Home

Botschafter/innen

Forscher/innen erzählen aus der Praxis

© trueffelpix / fotolia.com

Die Young Science-Botschafter/innen besuchen Schulen und bieten Schüler/innen spannende Einblicke in die Welt der Forschung!

 

Hier finden Sie alle teilnehmenden Forscher/innen, die in Salzburg Schulen besuchen, sowie Informationen über die jeweiligen Forschungsgebiete, die wissenschaftlichen Werdegänge und die aktuellen Forschungsprojekte:

 

> Univ.-Prof. Mag. Dr. DANIELA G. CAMHY, Philosophin, Karl-Franzens-Universität Graz und Österreichische Gesellschaft für Kinderphilosophie, Graz. Forschungsbereich: Philosophie

 

Das Angebot im Detail

  • 6 Besuche pro Jahr
  • Regionen: alle Bundesländer

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Ersatz der Fahrtkosten

 

Forschungsschwerpunkte

  • Sprachphilosophie
  • Linguistik
  • Ethik
  • Praktische Philosophie
  • Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen
  • Philosophiedidaktik
  • Politische Bildung
  • Menschenrechte
  • Demokratieverständnis
  • etc.


Aktuelle Projekte

  • Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen: Der Ausgangspunkt des Philosophierens mit Kindern und Jugendlichen ist das Staunen und Wundern. Neugier und Wissbegierde führen zu einer forschenden Auseinandersetzung mit verschiedensten Phänomenen und Fragen.

    Gemeinsam zu „forschen“ und nach Antworten zu suchen, das ist der philosophische Ansatz wie Heranwachsende das Begründen lernen, Zusammenhänge erkennen, logisches und hypothetisches Denken üben, folgerichtige Schlüsse ziehen, Analogien bilden, Kriterien entwickeln und definieren lernen.

    Sokratisch gemeinsames Entdecken, Forschen, Denken und „Verstehen lernen“, stehen im Mittelpunkt. Dies bedeutet, bereits Kinder in wissenschaftliche Reflexionen, Diskussionen und in eine ganz besondere Art des Dialogs einzubeziehen, um ihren Wissendurst, ihr Denken, ihre Sprachkompetenzen durch das philosophische Fragen und Forschen zu fördern und ihre Lernfähigkeit nachhaltig zu verbessern.

  • PEACE- Philosophical Enquiry Advancing Cosmopolitan Engagement: Der Schwerpunkt des PEACE Projekts liegt vor allem in der Entwicklung, Erprobung und Bewertung eines neuen Curriculums (philosophische Kinder- und Jugendbücher sowie dazu gehörige Handbücher für Lehrende), das kosmopolitisches Engagement sowie den interkulturellen Dialog ins Zentrum des Interesses stellt.

    PEACE leistet mit diesem Curriculum einen Beitrag zur pädagogischen Praxis, in dem Lehrende bei ihrer speziellen beruflichen Entwicklung unterstützt werden und neue Lehrmethoden und Materialien kennenlernen, mit dem Ziel alle Kinder und Jugendliche in ihrer Denk- und Persönlichkeitsentwicklung besser zu fördern.

    Das Curriculum wird Ende 2015 auf Englisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, Hebräisch und Arabisch veröffentlicht.

    ProjektpartnerInnen: University of Naples Federico II – Department of Humanities (Neapel/ Italien), Asociación Centro de Filosofía para Niños (Madrid/ Spanien), Israeli Center for Philosophy in Education-Philosophy for Life (Jerusalem/ Israel) und Österreichische Gesellschaft für Kinderphilosophie (Graz/ Österreich)

 

  • SUSTAINICUM – Nachhaltigkeit philosophisch hinterfragt: SUSTAINICUM ist ein Kooperationsprojekt der Universität für Bodenkultur Wien, der Karl-Franzens-Universität und der Technischen Universität Graz. Es zielt darauf ab, Themen der Nachhaltigkeit aus der Sicht verschiedener Fachgebiete in die universitäre Lehre einzubringen. Die Hauptaufgabe besteht darin, einen offenen Pool an Inhalten und Materialien zur Erlebbarmachung von Begriffen, Prozessen und Zusammenhängen mit Nachhaltigkeitsbezug aufzubauen.

    Die Themenbereiche sind Klima, Energie, Ressourcen, Wachstum, Resilienz und Risiko, sowie andere Aspekte wie Bildung und lebenslanges Lernen, nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung, Gesundheit und Lebensqualität, Menschenrechte, Mobilität und viele mehr.

    Diese Konzepte mit Nachhaltigkeitsbezug können in Form von kleinen Experimenten, Real- oder Computerspielen, Simulationen, kreativen oder systemischen Techniken – mit pädagogisch-didaktischen Methoden angereichert – im Unterricht eingesetzt werden. 

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Studium der Philosophie, Psychologie, Pädagogik und Germanistik, Internationales Projektmanagement u.a. Sponsion, Promotion Dissertation „Karl Bühlers Sprachtheorie“, Ehrendoktorat der Montclair State University, USA. Associate Professor am „Research Center for Language and Semiotic Studies“ an der Indiana State University in Bloomington sowie Praktikum und Studien an der „Speech and Hearing Clinic“ an der Indiana State University, USA. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut medizinische Psychologie, Hochschulassistentin am Institut für Erziehungswissenschaften und Lehrende an der Karl-Franzens-Universität Graz, der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, an der Universität Hamburg, am Trinity College Dublin, an der Universität Padua und an der Aegean University auf Rhodos. Erstes Forschungsprojekt und erste Schulversuche auf dem Gebiet der Kinderphilosophie in Europa.

Organisation und Durchführung von Forschungsprojekten und 28 EU-Projekten mit Partnerinnen und Partnern aus Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Israel, Italien, Lettland, Litauen, Malta, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Schottland, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Türkei, Ungarn und Zypern.


Vortragstätigkeiten an Universitäten in Australien, Brasilien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Irland, Israel, Italien, Japan, Kanada, Kroatien, Liechtenstein, Litauen, Mexiko, Niederlande, S-Korea, Schweiz, Slowenien, Spanien, UK, Ungarn und USA.

 

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

 

und alle einzelnen Bausteine, z. B.:

 

 

> Dr. BEATE CESINGER, Unternehmensforscherin, New Design University, St. Pölten. Forschungsbereich: Entrepreneurship und Innovation

 

Das Angebot im Detail

  • 6 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Niederösterreich, Salzburg, Tirol

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Unternehmensgründungen und Unternehmertum
  • Familienunternehmen
  • Internationalisierung


Aktuelle Projekte

  • Die Dunkle Triade im unternehmerischen Kontext: Die Dunkel Triade – subklinische Psychopathie, Narzissmus und Machiavellismus – sind Persönlichkeitsmerkmale, die von Egoismus, emotionaler Kälte, Neigung zur Duplizität, Streben nach Macht, Status und Dominanz sowie überhöhter Selbstdarstellung gekennzeichnet sind. Diese negativen individuellen Merkmale beeinflussen dementsprechend auch Organisationen und können negative Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis haben. Das Projekt untersucht folglich, welche Auswirkungen die Dunkel Triade auf den Unternehmenserfolg und unternehmerisches Verhalten hat.

  • Sozioemotionale Werte und Internationalisierung von Familienunternehmern: Die Internationalisierungstheorie berücksichtigt nicht die Spezifika von Familienunternehmen und den hohen Stellenwert, den sie sozioemotionalen Werten beimessen (socio-emotional wealth). Dies hat zur Folge, dass die Aussagekraft etablierter Internationalisierungstheorien (z. B. Johanson und Vahlne's Uppsala Modell aus 2009) und ihrer essenziellen Prädiktoren (Kooperationsintensität, Netzwerkvertrauen und internationale Marktkenntnis) in Frage für Familienunternehmen gestellt werden müssen.

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

  • Seit 07/2016: Rektorin und Geschäftsführerin (interimistisch) an der New Design University, St. Pölten.
  • Seit 09/2014: Professorin in Entrepreneurship & Innovation; Studiengangsleiterin des M. Sc. Entrepreneurship & Innovation an der New Design University, St. Pölten.
  • 11/2013 - 08/2014: Assistenzprofessorin in Entrepreneurship an der Groupe Sup de Co Montpellier Business School, Montpellier, Frankreich. 
  • 10/2013: Doktorat an der Universität Utrecht, Niederlande.
  • 09/2012 - 10/2013: Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Groupe Sup de Co Montpellier Business School, Montpellier, Frankreich. 
  • 03/2010 - 08/2012: Projektleiterin des Forschungsvorhabens „Durch Selbstständigkeit zur Doppelkarriere? Berufs-, Partnerschafts- und Lebenskonzept erfolgreicher Gründerinnen" am Stiftungslehrstuhl für Entrepreneurship an der Universität Hohenheim, Stuttgart, Deutschland gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Europäischen Sozialfonds (ESF). 
  • 08/2006 - 03/2010: Geschäftsführerin des Center of Entrepreneurship an der Universität Hohenheim, Stuttgart, Deutschland und wissenschaftliche Beratung der bundesweiten Gründerinnenagentur (bga) an der Universität Hohenheim, Stuttgart, Deutschland gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
  • 11/2005: Diplom in Wirtschaftsgeographie, Betriebswirtschaftslehre und Interkultureller Kommunikation an der Ludwig-Maximilians-Universität, München, Deutschland. 

 

 

> Dr. BASTIAN JOACHIM, Universität Innsbruck. Forschungsbereich: Mineralogie und Petrologie

 

Das Angebot im Detail

  • Besuche pro Jahr: 4
  • Regionen: Tirol, Vorarlberg, Salzburg

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Laborexperimente bei hohen Drücken und Temperaturen, welche die Bedingungen im Erdinneren (von der Erdkruste bis in den tiefen Erdmantel) simulieren.


Aktuelle Projekte

  • Verteilung von Halogenen (Fluor, Chlor, Brom und Iod) im Erdmantel: Volatile (z.B. Wasser) haben einen großen Einfluss auf das Verhalten von Magmen. Sie beeinflussen unter anderem die Viskosität (Zähflüssigkeit) von Schmelzen und haben dadurch entscheidenden Einfluss darauf wie ein Vulkanausbruch abläuft (explosionsartig oder langsam fließend) sowie auf den gesamten Materialtransport im Erdmantel. Dieser Materialtransport  kontrolliert wiederum die Abkühlgeschwindigkeit eines Planeten (auch den unserer Erde). Volatile sind aber auch bedeutende Treibhausgase, die, wenn sie in die Atmosphäre gelangen, großen Einfluss auf unser Klima haben. Aufgrund von aktuellen Forschungsergebnissen der letzten Jahre scheint sich herauszustellen, dass der Erdmantel ein bedeutendes Reservoir für Volatile darstellt.
    Halogene (Fluor, Chlor, Brom, Iod) sind ausgezeichnete Indikatoren für volatile Transportprozesse. Anhand von Experimenten bei hohen Drücken und Temperaturen versuchen wir herauszufinden, wie Halogene und Volatile im Erdinneren verteilt sind, um damit den Einfluss von Volatilen auf die Prozesse im Erdmantel und auf unseren gesamten Planeten besser zu verstehen.
     
  • Halogene in Meteoriten – Entstehung erster kontinentaler Kruste: Zusammen mit Wissenschaftlern in Manchester, Oxford und Zürich untersuchen wir Meteorite und kombinieren die Ergebnisse mit Laborexperimenten. Dabei versuchen wir herauszufinden wie sich Halogene (und folglich volatile) Elemente bei der Bildung erster Krusten in erdähnlichen Planeten verhalten und was uns diese über die Bildungsbedingungen der Anfänge unseres Planeten „erzählen“ können.
     
  • Reaktionsgeschwindigkeit von metamorphen Reaktionen: Proben aus der Erdkruste oder dem Erdmantel, welche wir an der Erdoberfläche finden, können uns etwas über die vorherrschenden Bedingungen „erzählen“, bei denen Minerale in dieser Probe  miteinander reagiert haben (Druck, Temperatur, chemische Gesamtzusammensetzung, Volatile vorhanden - wenn ja welche?, Sauerstoff vorhanden - wenn ja wieviel?, Abkühlraten etc.)
    In Laborexperimenten versuchen wir diese Reaktionen zu simulieren und dabei zu verstehen welche Faktoren welchen Einfluss auf den Reaktionsablauf und die Reaktionsgeschwindigkeit haben. Dies hilft uns natürliche Proben besser deuten zu können und mit diesen Erkenntnissen Modelle zu entwickeln, welche die vergangenen Plattenbewegungen, Vulkanausbrüche, Erdbeben, Gebirgsbildungen usw. aufzeigen. Anhand dessen lässt sich im Idealfall unter Miteinbeziehung von anderen Wissenschaften die zukünftige Plattenverteilung, Verteilung der Klimazonen, Meeresströmungen, Lebensbedingungen usw. der Erde vorhersagen.

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

•    Seit 08/2015: Universitätsassisstent (wissenschaftlicher Mitarbeiter) an der Universität Innsbruck, Österreich
•    11/2013-07/2015: Postdoc; Department of Earth Sciences, The University of Oxford, UK
•    10/2011-11/2013: Postdoc; School of Earth, Atmospheric and Environmental Sciences (SEAES), University of Manchester, UK
•    04/2011-09/2011: Postdoc; Department für Lithosphärenforschung, Universität Wien, Österreich
•    02/2008-02/2011: Doktorand am GeoForschungsZentrum Potsdam(GFZ), Deutschland

•    07/2007-08/2007: Forschungsaufenthalt an der University of Michigan, Ann Arbor, USA
•    08/2005-09/2005: Forschungsaufenthalt an der University of Missouri, Columbia, USA

•    10/2002-01/2008: Studium der Geowissenschaften an der Leibniz Universität Hannover, Deutschland.

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

 

 

 

> assoz.Prof. Dr. THOMAS LUCYSHYN, Kunststofftechniker, Montanuniversität Leoben. Forschungsbereich: Kunststoffverarbeitung

 

Das Angebot im Detail

  • 2 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich, Steiermark, Salzburg, Kärnten

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Kunststoffverarbeitung
  • Spritzgießen
  • Compoundieren

Aktuelle Projekte

  • Mikrostrukturierte spritzgegossene Bauteile: Mikrostrukturierte Oberflächen auf spritzgegossenen Kunststoff-Bauteilen tragen zu einer erhöhten Funktionalität der Bauteile bei. Die Bedeutung solcher funktionaler Bauteile hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Bauteiloberfläche stellt für diese Bauteile eine essentielle Komponente für deren Funktionalität dar, um beispielsweise komplexe medizinische oder bio-analytische Analysen auf kleinem Raum zu realisieren (z. B. „Lab-on-a-Chip“ oder „Micro-Total-Analytical-Systems“). Andere Anwendungsbeispiele sind Selbstreinigungseffekte (Lotus-Effekt) oder Antireflektion.
    Um erfolgreich Kunststoffteile mit mikrostrukturierten Oberflächen im Spritzgießprozess herstellen zu können, müssen einige Aspekte wie das Füllverhalten von Mikro-Kanälen sowie das Entformungsverhalten berücksichtigt werden. Darüber hinaus sind die meisten strukturierten Teile flach, was auf den Strukturierungsprozess der Formeinsätze zurückzuführen ist, der für die Halbleiterindustrie entwickelt wurde, wobei es einen großen Vorteil bringen würde, wenn Mikrostrukturen auch auf gekrümmten Spritzgießteilen hergestellt werden könnten.
    In diesem Forschungsbereich werden daher die folgenden Aspekte behandelt und weiterentwickelt: Füll- und Entformungsverhalten von Mikrostrukturen sowie mikro-strukturierte gekrümmte Oberflächen auf Spritzgussteilen.

  • PolySlag – Metallschlackepartikel als Füllstoff für thermoplastische Polymere: Thermoplastische Polymere werden oft mit Füllstoffen versehen, um einerseits gezielt die Materialeigenschaften des Kunststoffs zu verbessern und andererseits Kosten zu reduzieren. Dabei kommen vorwiegend mineralische Füllstoffe wie z.B. Talkum oder Kreide zum Einsatz. Im Projekt PolySlag wird erstmals untersucht, wie sich metallische Schlackepartikel, als Nebenprodukt des Hochofenprozesses, als Füllstoff für Kunststoffe eignen. Schlackepulver ist in großen Mengen verfügbar und als Nebenprodukt der Eisen- und Stahlindustrie konkurrenzlos günstig, wodurch ein Kostensenkungspotenzial für gefüllte Kunststoffe mit gleichzeitig verbessertem Eigenschaftsprofil zu erwarten ist. In diesem Projekt wird systematisch untersucht, wie das Pulver in einem sogenannten Compoundierprozess bestmöglich in die Polymermatrix eingebracht werden kann und welche Eigenschaftsverbesserungen damit erzielt werden können.

  • Rec2TecPart - Recycling von technischen Kunststoffen: In den letzten 20 Jahren hat sich im Bereich der Wiederverwertung von Kunststoffen durch die Anwendung von Rezyklaten bei der Herstellung „einfacher Produkte“ viel Positives entwickelt. Letzten Endes handelt es sich aber meist um ein sogenanntes „Downcycling“ der Kunststoffe. Eine Folge daraus ist, dass bisher Rezyklate kaum in hochwertigen Funktionsbauteilen zur Anwendung kommen. Technisch ist ein „Upcycling“ zu hochwertigen Rezyklatcompounds nach dem heutigen Stand der Technik möglich, es mangelt aber sehr oft an der gleichmäßigen Qualität. Die wirtschaftliche Folgerung daraus ist, dass die erzielbaren Preise für wiederverwertete Kunststoffe signifikant unter denen von Neuwaren liegen, weswegen ein Großteil der Kunststoffabfälle bisher thermisch verwertet wird. Ziel dieses Projektes ist es daher, das Upgrading des Kunststoffabfalls durch gezielte Compoundierung auf das Niveau von Neuware voranzutreiben und in Folge eine gleich bleibende Qualität gewährleisten zu können. Spezialisierte klein- und mittelständische Compoundeure sind dann in der Lage, mit dieser neuartigen Werkstoffgeneration Neuware technisch und wirtschaftlich zu ersetzen und für Funktionsbauteile maßzuschneidern. Dies trägt wesentlich dazu bei, die Ressourceneffizienz zu erhöhen und CO2-Emissionen deutlich zu verringern.

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

  • 1993: Matura am Neusprachlichen Gymnasium Tamsweg
  • 1993 – 1999    Studium Kunststofftechnik an der Montanuniversität Leoben, Abschluss mit Dipl.-Ing.
  • Seit 2000: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung der Montanuniversität Leoben
  • 2009: Promotion zum Dr. mont.
  • Seit 2010: Assistenzprofessor und Leiter der Arbeitsgruppe Spritzgießtechnologie am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung
  • Okt. 2014 – März 2015: Auslandsaufenthalt am Polymer Technology College in Slovenj Gradec ( Slowenien)
  • Seit 2015: zusätzlich Leiter der Arbeitsgruppe Compoundieren am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung
  • 2016 Habilitation zum assoziierten Professor (assoz.Prof.) für Kunststoffverarbeitung am gleichnamigen Lehrstuhl der Montanuniversität Leoben
> FH-Prof. Priv.-Doz. Dr. GEJA OOSTINGH, Studiengangsleiterin, Fachhochschule Salzburg. Forschungsbereich: Biomedizinische Analytik.

 

Das Angebot im Detail

  • 2 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Salzburg

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Präventive Gesundheitsförderung
  • Effekte von Umweltfaktoren auf das menschliche Immunsystem

Aktuelle Projekte

  • MoYo: Erkrankungen, die infolge falscher Ernährungs- und Lebensweise entstehen, stellen nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für das Gesundheitssystem eine massive Belastung dar. Im Rahmen des interdisziplinären Gesundheits- und Lifestyle-Projektes „MoYo“, das für und mit Schülerinnen und Schülern im Raum Salzburg im Herbst 2014 gestartet hat, wurde ein Programm zur Wissensvermittlung mit Schwerpunkt ausgewogene Ernährung entwickelt. Dabei wurden zum einen gesundheitliche Aspekte in Bezug auf Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes und Übergewicht vermittelt, und zum anderen praxisnahe Möglichkeiten zur Verbesserung der Ernährung näher gebracht.

    Der Ist-Zustand des Gesundheitsstatus von Probanden wurde anonymisiert über die Messung von Laborwerten festgestellt. Folgemessungen haben gezeigt, welche Auswirkung das Interventionsprogramm auf einer Verbesserung der Laborwerte, der körperlichen Fitness und des Gesundheitsbewusstseins allgemein hat. Für die Dokumentation des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens standen Smartphone-Applikationen zur Verfügung, die auch als Feedback zur besseren Selbsteinschätzung genutzt wurden.

    Ziel des Interventionsprogrammes ist die Förderung des Gesundheitsbewusstseins und in weiterer Folge die Verbesserung der Lebensqualität des Einzelnen. Basierend auf den erhobenen Daten können sowohl qualitative als auch quantitative Aussagen über die Effizienz des Interventionsprogrammes gemacht und für die weitere Planung von weitreichenderen Maßnahmen genutzt werden.

  • Effekte von Nanopartikeln auf menschliche Lungenepithelzellen: Nanopartikeln werden immer mehr in verschiedensten Bereichen angewendet, zum Beispiel in der Kosmetik, Medizin bis hin zur Autoindustrie. Die Auswirkung dieser Partikeln auf die menschliche Gesundheit ist zum größten Teil unbekannt. Wir haben über mehrere Jahre in europäischen Projekten geforscht, um zu bestimmen, welche Effekte Nanopartikeln auf menschliche Lungenzellen haben können. Die Daten haben gezeigt, dass bestimmte Eigenschaften die giftige Wirkung von Nanopartikeln bestimmen. Eine genaue Charakterisierung der Partikeln ermöglicht dadurch einer Vorhersage über die biologischen Effekte solcher Materialien.   

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Ausbildung
1988 – 1993: Gymnasium, HAVO (Hoger Algemeen Voortgezet Onderwijs), OSG de Groene Driehoek, Hoogeveen, Niederlande
08.1993 – 07.1997: Fachhochschule, Hogeschool Drenthe in Emmen, Niederlande; Spezialisierung: Biomedizinische Analytik
09.1996 – 07.1997: Bachelorprojekt am Institut „TNO Prevention and Health“, Leiden, Niederlande
03.1999 – 03.2002: Master- und Doktoratsstudium an der Open University, England. Fachgebiet: Biomedizinische Wissenschaften
03.2012: Habilitation an der Universität Salzburg für Immunologie und Molekularbiologie

Beruflicher Werdegang
08.1997 – 02.1999: Biomedizinische Analytikerin im Gewebetypisierungslabor, Leiden University Medical Centre (LUMC), Leiden, Niederlande
03.1999 – 02.2002: Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschung im Gewebetypisierungs-labor, Addenbrooke’s NHS Trust Hospital, Cambridge, England und am Institut „Imutran (a Novartis Pharma Company)“ in Cambridge, England (während dieser Zeit habe ich meine Studien für den Master und das Doktorat durchgeführt) im Bereich der Xenotransplantation
03.2002 – 12.2003: Postdoktorandenstelle an der Dermatologischen Abteilung, Universität Würzburg, Würzburg, Deutschland im Bereich Zellimmunitätsforschung in autoimmunen blasenbildender Hautkrankheiten

01.2004 – 06.2006: Postdoktorandenstelle Entzündungs- und Tumorbiologie Forschungsgruppe, Rudolf-Virchow-Zentrum, DFG Forschungszentrum für Experimentelle Biomedizin, Würzburg, Deutschland im Bereich Zellwechselwirkungen bei Schuppenflechte
07.2006 - 03.2012: Universitätsassistentin des Fachbereichs Molekulare Biologie, Abteilung Allergie und Immunologie, Universität Salzburg, Salzburg, Österreich, Forschung nach Effekten von Umweltverschmutzung auf die menschliche Gesundheit
04.2012 – jetzt: Studiengangsleiterin Studiengang Biomedizinische Analytik an der Fachhochschule Salzburg GmbH, Salzburg, Österreich

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

 

 

> Prof. MMAG. Dr. REGINA POLAK, Praktische Theologin, Universität Wien. Forschungsbereich: Praktische Theologie, spirituelle Theologie

 

Das Angebot im Detail

  • 4-5 Besuche pro Jahr
  • Regionen: alle Bundesländer, bei Besuchen in Schulen außerhalb von Wien ersuche ich um vorige Absprache bezüglich Kooperation.

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Ersatz der Fahrtkosten

 

Forschungsschwerpunkte

  • Migration und Religion
  • (Zeitgenössische) Spiritualität
  • Religion in der modernen Gesellschaft/in Europa
  • Kirche und religiöser Wandel
  • Jugend und Religion


Aktuelle Projekte

  • Convivenz: Zusammenleben in Verschiedenheit: Wie können wir in der Migrationsgesellschaft Europa religiös und sozial friedlich und gerecht zusammenleben? Überlegungen zum Zusammenleben in Verschiedenheit und Gerechtigkeit und der Beitrag, den die monotheistischen Religionen dazu erbringen können. Was hindert (z.B. Fremdenhass), was fördert (z.B. Partizipation).
  • Kirche und Judentum HEUTE: Werdet gleichzeitig! Was können Christen von Juden lernen und worin bestehen die heutigen Herausforderungen im interreligiösen Dialog und im Zusammenleben?
  • Religiöser Wandel und Wertewandel in Europa: Sozialwissenschaftliche Darstellungen der religiösen und Wertelandschaft in Europa, inkl. neue Spiritualitäten, und was das für Kirche und Glauben bedeutet.

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Ich bin eine Quereinsteigerin und ein Beispiel dafür, dass man auch auf queren Wegen zur Wissenschaft kommen kann. Ich habe meine Universitätskarriere erst mit 30 begonnen – nach einem abgebrochenem Theologiestudium, einer atheistischen „Phase“ und einem Philosophiestudium. Dann aber mit vollem Elan und in kurzer Zeit. Diplomarbeit über Friedrich Nietzsche. Dissertation über die Wiederkehr der Religion. Masterarbeit über die Unterscheidung der Geister. Geboren 1967. Wienerin mit Migrationshintergrund, 4. Generation. Tschechische Urgroßeltern. Ein Sohn Elias. Ich kombiniere verschiedene Wissenschaften, um Theologie zu betreiben.

 

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

 

 

> Mag. Ing. FRANZ G. ROSNER, Önologe (Wein-Forscher), Pomologe (Obst-Forscher), Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau, Klosterneuburg. Forschungsbereich: Wein

 

Das Angebot im Detail

  • Besuche pro Jahr: flexibel
  • Regionen: alle Bundesländer

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Forschungsmanagement
  • Nachhaltigkeit
  • Biologischer Weinbau
  • Förderung des Streuobstanbaus


Aktuelle Projekte

  • Nachhaltig produzierter österreichischer Wein: Die nachhaltige Bewirtschaftung von Weingärten und die Produktion von Wein hat in Ostösterreich eine wichtige regionalpolitische und kulturelle Bedeutung. Klimawandel, neue Krankheiten und Schädlinge, steigende Qualitätsansprüche u.a. stellen Herausforderungen dar. Ein Online-Tool ermöglicht Weinbaubetrieben sich hinsichtlich Nachhaltigkeit automatisiert bewerten und anschließend zertifizieren zu lassen.

  • Förderung des Streuobstanbaus z.B. im Mostviertel: In den Supermärkten dominieren einige wenige Sorten das Angebot. Die Förderung von alten Sorten und damit die Erhaltung von Kulturlandschaften stellt ein wichtiges Forschungsanliegen dar. Neue Krankheiten und Schädlinge haben den Bestand z.B. im Mostviertel reduziert. Aus diesem Grunde werden durch zahlreiche Maßnahmen, wie z.B. dem Kongress Birnenleben u.a., ein Problembewusstsein geschaffen und Forschungsprojekte initiiert, die den Fortbestand sichern helfen.

  • Biologischer Weinbau – Ausbringung von Kupfer: Im biologischen Weinbau ist die Ausbringung von Kupfer unerlässlich. Bisherige Auswirkungen und neue Ersatz- und Reduktionsstrategien werden untersucht.

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Produktionsleiter in der größten österreichischen Kellerei
Weinkontrolle – Forschungsunterstützung im Bereich Verfälschungsmittel
Nachhaltige Produktionsmethoden

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

 

 

 

> Ao Univ.-Prof. DI Dr. FLORIAN RÜKER, Universität für Bodenkultur Wien. Forschungsbereich: Molekularbiologie, Protein Engineering

 

Das Angebot im Detail

  • 4 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Salzburg Stadt

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Ersatz der Fahrtkosten für Besuche in Salzburg

 

Forschungsschwerpunkte

  • Engineering von monoklonalen Antikörpern und Antikörperfragmenten

Aktuelle Projekte

  • Christian Doppler Labor für Antikörperengineering: Spezielle Proteine des Immunsystems (Antikörper) gezielt für neue medizinische Anwendungen zu verändern, ist das Forschungsziel. Dazu werden mit molekularbiologischen Methoden (Antikörper-Engineering) Veränderungen an speziellen Strukturen eines Antikörpers durchgeführt – den sogenannten Strukturloops.

    Antikörper dienen der Bindung und Markierung von krankheitsrelevanten Molekülstrukturen im Blut. Mit ihrem komplexen Aufbau schaffen sie es, unterschiedliche Funktionen effizient zu erledigen. Durch gezieltes Engineering können dieser Aufbau und die Funktionen an spezielle Anforderungen weiter angepasst werden. So erlaubt die hier angewendete Modular Antibody Technology den Einbau neuer Proteinstrukturen (Bindungsstellen) im Antikörper. Dazu werden besonders die Strukturloops der Antikörper verwendet, die in natürlich vorkommenden Antikörpern keine Bindungsstellen aufweisen. Durch eine solche Änderung werden die Antikörper mit zusätzlichen und neuen Eigenschaften ausgestattet, die attraktive Anwendungsmöglichkeiten für medizinische Zwecke eröffnen.

    In Zusammenarbeit mit dem von uns gegründeten BOKU-Spin-Off F-Star GmbH werden im Rahmen des Christian Doppler Labors für Antikörperengineering sowohl grundlagenwissenschaftliche als auch anwendungsorientierte Forschungsarbeiten durchgeführt. Ein Antikörperfragment, welches an einen Oberflächenrezeptor bindet, der verstärkt auf bestimmten Tumorzellen vorkommt, wird momentan in der klinischen Phase I an Menschen getestet.

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

  • Seit 2014: Leiter des Departments für Biotechnologie, Universität für Bodenkultur Wien
  • Seit 2007: Mitglied des Aufsichtsrats von F-Star GmbH, F-Star Ltd., F-Star Alpha Ltd. und F-Star Beta Ltd.
  • Seit 2009: Co-Leiter des Christian Doppler Labors für Antikörperengineering
  • Seit 2009: Vorsitzender der Fachstudienkommission Lebensmittel- und Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur Wien
  • 2009-2013: Stv. Leiter des Departments für Biotechnologie, Universität für Bodenkultur Wien   
  • Seit 2007: Mitglied des Scientific Advisory Boards von F-Star
  • 2006-2007: Geschäftsführer und Chief Scientific Officer von F-Star GmbH   
  • 1987: Postdoc am Daiichi Seiyaku Research Institute, Tokyo (Japan)
  • 1994: Habilitation, ao. Univ.Prof.
  • 1986: Doktorat
  • Seit 1982: Assistent an der Universität für Bodenkultur Wien
  • 1976-1982: Studium der Lebensmittel- und Gärungstechnologie an der Universität für Bodenkultur Wien

 

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

 

 

> Mag. Dr. URSULA A. SCHNEIDER, Universität Innsbruck. Forschungsbereich: Literaturwissenschaft und Archiv

 

Das Angebot im Detail

  • Besuche pro Jahr: 4
  • Regionen: Tirol, Vorarlberg, Salzburg
  • Individuelle Terminvereinbarung, bei Interesse melden Sie sich unter youngscience@oead.at
  • Alle Besuche gemeinsam mit Annette Steinsiek

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Großraum Innsbruck: keine. Tirol außerhalb Großraum Innsbruck, Vorarlberg, Salzburg: Übernahme von Fahrtkosten (PKW)

 

Forschungsschwerpunkte

  • Österreichische Literatur (v. a. 20. Jahrhundert)
  • Editionswissenschaft
  • Biographieforschung
  • Archivpraxis
  • Gender Studies

Aktuelle Projekte

  • Nachlassordnung: Damit ein Archiv überhaupt genutzt werden kann, müssen die Bestände, die erworben werden, alle nach bestimmten Regeln geordnet werden – und zwar bis auf den letzten Zettel! Im Literaturarchiv haben wir es mit Nachlässen von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, aber auch von Institutionen wie Verlagen oder Bühnen, zu tun. Diese Bestände sind die Grundlagen für alle Editionen, Biographien, Dokumentationen oder Literaturgeschichten.
    In den Beständen enthalten sind literarische Werke wie Lyrik, Prosa und Drama. Meist handelt es sich hier um Manuskripte. Korrespondenzen wurden früher ja vor allem mit der Post versandt – nur wenn sich jemand dazu entschloss, die Stücke zu vervielfältigen (Abschreiben von Hand oder Durchschlag bei Schreibmaschine), liegen die Briefe der nachlassenden Person vor. Lebensdokumente sind etwa Geburts- und Heiratsurkunden, Schulzeugnisse, Pässe, Terminkalender, vor allem auch Fotos.
    Beim Erschließen eines Nachlasses muss man die alten Schriften lesen können. Es begegnet eine andere Welt: Postsorten, die es nicht mehr gibt (wie Telegramme), alte Vervielfältigungstechniken (Hektographie) oder alte audiovisuelle Formate (Glasplattenfotos, Magnetophonbänder, Videokassetten). Einer der größten Feinde des Archivs ist der Schimmel, deshalb gehören auch konservatorische Maßnahmen zum Arbeitsgebiet der Archivarin. Mit dem Einsatz des Computers auch im literarischen Bereich muss das Archiv neue Umgangsformen entwickeln.
     
  • Poetik – Religion – Politik. Die Lyrik Christine Bustas nach 1945: Christine Busta ist eine der angesehensten Lyrikerinnen der österreichischen Literatur der Nachkriegszeit. In ihrer Lyrik verwendet sie vielfach christliche Motive, weshalb sie häufig als christliche Dichterin apostrophiert wurde. Auch ihre Auseinandersetzung mit dem Thema „Schuld“ wurde als allgemeine christliche Auseinandersetzung interpretiert. Aber mit ihrem Nachlass konnte gezeigt werden, dass ihre Lyrik als Erinnerungs- und Bewältigungsarbeit vor allem in Bezug auf die Zeit des Nationalsozialismus begriffen werden kann. Damit gewinnt das Werk Bustas eine neue Virulenz: In Werk und Leben von Christine Busta ist eine symptomatische Verflechtung von Poetik, Religion und Politik auszumachen.
    In dem abgeschlossenen Forschungsprojekt wurde aufgearbeitet, dass und wie sich Busta persönlich und mit ihrer Dichtung den jeweiligen politischen Rahmenbedingungen anpasste. Anhand von Wortfelduntersuchungen wurde deutlich, dass Busta die Thematik von Schuld und Richten erst nach ihrer Entnazifizierung 1948 aufgriff. Busta rang in ihrer Dichtung darum, die (eigene) Beteiligung am NS-System einzuschätzen, und die Fragen nach Schuld und nach der Möglichkeit von Vergebung bleiben zeitlebens virulent. Das Projekt hofft die Tabuisierung gebrochen zu haben, die sich um die Verwendung christlicher Motivik in der Literatur gebildet hat. In der Forschung hat man bisher auf das appellative Moment von Bustas Lyrik hingewiesen, auf die humanistische Absicht. Ohne das in Frage zu stellen, kann jetzt hinzugefügt werden, dass - dies wäre durchaus ein Grund für die ungeheure Popularität der Autorin in den 1950er und 1960er Jahren - diese Art der Dichtung, die erst seit dem Projekt als Dichtung einer „Mitläuferin“ zu lesen ist, auch als Handreichung zur Exkulpation rezipiert werden konnte. Damit wäre der Literaturgeschichtsschreibung ein Aspekt hinzugefügt, der gesellschaftspolitische Relevanz hat und im Hinblick auf andere Autor/innen ebenso zu berücksichtigen wäre.
     

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Geboren in Wien. Matura im Juni 1985. Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft, Deutsche Philologie 1985-1988 in Wien, ab 1988 in Innsbruck. Magistra der Philosophie 1990. Doktoratsstudium der Germanistik an der Universität Innsbruck, Doktorin der Philosophie 1995. Seit 1990 wissenschaftliche Mitarbeiterin in Drittmittelprojekten am Forschungsinstitut Brenner-Archiv. Vier selbst beantragte Projekte beim Österreichischen Wissenschaftsfonds (gemeinsam mit Annette Steinsiek), seit 2009 Anstellung, seit 2012 Senior Scientist. 2013 bis 2014 Mitarbeit im Advisory Board des Brenner-Archivs. Sprecherin der Forschungsgruppe "Auto_Biographie - De_Rekonstruktionen" der Interfakultären Forschungsplattform Geschlechterforschung der Universität Innsbruck. Im Forschungsinstitut Brenner-Archiv verantwortlich für das Digitale Repositorium und für die Digitalisierung der AV-Medien.
Editionen von Prosa Christine Lavants (Das Wechselbälgchen, Das Kind, Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus) und von Dialektlyrik Christine Bustas (Erfreuliche Bilanz). Online-Plattform „Busta-Search“. Katalog der historischen Patient/innen-Bibliothek der „Landes-Irrenanstalt“ in Hall. (alles gemeinsam mit Annette Steinsiek)

Zahlreiche Vorträge im In- und Ausland, wie in Deutschland, Großbritannien, Italien, Kroatien, Rumänien, Russland, Slowenien.

 

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

 

 

> Dr. ANNETTE STEINSIEK, Universität Innsbruck. Forschungsbereich: Literaturwissenschaft und Archiv

 

Das Angebot im Detail

  • Besuche pro Jahr: 4
  • Regionen: Tirol, Vorarlberg, Salzburg
  • Individuelle Terminvereinbarung, bei Interesse melden Sie sich unter youngscience@oead.at
  • Alle Besuche gemeinsam mit Ursula A. Schneider

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Großraum Innsbruck: keine. Tirol außerhalb Großraum Innsbruck, Vorarlberg, Salzburg: Übernahme von Fahrtkosten (PKW)

 

Forschungsschwerpunkte

  • Österreichische Literatur (v. a. 20. Jahrhundert)
  • Editionswissenschaft
  • Biographieforschung
  • Archivpraxis
  • Briefforschung

Aktuelle Projekte

  • Editionswissenschaft: Jedes Buch, das wir in die Hände bekommen, wurde von jemandem hergestellt. Weniger bekannt ist jedoch, dass auch jeder Text, den wir lesen, von jemandem hergestellt wurde. Im literarischen Bereich ist das (bei Neuerscheinungen) nicht nur die Autorin/der Autor, sondern oft auch noch eine Lektorin/ein Lektor, die/der Anteil am Text hat. Die Lektor/innen als Teil eines Buchverlags korrigieren nicht nur Rechtschreibfehler aus dem Text heraus (ja, auch Autor/innen machen welche!), sondern nehmen oft Einfluss auf den Text selbst: Ist er zu lang, wird er gekürzt, ist er zu gewagt, werden diese Stellen gestrichen, manchmal werden im Sinne des Buchmarktes Änderungen angebracht (ein bekanntes Beispiel sind die Austriazismen bei Thomas Bernhard, die allesamt in deutsche Standardsprache geändert wurden). Wir bekommen also selbst in diesen Fällen nicht den Text, den die Autorin/der Autor „wirklich“ geschrieben hat, in die Hände. Und selbst wenn: Druckfehler schleichen sich auch bei Erstausgaben berühmter Werke ein! Bei Schnitzlers „Der Weg ins Freie“ hieß es jahrzehntelang (denn die Nachdrucke folgten der Erstausgabe) über einen Mann, er sei „Athlet“ – ein Druckfehler, Schnitzler schrieb: „Ästhet“! Man kann sich vorstellen, dass solche Fehler deutliche Einflüsse auf die Interpretation haben. Solche Beispiele gibt es viele.
    Sind die Autor/innen bereits verstorben, so kann man deren Texte nun (neu) herausgeben. Das ist keine Seltenheit, viele bekannte Texte erschienen erst nach dem Tod der Autoren. Franz Kafka etwa wollte, dass nach seinem Tod alle Werke verbrannt werden – das tat Max Brod, zum Glück für uns Leser/innen, nicht, sondern gab sie überhaupt erstmals heraus (wenn auch mit entscheidenden Fehlern). Selbst ein Werk wie „Das Kapital“ von Karl Marx wurde aus dem Nachlass herausgegeben (von Marx‘ Freund Friedrich Engels). Was tut man nun, wenn das Werk unvollständig ist, wenn die Schrift schwer lesbar ist, wenn es zwei unterschiedliche Manuskripte gibt? Was tun, wenn es zwei Gedichtvarianten gibt, im einen Manuskript steht an einer Stelle „schwarz“, im anderen an der gleichen Stelle „weiß“? In zahlreichen Fällen muss die Editorin oder der Editor entscheiden, aber in jedem Fall stellen Editor/innen Texte erst her und müssen das genauestens begründen.
    In diesem Beitrag geht es darum zu zeigen, dass alle Texte, die wir lesen, hergestellte Texte sind. Einige Grundprobleme der Editionswissenschaft werden anhand von Beispielen präsentiert.
     
  • Plagiat?! Zwei Fälle um den Dramatiker Karl Schönherr: Im 19. Jahrhundert war es ganz üblich, dass Dramatiker/innen Prosaarbeiten anderer Autor/innen als Vorlagen für ihre Dramen benutzten. Das Theater war nicht nur eine Bildungs-, sondern vor allem eine Unterhaltungsinstitution, und die Bühnen benötigten stets neue Stücke. Diese nur unter dem Namen der dramatisierenden Person (der Name der Prosaautorin, des Prosaautors wurde weggelassen) veröffentlichten oder aufgeführten Stücke wurden natürlich schnell zum Streitfall. Es ging ums Geld! Die ersten Schritte zum Urheberrecht, wie es uns heute noch bekannt ist, wurden gemacht.
    Bei einem Plagiatsvorwurf im literarischen Bereich sind drei Ebenen zu trennen: die literarische (ist es im Sinne der Literaturwissenschaft ein Plagiat?), die moralische (ist es aus moralischer Sicht ein Plagiat?) und die juristische (handelt es sich im rechtlichen Sinn um ein Plagiat?). Die Antworten auf diese drei Fragen können in einem einzigen Fall unterschiedlich ausfallen.
    Die einen Plagiatsvorwurf begründenden (literarischen) Kriterien sind immer auch Strategien – aber letztlich führen sie tief in die Struktur des Literarischen: Welche Elemente werden genannt, wie werden ihre Funktionen im Text gewertet? Diese Elemente und Funktionen wurden – das erschwert die Sache – in früheren Zeiten anders bewertet als heute.
    Zum „Fall“: Karl Schönherr hatte um 1900 einen ersten öffentlichen Erfolg, das Stück Glaube und Heimat (Uraufführung 1910) schließlich machte ihn berühmt. In Folge der Aufführung kam es zu Plagiatsvorwürfen, ja sogar zu einer eigenen Publikation darüber. Nach diesem „Literaturstreit“ versuchte ein anonymer Schreiber in einem Brief an eine Zeitung, Schönherr ein weiteres Plagiat nachzuweisen: Auch ein anderes Stück sei das Plagiat einer Novelle aus dem 19. Jahrhundert… War es das?
     

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Geb. in Gütersloh (D). Studium der Neueren deutschen Literaturwissenschaft mit den Nebenfächern Geschichte und Kunstgeschichte an den Universitäten Bielefeld und Bonn. Mag. art. Juni 1992 (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn). Journalistische Arbeiten, Lehraufträge VHS, Mitarbeit beim freien Theater (Technik, Regieassistenz "jubiläumsensemble" Bonn). Seit 1994 Mitarbeit am Forschungsinstitut Brenner-Archiv. Promotion zur Dr. phil. September 1998 (Leopold-Franzens-Universität Innsbruck). 1998-2007 Forschungstätigkeit in vier selbst beantragten Projekten des Österr. Wissenschaftsfonds FWF (gemeinsam mit Ursula Schneider). 2007 Anstellung im Brenner-Archiv, seit 2012 Anstellung als Senior Scientist. Von 2013 bis 2014 Mitarbeit im Advisory Board des Brenner-Archivs (Interim).
Editionen von Prosa und Briefen Christine Lavants (Die Schöne im Mohnkleid, Herz auf dem Sprung, Das Wechselbälgchen, Das Kind, Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus) und von Dialektlyrik Christine Bustas (Erfreuliche Bilanz), z.T. gem. m. Ursula A. Schneider. Online-Plattform „Busta-Search“. Begründerin und Herausgeberin der Reihe „Faksimiles aus dem Brenner-Archiv“.

Zahlreiche Vorträge im In- und Ausland, wie in Deutschland, Großbritannien, Italien, Kroatien, Rumänien, Russland, Slowenien.

 

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

 

 

> Mag. Dr. SONJA STRASSER, FH Oberösterreich, Steyr. Forschungsbereich: Intelligente Produktion

 

Das Angebot im Detail

  • 2-3 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Produktionsplanung und –steuerung
  • Produktionsoptimierung
  • Industrie 4.0 Datenanalyse
  • Advanced Analytics
  • Big Data

Aktuelle Projekte

  • Koordination Institut für Intelligente Produktion (ISP): Das ISP ist die zentrale Anlaufstelle für alle Belange rund am die Themen „Intelligente Produktion“ und „Industrie 4.0“.  Ziel ist es, die Lehr- und Forschungsaktivitäten der FH OÖ im Bereich Intelligente Produktion zu koordinieren sowie Kooperation mit der Wirtschaft und F&E-Einrichtungen zu initiieren. Durch das Internet der Dinge und der Dienstleistungen sind Aufträge, Maschinen, Werkzeuge, Betriebsmittel, Transportmittel und Produkte „intelligent“. Das heißt die Dinge können ihren Status identifizieren, miteinander kommunizieren, Regeln, Verhaltensmuster sowie Entscheidungsbäume abspeichern und dislozierte intelligente Entscheidungen treffen. Ziel des Arbeitsschwerpunktes „Verteilte Intelligenz und adaptive Produktionssysteme“ ist es Modelle für Planung, Prozesse, Steuerung, Produktionssysteme und Anlagen  zu erforschen, die verteilte Intelligenz bestmöglich nutzen.

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Studium Lehramt Mathematik/Physik an der JKU Linz
Lehrtätigkeit an Gymnasium und HTL (Mathematik)
Lehrtätigkeit an der FH OÖ (Wirtschaftsmathematik und Statistik)
Dissertation im Bereich Operations Research
Forschungstätigkeit an der FH OÖ im  Bereich Produktionsoptimierung
Projektkoordination am Institut für Intelligente Produktion

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

 

 

> Assoz. Prof., Priv. Doz., DDr. EVA UNTERSMAYR-ELSENHUBER, Assoziierte Professorin und Fachärztin für Immunologie, Medizinische Universität Wien. Forschungsbereich: Allergieforschung

 

Das Angebot im Detail

  • 4 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Oberösterreich (Linz und Umgebung), Salzburg Stadt

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Untersuchung von Ursachen und Risikofaktoren für Nahrungsmittelallergie, Entwicklung neuer Therapien bei Nahrungsmittelallergie

Aktuelle Projekte

  • Nahrungsmittelallergie – eine harte Nuss zu knacken: Eine Nahrungsmittelallergie ist eine Reaktion des Immunsystems gegen ansonsten harmlose Bestandteile aus der Nahrung. Der Darm als unser größtes Immunorgan spielt dabei eine wichtige Rolle. Das Projekt „Nahrungsmittelallergie – eine harte Nuss zu knacken“ wird durch ein Wissenschaftskommunikation-Projekt (WKP 39) des FWF – Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung finanziell unterstützt. Ziel des Projekts ist es wissenschaftlich korrekte Informationen über Nahrungsmittelallergie für alle zugänglich zu machen, unsere Forschungsergebnisse aus dem Bereich Nahrungsmittelallergie vorzustellen und neugierig auf Allergieforschung zu machen.

    Altersgerechter Anknüpfungspunkt zum Thema für Schulen:
    Volksschulen: Spielerisch forschen und verstehen: Von unserem körpereigenen Abwehrsystem zu allergischen Erkrankungen
    Unterstufen und Pflichtschulen: Allergen-Kennzeichnung in aller Munde:
    Ein Fall für die Nahrungsmittel-Detektive
    Oberstufen: Wissenschaft ist cool und spannend!

  • Der Einfluss von nitrierten Nahrungsproteinen auf die Nahrungsmittelallergie: Immer mehr Patienten weltweit sind von einer Allergie gegen Nahrungsbestandteile betroffen. Man weiß heute, dass es durch Umweltverschmutzung wie Smog aber auch durch Entzündung oder den Alterungsprozess im Körper zu eine chemischen Veränderung von Eiweißstoffen, zur sogenannten Proteinnitrierung kommt. Sind Eiweißstoffe, die eine Allergie auslösen, so verändert, haben sie ein höheres Potential eine schwere allergische Reaktion auszulösen.
    Wie wir in unserem Projekt herausgefunden haben, trifft dies auch auf Nahrungsmittel-Allergene zu, allerdings spielt hier das Milieu und die Verdauung im Magendarm-Trakt sowie der Aufbau der Eiweißstoffe eine ganz entscheidende Rolle.

  • Entwicklung neuer Biomarker für den Schweregrad von Nahrungsmittelallergien: Nahrungsmittelallergien sind die häufigste Ursache für die schwerste allergische Reaktion, den potentiell lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock. Im klinischen Alltag werden Nahrungsmittelallergien nicht nur durch die IgE Bestimmung im Blut und die Hauttestung diagnostiziert, sondern auch durch die Verabreichung des fraglich Allergie-auslösenden Nahrungsbestandteiles. Es gibt jedoch keine Möglichkeit abzuschätzen, wie schwer eine allergische Reaktion bei Konsum des auslösenden Nahrungsmittels sein wird. Das Ziel dieses Projektes ist es daher einen Marker zu entwickeln, der eine Aussage über den zu erwartenden Schweregrad der allergischen Reaktion ermöglicht. 

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Geboren in Linz, absolvierte Eva Untersmayr ihr Medizinstudium in Wien und Florenz, welches sie im Jahr 2002 mit der Promotion zum Dr. med. univ. abschloss. Bereits 2001 begann sie am Institut für Pathophysiologie im Rahmen ihrer Dissertation an Nahrungsmittelallergie zu forschen. Noch während ihrer Ausbildung zum Facharzt für Immunologie konnte sie sich 2007 habilitieren und ihre unabhängige Arbeitsgruppe „Gastrointestinale Immunologie“ gründen. 2011 schloss Dr. Eva Untersmayr-Elsenhuber ihre Facharztausbildung ab, im Jahr 2012 ihr berufsbegleitend durchgeführtes Doktoratsstudium der Naturwissenschaften an der Universität Salzburg.

Für ihre Arbeit auf dem Gebiet der Nahrungsmittelallergie hat Frau Dr. Untersmayr-Elsenhuber zahlreiche Preise erhalten wie beispielsweise den Pirquet-Preis, der wichtigste Preis im Bereich der Allergieforschung der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie, den Theodor-Billroth Preis der Ärztekammer für Wien und den Wiener Wirtschaftskammerpreis 2014. Außerdem leitete und leitet Dr. Eva Untersmayr-Elsenhuber seit 2005 zahlreiche, kompetitiv eingeworbene Forschungsprojekte zum Thema Nahrungsmittelallergie, gastrointestinale Immunologie und Onkologie. Sie ist Mitglied in nationalen und internationalen Gremien wie den Österreichischen und Europäischen Gesellschaften für Allergolgie und Immunologie und dem Collegium Internationale Allergologicum.

 

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

> Dr. ERNST VITEK, Botaniker, Naturhistorisches Museum Wien.

 

Das Angebot im Detail

  • 10 Besuche pro Jahr
  • Regionen: flexibel

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Ersatz der Fahrtkosten

 

Forschungsschwerpunkte

  • Botanik (Taxonomie)
  • Floren
  • wissenschaftliche Sammlungen


Aktuelle Projekte

  • Gundelia: Die Gattung Gundelia gehört zur Familie der Korbblütler und kann von der Türkei bis Afghanistan gefunden werden. Bis vor kurzer Zeit glaubte man, dass es in dieser Gattung nur eine Art gibt. Es sind aber mehr als 15. Diese müssen erfasst, beschrieben und publiziert werden. Dafür werden Forschungsreisen in viele Länder unternommen.


  • Die Flora von Wien: Die Flora von Wien ist aufgrund der Lage der Stadt sehr reichhaltig – mehr als 2400 Arten können gefunden werden. Und jedes Jahr können weitere entdeckt werden, andere fallen dafür wieder aus. Der aktuelle Stand wurde 2003 in einem Buch publiziert, die weiteren Änderungen werden in einer Datenbank aufgezeichnet.


  • Digitale Erfassung des Herbariums des Naturhistorischen Museums: Das Herbarium des NHM umfasst ca. 5,5 Millionen Belege. Diese sollen digital erfasst und über die Website herbarium.univie.ac.at/database/search.php zugänglich gemacht werden. Die Probleme sind schwierige Handschriften, Änderungen bei geographischen Namen und Landesgrenzen usw. 

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

  • Seit 2011: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Direktor
  • 2004 - 2011: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Interimistischer Leiter
  • Seit 2001: Naturhistorisches Museum, Leiter des Verlages
  • Seit 1996: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Sammlungsleiter Phanerogamen
  • 1993 - 1996: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Kurator der Gefäßpflanzen-Sammlung
  • 1982 - 1993: Universität Wien, Institut für Botanik
  • 1985: Promotion Dr. phil.
  • 1971 - 1985: Studium Botanik, Universität Wien


Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

Leider gibt es derzeit keine Links zu den Projekten.

> Mag. EVELINE WANDL-VOGT, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien. Forschungsbereich: Interdisziplinäre Geisteswissenschaften

 

Das Angebot im Detail

  • 3 Besuche pro Jahr
  • Regionen: alle Bundesländer

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • in Wien: keine, in allen anderen Bundesländern: Ersatz der Fahrtkosten (Halbpreiskarte für die ÖBB)

 

Forschungsschwerpunkte

  • Interdisziplinäre Geisteswissenschaften
  • Forschungsinfrastrukturen
  • Social Innovation
  • Citizen Science
  • Open Science

 

Aktuelle Projekte

  • exploreAT! exploring austria´s culture through the language glass: Im Projekt exploreAT! gehen wir auf eine Entdeckungsreise. Wir versuchen anhand einer 100 Jahre alten Dialektwörtersammlung der „Datenbank der bairischen Mundarten in Österreich“ die österreichische Kultur zu ergründen und herauszuarbeiten, welche Ähnlichkeiten und Besonderheiten Österreich in Europa auszeichnen. Um dieses Ziel zu erreichen arbeiten wir in einem internationalen Team mit Wissenschaflterinnen und Wissenschaftern aus Irland und Spanien zusammen.
    Methodisch weist das Projekt folgende 3 Schwerpunkte aus: 1) Förderung vernetzten, interdisziplinären Arbeitens durch Nutzung von Semantik Web Technologien; 2) Einsatz von Visualisierungen und Games; 3) Verbindung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Bürgerinnen und Bürgern auf Augenhöhe.                                   
                              
  • APIS. Mapping historical networks: Im Projekt APIS ergründen wir historische Netzwerke wichtiger Persönlichkeiten der österreichischen Geschichte der Habsburgermonarchie, die im Österreichischen Biographischen Lexikon erfasst sind. Wir entwickeln neue Methoden für eine zeitgemäße Biographieforschung im internationalen Kontext und entsprechende Publikationsmöglichkeiten im digitalen Zeitalter.                                   
                              
  • DARIAH-EU. Digital Infrastructures for the Arts and Humanities: DARIAH ist ein so genanntes europäisches Research Infrastructures Consortium, eine Organisation, die sich um die Etablierung Digitaler Geisteswissenschaften und Künste bemüht. Dabei werden sowohl technische, als auch soziale Entwicklungen in Betracht gezogen, die als gesamtes zur Innovationsstärke beitragen. DARIAH agiert auf internationaler und europäischer Ebene. Somit soll sichergestellt werden, dass Entwicklungen in teuren oder risikoaffinen Bereichen nicht mehrfach finanziert und immer von einer breiteren Forschungsmasse getragen werden. Einmal Entwickeltes und Finanziertes wird über DARIAH einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, was zur Innovationsfreude in Europa beitragen soll. DARIAH trägt zur Entwicklung einer kollaborativen, internationalen Wissenschaftskultur bei.                           

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

1991-1998 Studentische Hilfskraft bei der ÖAW. Seit 1998- Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der ÖAW

 

Universitäre Ausbildung in Germanistik, Geographie, Informatik für Lehramtskandidat/innen, Theaterwissenschaften, Pädagogik, Social Innovation (lfd.)

 

Internationale Fortbildung in Lexikographie, Data Archiving, Design Thinking,
Research Managerin in europäischen Projekten / Ogranisationen und Expertin in diversen nationalen und internationalen Gremien


Mehrfach Lektorin bei der Kinderuni Wien, Schlaufuchsakademie Wels, u.ä.
Zusammenarbeit mit allen Bereichen der Gesellschaft (Politik, Wirtschaft, Bürger.in, Wissenschaft)

 

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

 

 

> Dr. BIRGIT WEINBERGER, Universität Innsbruck. Forschungsbereich: Immunologie, Impfungen

 

Das Angebot im Detail

  • Besuche pro Jahr: 2-3
  • Regionen: Tirol, Vorarlberg, Salzburg

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Altersassoziierte Veränderung des Immunsystems
  • Impfungen bei Erwachsenen und speziell bei Senioren

Aktuelle Projekte

  • Impfung gegen Tetanus und Diphtherie: Auffrischungen alle 5 Jahre vermitteln bei Senioren oft nur kurzfristigen Schutz: Viele Impfungen sind bei Senioren weniger wirksam als bei jungen Erwachsenen. Die meisten Impfungen bei älteren Erwachsenen sind sogenannte Auffrischungsimpfungen, d.h. man hatte in der Vergangenheit bereits eine Impfung oder Kontakt mit dem Krankheitserreger. Gegen Tetanus und Diphtherie wird man bereits im Kindesalter geimpft und regelmäßige Auffrischungen sind für Erwachsene alle 10 Jahre vorgesehen. Unsere Studie, bei der Personen über 60 Jahren im Abstand von 5 Jahren zweimal gegen Tetanus und Diphtherie geimpft wurde zeigt, dass mehr als die Hälfte der Senioren keine ausreichenden Antikörper gegen Diphtherie hat. Durch die Impfung steigen die Antikörper-Konzentrationen im Blut an, allerdings sinken diese über den Zeitraum von 5 Jahren wieder stark ab. Bei jungen Erwachsenen (20-40 Jahre) ist der Schutz gegen Diphtherie besser, aber auch nicht optimal. 

  • Hepatitis B Impfung bei jungen und alten Erwachsenen: Erste Impfung und Auffrischung: Die Impfung gegen Hepatitis B bietet die Möglichkeit Auffrischungsimpfungen und Primärimpfung (erste Impfung, kein vorangegangener Kontakt mit dem Krankheitserreger) bei jungen und älteren Erwachsenen zu vergleichen. Wir konnten zeigen, dass in diesem Fall die Immunantworten nach der Primärimpfung bei Senioren langsamer sind und einige Personen keine Immunantwort gegen den Impfstoff entwickeln. Die Immunantworten nach der Auffrischungsimpfung sind in beiden Altersgruppen relativ ähnlich. Wenn die letzte Impfung schon sehr lange zurückliegt kann das die Reaktion auf die Auffrischungsimpfung beeinträchtigen.
     

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Seit 2011 Senior Scientist am Institut für Biomedizinische Alternsforschung (seit 2012 Universität Innsbruck)
2005-2011 Post-Doc am Institut für Biomedizinische Alternsforschung (Österreichische Akademie der Wissenschaften)
2000-2005 Dissertation am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Universität Regensburg
1995-2000 Studium Biologie an der Universität Regensburg und der University of Colorado, Boulder, USA mit Schwerpunkten Genetik, Medizinische Mikrobiologie und Entwicklungsbiologie

 

 

 

> DI Dr. ANDREAS ZITEK, MSc, Aquatischer Ökogeochemiker und Fischökologe, Universität für Bodenkultur Wien

 

Das Angebot im Detail

  • 1 Besuch pro Jahr
  • Regionen: Im Rahmen des neu entwickelten BOKU Science TVs sind auch virtuelle Termine möglich, das heißt es gibt grundsätzlich keine Einschränkung bezüglich des Bundeslandes.

 

Anfallende Kosten für die Schulen

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Fischwanderung in Fließgewässern mittels innovativer Methoden
  • Herkunftsbestimmung von Fischen aus der Aquakultur anhand von Elementen und Isotopen in Gehörsteinen
  • Massenspektrometrie
  • Qualitatives Systemverständnis
  • Wissenschaftliches Verständnis und Schreiben für AnfängerInnen

Aktuelle Projekte

  • CSI: TRACE your FOOD! Herkunftsbestimmung von Nahrungsmitteln aus regionaler Produktion in Österreich anhand des Multielement- und Isotopenfingerabdrucks: Im Rahmen des Projektes forschen Schüler/innnen aus 10 Schulen aus allen Bundesländern in Österreich und einer Schule aus Ungarn an den Möglichkeiten, heimische Lebensmittel anhand des Element- und Isotopenfingerabdruckes zu identifizieren.

 

  • EU FP7 Projekt: Integrierte Prozess-und Steuerungssysteme für nachhaltige Waldbewirtschaftung im Seilgelände: Im Rahmen des Projektes wird von der Universität für Bodenkultur die sogenannte hyperspektrale Bildgebung im nahen Infrarot dazu verwendet, Holzdefizite zu identifizieren. Hyperspektrale Bildgebung ist die Kombination von Bildgebung und Spektroskopie.

    Die spektroskopische Analyse umfasst das gesamte Lichtspektrum von sichtbarem bis zum Infrarot mit der Lichtintensität als eine Funktion der Wellenlänge. Mittels HSI können hunderte spektroskopische Banden in jedem Pixel eines Bildes gesammelt werden. Verschiedene chemische Verbindungen werden durch spezifische Reflexionen und Absorptionen spektroskopische Signaturen charakterisiert.

    Dadurch kann anhand der Analyse der gewonnenen Spektren die Qualität unterschiedlicher Stoffe, wie Holz, Lebensmittel etc. untersucht und bewertet werden.

 

  • Sparkling Science: Traisen.WieWasWarum? - Identifizierung und Wahrnehmung von Funktionen in Flusslandschaften und das Verstehen einzugsgebietsbezogener Prozesse am Beispiel der Traisen (Traisen.w3): Ein wichtiges Ziel des Traisen-W3-Projektes, für das ich zuständig bin, ist die Förderung des Systemverständnisses bei Jugendlichen durch die Anwendung unterschiedlicher Kommunikations- und Bildungsmethoden u.a. mittels der Software „DynaLearn“. Die DynaLearn-Software, die im Rahmen eines EU-Projektes entwickelt wurde, unterstützt auf einzigartige Weise qualitative Modellbildung und Simulation und fördert nachgewiesenermaßen das Systemverständnis von Schüler/innen.

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

  • 2015 -2004: Lehrauftrag "Multiscale modelling of aquatic ecosystems"
  • 2015 -2009: Postdoc, Projektleiter und wissenschaftlicher Angestellter an der Abteilung für Analytische Chemie und am Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement der BOKU Wien
  • 2013: Zertifizierung als Trainer für wissenschaftliches und berufliches Schreiben
  • 2011 -2011: Wissenschaftlicher Aufenthalt am Woods Hole Oceanographic Insitute (WHOI), Fish Ecology Lab in Amerika (3 Monate)
  • 2008 -2015: Tätigkeit als selbständiger Wissenschafter (http://www.ecoscience.at)
  • 2007 -2008: Lehrauftrag "Allgemeine Hydrobiologie"
  • 2006 -2008: Master of Science (Geographical Information Science & Systems) - MSc (GIS) und European Master in GIScience, Fernstudium an der Paris-Lodron Universität Salzburg,
  • 1999 -2006: Dissertation "Wanderprozesse bei Flussfischen: Erfassung, Muster flussabwärtsgerichteter Wanderungen und Restauration"
  • 1999 -2008: Forschungsassistent IHG-BOKU, Wien
  • 1995 -1999: Freelancer und technischer Assistent am Insitut für Hydrobiologie und Gewässermanagement der Universität für Bodenkultur Wien (IHG-BOKU)
  • 1989 -1999: Diplomingenieur für Landschaftsplanung und Landschaftspflege

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen