Computerspielen, Simulationen, kreativen oder systemischen Techniken – mit pädagogisch-didaktischen Methoden angereichert – im Unterricht eingesetzt werden. 

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Studium der Philosophie, Psychologie, Pädagogik und Germanistik, Internationales Projektmanagement u.a. Sponsion, Promotion Dissertation „Karl Bühlers Sprachtheorie“, Ehrendoktorat der Montclair State University, USA. Associate Professor am „Research Center for Language and Semiotic Studies“ an der Indiana State University in Bloomington sowie Praktikum und Studien an der „Speech and Hearing Clinic“ an der Indiana State University, USA. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut medizinische Psychologie, Hochschulassistentin am Institut für Erziehungswissenschaften und Lehrende an der Karl-Franzens-Universität Graz, der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, an der Universität Hamburg, am Trinity College Dublin, an der Universität Padua und an der Aegean University auf Rhodos. Erstes Forschungsprojekt und erste Schulversuche auf dem Gebiet der Kinderphilosophie in Europa.

Organisation und Durchführung von Forschungsprojekten und 28 EU-Projekten mit Partnerinnen und Partnern aus Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Israel, Italien, Lettland, Litauen, Malta, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Schottland, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Türkei, Ungarn und Zypern.


Vortragstätigkeiten an Universitäten in Australien, Brasilien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Irland, Israel, Italien, Japan, Kanada, Kroatien, Liechtenstein, Litauen, Mexiko, Niederlande, S-Korea, Schweiz, Slowenien, Spanien, UK, Ungarn und USA.

 

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

 

und alle einzelnen Bausteine, z. B.:

 

 

> Mag. LEO CAPARI, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien. Forschungsbereich: Technikfolgen-Abschätzung

 

Das Angebot im Detail

  • 4 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Ersatz der Fahrtkosten

 

Forschungsschwerpunkte

  • Technik und Nachhaltigkeit
  • Partizipative Methoden
  • Soziale Netzwerkanalyse

Aktuelle Projekte

  • Shopping Um(die)Welt: Im Rahmen des Projektes Shopping Um(die)Welt diskutieren bei einem Event im Oktober 2015 rund 80 Jugendliche über Aspekte von Konsum und Nachhaltigkeit. Dabei werden Themen wie der zunehmende Online-Handel,  der Einsatz von Konfliktmaterialien oder die Lebensdauer von Produkten, aber auch Maßnahmen zur Förderung von sozial fairem und umweltvertäglichem Konsum diskutiert.

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Leo Capari studierte Ökologie mit Schwerpunkt auf Humanökologie an der Universität Wien und ist seit Juli 2013 Junior Scientist im Bereich Technologie und Nachhaltigkeit am ITA. Nach seinem Studium war er Projektmitarbeiter an der Universität Wien. Am ITA beschäftigte er sich im Rahmen der Projekte PACITA und CIVISTI AAL einerseits mit den gesellschaftlichen Implikationen von umgebungsgestütztem Altern (Ambient Assisted Living) und andererseits mit der Bürger/innenbeteiligung an Forschungsprozessen (partizipative Methoden).

 

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

 

 

> Dr. DIDONE FRIGERIO, Universität Wien. Forschungsbereich: Verhaltensbiologie und Citizen Science

 

Das Angebot im Detail

  • 2 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Ersatz der Fahrtkosten

 

Forschungsschwerpunkte

  • Verhaltensendokrinologie
  • Sozialverhalten
  • Verhaltensphysiologie


Aktuelle Projekte

  • Sozialer Zusammenhalt und Ausflugsgebiet beim Waldrapp: Der Waldrapp (Geronticus eremita) zählt zu den am meist bedrohten Vogelarten der Welt. Die ortsfeste, freifliegende, individuell markierte und an Menschen habituierte Waldrappkolonie der Core facility KLF für Verhaltens- und Kognitionsbiologie der Universität Wien in Grünau im Almtal (Oberösterreich) liefert seit 1997 wichtige Informationen über das Sozialverhalten dieser Koloniebrüter, welche in den vergangenen Jahren als Know-how für mehrere Ansiedlungsprojekte dienten.
    Durch das Monitoring des sozialen Zusammenhalts der Kolonie sollen anhand von physiologischen Parametern sowie Verhaltens- und Telemetrie-daten weiterhin wichtige Informationen für das Management dieser gefährdeten Art gewonnen werden.

  • Physiologie des Soziallebens bei Graugänsen: Seit dem Sommer 1973 fliegt im oberösterreichische Almtal eine Schar von Graugänsen (Anser anser). Begründer dieser Population war der emeritierte Nobelpreisträger Konrad Lorenz. Seit seinem Tod im Jahr 1989 liegt der Schwerpunkt der Forschung an der KLF auf den zugrunde liegenden Mechanismen sozialen Zusammenlebens. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die individuelle Anpassung an das soziale Umfeld, z.B. um Stress zu vermeiden, gelegt. Die Sammlung der Daten erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte und umfasst langfristiges Monitoring durch Verhaltensbeobachtungen unter natürlichen Bedingungen, aber auch experimentelle Manipulationen und Messungen von physiologischen Parametern. Die Ergebnisse unserer Studien zeigen, dass die Graugänse der KLF ein ideales Model für die Erforschung der sozialen Komplexität bei höheren Wirbeltieren sind.

  • Auf den Spuren von Konrad Lorenz: Seit 2009 ist die Konrad Lorenz Forschungsstelle in Grünau im Almtal um hochwertige und umfangreiche Angebote im Bereich Forschungsvermittlung bemüht, welche projektübergreifend laufen und verschiedene Methoden im Bereich der Verhaltensforschung einsetzen, von klassischen Verhaltensbeobachtungen bei Graugänsen und Waldrappen bis zu Telemetrie-Workshops mit Kolkraben und Waldrappen. Teilnehmer sind vor allem Schulklassen und Gruppen von Kindern und Jugendlichen, österreichweit.

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Studium der Biologie an der Universität Mailand (Italien). Diplomarbeit über die Habitatwahl von Murmeltieren in den Bergamasker Alpen. Zuerst durch ein zweijähriges Stipendium der Universität Mailand im Jahr 1995, danach mit einem FWF-Projekt (12914-BIO) Forschung an Steroidhormone und Sozialverhalten bei Graugänsen. Im Jahr 2002 Promotion an der Universität Wien. Seit der Studienzeit regelmäßige Unterrichtstätigkeit an Pflichtschulen im Bereich Umweltbildung und Nachhaltigkeit. Seit 2009 tätig im Bereich Wissens- und Forschungs-vermittlung. Nach den Jahren der Kinderbetreuung, seit 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Core facility KLF in Grünau im Almtal (OÖ).

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

 

 

> Dr. MARTINA GAISCH, Professorin für Englisch & Interkulturelle Kompetenz, Fachhochschule Oberösterreich, Hagenberg.

 

Das Angebot im Detail

  • 4 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Oberösterreich

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Diversity Management
  • Interkulturelle Kompetenz
  • Bildungssoziologie
  • Angewandte Linguistik

Aktuelle Projekte

  • Diversity Management an Bildungsinstitutionen: Das Projekt zeigt auf, welche Rolle Diversity Management in Zukunft spielen wird und welche Arten von Diversität es zu managen gilt. Im Rahmen des Projekts wurden schon mehrere Workshops an deutschen Hochschulen gehalten, um Mitarbeitende für dieses Zukunftsthema zu sensibilisieren.
    Als eine Schlüsselvoraussetzung für zukünftige Arbeitnehmer_innen ist es wesentlich, dass Schüler_innen schon früh mit Diversitäts- und interkulturellen Kompetenzen in Berührung kommen.

  • Content and Language Integrated Learning (CLIL) an der Hochschule: Dieses Projekt ist ein interregionales Projekt zwischen Tschechien und Österreich und soll ein didaktisches und sprachwissenschaftliches Konzept für Sachfachlehre in den Sprachen Deutsch, Englisch und Tschechisch erarbeiten.
    Hier gilt es vor allem technische Disziplinen auch auf Fremdsprachenerwerb zu sensibilisieren.

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Mag. Dr. Martina Gaisch studierte Translationswissenschaften an der Karl-Franzens Universität Graz mit mehrjährigen Auslandsaufenthalten in Frankreich und Großbritannien. 2015 promovierte sie an der Universität Wien an der Schnittstelle zwischen Hochschulforschung, Bildungssoziologie und Soziolinguistik. Seit 2009 lehrt sie Englisch und Interkulturelle Kommunikation an der FH OÖ, Campus Hagenberg und seit 2015 ist sie wissenschaftliche Leiterin des Diversity Managements der FH OÖ.

Sie ist auch Mitglied der Abteilung Hochschulforschung der FH OÖ und hat mehr als 30 internationale Publikationen und Konferenzbeiträge verfasst.

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

> Mag. VANESSA HANNESSCHLÄGER, Geisteswissenschafterin, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien. Forschungsbereich: Digitale Geisteswissenschaft (Digital Humanities)

 

Das Angebot im Detail

  • 6 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Oberösterreich

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Digitale Geisteswissenschaft (Digital Humanities)
  • Literaturwissenschaft
  • Experimentelle Literatur


Aktuelle Projekte

  • Biographische gaps: Gender-perspektivierte Biographieschreibung am Beispiel des Portals „Frauen in Bewegung: 1848-1938“ im Vergleich mit dem Österreichischen Biographischen Lexikon: Die „frauenspezifische dokumentarische Serviceeinrichtung“ Ariadne der Österreichischen Nationalbibliothek entwickelte im Rahmen eines FWF-Projekts das Onlineportal „Frauen in Bewegung: 1848–1918“, das eine umfangreiche Sammlung detailliert recherchierter Biographien von Akteur_innen der österreichischen Frauenbewegung bereitstellt. Viele der dort behandelten Figuren sind auch mit Einträgen im „Österreichischen Biographischen Lexikon 1815-1950 Online-Edition“ der Akademie der Wissenschaften vertreten - mit teils frappierenden Abweichungen schon in den Angaben der Geburts- und Sterbedaten. In meinem Projekt untersuche ich die Unterschiede zwischen den beiden biographischen Sammlungen. In einer Gesamtschau vergleiche ich, wieviele Biographien übereinstimmen und welche sich in welchen Aspekten voneinander unterscheiden. Anhand von Einzelbeispielen untersuche ich, inwiefern die „frauenspezifische“ Perspektive von Ariadne die biographische Erzählung (um)formt um herauszufinden, auf welche Art man ein Frauenleben beschreiben kann. Insbesondere steht dabei die Frage im Mittelpunkt, wie die biographische Konvention der „Werk- und Leistungsschau“ von dem Ariadne-Projekt auf weibliche Akteurinnen angewandt wird, um den Kanon an “biographiewürdigen” Personen neu zu befüllen. Zur Diskussion mit den Schüler_innen bieten sich verschiedene Themen an, von der Frage danach, wie man eine Biographie erzählen kann bis zum Bereich Gleichberechtigung.

  • Online-Portal Handkeonline: Handkeonline ist eine Website, auf der man viel über den Schriftsteller Peter Handke (*1942) und seine Literatur lernen kann. Das Herzstück der Plattform ist das Modul “Werke & Materialien”. Dort findet man Beschreibungen der Arbeitsmaterialien von Handke beim Schreiben seiner Bücher und die Entstehungsgeschichte von jedem einzelnen Werk. Außerdem kann man dort nachverfolgen, in welchen Notizbüchern Handke Notizen für das jeweilige Werk gesammelt hat und Beschreibungen der Notizbücher. So kann man herausfinden, welche Bücher von anderen Schreibenden Handke gelesen hat, welche Museen er besucht hat, wohin er gereist ist und was sonst noch in seinem Leben passiert ist während er seine eigenen Texte schrieb. Spannend ist auch das Modul “Wege durchs Material”, wo man kurze Texte über wichtige Themen im Leben und Schreiben von Handke lesen kann und so erfährt, was die Literatur von Peter Handke so besonders macht. Hier erfährt man mehr über seine Arbeiten für das Theater oder über “Handkes Orte” - in diesem Kapitel werden nicht nur die verschiedenen Wohnorte des Schriftstellers beschrieben, sondern auch wichtige Schauplätze seiner Bücher. Für wissenschaftlich Forschende ist auch die Bibliographie sehr interessant, die sich auf der website befindet. Hier sind alle Bücher von Handke selbst aufgelistet, aber auch eine lange Liste von Rezensionen und Sekundärliteratur über seine Werke.
    Ich habe an Handkeonline selbst mitgearbeitet und werde den Schüler_innen die Website gerne präsentieren und zeigen, was alles man damit machen kann. Selbst nutze ich Handkeonline vor allem für meine Doktorarbeit, die ich über die Fremdsprachen in den Bühnentexten von Handke schreibe.                                    

  • Ernst Jandl Online: Diese Website ist dem österreichischen Dichter Ernst Jandl (1925-2000) gewidmet und hat drei Elemente, die miteinander in Verbindung stehen. Im Zentrum stehen “Ernst Jandls Werke”. Hier sind sämtliche Gedichte (ca. 2000) und Texte erfasst, die Ernst Jandl im Lauf seines Lebens veröffentlicht hat. Man findet den Titel des Gedichts, das Entstehungsdatum und Informationen darüber, in welchen Gedichtbänden von Jandl selbst, aber auch in welchen Anthologien, Zeitschriften, Zeitungen und Websites das Gedicht gefunden werden kann. Alle Gedichtbände sind mit Inhaltsverzeichnis erfasst, von Bühnentexten findet man auch die Aufführungen. Begleitet wird diese Sammlung von den “Werken über Ernst Jandl”, wo Rezensionen und Sekundärliteratur zu Jandl gesammelt sind. Diese Einträge sind mit den Jandl-Texten, die sie behandeln, verbunden. So können die Benutzenden schnell herausfinden, wo sie mehr über die Gedichte von Jandl erfahren können. Das dritte Kapitel schließlich heißt “Bio-Bibliographisches”. Hier sind Scans von Kurzlebensläufen gesammelt, die Jandl im Lauf seines Lebens selbst geschrieben hat. Man kann nachverfolgen, wie sich der Autor selbst präsentiert und wie sich diese Selbstpräsentation mit dem zunehmenden Alter und Erfolg verändert. Außerdem kann man nach verschiedenen Suchkriterien filtern: Man kann herausfinden, welche seiner Gedichtbände Jandl am häufigsten in seinen Lebensläufen erwähnt hat, auf welche Literaturpreise er besonders stolz war und welche “Lebensstationen” er oft erwähnte: Seine Lebensgefährtin, die Dichterin Friederike Mayröcker, nannte er in seinen Kurzbiographien zum Beispiel fast genau so häufig wie sein Geburtsjahr. Dieses Projekt habe ich selbst entwickelt und umgesetzt - ich freue mich, es den Schüler_innen vorzustellen und zu zeigen, was es kann.

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

2007-2013 Diplomstudium (Germanistik), Universität Wien
2013-2015 Mitarbeit an Handkeonline
2013-2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ludwig-Boltzmann-Institut für Geschichte und Theorie der Biographie, Projekt: Ernst Jandl Online
seit 2013 Doktoratsstudium (Germanistik), Universität Wien
seit 2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Austrian Centre for Digital Humanities, Österreichische Akademie der Wissenschaften
Vorträge und Publikationen zu Biographietheorie, Archiv, experimenteller Literatur, österreichischer Literatur nach 1945
Mitglied des Netzwerks Biographieforschung und der FrauenAG der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

 

Weiterführende Links zu Ernst Jandl zur Vorbereitung

 

 

> Prof. FH Dr. ALEXANDER JÄGER, Professor für Bioenergie und Mikrobiologie, Fachhochschule Oberösterreich, Wels.

 

Das Angebot im Detail

  • 8 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Oberösterreich

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Bioenergie
  • Biotreibstoffe
  • Wertstoffe aus Algen

Aktuelle Projekte

  • Bioethanol und Biotreibstoffe: Das Projektteam hat bei der Herstellung von Bioethanol ein einzigartiges Verfahren entwickelt, bei dem aus Stroh Alkohol hergestellt werden kann. Dieses „Bioethanol“ kann in jedem Verhältnis mit Benzin gemischt werden und fossiles Erdöl ersetzen. Dadurch wird die Klimabilanz verbessert und die Abhängigkeit von Rohölexporten vermindert. 

  • Wertstoffe aus Algen: Algen benötigen zum Wachstum Licht und CO2. Durch Kultivierung von Algen kann die Klimabilanz verbessert werden. Im Forschungsprojekt wird die Herstellung hochwertiger Produkte wie Omega-3-Fettsäuren, Vitamine und Antikrebsmittel aus Algen untersucht.

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Dissertation Universitär Stuttgart Hohenheim
Forest Products Laboratory Madison USA
Forschungszentrum Jülich
Biotechnologische Forschungsgesellschaft Linz
Fachhochschule Oberösterreich Wels

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

> Prof. Dr. WOLFGANG KERN, Chemiker, Montanuniversität Leoben.

 

Das Angebot im Detail

  • 2 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Steiermark, Oberösterreich

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Chemie der Kunststoffe
  • Photochemie an Polymeren
  • Reaktionen an Oberflächen und Grenzflächen


Aktuelle Projekte

  • Photochemie an Polymeren
  • Oberflächenfunktionalisierung von Kunststoffen
  • Molekulare Charakterisierung von Kunststoffen

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang


1974 - 1982    Gymnasium in Linz
1982 - 1989    Studium der Chemie, Universität Graz
1989    Graduation “Mag. rer. nat.”
1989 - 1992    Dissertation an der Technischen Univ. Graz (TU Graz)
1992    Promotion zum Dr. techn.
1991 - 1998    Universitätsassistent an der TU Graz, Institut für Organisch-Chemische     Technologie
1998    Habilitation (venia legendi) an der TU Graz
1998    Ernennung zum Ao. Universitätsprofessor an der TU Graz
1999 - 2006    Projektleiter im „Spezialforschungsbereich (SFB) ,Elektroactive Materials“
2002 - laufend    Projektleiter und Key Resarcher am Polymer Competence Center Leoben     (PCCL)
2003    Aufenthalt an der Universität Sheffield (UK) als Visiting Scientist
2006 - 2012    Projektleiter im National Research Network (NFN) “Interface Controlled and     Functionalized Organic Films“
2007    Berufung auf eine Professor an der Montanuniversität Leoben (MUL); Lehrstuhl     für „Synthese von Spezial- und Funktionspolymeren” am Institut für Chemie der     Kunststoffe
2008    Ernennung zum Leiter des Lehrstuhles für “Chemie der Kunststoffe” an der     MUL
2008 - 2011    Wissenschaftlicher Leiter des PCCL
2011 - laufend    Wissenschaftlicher Geschäftsführer (CSO) des PCCL

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

 

 

 

> assoz.Prof. Dr. THOMAS LUCYSHYN, Kunststofftechniker, Montanuniversität Leoben. Forschungsbereich: Kunststoffverarbeitung

 

Das Angebot im Detail

  • 2 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich, Steiermark, Salzburg, Kärnten

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Kunststoffverarbeitung
  • Spritzgießen
  • Compoundieren

Aktuelle Projekte

  • Mikrostrukturierte spritzgegossene Bauteile: Mikrostrukturierte Oberflächen auf spritzgegossenen Kunststoff-Bauteilen tragen zu einer erhöhten Funktionalität der Bauteile bei. Die Bedeutung solcher funktionaler Bauteile hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Bauteiloberfläche stellt für diese Bauteile eine essentielle Komponente für deren Funktionalität dar, um beispielsweise komplexe medizinische oder bio-analytische Analysen auf kleinem Raum zu realisieren (z. B. „Lab-on-a-Chip“ oder „Micro-Total-Analytical-Systems“). Andere Anwendungsbeispiele sind Selbstreinigungseffekte (Lotus-Effekt) oder Antireflektion.
    Um erfolgreich Kunststoffteile mit mikrostrukturierten Oberflächen im Spritzgießprozess herstellen zu können, müssen einige Aspekte wie das Füllverhalten von Mikro-Kanälen sowie das Entformungsverhalten berücksichtigt werden. Darüber hinaus sind die meisten strukturierten Teile flach, was auf den Strukturierungsprozess der Formeinsätze zurückzuführen ist, der für die Halbleiterindustrie entwickelt wurde, wobei es einen großen Vorteil bringen würde, wenn Mikrostrukturen auch auf gekrümmten Spritzgießteilen hergestellt werden könnten.
    In diesem Forschungsbereich werden daher die folgenden Aspekte behandelt und weiterentwickelt: Füll- und Entformungsverhalten von Mikrostrukturen sowie mikro-strukturierte gekrümmte Oberflächen auf Spritzgussteilen.

  • PolySlag – Metallschlackepartikel als Füllstoff für thermoplastische Polymere: Thermoplastische Polymere werden oft mit Füllstoffen versehen, um einerseits gezielt die Materialeigenschaften des Kunststoffs zu verbessern und andererseits Kosten zu reduzieren. Dabei kommen vorwiegend mineralische Füllstoffe wie z.B. Talkum oder Kreide zum Einsatz. Im Projekt PolySlag wird erstmals untersucht, wie sich metallische Schlackepartikel, als Nebenprodukt des Hochofenprozesses, als Füllstoff für Kunststoffe eignen. Schlackepulver ist in großen Mengen verfügbar und als Nebenprodukt der Eisen- und Stahlindustrie konkurrenzlos günstig, wodurch ein Kostensenkungspotenzial für gefüllte Kunststoffe mit gleichzeitig verbessertem Eigenschaftsprofil zu erwarten ist. In diesem Projekt wird systematisch untersucht, wie das Pulver in einem sogenannten Compoundierprozess bestmöglich in die Polymermatrix eingebracht werden kann und welche Eigenschaftsverbesserungen damit erzielt werden können.

  • Rec2TecPart - Recycling von technischen Kunststoffen: In den letzten 20 Jahren hat sich im Bereich der Wiederverwertung von Kunststoffen durch die Anwendung von Rezyklaten bei der Herstellung „einfacher Produkte“ viel Positives entwickelt. Letzten Endes handelt es sich aber meist um ein sogenanntes „Downcycling“ der Kunststoffe. Eine Folge daraus ist, dass bisher Rezyklate kaum in hochwertigen Funktionsbauteilen zur Anwendung kommen. Technisch ist ein „Upcycling“ zu hochwertigen Rezyklatcompounds nach dem heutigen Stand der Technik möglich, es mangelt aber sehr oft an der gleichmäßigen Qualität. Die wirtschaftliche Folgerung daraus ist, dass die erzielbaren Preise für wiederverwertete Kunststoffe signifikant unter denen von Neuwaren liegen, weswegen ein Großteil der Kunststoffabfälle bisher thermisch verwertet wird. Ziel dieses Projektes ist es daher, das Upgrading des Kunststoffabfalls durch gezielte Compoundierung auf das Niveau von Neuware voranzutreiben und in Folge eine gleich bleibende Qualität gewährleisten zu können. Spezialisierte klein- und mittelständische Compoundeure sind dann in der Lage, mit dieser neuartigen Werkstoffgeneration Neuware technisch und wirtschaftlich zu ersetzen und für Funktionsbauteile maßzuschneidern. Dies trägt wesentlich dazu bei, die Ressourceneffizienz zu erhöhen und CO2-Emissionen deutlich zu verringern.

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

  • 1993: Matura am Neusprachlichen Gymnasium Tamsweg
  • 1993 – 1999    Studium Kunststofftechnik an der Montanuniversität Leoben, Abschluss mit Dipl.-Ing.
  • Seit 2000: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung der Montanuniversität Leoben
  • 2009: Promotion zum Dr. mont.
  • Seit 2010: Assistenzprofessor und Leiter der Arbeitsgruppe Spritzgießtechnologie am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung
  • Okt. 2014 – März 2015: Auslandsaufenthalt am Polymer Technology College in Slovenj Gradec ( Slowenien)
  • Seit 2015: zusätzlich Leiter der Arbeitsgruppe Compoundieren am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung
  • 2016 Habilitation zum assoziierten Professor (assoz.Prof.) für Kunststoffverarbeitung am gleichnamigen Lehrstuhl der Montanuniversität Leoben
> PD. Dr. Mag. ALEXANDER LUKENEDER, Paläontologe, Naturhistorisches Museum, Wien. Forschungsbereich: Wissenschaft von Lebewesen vergangener Erdzeitalter

 

Das Angebot im Detail

  • 4 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Mesozoikum (Erdmittealter)
  • Meerestiere
  • Dinosaurier
  • Paläo-Klima
  • Paläo-Umwelt


Aktuelle Projekte

  • Dolomiten Kreide Projekt: Klima und Leben vor 130-110 Millionen Jahren in den Dolomiten. Was führte zu dieser enormen Klimaerwärmung dieser Zeit?

  • Türkei Trias Projekt: Massensterben in der Trias, hunderte Millionen von Meeresbewohnern starben im Karnium vor ca 230 Mio Jahren aus.
    Warum? Das ist die Frage…

  • OÖ Kreide Projekt: Neueste Funde von Fossilen aus der Unterkreide Oberösterreichs führen uns in den kommenden Jahren in eines der schönsten Gebiete Österreichs, das Salzkammergut nahe des Traunsees.

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

1972    Born on April 1st in Steyr, Upper Austria
1990    Secondary graduation (Matura) on June 21st, 1990
1990    Enrolment at the University of Vienna, Faculty of Formal and Natural Sciences, study in geosciences, main subject in palaeontology (Palaeozoology)
since 1995    Excursions and field trips to Mesozoic localities as guide, organiser and participant in Austria (various provinces), Croatia, Czech Republic, Egypt, England, France, Germany, Greece, Hungary, India, Italy, Slovakia, Slovenia, Spain, Switzerland, Turkey
1996-1997    Tutorial at the Faculty of Formal and Natural Sciences for Ass. Prof. Karl Rauscher (Department of Palaeontology) in the framework of the course Special Palaeontological Exercises 1 (laboratory)
1997    1st publication „Bericht 1996: Zur Unterkreide Stratigraphie der Schrambachschichten auf Blatt 69 Großraming" in the Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt 140
1997-1999    Numerous tutorials at the Faculty of Formal and Natural Sciences for Prof. Dr. Leoplod Krystyn and Ass. Prof. Karl Rauscher (Department of Palaeontology) in the course Special Palaeontological Exercises 1 (laboratory)
1997-1998    Working for the Institute of Palaeontology in taxonomic studies on cephalopods
1998    Completion of studies with the Master-Thesis in palaeontology “Die Unterkretazischen Cephalopoden der Schrambach Formation, Oberösterreich" under the leadership of Prof. Dr. Leopold Krystyn
1999    Employment in the FWF-P13641-Geo project on the topic: „Ammonite mass-occurrences in the Lower Cretaceous of the Northern Calcareous Alps" (leader Dr. Herbert Summesberger, NHMV)
2000    Organizer of the „Workshop for Lower Cretaceous cephalopod-working group – Vienna 2000"
2001    Completion of the postgraduate studies, PhD-Thesis „Palaeoecological and Palaeooceanographical significance of two ammonite-mass-occurrences in the Alpine Lower Cretaceous" under the leadership of Prof. Dr. Leopold Krystyn
since 2001    Lecturer at the Department of Palaeontology, Vienna in „Biostratigraphische Demonstrationen des Mesozoikums", „Paläobiologie der Cephalopoden", Stratigraphie des Mesozoikums", „Cephalopoden der Kreide unter besonderer Berücksichtigung von Ammoniten", etc.
2002    Guiding excursions to various Cretaceous outcrops of the Northern Calcareous Alps. Member of the Stratigraphic Subcommission Valanginium and Barremian (Lower Cretaceous Ammonite Working Group)
2003    Scientific member of the FWF Project P16100-N06: “Stratigraphic, paleoecological and paleobiogeographic implications of Lower Cretaceous ammonite marker beds within a key region of the Tethyan Realm”
since 2004    Since October 1st 2004, regular employment at the Natural History Museum Vienna as researcher (Mesozoic Era, cephalopods etc.) and curator for the Mesozoic collections
since 2005    Working Group Geowissenschaften, Schule und Öffentlichkeit” (ÖGG)
2006    Lecturer at the Department of Palaeontology, „Cephalopoden der Kreide unter besonderer Berücksichtigung der Ammoniten“ at the Department of Palaeontology
2007    Author of the book: A. Lukeneder, H. Gridling: Akte Dinosaurier – den Riesenechsen auf der Spur (Seifert Verlag)
Lecturer at the Department of Palaeontology Vienna, „Paläobiologie der Cephalopoden“
since 2008    Project-leader: Dr. Alexander Lukeneder: Dolomite-Project, FWF P20018–N10: „Multitasking: An Integrative High Resolution Project. – Macro- and Microfossils, Isotopes, Litho-, Cyclo-, Magneto-and Biostratigraphy as Tools for Investigating the Lower Cretaceous within the Dolomites (Southern Alps, Northern Italy). – The Puez Area as a New Key Region of the Tethyan Realm (22 scientists from 7 nations).
Organization of a Cretaceous meeting in Vienna: 1st international Meeting on Correlation of Cretaceous Macro- and Microfossils in Vienna (1st CCMM Congress, Wien, 16.-18.04.2008) at the Natural History Museum Vienna.
Organization of the 3rd international meeting of the Kilian Group in Vienna (Internationalen IUGS International Union of Geological Sciences, Kilian Gruppe: IUGS Lower Cretaceous Ammonite Working Group; 15.4.2008), at the Natural History Museum Vienna.
Lectures at the international book fair in Vienna 2008 (Buch Wien) from the book: Akte Dinosaurier.
since 2010    Carnian Crisis-Project FWF Project P22109-B17: 3D Modelling of the Carnian Crisis. Tracing the Genesis and History of a Triassic Ammonite Mass–Occurrence (Taurus, Turkey). Ammonite mass mortality as proxy for the Carnian Crisis (16 scientists 8 nations) (project-leader: Dr. Alexander Lukeneder)
Memberships: Member of the Scientific Board of the International Geoscience Programme (IGCP, UNESCO), Member of the Austrian National Committee for the International Geoscience Program (IGCP), Member of the International IUGS Kilian Group: IUGS Lower Cretaceous Ammonite Working Group Member of the Austrian Palaeontological Society (ÖPG), Member of the Austrian Geological Society (ÖGG), Member of the Commission for the Palaeontological and Stratigraphical Research on Austria (CPSA).
2014    Author of the book: Abenteuer Dolomiten – Spannende Forschung 3000 Meter über dem Meer (Seifert Verlag).

 

 

 

> DI URSULA MOLLAY, MA MSc, Raumplanerin, ÖIR GmbH (Österreichisches Institut für Raumplanung), Wien. Forschungsbereich: Raumplanung und Regionalentwicklung

 

Das Angebot im Detail

  • 5 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, wenn öffentlich gut erreichbar: Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich, Steiermark

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Raumplanung und Regionalentwicklung
  • Energiebewusste Stadtentwicklung
  • Smart Cities        


Aktuelle Projekte

  • Transform+: Im Projekt Transform+ geht es um die Umsetzung von Klimaschutz und Ressourcenschonung in Wien. Als Smart City soll sich Wien künftig mehr denn je durch ein nachhaltiges Energiesystem, intelligente Mobilitätsdienstleistungen und eine effiziente und lebenswerte Stadt- und Gebäudestruktur auszeichnen.
    Dafür sind städtische Lösungen für Energie- und CO2-Einsparungen durch integrierte Energie- und Stadtplanungsansätze notwendig, die im Rahmen von Transform+ erarbeitet werden. Schwerpunkte sind die Planung und Realisierung lokaler, erneuerbarer Energiesysteme, und die Aufbereitung und Vermittlung von relevanten Daten und Informationen.

  • SPRINKLE – Smart City Governance in kleinen und mittleren Städten: Im Projekt SPRINKLE geht es darum, wie kleine und mittlere Städte die Zielsetzung energieeffizienter und ressourcenschonender Entwicklung umsetzen, welche Akteurinnen und Akteure dabei beteiligt sind und welche Maßnahmen konkret gesetzt werden. Außerdem wird untersucht, wie die unterschiedlichen Ebenen (Bund, Land, Gemeinde/Stadt) bei der Umsetzung zusammenarbeiten.

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

  • 1989-1996: Studium der Raumplanung und Raumordnung an der Technischen Universität Wien
  • 1991-1995: Freie Mitarbeit in verschiedenen Planungsbüros
  • 1995-1998: Freie Mitarbeit am Österreichischen Institut für Raumplanung (ÖIR)
  • 1998-1999: Studienaufenthalt in Tschechien
  • Seit 1999: Wissenschaftliche Mitarbeiterin am ÖIR (ÖIR GmbH seit 1.1.2012), Mitglied des Vorstands (seit 2014)
  • 2007-2009: Masterlehrgang „Internationale Genderforschung und Feministische Politik (mit Schwerpunkt Mittel-/Osteuropa)“, Postgradualer Lehrgang universitären Charakters, Jahrgang 2007/2008, Rosa-Mayreder-College
  • 2008-2010: Masterlehrgang „Renewable Energy in Central and Eastern Europe“, Jahrgang 2008-2010, TU Wien in Kooperation Energiepark Bruck/Leitha
  • 2010: Energieberatung (EBA-Zertifizierung, A-Kurs)

 

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

 

 

> Prof. MMAG. Dr. REGINA POLAK, Praktische Theologin, Universität Wien. Forschungsbereich: Praktische Theologie, spirituelle Theologie

 

Das Angebot im Detail

  • 4-5 Besuche pro Jahr
  • Regionen: alle Bundesländer, bei Besuchen in Schulen außerhalb von Wien ersuche ich um vorige Absprache bezüglich Kooperation.

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Ersatz der Fahrtkosten

 

Forschungsschwerpunkte

  • Migration und Religion
  • (Zeitgenössische) Spiritualität
  • Religion in der modernen Gesellschaft/in Europa
  • Kirche und religiöser Wandel
  • Jugend und Religion


Aktuelle Projekte

  • Convivenz: Zusammenleben in Verschiedenheit: Wie können wir in der Migrationsgesellschaft Europa religiös und sozial friedlich und gerecht zusammenleben? Überlegungen zum Zusammenleben in Verschiedenheit und Gerechtigkeit und der Beitrag, den die monotheistischen Religionen dazu erbringen können. Was hindert (z.B. Fremdenhass), was fördert (z.B. Partizipation).
  • Kirche und Judentum HEUTE: Werdet gleichzeitig! Was können Christen von Juden lernen und worin bestehen die heutigen Herausforderungen im interreligiösen Dialog und im Zusammenleben?
  • Religiöser Wandel und Wertewandel in Europa: Sozialwissenschaftliche Darstellungen der religiösen und Wertelandschaft in Europa, inkl. neue Spiritualitäten, und was das für Kirche und Glauben bedeutet.

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Ich bin eine Quereinsteigerin und ein Beispiel dafür, dass man auch auf queren Wegen zur Wissenschaft kommen kann. Ich habe meine Universitätskarriere erst mit 30 begonnen – nach einem abgebrochenem Theologiestudium, einer atheistischen „Phase“ und einem Philosophiestudium. Dann aber mit vollem Elan und in kurzer Zeit. Diplomarbeit über Friedrich Nietzsche. Dissertation über die Wiederkehr der Religion. Masterarbeit über die Unterscheidung der Geister. Geboren 1967. Wienerin mit Migrationshintergrund, 4. Generation. Tschechische Urgroßeltern. Ein Sohn Elias. Ich kombiniere verschiedene Wissenschaften, um Theologie zu betreiben.

 

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

 

 

Dipl.-Ing. LYDIA RACHBAUER, Biotechnologin, Kompetenzzentrum Bioenergy 2020+, Tulln an der Donau. Forschungsbereich: Umweltbiotechnologie

 

Das Angebot im Detail

  • 4 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Biologische CO2 Methanisierung mittels Wasserstoffzugabe (Power-to-Gas)
  • Fermentative Produktion von Biotreibstoffen
  • Mikrobiologische Methoden zur Biogasaufreinigung (z.B.: Entfernung von Schwefelwasserstoff)

 

Aktuelle Projekte

  • Hydrofinery: Fermentative Produktion von diversen Biotreibstoffen aus gasförmigen Substraten (Methanogenese, Homoacetogenese, ABE-Fermentation) im Rahmen des FFG-Projekts „Hydrofinery“.
    Im Zuge dieses Projekts soll die Produktion von Methan und Aceton/Butanol/Ethanol aus Wasserstoff und CO2 mit Hilfe von Reinstämmen methanogener Archaeen bzw. Clostridienstämmen untersucht werden. Die unterschiedliche Löslichkeit der Gase im flüssigen Medium spielt dabei eine wichtige Rolle.
    Ein weiterer Fokus liegt auch in der Steuerung der ABE-Fermentation aus dem Zwischenprodukt Essigsäure hin zu einzelnen Endprodukten Aceton/Butanol/Ethanol. Der Einfluss eines erhöhten Wasserstoffpartialdrucks auf die zu erzielenden Butanolausbeuten soll hierbei untersucht werden.

  • TherChem: Mikrobiologische Biogasentschwefelung im Rahmen des EU-Projekts „TherChem“ - Thermochemische Vorbehandlung für Brauereireststoffe und sonstige Biomasse zur Optimierung der anaeroben Vergärung. Um die Biogasausbeute bei der anaeroben Vergärung von Lignozellulosen (wie z.B. Biertreber) zu steigern wird die schwer zugängliche Struktur der Biomasse mittels thermochemischer Vorbehandlung (kochen unter Säurezugabe) aufgebrochen. Durch Schwefelsäurezugabe entsteht beim Vergärungsprozess allerdings giftiges Schwefelwasserstoffgas. Im Zuge eines zweistufigen Gärprozesses kann in der ersten Stufe Schwefelwasserstoff ausgetrieben und durch schwefel-oxidierende Bakterien unter Luftzugabe zu Schwefelsäure umgewandelt werden. Diese Rückgewinnung ermöglicht die Schließung des Schwefelkreislaufs und den erneuten Einsatz zur Substratvorbehandlung.

  • Power-to-Gas Konzept: Biologisches Biogasupgrading durch CO2-Konversion mittels H2-Zugabe.
    Die bisher eingesetzten Upgrading-Verfahren sehen eine Abtrennung von CO2 aus dem Biogas vor. Im Gegensatz hierzu wird in diesem Projekt die Entfernung von CO2 durch mikrobielle Umwandlung zu Methan mittels Wasserstoffzugabe untersucht.
    Ziel dieses Projektes ist die Nutzung von regenerativem H2 (z.B. aus Überschussstrom durch Elektrolyse erzeugt) zur Umwandlung von CO2 in einem separaten Tropfkörper-Reaktor (Biofilter) durch Immobilisierung geeigneter Mikroorganismen. Hierfür werden entsprechende anaerobe Mischkulturen hydrogenotropher Organismen aus Biogasschlamm isoliert und angereichert.
    Ein wesentlicher Vorteil des Biomethans gegenüber Wasserstoff aus Überschussstrom ist das vorhandene Distributionsnetzwerk (Erdgasnetz). Das untersuchte Verfahren bietet den besonderen Vorteil, Wasserstoff nicht nur effizient in einen leicht einsetzbaren Energieträger umzuwandeln, sondern außerdem die Kapazität bestehender Erdgasspeichersysteme zu nutzen.

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Ausbildung:
Seit 2013    Dissertation am Institut für Umweltbiotechnologie – IFA Tulln (Universität für Bodenkultur, Wien)
2009 – 2013     Masterstudium “Biotechnologie” an der Universität für Bodenkultur, Wien (Dipl.-Ing.)
2009     Erasmusaufenthalt an der National University of Ireland, Galway / Irland
2005 – 2009    Bachelorstudium „Lebensmittel- und Biotechnologie“, Universität für Bodenkultur, Wien (B.Sc)
2004     Matura am Bundesoberstufenrealgymnasium, Ried im Innkreis

Fachliche Tätigkeiten:
2015    Lektorin an der FH Campus Wien
2014     Researcher im Austrian Center of Industrial Biotechnology – ACIB
Seit 2013    Researcher im Kompetenzzentrum Bioenergy 2020+
2012    (Femtech-) Praktikum bei Bioenergy2020+ am IFA- Tulln
2009 / 2011    Praktika bei Baxter, Wien
2009 – 2011     Tutorin am Institut für Verfahrens- und Energietechnik – Universität für Bodenkultur, Wien

 

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

 

 

> Mag. Ing. FRANZ G. ROSNER, Önologe (Wein-Forscher), Pomologe (Obst-Forscher), Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau, Klosterneuburg. Forschungsbereich: Wein

 

Das Angebot im Detail

  • Besuche pro Jahr: flexibel
  • Regionen: alle Bundesländer

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Forschungsmanagement
  • Nachhaltigkeit
  • Biologischer Weinbau
  • Förderung des Streuobstanbaus


Aktuelle Projekte

  • Nachhaltig produzierter österreichischer Wein: Die nachhaltige Bewirtschaftung von Weingärten und die Produktion von Wein hat in Ostösterreich eine wichtige regionalpolitische und kulturelle Bedeutung. Klimawandel, neue Krankheiten und Schädlinge, steigende Qualitätsansprüche u.a. stellen Herausforderungen dar. Ein Online-Tool ermöglicht Weinbaubetrieben sich hinsichtlich Nachhaltigkeit automatisiert bewerten und anschließend zertifizieren zu lassen.

  • Förderung des Streuobstanbaus z.B. im Mostviertel: In den Supermärkten dominieren einige wenige Sorten das Angebot. Die Förderung von alten Sorten und damit die Erhaltung von Kulturlandschaften stellt ein wichtiges Forschungsanliegen dar. Neue Krankheiten und Schädlinge haben den Bestand z.B. im Mostviertel reduziert. Aus diesem Grunde werden durch zahlreiche Maßnahmen, wie z.B. dem Kongress Birnenleben u.a., ein Problembewusstsein geschaffen und Forschungsprojekte initiiert, die den Fortbestand sichern helfen.

  • Biologischer Weinbau – Ausbringung von Kupfer: Im biologischen Weinbau ist die Ausbringung von Kupfer unerlässlich. Bisherige Auswirkungen und neue Ersatz- und Reduktionsstrategien werden untersucht.

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Produktionsleiter in der größten österreichischen Kellerei
Weinkontrolle – Forschungsunterstützung im Bereich Verfälschungsmittel
Nachhaltige Produktionsmethoden

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

 

 

 

> Dr. CHRISTOPH SCHMIDL, Energieeffizienz-Forscher, Bioenergy2020+ und FH Wr. Neustadt. Forschungsbereich: Energie aus Biomasse

 

Das Angebot im Detail

  • 4 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark


Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine


Forschungsschwerpunkte

  • Energie aus Biomasse
  • Regenerative Energiesysteme
  • Energiemanagement
  • Energieeffizienz
  • Emissionen aus Verbrennung
  • Luftqualität
  • Quellenstudien für Feinstaub

Aktuelle Projekte

  • EU (FP7) Projekt BioMaxEff: BioMaxEff aims to demonstrate that biomass boilers in the 6-60kWth range offer an affordable, highly efficient and ultra-low emission central heating and hot water solution for homes and buildings across Europe. This aim will be achieved via a robust programme of work structured across 9 interlinking Work Packages.

    In summary, the project will see 10 novel biomass heating concepts tested in the laboratory and then demonstrated in the field in new built (low energy prefabricated) housing as well as refurbished housing and boiler change scenarios.

    The testing, demonstration and monitoring regime applied to these concepts will be defined by the demands of the project’s target markets including local climate, typical regional fuel characteristics, local housing stock and local legislative and regulatory frameworks. The efficiency and emissions outcomes flowing from the project demonstration and monitoring activities will allow a detailed Environmental Impact Assessment to be undertaken.

  • Stirbio – das Biomasse Kraftwerk im Keller: Strom und Wärme aus fester Biomasse stellen einen wertvollen Beitrag in der Erfüllung der von der EU eingeforderten Aktionspläne für erneuerbare Energien dar. Die Stirlingtechnologie ist in der Lage, innerhalb einer Funktionseinheit Strom aus Hochtemperaturwärme zu erzeugen und zusätzlich Niedertemperaturwärme zu Verfügung zu stellen. Bislang bestehen für diese Technologie mit Biomasse als Brennstoff jedoch noch keine Lösungen für einen dauerhaften, wartungsarmen und wirtschaftlichen Betrieb. Das Ziel des Projektes StirBio ist die Entwicklung und der erfolgreiche Test einer Pellets-Versuchsfeuerung zum Betrieb eines integrierten 5 kWel Stirling-Motors mit bisher unerreichter elektrischer Effizienz. Im Gegensatz zu bisherigen Nachrüstlösungen von Stirlingmotoren in Pelletskesseln wird bei diesem Projekt von einer Stirlingmaschine ausgegangen, die in das Feuerungskonzept integriert wird.

    Durch die Entwicklung eines optimierten Verbrennungskonzeptes werden die Anforderungen eines sauberen und sehr heißen Verbrennungsgases erfüllt. Die Anforderungen von hohen Verbrennungsgastemperaturen wie die thermische Belastung der Materialien und Schlacke werden dabei berücksichtigt. Betreffend des Stirlingmotors werden Innovationen zur Verringerung der Kolbenreibung, Optimierung der Modulationseigenschaften und ein Störungsmanagement zum Schutz vor Überhitzung umgesetzt. Das entwickelte Feuerungskonzept wird methodisch mittels CFD-Modell erfasst und hinsichtlich einer praktischen Umsetzung optimiert. Aus den erlangten Ergebnissen wird die Versuchsfeuerungsanlage konstruiert, gebaut und getestet.

    Die Projektergebnisse sind erste Betriebserfahrungen der entwickelten Komponenten und den daraus gewonnenen Erkenntnissen sowie die Messergebnisse des elektrischen und thermischen Wirkungsgrades im Versuchsbetrieb. Nach 2,5 jähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist das geplante Projektende im August 2015.


  • BioCAT – Katalysatoren für Scheitholzöfen (EU 7. Rahmenprogramm): The BioCAT project – funded under FP7-SME-2011 - Activity 2.1: Research for SMEs – aims at the development of a new generation of biomass based room heating appliances. Full implementation of possible primary measures to reduce emissions and integration of a new oxidation catalyst system in existing or newly developed biomass combustion appliances will make the developed products defining a new standard in their class concerning gaseous and particulate emissions.

    The project concept consists of the following major steps:
    •    Development of evaluation methods for combustion catalysts and for catalyst systems
    •    Performance analysis of the catalytic material
    •    Performance analysis of five considered log wood room heater
    •    Optimization of room heaters by primary measures
    •    Integration of catalyst system into room heaters and optimization of overall performance
    •    Evaluation and demonstration

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

  • 2001-2003 Kolleg für Chemie, HBLVA Rosensteingasse, 1170 Wien
  • 2003-2005 Diplom Chemieingenieurwesen, Hochschule Fresenius, Idstein, Deutschland
  • 2005-2008 Doktorat Technische Chemie, Technische Universität Wien (Promotio sub auspiciis Presidentis)
  • 2005-2009 Forschungsassistent und Projektleiter an der TU Wien, Institut für chemische Technologien und Analytik
  • 2009-2010 Senior Researcher bei Bioenergy 2020+
  • 2010-2014 Unit Head „Kleinfeuerungssysteme“ (Leitung einer Forschungsgruppe mit ca. 15 ForscherInnen)
  • 2014-2015 Area Manager „Verbrennung“ (Leitung einer Forschungsgruppe mit ca. 40 ForscherInnen)
  • Seit 2011 Lehrauftrag „Thermische Konversion fester Biomasse“ an der Hochschule Rottenburg am Neckar (Deutschland)
  • Seit 2013 Studiengangsleiter des technischen Masterstudiengangs „Regenerative Energiesysteme und technisches Energiemanagement“ an der FH Wr. Neustadt (Campus Wieselburg)
  • Seit 2015 Lehrauftrag „Energetische Nutzung von Biomasse“ an der Technischen Universität Graz
  • Seit 2015 Scientific Advisor Area „Verbrennung“ bei Bioenergy2020+ 

 

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

 

 

> Mag. Dr. SONJA STRASSER, FH Oberösterreich, Steyr. Forschungsbereich: Intelligente Produktion

 

Das Angebot im Detail

  • 2-3 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Produktionsplanung und –steuerung
  • Produktionsoptimierung
  • Industrie 4.0 Datenanalyse
  • Advanced Analytics
  • Big Data

Aktuelle Projekte

  • Koordination Institut für Intelligente Produktion (ISP): Das ISP ist die zentrale Anlaufstelle für alle Belange rund am die Themen „Intelligente Produktion“ und „Industrie 4.0“.  Ziel ist es, die Lehr- und Forschungsaktivitäten der FH OÖ im Bereich Intelligente Produktion zu koordinieren sowie Kooperation mit der Wirtschaft und F&E-Einrichtungen zu initiieren. Durch das Internet der Dinge und der Dienstleistungen sind Aufträge, Maschinen, Werkzeuge, Betriebsmittel, Transportmittel und Produkte „intelligent“. Das heißt die Dinge können ihren Status identifizieren, miteinander kommunizieren, Regeln, Verhaltensmuster sowie Entscheidungsbäume abspeichern und dislozierte intelligente Entscheidungen treffen. Ziel des Arbeitsschwerpunktes „Verteilte Intelligenz und adaptive Produktionssysteme“ ist es Modelle für Planung, Prozesse, Steuerung, Produktionssysteme und Anlagen  zu erforschen, die verteilte Intelligenz bestmöglich nutzen.

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Studium Lehramt Mathematik/Physik an der JKU Linz
Lehrtätigkeit an Gymnasium und HTL (Mathematik)
Lehrtätigkeit an der FH OÖ (Wirtschaftsmathematik und Statistik)
Dissertation im Bereich Operations Research
Forschungstätigkeit an der FH OÖ im  Bereich Produktionsoptimierung
Projektkoordination am Institut für Intelligente Produktion

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

 

 

> Assoz. Prof., Priv. Doz., DDr. EVA UNTERSMAYR-ELSENHUBER, Assoziierte Professorin und Fachärztin für Immunologie, Medizinische Universität Wien. Forschungsbereich: Allergieforschung

 

Das Angebot im Detail

  • 4 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Oberösterreich (Linz und Umgebung), Salzburg Stadt

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Untersuchung von Ursachen und Risikofaktoren für Nahrungsmittelallergie, Entwicklung neuer Therapien bei Nahrungsmittelallergie

Aktuelle Projekte

  • Nahrungsmittelallergie – eine harte Nuss zu knacken: Eine Nahrungsmittelallergie ist eine Reaktion des Immunsystems gegen ansonsten harmlose Bestandteile aus der Nahrung. Der Darm als unser größtes Immunorgan spielt dabei eine wichtige Rolle. Das Projekt „Nahrungsmittelallergie – eine harte Nuss zu knacken“ wird durch ein Wissenschaftskommunikation-Projekt (WKP 39) des FWF – Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung finanziell unterstützt. Ziel des Projekts ist es wissenschaftlich korrekte Informationen über Nahrungsmittelallergie für alle zugänglich zu machen, unsere Forschungsergebnisse aus dem Bereich Nahrungsmittelallergie vorzustellen und neugierig auf Allergieforschung zu machen.

    Altersgerechter Anknüpfungspunkt zum Thema für Schulen:
    Volksschulen: Spielerisch forschen und verstehen: Von unserem körpereigenen Abwehrsystem zu allergischen Erkrankungen
    Unterstufen und Pflichtschulen: Allergen-Kennzeichnung in aller Munde:
    Ein Fall für die Nahrungsmittel-Detektive
    Oberstufen: Wissenschaft ist cool und spannend!

  • Der Einfluss von nitrierten Nahrungsproteinen auf die Nahrungsmittelallergie: Immer mehr Patienten weltweit sind von einer Allergie gegen Nahrungsbestandteile betroffen. Man weiß heute, dass es durch Umweltverschmutzung wie Smog aber auch durch Entzündung oder den Alterungsprozess im Körper zu eine chemischen Veränderung von Eiweißstoffen, zur sogenannten Proteinnitrierung kommt. Sind Eiweißstoffe, die eine Allergie auslösen, so verändert, haben sie ein höheres Potential eine schwere allergische Reaktion auszulösen.
    Wie wir in unserem Projekt herausgefunden haben, trifft dies auch auf Nahrungsmittel-Allergene zu, allerdings spielt hier das Milieu und die Verdauung im Magendarm-Trakt sowie der Aufbau der Eiweißstoffe eine ganz entscheidende Rolle.

  • Entwicklung neuer Biomarker für den Schweregrad von Nahrungsmittelallergien: Nahrungsmittelallergien sind die häufigste Ursache für die schwerste allergische Reaktion, den potentiell lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock. Im klinischen Alltag werden Nahrungsmittelallergien nicht nur durch die IgE Bestimmung im Blut und die Hauttestung diagnostiziert, sondern auch durch die Verabreichung des fraglich Allergie-auslösenden Nahrungsbestandteiles. Es gibt jedoch keine Möglichkeit abzuschätzen, wie schwer eine allergische Reaktion bei Konsum des auslösenden Nahrungsmittels sein wird. Das Ziel dieses Projektes ist es daher einen Marker zu entwickeln, der eine Aussage über den zu erwartenden Schweregrad der allergischen Reaktion ermöglicht. 

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Geboren in Linz, absolvierte Eva Untersmayr ihr Medizinstudium in Wien und Florenz, welches sie im Jahr 2002 mit der Promotion zum Dr. med. univ. abschloss. Bereits 2001 begann sie am Institut für Pathophysiologie im Rahmen ihrer Dissertation an Nahrungsmittelallergie zu forschen. Noch während ihrer Ausbildung zum Facharzt für Immunologie konnte sie sich 2007 habilitieren und ihre unabhängige Arbeitsgruppe „Gastrointestinale Immunologie“ gründen. 2011 schloss Dr. Eva Untersmayr-Elsenhuber ihre Facharztausbildung ab, im Jahr 2012 ihr berufsbegleitend durchgeführtes Doktoratsstudium der Naturwissenschaften an der Universität Salzburg.

Für ihre Arbeit auf dem Gebiet der Nahrungsmittelallergie hat Frau Dr. Untersmayr-Elsenhuber zahlreiche Preise erhalten wie beispielsweise den Pirquet-Preis, der wichtigste Preis im Bereich der Allergieforschung der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie, den Theodor-Billroth Preis der Ärztekammer für Wien und den Wiener Wirtschaftskammerpreis 2014. Außerdem leitete und leitet Dr. Eva Untersmayr-Elsenhuber seit 2005 zahlreiche, kompetitiv eingeworbene Forschungsprojekte zum Thema Nahrungsmittelallergie, gastrointestinale Immunologie und Onkologie. Sie ist Mitglied in nationalen und internationalen Gremien wie den Österreichischen und Europäischen Gesellschaften für Allergolgie und Immunologie und dem Collegium Internationale Allergologicum.

 

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

> Dr. ERNST VITEK, Botaniker, Naturhistorisches Museum Wien.

 

Das Angebot im Detail

  • 10 Besuche pro Jahr
  • Regionen: flexibel

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Ersatz der Fahrtkosten

 

Forschungsschwerpunkte

  • Botanik (Taxonomie)
  • Floren
  • wissenschaftliche Sammlungen


Aktuelle Projekte

  • Gundelia: Die Gattung Gundelia gehört zur Familie der Korbblütler und kann von der Türkei bis Afghanistan gefunden werden. Bis vor kurzer Zeit glaubte man, dass es in dieser Gattung nur eine Art gibt. Es sind aber mehr als 15. Diese müssen erfasst, beschrieben und publiziert werden. Dafür werden Forschungsreisen in viele Länder unternommen.


  • Die Flora von Wien: Die Flora von Wien ist aufgrund der Lage der Stadt sehr reichhaltig – mehr als 2400 Arten können gefunden werden. Und jedes Jahr können weitere entdeckt werden, andere fallen dafür wieder aus. Der aktuelle Stand wurde 2003 in einem Buch publiziert, die weiteren Änderungen werden in einer Datenbank aufgezeichnet.


  • Digitale Erfassung des Herbariums des Naturhistorischen Museums: Das Herbarium des NHM umfasst ca. 5,5 Millionen Belege. Diese sollen digital erfasst und über die Website herbarium.univie.ac.at/database/search.php zugänglich gemacht werden. Die Probleme sind schwierige Handschriften, Änderungen bei geographischen Namen und Landesgrenzen usw. 

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

  • Seit 2011: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Direktor
  • 2004 - 2011: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Interimistischer Leiter
  • Seit 2001: Naturhistorisches Museum, Leiter des Verlages
  • Seit 1996: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Sammlungsleiter Phanerogamen
  • 1993 - 1996: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Kurator der Gefäßpflanzen-Sammlung
  • 1982 - 1993: Universität Wien, Institut für Botanik
  • 1985: Promotion Dr. phil.
  • 1971 - 1985: Studium Botanik, Universität Wien


Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

Leider gibt es derzeit keine Links zu den Projekten.

> Mag. EVELINE WANDL-VOGT, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien. Forschungsbereich: Interdisziplinäre Geisteswissenschaften

 

Das Angebot im Detail

  • 3 Besuche pro Jahr
  • Regionen: alle Bundesländer

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • in Wien: keine, in allen anderen Bundesländern: Ersatz der Fahrtkosten (Halbpreiskarte für die ÖBB)

 

Forschungsschwerpunkte

  • Interdisziplinäre Geisteswissenschaften
  • Forschungsinfrastrukturen
  • Social Innovation
  • Citizen Science
  • Open Science

 

Aktuelle Projekte

  • exploreAT! exploring austria´s culture through the language glass: Im Projekt exploreAT! gehen wir auf eine Entdeckungsreise. Wir versuchen anhand einer 100 Jahre alten Dialektwörtersammlung der „Datenbank der bairischen Mundarten in Österreich“ die österreichische Kultur zu ergründen und herauszuarbeiten, welche Ähnlichkeiten und Besonderheiten Österreich in Europa auszeichnen. Um dieses Ziel zu erreichen arbeiten wir in einem internationalen Team mit Wissenschaflterinnen und Wissenschaftern aus Irland und Spanien zusammen.
    Methodisch weist das Projekt folgende 3 Schwerpunkte aus: 1) Förderung vernetzten, interdisziplinären Arbeitens durch Nutzung von Semantik Web Technologien; 2) Einsatz von Visualisierungen und Games; 3) Verbindung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Bürgerinnen und Bürgern auf Augenhöhe.                                   
                              
  • APIS. Mapping historical networks: Im Projekt APIS ergründen wir historische Netzwerke wichtiger Persönlichkeiten der österreichischen Geschichte der Habsburgermonarchie, die im Österreichischen Biographischen Lexikon erfasst sind. Wir entwickeln neue Methoden für eine zeitgemäße Biographieforschung im internationalen Kontext und entsprechende Publikationsmöglichkeiten im digitalen Zeitalter.                                   
                              
  • DARIAH-EU. Digital Infrastructures for the Arts and Humanities: DARIAH ist ein so genanntes europäisches Research Infrastructures Consortium, eine Organisation, die sich um die Etablierung Digitaler Geisteswissenschaften und Künste bemüht. Dabei werden sowohl technische, als auch soziale Entwicklungen in Betracht gezogen, die als gesamtes zur Innovationsstärke beitragen. DARIAH agiert auf internationaler und europäischer Ebene. Somit soll sichergestellt werden, dass Entwicklungen in teuren oder risikoaffinen Bereichen nicht mehrfach finanziert und immer von einer breiteren Forschungsmasse getragen werden. Einmal Entwickeltes und Finanziertes wird über DARIAH einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, was zur Innovationsfreude in Europa beitragen soll. DARIAH trägt zur Entwicklung einer kollaborativen, internationalen Wissenschaftskultur bei.                           

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

1991-1998 Studentische Hilfskraft bei der ÖAW. Seit 1998- Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der ÖAW

 

Universitäre Ausbildung in Germanistik, Geographie, Informatik für Lehramtskandidat/innen, Theaterwissenschaften, Pädagogik, Social Innovation (lfd.)

 

Internationale Fortbildung in Lexikographie, Data Archiving, Design Thinking,
Research Managerin in europäischen Projekten / Ogranisationen und Expertin in diversen nationalen und internationalen Gremien


Mehrfach Lektorin bei der Kinderuni Wien, Schlaufuchsakademie Wels, u.ä.
Zusammenarbeit mit allen Bereichen der Gesellschaft (Politik, Wirtschaft, Bürger.in, Wissenschaft)

 

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

 

 

> STEPHAN WINKLER, Fachhochschule Oberösterreich, Hagenberg. Forschungsbereich: Bioinformatik

 

Das Angebot im Detail

  • 4 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Oberösterreich

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Informatik:
    * Heuristische und Evolutionäre Algorithmen
    * Bioinformatik

Aktuelle Projekte

  • Evolutionäre Algorithmen: Was die Informatik von der Natur lernen kann: Evolutionäre Algorithmen sind Methoden der Informatik, die durch die natürliche Evolution inspiriert wurden. Wir verwenden diese für das Finden von Lösungen für Optimierungsprobleme, ohne genau angeben zu müssen, wie optimale Lösungen gefunden werden können – der Suchprozess basiert auf den elementaren Vorgängen der Evolution, nämlich Reproduktion, Variation und Selektion. Wir verwenden dabei das selbst entwickelte Framework HeuristicLab. Schüler/innen lernen in diesem Workshop, wie evolutionäre Algorithmen funktionieren und wie man sie einsetzen kann, z.B. in der Routen-Optimierung und in der datenbasierten Modellierung (mit Anwendungen in der Medizin-Informatik, Finanzwelt, etc.). Dabei verwenden wir das HeuristicLab, d.h. SchülerInnen lernen den praktischen Einsatz unserer Software und das Interpretieren von Ergebnissen.

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

1990 – 1998: Bischöfl. Gymnasium Petrinum, Linz
1998 – 1999: Präsenzdienst, PzB 10, St. Pölten
1999 – 2004: Informatik-Studium, JKU Linz
2004 – 2006: Wissenschaftl. Mitarbeiter, Inst. f. Design und Regelung Mechatronischer Systeme, JKU Linz
2004 – 2008: Doktoratsstudium, JKU Linz
2006 – 2009: Wissenschaftl. Mitarbeiter, FH OÖ, Hagenberg
Seit 2009: FH-Prof., FH OÖ, Hagenberg
Seit 2010: Forschungsgruppenleiter, Bioinformatik, FH OÖ, Hagenberg

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

 

 

> DI Dr. ANDREAS ZITEK, MSc, Aquatischer Ökogeochemiker und Fischökologe, Universität für Bodenkultur Wien

 

Das Angebot im Detail

  • 1 Besuch pro Jahr
  • Regionen: Im Rahmen des neu entwickelten BOKU Science TVs sind auch virtuelle Termine möglich, das heißt es gibt grundsätzlich keine Einschränkung bezüglich des Bundeslandes.

 

Anfallende Kosten für die Schulen

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Fischwanderung in Fließgewässern mittels innovativer Methoden
  • Herkunftsbestimmung von Fischen aus der Aquakultur anhand von Elementen und Isotopen in Gehörsteinen
  • Massenspektrometrie
  • Qualitatives Systemverständnis
  • Wissenschaftliches Verständnis und Schreiben für AnfängerInnen

Aktuelle Projekte

  • CSI: TRACE your FOOD! Herkunftsbestimmung von Nahrungsmitteln aus regionaler Produktion in Österreich anhand des Multielement- und Isotopenfingerabdrucks: Im Rahmen des Projektes forschen Schüler/innnen aus 10 Schulen aus allen Bundesländern in Österreich und einer Schule aus Ungarn an den Möglichkeiten, heimische Lebensmittel anhand des Element- und Isotopenfingerabdruckes zu identifizieren.

 

  • EU FP7 Projekt: Integrierte Prozess-und Steuerungssysteme für nachhaltige Waldbewirtschaftung im Seilgelände: Im Rahmen des Projektes wird von der Universität für Bodenkultur die sogenannte hyperspektrale Bildgebung im nahen Infrarot dazu verwendet, Holzdefizite zu identifizieren. Hyperspektrale Bildgebung ist die Kombination von Bildgebung und Spektroskopie.

    Die spektroskopische Analyse umfasst das gesamte Lichtspektrum von sichtbarem bis zum Infrarot mit der Lichtintensität als eine Funktion der Wellenlänge. Mittels HSI können hunderte spektroskopische Banden in jedem Pixel eines Bildes gesammelt werden. Verschiedene chemische Verbindungen werden durch spezifische Reflexionen und Absorptionen spektroskopische Signaturen charakterisiert.

    Dadurch kann anhand der Analyse der gewonnenen Spektren die Qualität unterschiedlicher Stoffe, wie Holz, Lebensmittel etc. untersucht und bewertet werden.

 

  • Sparkling Science: Traisen.WieWasWarum? - Identifizierung und Wahrnehmung von Funktionen in Flusslandschaften und das Verstehen einzugsgebietsbezogener Prozesse am Beispiel der Traisen (Traisen.w3): Ein wichtiges Ziel des Traisen-W3-Projektes, für das ich zuständig bin, ist die Förderung des Systemverständnisses bei Jugendlichen durch die Anwendung unterschiedlicher Kommunikations- und Bildungsmethoden u.a. mittels der Software „DynaLearn“. Die DynaLearn-Software, die im Rahmen eines EU-Projektes entwickelt wurde, unterstützt auf einzigartige Weise qualitative Modellbildung und Simulation und fördert nachgewiesenermaßen das Systemverständnis von Schüler/innen.

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

  • 2015 -2004: Lehrauftrag "Multiscale modelling of aquatic ecosystems"
  • 2015 -2009: Postdoc, Projektleiter und wissenschaftlicher Angestellter an der Abteilung für Analytische Chemie und am Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement der BOKU Wien
  • 2013: Zertifizierung als Trainer für wissenschaftliches und berufliches Schreiben
  • 2011 -2011: Wissenschaftlicher Aufenthalt am Woods Hole Oceanographic Insitute (WHOI), Fish Ecology Lab in Amerika (3 Monate)
  • 2008 -2015: Tätigkeit als selbständiger Wissenschafter (http://www.ecoscience.at)
  • 2007 -2008: Lehrauftrag "Allgemeine Hydrobiologie"
  • 2006 -2008: Master of Science (Geographical Information Science & Systems) - MSc (GIS) und European Master in GIScience, Fernstudium an der Paris-Lodron Universität Salzburg,
  • 1999 -2006: Dissertation "Wanderprozesse bei Flussfischen: Erfassung, Muster flussabwärtsgerichteter Wanderungen und Restauration"
  • 1999 -2008: Forschungsassistent IHG-BOKU, Wien
  • 1995 -1999: Freelancer und technischer Assistent am Insitut für Hydrobiologie und Gewässermanagement der Universität für Bodenkultur Wien (IHG-BOKU)
  • 1989 -1999: Diplomingenieur für Landschaftsplanung und Landschaftspflege

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen