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Botschafter/innen

Forscher/innen erzählen aus der Praxis

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Die Young Science-Botschafter/innen besuchen Schulen und bieten Schüler/innen spannende Einblicke in die Welt der Forschung!

 

Hier finden Sie alle teilnehmenden Forscher/innen, die in Wien und Wien Umgebung Schulen besuchen, sowie Informationen über die jeweiligen Forschungsgebiete, die wissenschaftlichen Werdegänge und die aktuellen Forschungsprojekte:

 

> Mag. Dr. PHILIP ADUATZ, Produktdesigner, New Design University St. Pölten.

 

Das Angebot im Detail

  • 2-3 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Niederösterreich

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Betreuung der Materiautech®-Materialbibliothek an der New Design University


Aktuelle Projekte

  • Materiautech: Materiautech® wurde entwickelt, um Kunststoffverarbeiter/innen, Designer/innen, Konstruktionsabteilungen und allen Interessierten die Innovationen und zahlreichen Lösungen, die Kunststoffe darstellen, näherzubringen. Unser Ziel ist es, alle Informationen über Werkstoffe, deren Anwendung und Verarbeitungsverfahren zu sammeln. Materiautech® ist somit ein Austauschort zwischen Produktdesigner/innen und Kunststoffherstellern. 
    Im Rahmen eines Kooperationsprojektes zwischen der New Design University, der Wirtschaftskammer NÖ und ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH wurde die Materiautech® Kunststoffmaterialbibliothek an der New Design University erstmals im deutschsprachigen Raum zugänglich gemacht.

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

Ausbildung/Beruf:

- Industrial Design Studium Universität für Angewandte Kunst, 2002-2007

- Doktorat-Studium der Naturwissenschaften, Universität für Angewandte Kunst, 2007-2012

- selbstständig als Produkt-Designer seit 2007,  www.philippaduatz.com 


Tätigkeitsfelder:

- Design, Produktentwicklung und -herstellung

- Materialforschung und -entwicklung: Fokus auf innovative Werkstoffe

- Lehrtätigkeit im Bereich angewandter Werkstoffwissenschaft

- Betreuung der Kunststoffmaterialbibliothek in Kooperation mit Materiautech und ecoplus

Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

 

 

> DI HERMANN AGIS, PhD, Zahnmediziner, Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik Wien.

 

Das Angebot im Detail

  • 4 Besuche pro Jahr
  • Regionen: Wien, Niederösterreich (wenn öffentlich erreichbar)

 

Anfallende Kosten für die Schule

  • Keine

 

Forschungsschwerpunkte

  • Tissue Engineering
  • Regeneration von oralem Gewebe
  • Entwicklung von innovativen in vitro Modellen

Aktuelle Projekte

  • Regeneration der Pulpa des Zahnes: Neben der Optimierung konservativer Therapiestrategien ist die Forschung an neuen regenerativen Strategien in der Endodontie immer mehr in den Fokus gerückt. Diese neuen Strategien zielen auf die Regeneration des Zahnmarks (Pulpa) und damit des Zahnes. Im „Tissue Engineering“ werden Methoden der Ingenieur-, Werkstoff- und Lebenswissenschaften kombiniert, um die Pulpa zu regenerieren.

  • Hypoxie-basierende Strategien zur Regeneration von oralem Gewebe: Ein neuer Ansatz zur Förderung der Heilung von Hart- und Weichgewebe zielt auf die „Sauerstoffsensoren“ der Zellen. Diese „Sauerstoffsensoren“ nehmen eine Schlüsselrolle in der Geweberegeneration ein, da sie die Bildung von Blutgefäßen regulieren. Wir forschen an der Anwendung von pharmakologisch simulierter Hypoxie als neues Tool zur Förderung der Regeneration von oralem Gewebe wie Zahnhalteapparat (Parodont), Knochen und Zahnfleisch (Gingiva).

  • Entwicklung innovativer neuer in vitro Testmodelle: Aus ethischen Gründen ist die Zahl an Tierversuchen möglichst gering zu halten. Das Konzept der 3R hat sich hier etabliert, um Tierversuche zu ersetzen (Replace), die Anzahl der Versuchstiere zu reduzieren (Reduce) und bestehende Praktiken und Prozeduren zu optimieren (Refine). Die Entwicklung neuer in vitro Testmethoden als mögliche Alternativen zu Tierversuchen ist folglich ein wichtiges Thema. Unsere Forschung zielt darauf ab, innovative Strategien zu entwickeln, um im Reagenzglas möglichst nah an die Situation im oralen Gewebe zu kommen.

 

Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    Hermann Agis maturierte an der AHS Rahlgasse 1999 und studierte Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur in Wien. Seine Dissertation führte er an der Medizinischen Universität Wien durch, wo er 2011 abschloss. Ein Erwin-Schrödinger-Stipendium ermöglichte ihm ein PostDoctoral Fellowship an der Dental School der University of Michigan in der Arbeitsgruppe von Prof. Giannobile in den USA. 2014 habilitierte er an der Medizinischen Universität Wien. Er erhielt zahlreiche Preise einschließlich des Rudolf Slavicek Awards und des Austrian Dental Awards und publizierte über 27 Fachartikel in internationalen peer-reviewten Journalen. Sein Engagement für Jungwissenschafter/innen zeigt sich in seinem Mitwirken in der Young Scientist Association der Medizinischen Universität Wien von 2010-2013, deren Präsident er von 2011-2012 war sowie seiner Tätigkeit als Mentor im SeniorMentoring Program sowie ScientMedNet Mentoring Program der Medizinischen Universität Wien.

     

    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

    Folgen in Kürze

     

     

    > DI Dr. ROLAND ALTON-SCHEIDL, Kommunikationsdesigner, FH Vorarlberg, Dornbirn. Forschungsbereich: Mediale Kommunikation

     

    Das Angebot im Detail

    • 4 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Wien, Vorarlberg, Tirol

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Keine

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Online Kommunikation
    • Cloud Services
    • Medienethik
    • Wirtschaftsethik
    • Lizenzfragen


    Aktuelle Projekte

    • probier amol: probier amol war ein Forschungsprojekt von 2013-2016 zum Thema Klimawandel, das die FH Vorarlberg unter anderem mit dem Energieinstitut und dem Ökologieinstitut in Vorarlberg durchführte. Unsere Forschungsfrage lautete: Wie können Leute motiviert werden, ihr Verhalten im Bereich Mobilität und Ernährung zu ändern? Unser Ansatz war, dies nicht durch noch mehr Bewusstseinsbildung zu machen, sondern über‘s Ausprobieren Leute zu animieren, weniger Fleisch zu essen und das Auto stehen zu lassen. Zusätzlich erzählten wir persönliche Geschichten über die Erfolge des Ausprobierens und verleiteten so zum Nachahmen. Wir unterstützten in Vereinen und Firmen mehr als 20 Experimente und bespielten zwölf Medienkanäle. Damit erreichten wir in Vorarlberg einen Bekanntheitsgrad der Marke von 17%, was ein relativer hoher Wert für so ein sperriges Thema ist.

    • Ethify Yourself: Was ist in der Werbung erlaubt? Wie können Unternehmen etwas gegen den Klimawandel tun? Nach welchen Werten wollen wir leben? Mit Fragen wie diesen beschäftigen sich FHV-Studierende in den Fächern Medienethik und Wirtschaftsethik. Aus Unterrichtsmaterialien entstand dazu die Medienplattform "Ethify Yourself". „Ethify Yourself“ zeigt Grenzen des Wachstums und die sich daraus ergebenden Chancen für einen nachhaltigen Lebensstil. Der Ethify Wertefächer wurde unabhängig von jedem Glauben entwickelt und fußt auf Menschenrechten und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Ethify Yourself wurde 2014 mit dem Sustainability Award 2014 im Handlungsfeld Kommunikation und Entscheidungsfindung ausgezeichnet.                                   

    • Creative Commons: Unter dem Motto "Wenn wir teilen, gewinnen alle" sollen Wissen und Kreativität auf legalem Wege verbreitet werden. Dies soll zu einem gerechterem Zugang zu Wissen und in der Folge auch zu mehr Produktivität führen. 

     

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    DI Dr. Roland Alton-Scheidl wurde 1964 in Zürich geboren, wuchs in Tirol auf, studierte in Wien Informatik und Medienkunst, forschte an der Forschungsstelle für Sozioökonomie an der Akademie der Wissenschaften und machte sich mit dem PUBLIC VOICE Lab 1994 selbstständig. Konzeption, Begleitung und Umsetzung zahlreicher Medien- und Forschungsprojekte, Lehrtätigkeit an der Uni Salzburg, an der KTH Stockholm und seit 2003 an der FH Vorarlberg. 2002 bis 2015 Vorstandstätigkeiten in den Genossenschaften osAlliance und ALLMENDA und nun im Vorstand der fairkom.eu Gesellschaft. Ehrenamtlich seit 2004 Sprecher von Creative Commons Österreich und 2006-2012 im Vorsitz der arge creativwirtschaft austria in der WKÖ.

    Blog, Publikationen und (not)-to-do-list auf http://roland.alton.at

    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

     

     

     

    > RUTH ANDERWALD, Künstlerische Forscherin/ Artistic Researcher, Akademie der Bildenden Künste Wien.

     

    Das Angebot im Detail

    • 3 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark
    • Individuelle Terminvereinbarung, bei Interesse melden Sie sich unter youngscience@oead.at
    • Besuche gemeinsam mit Leonhard Grond

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • In Wien: keine
    • In Niederösterreich, Burgenland, Steiermark: Ersatz der Fahrtkosten

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Der Taumel–Eine Ressource


    Aktuelle Projekte

    • Dizziness-A Resource: Seit März 2014 arbeiten Ruth Anderwald und Leonhard Grond an Dizziness-A Resource, ein Artistic-Research Projekt, bei dem das Künstlerduo an der Akademie der Bildenden Künste Wien gemeinsam mit einem multidisziplinären Team das kreative Potential des Taumels hinsichtlich künstlerischer, kunsthistorischer, philosophischer und naturwissenschaftlicher Gesichtspunkte untersucht.

     

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    Ruth Anderwald + Leonhard Grond arbeiten seit 1999 in den Bereichen Fotografie, Experimental Film und Installation.

    Seit 2012 kuratieren die Künstler die monatliche Filmreihe HASENHERZ im Kulturzentrum bei den Minoriten, an der Whitechapel Gallery, London (2013) und der Kunsthalle Wien (2012). In Anlehnung an den Schönberg’schen Verein für musikalische Privataufführung wird der Grundsatz, Kunst verstehen zu wollen, auf das Medium Experimentalfilm und -video erweitert.

    2007 erscheint ihr Künstlerbuch NOTIZEN ZU EINER KÜSTE, welches die erste Anthologie hebräischer Gegenwartslyrik in deutscher Sprache und ihre gleichnamige Fotoserie vereint.


    Ihre Arbeiten wurden u.a. in der Whitechapel Gallery, London, Ecole cantonale d'art de Lausanne, im CCA - Center for Contemporary Art, Tel Aviv, im Himalayas Art Museum (früheres Zendai MoMA), Shanghai, im Centre Pompidou, Paris und in der Tate Modern, London gezeigt.

    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

     

     

     

    > KATHARINA AUER, MA, Lektorin, Fachhochschule St. Pölten. Forschungsbereich: Soziale Inklusionsforschung

     

    Das Angebot im Detail

    • 4 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Wien, Niederösterreich

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Keine

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Lebens- und Sozialraumstudien
    • Soziale Arbeit und Sozialer Raum
    • Migrationsgesellschaft
    • Community Studies


    Aktuelle Projekte

    • Inklusions- und Exklusionspraxen im Kontext aktueller Migrationsbewegungen mit Fokus auf periphere Regionen Niederösterreichs: Ziel des Projekts ist es, einen Überblick über Inklusions- und Exklusionspraxen in niederösterreichischen Gemeinden zu erlangen. Dieser soll als Grundlagenpapier für die Etablierung von Migration im ländlichen Raum als Forschungsfeld dienen. Unter der Annahme, dass dieser Themenschwerpunkt in den nächsten Jahren enorm an Relevanz gewinnen wird, kann die Erarbeitung einer empirischen Wissensbasis über Migrations- und Inklusionszusammenhänge in weiterer Folge für eine evidenzbasierte Politik im Bereich Migration und Inklusion Anwendung finden.

    • Psychosoziale Gesundheit von Frauen: Durch gezielte Angebote sollen speziell sozial und finanziell benachteiligte Frauen und/oder Frauen mit Migrationshintergrund, ab dem 40. Lebensjahr in ihrem alltäglichen Gesundheitshandeln gefördert werden. Das Ziel der gegenständlichen wissenschaftlichen Begleitung ist es dieses Angebot wissenschaftlich zu begleiten. Die Ergebnisse aus dieser Begleitung dienen als Grundlage für eine etwaige Adaptierung des bedarfsorientierten Angebots.

     

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    Auer, Katharina forscht und publiziert zu den Themenschwerpunkten Lebens- und Sozialraumstudien, Sozialraumorientierte Soziale Arbeit und Migrationsgesellschaft. Ihr aktuelles Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit Hilfepraxen im Kontext aktueller Migrationsbewegungen mit Fokus auf periphere Regionen Niederösterreichs. 2010 bis 2012 arbeitete sie als wissenschaftliche Assistentin und Projektmitarbeiterin am Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung. Nach Abschluss des Studiums Soziale Arbeit wurde Frau Auer im März 2012 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am selben Institut angestellt. 2013 kamen Lehrtätigkeiten am Department Soziales der Fachhochschule St. Pölten zu ihrem Aufgabengebiet dazu. Seither arbeitet Frau Auer als Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Junior Researcher und Lektorin an der Fachhochschule St. Pölten.


    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

     

     

     

    > ROMAN BENEDER, MSc, Fachhochschule Technikum Wien (FHTW), Abteilung für Embedded Systems.

     

    Das Angebot im Detail

    • 4 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Keine

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Embedded Systems Software Design
    • PCB Design & Layout
    • Embedded Measurement Equipment
    • Embedded Applications
    • Realtime Operating Systems
    • etc.


    Aktuelle Projekte

    • OpenLab – Development of low-cost, open-source measurement equipment for courses dedicated to Embedded Systems: Das Kompetenzteam Open Lab beschäftigt sich mit der Realisierung von kostengünstiger, quelloffener und damit jederzeit erweiterbarer Laborinfrastruktur im Bereich Elektronik und Elektrotechnik (Oszilloskop, Signalgenerator, Voltmeter, Spannungsquelle, ...), die von Studierenden jederzeit auch mit nach Hause genommen werden kann. Übungen mit Laborequipment können damit zeit- und ortsunabhängig durchgeführt werden.

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    Ausbildung am TGM (HTL) in Elektronik & Biomedizinische Technik
    Ausbildung an der FH Technikum Wien (FHTW) in Elektronik & Embedded Systems
    ab Sept. 2010 - Lektor in div. Fächern und Bachelor -/ Masterstudiengängen (FHTW)
    ab Sept. 2011 – Betreuung von div. Bachelor -/ Masterarbeiten (FHTW)
    ab Nov. 2007 - Laborassistent in der Abteilung für Embedded Systems (FHTW)
    ab Okt. 2009 - Junior Researcher im Kompetenz Team Embedded Platforms (FHTW)
    ab Nov. 2012 - Junior Researcher im FFG Forschungsscheck Projekt Dandel.IO (FHTW)
    ab April 2013 - Junior Researcher im Ressel Zentrum (Christian Doppler Gesellschaft) Verifikation von Embedded Computing Systems (FHTW)
    ab April 2015 - Senior Researcher & Projektleiter des Kompetenzteams OpenLab (FHTW)

    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

     

     

    > Dr. ANDREAS BERGTHALER, Immunologe, CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Wien. Forschungsbereich: Virologie

     

    Das Angebot im Detail

    • 4 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Ersatz der Fahrtkosten (bei Schulen aus Niederösterreich und Oberösterreich)

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Virusinfektionen
    • Hepatitis
    • Lungenentzündung
    • Influenza
    • Stoffwechsel
    • Immunsystem
    • Immunpathologie


    Aktuelle Projekte

    • Wie das Immunsystem unsere eigene Leber schädigt: Hepatitisviren lassen die Leber leiden – das sieht man auf den ersten Blick. Gelbe Haut, dunkler Urin oder heller Stuhl: Die Symptome für das Versagen des zentralen Stoffwechselorgans sind durch den Farbstoff Bilirubin, der sich dabei anhäuft, leicht zu erkennen. Der Krankheitsverlauf ist dagegen hochkomplex: Die verschiedenen Virustypen lösen ganze Kaskaden an Immunreaktionen aus, im schlimmsten Fall führt die dabei entstehende Leberentzündung zum Tod. Obwohl die Krankheit schon seit vielen Jahrzehnten erforscht wird, konnte man die fatalen Schäden, die sie in der Leber anrichtet, bisher nicht erklären. In der jüngsten Studie der Arbeitsgruppe von Andreas Bergthaler am CeMM sowie weiteren internationalen Kollaborationspartnern aus Deutschland, der Schweiz, England, USA und Japan, wurde nun ein wichtiger Teil dieses Rätsels gelöst: Überraschenderweise spielt ein Abwehrmolekül des Immunsystems, das Protein Interferon, eine zentrale Rolle.

      Dabei ist seine Hauptaufgabe der Schutz vor Infektionen: Interferon schaltet in infizierten Zellen und dem umliegenden Gewebe ein Programm zur Abwehr der Eindringlinge an. Nicht nur bei Hepatitisviren, bei fast allen viralen und bakteriellen Krankheitserregern wird das Protein aktiv- doch es hat auch eine dunkle Seite. Bergthaler und seine Kollegen konnten zeigen, dass es zu einer Anhäufung gefährlicher Sauerstoffradikale in Leberzellen führt. Einerseits hemmt Interferon das Enzym Superoxid Dismutase 1 (SOD1), das für die Beseitigung der Radikale verantwortlich ist. Darüber hinaus erhöht es zusätzlich die Menge der zerstörerischen Sauerstoffverbindungen. Für die Zelle ist das verheerend: Sie erleidet schwere Schäden, die letztlich zum Zelltod führen. „Seit den 1960er Jahren wird das Interferon erforscht, eigentlich kennt man seine Wirkungsweise sehr gut. Dieser schädliche Effekt auf die Leberzellen war daher eine echte Überraschung“, beschreibt Andreas Bergthaler die Entdeckung.

      Weshalb ein Molekül, das für den Schutz vor Krankheiten gedacht ist, sich gegen den eigenen Körper richtet, darüber kann man nur spekulieren. „Es könnte sein, dass dieser Kollateralschaden letztlich sogar hilfreich im Kampf gegen die Viren ist, denn Reste der abgetöteten Zellen können das Immunsystem zusätzlich ankurbeln“, so Bergthaler.  Dies sei zwar noch reine Grundlagenforschung, betont der Forscher, noch sei keine Anwendung in Sicht. Aber in Zukunft könnte die Arbeit dazu beitragen, neue Behandlungsformen gegen virale Hepatitis zu entwickeln. Interferon ist auch an vielen anderen infektiösen und entzündlichen Erkrankungen beteiligt – auch hier könnte der neu entdeckte Mechanismus eine Rolle spielen. Und nicht zuletzt wird das Protein auch zur Behandlung nicht-infektiöser Krankheiten wie multiple Sklerose oder Krebs eingesetzt. Das neu gewonnene Wissen und weiterführende Experimente über seine Wirkungsweise könnten dabei helfen, Nebenwirkungen zu reduzieren.

    • Warum macht uns das Influenzavirus anfälliger für Bakterien und schwere Lungenentzündungen? Während der saisonalen Grippe-Epidemien verursachen Virusinfektionen der Atemwege Symptome, wie plötzliches hohes Fieber, Husten, Kopf- und Halsschmerzen, rinnende Nase, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein. Gruppen mit erhöhtem Gesundheitsrisiko können dabei sehr ernsthafte, manchmal lebensbedrohliche Erkrankungen entwickeln. Nicht selten ist die Auslöser dafür nicht das Grippevirus selbst, sondern sekundäre Bakterieninfektionen. Trotz der signifikanten klinischen und gesundheitsökonomischen Auswirkungen dieser sogenannten Superinfektionen sind die molekularen Ursachen für die erhöhte Anfälligkeit gegenüber Bakterien durch und nach Grippeerkrankungen bislang nur wenig untersucht und kaum verstanden. Ein Umstand, der nicht zuletzt die Entwicklung effektiver Therapien deutlich erschwert.

      Vorangegangene Studien haben gezeigt, dass schwere Krankheitsverläufe, wie zum Beispiel Lungenentzündungen, sehr häufig nicht vom Virus selbst verursacht werden. Vielmehr scheint der Auslöser die Unterdrückung des Immunsystems durch die Viren zu sein, die den Organismus anfällig für Superinfektionen macht. Der Gruppe von Andreas Bergthaler am CeMM und einem interdisziplinären Forscherteam von der Medizinischen Universität Wien sowie aus den USA und der Schweiz ist es gelungen, ein fehlendes Bindeglied  auf molekularer Ebene zu finden, das dieses Phänomen erklären könnte. Studienleiter Andreas Bergthaler: „Wir haben einen Mechanismus im molekularen Abwehrsystem der Zellen entdeckt, der darauf abzielt, unnötige und überschießende Entzündungsreaktionen bei einer Virusinfektion zu verhindern, um den Organismus nicht zusätzlich zu schädigen. Gleichzeitig führt diese Regulation aber auch dazu, daß der Körper in diesem Zeitraum anfälliger für Bakterien wird.“ Eine Schlüsselrolle kommt dabei dem Molekül Interferon zu, das bei der Abwehr von Viren eine zentrale Rolle einnimmt. Die neuen Erkenntnisse zeigen jedoch, daß Interferon auch die  die Bildung eines Enzyms anregt, das die Bakterienabwehr unterdrückt. Dieses Enzym mit dem Namen Setdb2 verändert die Struktur der DNA (Träger der Erbinformation) so, dass antibakterielle Gene weniger aktiv sind.

      Zusammenfassend ist es der Gruppe am CeMM gelungen, einen neuen Koppelungseffekt zwischen dem antiviralen Interferon und dem Enzym Setdb2 zu entschlüsseln, der die antibakterielle Immunabwehr als Konsequenz der Virusinfektion schwächt und deshalb zu gefährlichen Superinfektionen führen kann. Laufende und zukünftige Forschungen zielen nun darauf ab, das komplexe Zusammenspiel zwischen Virus, Setdb2, Bakterium und Immunsystem weiter zu durchleuchten. Das könnte in fernerer Zukunft neue Therapiemöglichkeiten eröffnen, mit dem Ziel, die Funktion von Setdb2 zu beeinflussen, um das Immunsystem von Influenza-Patienten und deren antibakterielle Widerstandskraft zu stärken.

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    1997-2003 Studium der Veterinärmedizin (Veterinärmedizinische Universität Wien, Österreich)

    7-9/2001 Klinische Übungen (Universität Edinburgh, Schottland)
    7-9/2002 Forschungspraktikum (Universität Tokyo, Japan)
    9/2003 Forschungspraktikum (Dänisches Veterinärinstitut, Dänemark)
    2004-2007 Doktorarbeit in Immunologie und Virologie (Universität und ETH Zürich, Schweiz)
    2007-2008 Postdoktorale Forschung (Universität Genf, Schweiz)
    2008-2011 Postdoktorale Forschung (Institute for Systems Biology, Seattle, USA)
    2011- Gruppenleiter am CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der    
    Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Wien, Österreich)


    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

     

     

     

    > Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. MATTHIAS BERTSCH, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Forschungsbereich: Music Performance Science

     

    Das Angebot im Detail

    • 4 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Ersatz der Fahrtkosten (nur wenn die Schule weiter als 40 km von Mödling entfernt ist)

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Praxisrelevante empirische Untersuchungen zum Musizieren, zur Spieltechnik und zu qualitativen Eigenschaften von Musikinstrumenten sowie deren akustische Wahrnehmbarkeit (Physiologische Akustik und Psychoakustik)


    Aktuelle Projekte

    • Was passiert beim Musizieren? Visualisierungstechniken der Tonerzeugung auf Blechblasinstrumenten: Moderne Techniken erlauben neue Einblicke in die komplexen Vorgänge, welche beim Musizieren vor sich gehen. Mit Hochgeschwindigkeitsaufnahmen wurden Paukenschläge in Zeitlupen dargestellt. Wärmebildkamerastudien ermöglichen es, besonders aktive Areale am Musiker zu finden, und diese im Anschluss auf Belastungen zu testen. Hierzu werden mit EMG (Elektromyografie) die Muskelaktivierungen gemessen. Zahlreiche weitere Untersuchungsmethoden bieten ein leichteres Verständnis über die Probleme beim Spiel der Instrumente.

    • Wie viel Druck entsteht eigentlich beim Trompetespielen? Mit einem speziellen Sensor wird der Druck ermittelt, mit dem Trompeter ihr Mundstück auf die Lippen pressen. Da mitunter bis zu 4 kg auf die Lippen gepresst werden, gilt es herauszufinden, wie die Belastung verringert werden kann. 

     

    • FIT ON STAGE: In diesem Projekt wird der Umgang mit mentalen und körperlichen Belastungen von MusikerInnen im Bereich der Popularmusik“ untersucht. Mittels Interviews mit österreichischen Musikern und einer großen Internetumfrage wurden die Problembereiche der Künstler erfasst. In einer großen Tagung wurden diese Aspekte diskutiert und Hilfestellungen angeboten.

     

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    Nach seinem Diplomstudium der Musikwissenschaft (1992) absolvierte er das Doktoratsstudium der Philosophie und Naturwissenschaften an der Universität Wien mit den Fachbereichen “Musikalische Akustik” und “Musikalische Physiologie”. Von 1992 bis 2007 war er als Mitarbeiter und ab 2003 als stellvertretender Institutsvorstand am Institut für Musikalische Akustik (IWK) tätig. 2003 habilitierte er im wissenschaftlichen Fach "Musikalische Akustik" an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Seinen Schwerpunkt bilden Forschungen zu akustischen, psychoakustischen und physiologischen Aspekten der Tonerzeugung auf Musikinstrumenten sowie Arbeiten zum Wiener Klangstil. Im Rahmen der Sensorikforschung machte er Weiterbildungen in Körperarbeit (Shiatsu) und eine Ausbildung zum Biofeedback-Trainer.
    Seit 2008 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Integrative Atem-, Stimm- und Bewegungsschulung am Institut für Musik- und Bewegungserziehung sowie Musiktherapie.

    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

     

     

     

    > Mag. Dr. SUSANNE BINDER, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien. Forschungsbereich: Kultur- und Sozialanthropologie

     

    Das Angebot im Detail

    • 4 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Wien, Niederösterreich (St. Pölten und NÖ West)

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Keine

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Flüchtlingsforschung
    • Migrationsforschung
    • Interkulturelle Bildung


    Aktuelle Projekte

    • Interkulturelles Mentoring für Schulen: Mehrsprachige Studierende mit Migrationserfahrung gehen einmal pro Woche an Schulen und unterstützen SchülerInnen mit Migrationshintergrund in ihrem Ausbildungsweg. Die MentorInnen haben die Schule in Österreich erfolgreich abgeschlossen, daher kennen sie besser als jede/r andere die Herausforderungen, Probleme und Angelegenheiten im Bildungskontext, vor allem in Bezug auf MigrantInnen und Deutsch als Zweitsprache. Sie sehen ihre Sprachenvielfalt sowie ihr kulturelles Hintergrundwissen als Bereicherung und haben ein gutes Einfühlungsvermögen für Kinder mit ähnlichen familiären Verhältnissen und Migrationserfahrungen.

      Durch ihre spezielle Unterstützung gelingt es oft, die SchülerInnen zum Lernen zu motivieren. Darüber hinaus ist es Ziel, ihnen ein positives Selbstwertgefühl in Bezug auf ihre Sprachkenntnisse sowie ihre ethnisch-kulturellen Identitäten zu vermitteln.

      Das Projekt läuft seit 2010 in Wien, seit 2013 wird es auch an Schulen in St. Pölten angeboten. Mit Jänner 2016 sind 36 MentorInnen tätig und begleiten Kinder an 18 VS und NMS in Wien sowie 5 VS und NMS in St. Pölten.


    • Bridging Gaps: Brücken bauen – Verbindungen schaffen: Im Projekt „bridging gaps“ wird anhand von technischen Fakten und Analysen zum Brückenbau und zum Lebenszyklus einer Brücke erarbeitet. Die Workshops werden für unterschiedliche Schulstufen und auch im Kindergarten angeboten. Die Schulkinder bekommen einen Einblick ins Thema „Brückenbau“, z.B. über die Planung, Kostenrechnung und Instandhaltung.

      In meinen Workshops in diesem Projekt vermittle ich die symbolische Bedeutung einer Überbrückung von sozialen Differenzen wie z.B. Bildungs- bzw. Herkunftsniveaus. Gemeinsam mit den SchülerInnen wird reflektiert, wie solche „social gaps“ überbrückt und konstruktiv bearbeitet werden können. Die jeweilige Situation in der Kindergartengruppe bzw. Schulklasse wird einbezogen und so können die Herausforderungen bei einer „sozialen Überbrückung“ erkannt werden.

      Durch die Entwicklung, Erprobung und Dokumentation eines neuen Ansatzes zu einer „integrierten Brückeninspektion“ und der Erarbeitung von Kostenanalysen werden die Aufgaben eines realen Forschungsprojekts veranschaulicht (im technischen Teil) und mit „sozialem Brückenbau“ verglichen.

      Als Abschluss des laufenden Projekts werden beide Formen der Brückenbildung in einer Wander-Ausstellung, die mit SchülerInnen der im Projekt vertretenen vier Bildungsstufen erstellt wird, zusammengefasst. Zusätzlich werden die Überlegungen und Inhalte in einem bildungsstufenübergreifenden Theaterstück und einem altersadäquaten „Nachhaltigkeitsquiz“ im Rahmen der Kindergarten- und Schulschlussfeste sowie an der FH St. Pölten interessierten SchülerInnen, Eltern, Angehörigen und PädagogInnen vorgestellt.

    • „Was ist eigentlich Migration?“ In einem Workshop bei der Kinderuni 2015 haben wir uns mit der Frage „Was ist eigentlich Migration?“ auseinandergesetzt.
      Mittels eines Quiz erarbeiten wir Begrifflichkeiten und wichtige Informationen rund um das Thema Migration und Asyl.

      Die SchülerInnen interviewen sich anschließend gegenseitig zu ihrer eigenen Migrationserfahrung – sei es eine persönliche oder Erfahrungen, die sie im familiären Kontext kennengelernt haben.
      Zentral steht in diesem Workshop die Vermittlung von kultureller und sprachlicher Vielfalt als „Normalität“ in einer pluralen Gesellschaft und eine gegenseitige Anerkennung und Stärkung im Selbstbewusstsein.

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    • Studium der Kultur- und Sozialanthropologie im 2. Bildungsweg von 1992-2003
    • Dissertation: Migration Segregation Integration. Konzept und Praxis Interkulturellen Lernens aus ethnologischer Perspektive. Ein Vergleich zwischen Österreich und den Niederlanden.
    • Diplomarbeit: Kindergruppe Schmetterling-Leptir. Eine ethnologische Untersuchung zu Integration und interkulturellem Zusammenleben am Beispiel eines österreichisch-bosnischen Integrationsprojektes.


    Einige Stationen meiner beruflichen Tätigkeiten:

    • Seit 2015 Researcher am Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung, Department Soziales an der FH St. Pölten, im FFG-Projekt „Brücken bauen – Verbindungen schaffen: bridging gaps“ (Talente Regional)
    • Seit 2009 Leitung, Organisation und Konzeption des Projekts „Interkulturelles Mentoring für Schulen“
    • 2012-2013 Workshop-Leiterin im Rahmen des Projekts „Zusammen.Reden“ von der Caritas NÖ (Workshops zum Thema Migration/Integration mit SchülerInnen an KMS in NÖ).
    • 2010-2011 Co-Organisation des Projekts „Interkulturelle Wirtschaftswelten“ an der HAK St.Pölten, gefördert von Kulturkontakt Austria und dem BMUKK im Rahmen von „Kulturelles Erbe – Gestalte die Zukunft“ (http://kulturleben.at/kulturerbe-zukunft) 
    • 2001-2001 Organisation, Konzeption und Leitung der Aktions- und Informationswoche „Heraus Forderung Migration“ anlässlich des UN International Migrant’s Day an der Universität Wien, vom 10.-14. Dezember 2001. Gemeinsam mit Dr. Kalny, Mag. Six-Hohenbalken und Dr. Rasuly-Paleczek
    • 2001-2004 Forschungsassistentin im Forschungsschwerpunkt „Lokale Identitäten und überlokale Einflüsse“ im Rahmen des Wittgensteinprojektes bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
    • 2000-2001 Organisation und Leitung des internationalen Kongresses „Refugee Studies and Politics: Human and Research Perspectives“ an der Universität Wien, vom 11.- 13. Jänner 2001. (gemeinsam mit Mag. Jelena Tošić). Publikation der Beiträge erschienen November 2002
    • 1999-2001 Projektmitarbeiterin und -koordinatorin für das Projekt „Praxis des Interkulturellen Lernens. Eine Fallstudie an Wiener und Niederösterreichischen Schulen.“ im Auftrag des bm:bwk
    • 1999-2000 Vertragsassistentin am Institut für Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien (Vertretung für Forschungs-Karenz)
    • seit 1999 Lehrveranstaltungen an der Universität Wien (Themen: Interkulturelle Bildung, Flüchtlingsforschung)
    • seit 2012 Lehrveranstaltungen an der FH St. Pölten/Soziale Arbeit (Thema: Diversität und Gender)
    • seit 1999 LehrerInnen-Fortbildungen an der PH Wien, KPH Krems sowie PH NÖ (Themen: Interkulturelle Bildung, Mehrsprachigkeit, Elternarbeit, Vorurteilsbewusste Bildung, Vielfalt des Islam)



    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

     

     

     

    > DI KERSTIN BÖCK, Universität für Bodenkultur Wien. Forschungsbereich: Flusslandschaftsplanung

     

    Das Angebot im Detail

    • 6 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Wien, Wien-Umgebung

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Ersatz der Fahrtkosten

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Wahrnehmung von Fließgewässern
    • Ökosystemleistungen
    • Mensch-Natur-Beziehung
    • Nachhaltigkeit


    Aktuelle Projekte

    • Traisen.w³: Wie können Funktionen an Fließgewässern bewertet werden und wie nehmen Jugendliche Flüsse wahr? Warum sind unsere Fließgewässer so stark beeinträchtigt?

      Am Beispiel der Traisen sollen ökologische (z.B. Erfüllung der Habitatfunktion) und kulturelle (z.B. Ästhetik, Erholungsleistung) Ökosystemleistungen in Flusslandschaften erhoben und dargestellt werden.

      Dabei wird einerseits mit vorhandenen Geodaten gearbeitet, andererseits werden von den Jugendlichen Kartierungen durchgeführt. Zusätzlich wird die Wahrnehmung von Flusslandschaften durch die Schüler/innen und deren in der Region lebenden Angehörigen mittels Fragebögen ermittelt. Die Ergebnisse sollen zu einer Bewertung der ökologischen und kulturellen Flusslandschaftsfunktionen der Traisen führen.

      Ein weiteres Ziel des Projekts ist die Förderung des Systemverständnisses bei Jugendlichen durch die Anwendung unterschiedlicher Kommunikations- und Bildungsmethoden z.B. modellieren die Schülerinnen und Schüler komplexe Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge in Flusslandschaften mittels der Lern-Software „DynaLearn".


    • Wahrnehmung von Ökosystemleistungen an Flusslandschaften: Anhand von zwei Fallbeispielen wird ermittelt, inwieweit unterschiedlichen Stakeholdergruppen das Ausmaß der verfügbaren Ökosystemleistungen bewusst ist. Außerdem wird untersucht, wie hoch deren Bedeutung eingeschätzt wird. Da das „Konzept der Ökosystemleistungen“ den Rahmen für diese Untersuchung bildet, wird weiters analysiert, wie das Konzept als solches von den angesprochenen Stakeholdern wahrgenommen wird. Obwohl dieses für die praktische Anwendung auf der Ebene der Politik und als Informationsinstrument für Entscheidungsträger/innen, auch im Wassersektor, gedacht ist, ist nicht geklärt, welche Rolle es tatsächlich in der Politik spielt und wie es von den angesprochenen Akteur/inen wahrgenommen wird.

      Berücksichtigung findet auch die Tatsache, dass die Wahrnehmungen der Stakeholder von einem unterschiedlichen Verständnis von und der Haltung gegenüber der Natur beeinflusst sind. Es soll daher untersucht werden, welches Verständnis von Mensch-Natur-Beziehungen bei unterschiedlichen Stakeholdern im Gewässermanagement gefunden werden kann. Die Projektergebnisse sollen als Grundlage für zukünftige Management- und Schutzkonzepte dienen.

     

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    • Seit 2014: Mitarbeit bei einem nationalen Sparkling Science-Projekt
    • Seit 2014: Leitung von Seminaren an der KinderUni BOKU
    • Seit 2012: Lehraufträge an der Universität für Bodenkultur Wien
    • Seit 2011: Doktoratsstudium im Rahmen des Doktoratskollegs Nachhaltige Entwicklung an der Universität für Bodenkultur Wien
    • Masterstudium „Wasserwirtschaft und Umwelt“ an der Universität für Bodenkultur Wien
    • Bachelorstudium „Umwelt- und Bioressourcenmanagement“


    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

     

     

    > Mag. LEO CAPARI, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien. Forschungsbereich: Technikfolgen-Abschätzung

     

    Das Angebot im Detail

    • 4 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Ersatz der Fahrtkosten

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Technik und Nachhaltigkeit
    • Partizipative Methoden
    • Soziale Netzwerkanalyse

    Aktuelle Projekte

    • Shopping Um(die)Welt: Im Rahmen des Projektes Shopping Um(die)Welt diskutieren bei einem Event im Oktober 2015 rund 80 Jugendliche über Aspekte von Konsum und Nachhaltigkeit. Dabei werden Themen wie der zunehmende Online-Handel,  der Einsatz von Konfliktmaterialien oder die Lebensdauer von Produkten, aber auch Maßnahmen zur Förderung von sozial fairem und umweltvertäglichem Konsum diskutiert.

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    • Leo Capari studierte Ökologie mit Schwerpunkt auf Humanökologie an der Universität Wien und ist seit Juli 2013 Junior Scientist im Bereich Technologie und Nachhaltigkeit am ITA. Nach seinem Studium war er Projektmitarbeiter an der Universität Wien. Am ITA beschäftigte er sich im Rahmen der Projekte PACITA und CIVISTI AAL einerseits mit den gesellschaftlichen Implikationen von umgebungsgestütztem Altern (Ambient Assisted Living) und andererseits mit der BürgerInnenbeteiligung an Forschungsprozessen (partizipative Methoden).

     

    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

     

     

    > Univ.-Prof. Mag. Dr. DANIELA G. CAMHY, Philosophin, Karl-Franzens-Universität Graz und Österreichische Gesellschaft für Kinderphilosophie, Graz. Forschungsbereich: Philosophie

     

    Das Angebot im Detail

    • 6 Besuche pro Jahr
    • Regionen: alle Bundesländer

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Ersatz der Fahrtkosten

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Sprachphilosophie
    • Linguistik
    • Ethik
    • Praktische Philosophie
    • Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen
    • Philosophiedidaktik
    • Politische Bildung
    • Menschenrechte
    • Demokratieverständnis
    • etc.


    Aktuelle Projekte

    • Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen: Der Ausgangspunkt des Philosophierens mit Kindern und Jugendlichen ist das Staunen und Wundern. Neugier und Wissbegierde führen zu einer forschenden Auseinandersetzung mit verschiedensten Phänomenen und Fragen.

      Gemeinsam zu „forschen“ und nach Antworten zu suchen, das ist der philosophische Ansatz wie Heranwachsende das Begründen lernen, Zusammenhänge erkennen, logisches und hypothetisches Denken üben, folgerichtige Schlüsse ziehen, Analogien bilden, Kriterien entwickeln und definieren lernen.

      Sokratisch gemeinsames Entdecken, Forschen, Denken und „Verstehen lernen“, stehen im Mittelpunkt. Dies bedeutet, bereits Kinder in wissenschaftliche Reflexionen, Diskussionen und in eine ganz besondere Art des Dialogs einzubeziehen, um ihren Wissendurst, ihr Denken, ihre Sprachkompetenzen durch das philosophische Fragen und Forschen zu fördern und ihre Lernfähigkeit nachhaltig zu verbessern.

    • PEACE- Philosophical Enquiry Advancing Cosmopolitan Engagement: Der Schwerpunkt des PEACE Projekts liegt vor allem in der Entwicklung, Erprobung und Bewertung eines neuen Curriculums (philosophische Kinder- und Jugendbücher sowie dazugehörige Handbücher für Lehrende), das kosmopolitisches Engagement sowie den interkulturellen Dialog ins Zentrum des Interesses stellt.

      PEACE leistet mit diesem Curriculum einen Beitrag zur pädagogischen Praxis, in dem Lehrende bei ihrer speziellen beruflichen Entwicklung unterstützt werden und neue Lehrmethoden und Materialien kennenzulernen, mit dem Ziel alle Kinder und Jugendliche in ihrer Denk- und Persönlichkeitsentwicklung besser zu fördern.

      Das Curriculum wird Ende 2015 auf Englisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch, Hebräisch und Arabisch veröffentlicht.

      ProjektpartnerInnen: University of Naples Federico II – Department of Humanities (Neapel/ Italien), Asociación Centro de Filosofía para Niños (Madrid/ Spanien), Israeli Center for Philosophy in Education-Philosophy for Life (Jerusalem/ Israel) und Österreichische Gesellschaft für Kinderphilosophie (Graz/ Österreich)

     

    • SUSTAINICUM – Nachhaltigkeit philosophisch hinterfragt: SUSTAINICUM ist ein Kooperationsprojekt der Universität für Bodenkultur Wien, der Karl-Franzens-Universität und der Technischen Universität Graz. Es zielt darauf ab, Themen der Nachhaltigkeit aus der Sicht verschiedener Fachgebiete in die universitäre Lehre einzubringen. Die Hauptaufgabe besteht darin, einen offenen Pool an Inhalten und Materialien zur Erlebbarmachung von Begriffen, Prozessen und Zusammenhängen mit Nachhaltigkeitsbezug aufzubauen.

      Die Themenbereiche sind Klima, Energie, Ressourcen, Wachstum, Resilienz und Risiko, sowie andere Aspekte wie Bildung und lebenslanges Lernen, nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung, Gesundheit und Lebensqualität, Menschenrechte, Mobilität und viele mehr.

      Diese Konzepte mit Nachhaltigkeitsbezug können in Form von kleinen Experimenten, Real- oder Computerspielen, Simulationen, kreativen oder systemischen Techniken – mit pädagogisch-didaktischen Methoden angereichert – im Unterricht eingesetzt werden. 

     

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    Studium der Philosophie, Psychologie, Pädagogik und Germanistik, Internationales Projektmanagement u.a. Sponsion, Promotion Dissertation „Karl Bühlers Sprachtheorie“, Ehrendoktorat der Montclair State University, USA. Associate Professor am „Research Center for Language and Semiotic Studies“ an der Indiana State University in Bloomington und Praktikum und Studien an der „Speech and Hearing Clinic“ an der Indiana State University, USA. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut medizinische Psychologie, Hochschulassistentin am Institut für Erziehungswissenschaften und Lehrende an der Karl-Franzens-Universität Graz, der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, an der Universität Hamburg, am Trinity College Dublin, an der Universität Padua und an der Aegean University auf Rhodos. Erstes Forschungsprojekt und erste Schulversuche auf dem Gebiet der Kinderphilosophie in Europa.

     

    Organisation und Durchführung von Forschungsprojekten und 28 EU-Projekten mit Partnerinnen und Partnern aus Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Israel, Italien, Lettland, Litauen, Malta, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Schottland, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Türkei, Ungarn und Zypern.


    Vortragstätigkeiten an Universitäten in Australien, Brasilien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Irland, Israel, Italien, Japan, Kanada, Kroatien, Liechtenstein, Litauen, Mexiko, Niederlande, S-Korea, Schweiz, Slowenien, Spanien, UK, Ungarn und USA.

     

    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

     

    und alle einzelnen Bausteine, z.B.:

     

     

    > Dr. BEATE CESINGER, Unternehmensforscherin, New Design University, St. Pölten. Forschungsbereich: Entrepreneurship und Innovation

     

    Das Angebot im Detail

    • 6 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Wien, Niederösterreich, Salzburg, Tirol

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Keine

     

    Forschungsschwerpunkte

    • Unternehmensgründungen und Unternehmertum
    • Familienunternehmen
    • Internationalisierung


    Aktuelle Projekte

    • Die Dunkle Triade im unternehmerischen Kontext: Die Dunkel Triade – subklinische Psychopathie, Narzissmus und Machiavellismus – sind Persönlichkeitsmerkmale, die von Egoismus, emotionaler Kälte, Neigung zur Duplizität, Streben nach Macht, Status und Dominanz sowie überhöhter Selbstdarstellung gekennzeichnet sind. Diese negativen individuellen Merkmale beeinflussen dementsprechend auch Organisationen und können negative Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis haben. Das Projekt untersucht folglich, welche Auswirkungen die Dunkel Triade auf den Unternehmenserfolg und unternehmerisches Verhalten hat.

    • Sozioemotionale Werte und Internationalisierung von Familienunternehmern: Die Internationalisierungstheorie berücksichtigt nicht die Spezifika von Familienunternehmen und den hohen Stellenwert, den sie sozioemotionalen Werten beimessen (socio-emotional wealth). Dies hat zur Folge, dass die Aussagekraft etablierter Internationalisierungstheorien (z. B. Johanson und Vahlne's Uppsala Modell aus 2009) und ihrer essenziellen Prädiktoren (Kooperationsintensität, Netzwerkvertrauen und internationale Marktkenntnis) in Frage für Familienunternehmen gestellt werden müssen.

     

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

    • Seit 07/2016: Rektorin und Geschäftsführerin (interimistisch) an der New Design University, St. Pölten.
    • Seit 09/2014: Professorin in Entrepreneurship & Innovation; Studiengangsleiterin des M. Sc. Entrepreneurship & Innovation an der New Design University, St. Pölten.
    • 11/2013 - 08/2014: Assistenzprofessorin in Entrepreneurship an der Groupe Sup de Co Montpellier Business School, Montpellier, Frankreich. 
    • 10/2013: Doktorat an der Universität Utrecht, Niederlande.
    • 09/2012 - 10/2013: Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Groupe Sup de Co Montpellier Business School, Montpellier, Frankreich. 
    • 03/2010 - 08/2012: Projektleiterin des Forschungsvorhabens „Durch Selbstständigkeit zur Doppelkarriere? Berufs-, Partnerschafts- und Lebenskonzept erfolgreicher Gründerinnen" am Stiftungslehrstuhl für Entrepreneurship an der Universität Hohenheim, Stuttgart, Deutschland gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Europäischen Sozialfonds (ESF). 
    • 08/2006 - 03/2010: Geschäftsführerin des Center of Entrepreneurship an der Universität Hohenheim, Stuttgart, Deutschland und wissenschaftliche Beratung der bundesweiten Gründerinnenagentur (bga) an der Universität Hohenheim, Stuttgart, Deutschland gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
    • 11/2005: Diplom in Wirtschaftsgeographie, Betriebswirtschaftslehre und Interkultureller Kommunikation an der Ludwig-Maximilians-Universität, München, Deutschland. 

     

     

    > Mag. BARBARA COVARRUBIAS VENEGAS, Personalmanagerin, Fachhochschule Wien. Forschungsbereich: Personalmanagement und Organisation

     

    Das Angebot im Detail

    • 4 Besuche pro Jahr
    • Regionen: Wien, Kärnten

     

    Anfallende Kosten für die Schule

    • Keine

     

    Forschungsschwerpunkte

    • HR Rollen und HR Kompetenzen
    • Internationales Personalmanagement
    • Neue Arbeitswelten
    • Altersdiversität
    • Organisationskultur
    • Interkulturelles Management

    Aktuelle Projekte

    • HR Progress: Welche Kompetenzen brauchen Personalist/innen? Jede Berufsspate benötigt unterschiedliche Fähigkeiten, um den täglichen Anforderungen gerecht zu werden. Es ist für jede/n MitarbeiterIn wichtig zu wissen, was in der Arbeit von ihm/ihr erwartet wird. Daher entwickelt das Projekt "HR PROGRESS" ein Modell zu Kompetenzen, die PersonalistInnen in ihrer Arbeit brauchen.

      Hintergrund
      Ein Unternehmen definiert sich nicht nur über die Produkte oder die Dienstleistungen, die es anbietet und verkauft. Seit dem Übergang in die Wissensgesellschaft gelten MitarbeiterInnen als die wichtigste Ressource von Unternehmen. Durch das Zusammenspiel von gut ausgebildeten MitarbeiterInnen und Führungskräften und effizienten Prozessen optimieren Unternehmen ihre Wertschöpfung und können ihre Position auf dem Markt stabilisieren bzw. ausbauen.
      Die Aufgaben des Personalmanagements haben sich im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte sehr stark weiterentwickelt und wurden sowohl vielfältiger als auch spezialisierter.

      Zielsetzung
      Die Weiterentwicklung der Fähigkeiten und Kompetenzen von Personalverantwortlichen ist somit von besonderer Wichtigkeit. Durch diese Vielfalt an Aufgaben im Bereich Personalmanagement haben die Diskussionen über veränderte Kompetenzanforderungen im Personalbereich zunehmend an Bedeutung gewonnen. Das HRProgress Forschungs- und Lehrteam stellt im Rahmen des Projektes ein Kompetenzmodell für den Personalbereich vor.

    • Herausforderungen an HR: DNA DasNeueArbeiten - neue Arbeitswelten: Projektkurzbeschreibung
      Sich mit DNA DasNeueArbeiten, also der neuen Arbeitswelt zu befassen ist dringend und wichtig. DasNeueArbeiten DNA steht vor allem für die Weiterentwicklung in unserer Kommunikation und Zusammenarbeit durch die richtige Integration und Anwendung neuer Technologien und das bewusste Zulassen von unverbindlicher Kommunikation. Somit für mehr Vertrauen in der Zusammenarbeit. Darüber hinaus geht es um Mobile Working, Desk Sharing, Vertrauensarbeitszeit, virtuelle Teams, Work-Life Balance, flexible Karrieren uvm. Durch fortschreitende technologische Entwicklungen, zunehmenden Kostendruck und Internationalisierung wird Flexibilität für Unternehmen erfolgskritisch – dies bringt mitunter vielfältige Herausforderungen, welche es seitens HR zu begleiten gilt.

      Forschungsziel
      Diese Studie hat das Ziel die Herausforderungen zu erforschen, welche sich durch die Veränderung der Arbeitsumgebung, Arbeitswelt u.a. für das Human Resource Management ergeben.

    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

      Barbara Covarrubias Venegas ist Forscherin und Lektorin am Institut für Personal & Organisation an der FHWien der WKW. Während und nach dem Studium der Betriebswirtschaft an der Universität Klagenfurt Auslandsaufenthalte in Italien, Spanien, Chile, Mexiko. Barbara ist Vorsitzende von SIETAR Austria www.sietar.at (Society for Intercultural Education, Training and Research) und leitet die Kommunikationsagenden sowie akademischen Agenden von SIETAR Europa. Barbara ist ausgebildete Wirtschaftstrainerin und Coach, sowie hat Zusatzausbildungen im Bereich Interkulturelle Kompetenzen am Interkulturellen Zentrum in Wien absolviert. Lehrtätigkeit an verschiedenen Hochschulen: FH Joanneum, IPAG Paris/Frankreich, IPAG Nice/Frankreich, Vilnius Gediminas Technical University/Litauen, Azerbaijan Tourism Institute.
      Dissertation mit dem Themenschwerpunkt „Altersdiversität in Organisationen“.

      Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

       

       

      > ANA DJURICIC, MSc., Projektassistentin, Abteilung für Geodäsie und Geoinformation, Technische Universität Wien. Forschungsbereich: Geoinformation

       

      Das Angebot im Detail

      • 4 Besuche pro Jahr
      • Regionen: Wien, Wien-Umgebung

       

      Anfallende Kosten für die Schule

      • Ersatz der Fahrtkosten

       

      Forschungsschwerpunkte

      • Photogrammetrie
      • 3D-Laserscanning


      Aktuelle Projekte

      • Ein Austernriff in Niederösterreich - das verschwundene Meer: Im Geo-Edutainment Park "Fossilienwelt Weinviertel" bei Stetten im Norden von Wien gibt es das weltweit größte fossile Austernriff. Mit Laserscanning können Oberflächen in Millimeter-Auflösung dokumentiert werden. Laserscanning hat sich zu einer Standardmethode für 3D-Datenerfassung und automatische Objekterkennung in verschiedenen Situationen entwickelt.

      Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

          • Seit 2014: Projektassistent (FWF) am Institut für Geodäsie und Geoinformation, TU Wien, Österreich
          • 2013: Gastwissenschaftler (1 Jahr) am Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Deutschland
          • 2010 - 2012: Institut für Geodäsie und Geoinformatik, Fakultät für Bauingenieurwesen, Universität Belgrad, Serbien; Masterarbeit Thema: "Extraction of Forest Roads from Airborne Laser Scanning Data"
          • 2012: Masterarbeit Forschung (4 Monate) - OeAD-Programm am Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung, Technische Universität Wien, Österreich
          • 2012: Praktikum (3 Monate) - IAESTE-Programm am Bundesinstitut für Bildung, Wissenschaft und Technik, Minas Gerais, Brasilien
          • 2011: Die Oracle Academy (SQL-Programmierung)
          • 2007 - 2010: Institut für Geodäsie und Geoinformatik, Fakultät für Bauingenieurwesen, Universität Belgrad, Serbien; Bachelorarbeit Thema: "Räumliche Analyse der Biotop von Belgrad mit ArcGIS-Software"

             

            Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

             

             

            > Univ.-Prof. Dr. MICHAEL DRMOTA, Dekan der Fakultät für Mathematik und Geoinformation, Technische Universität Wien. Forschungsbereich: Diskrete Mathematik

             

            Das Angebot im Detail

            • 2-3 Besuche pro Jahr
            • Regionen: Wien, Wien-Umgebung

             

            Anfallende Kosten für die Schule

            • Keine

             

            Forschungsschwerpunkte

            • Probablistische und analyitsche Kombinatorik
            • Zahlentheorie


            Aktuelle Projekte

            • Shape Characteristics of Planar Maps and Planar Graphs: Dieses Projekt ist ein Teil des vom FWF geförderten Spezialforschungsbereichs (SFB) „Algorithmic and Enuerative Combinatorics“. Ziel dieses Projektes ist es, das typische Verhalten von großen ebenen Graphen mit mathematischen Methoden zu untersuchen. Beispielsweise kann eine Landkarte oder ein Straßennetz als ebener Graph interpretiert werden. 

             

            • Subsequenes of Automatic Sequences and Uniform Distribution: Dieses Projekt ist ein Teil des vom FWF geförderten Spezialforschungsbereichs (SFB) „Quasi-Monte Carlo Methods: Theory and Applications“. Ziel dieses Projekts ist es, ein vollkommen neues Konzept zur Generierung von Pseudo-Zufallszahlen zu entwickeln, wobei Teilfolgen von sogenannten automatischen Folgen betrachtet werden.

             

            Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

              • Seit 2013: Korrespondierendes Mitglied der Österr. Akademie der Wissenschaften
              • 2010-2013: Vorsitzender der Österreichischen Mathematischen Gesellschaft
              • Seit 2013: Dekan der Fakultät für Mathematik und Geoinformation (TU Wien)
              • 2006-2012: Leiter des Nationalen Forschungsnetzwerks des FWF "Analytic Combinatorics and Probabilistic Number Theory"
              • 2004-2012: Vorstand des Instituts für Diskrete Mathematik und Geometrie (TU Wien)
              • 2006: Univ.-Prof. für Diskrete Mathematik (TU Wien)
              • 1992: Habilitation (TU Wien)
              • 1986: Promotion (Dr.techn., TU Wien)

               

              Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

               

               

              > Ao Univ. Prof. Dr. DI ISABELLA ELLINGER, Zellbiologin, Medizinische Universität Wien.

               

              Das Angebot im Detail

              • 4 Besuche pro Jahr
              • Regionen: Wien, Niederösterreich

               

              Anfallende Kosten für die Schule

              • Keine

               

              Forschungsschwerpunkte

              • Ich bin Zellbiologin und ein Schwerpunkt meiner Arbeit sind Untersuchungen zur Aufnahme und zum Transport von mütterlichen Makromolekülen (wie IgG) in der Plazenta, dem wichtigen Organ, das während der Schwangerschaft gebildet wird, die Grenze zwischen mütterlichem und kindlichen Blutkreislauf darstellt und erstaunlich viele wichtige Funktionen im Verlauf der Schwangerschaft hat. Außerdem interessiere ich mich für die Anwendung und Weiterentwicklung der automatisierten Mikroskopie.


              Aktuelle Projekte

              • Quecksilber Toxikokinetic in der humanen reifen Plazenta: Das Schwermetall Quecksilber ist ein ubiquitärer Schadstoff mit hohem neurotoxischem Potential. Die pränatale Quecksilberbelastung vor allem mit organischem Methylquecksilber (MeHg), das über den Verzehr von kontaminiertem Fisch aufgenommen wird, kann die neurologische Entwicklung von Kindern beeinträchtigen. In den letzten Jahren mehren sich Hinweise, dass bereits sehr geringe MeHg-Belastungen schädigen können. MeHg passiert sowohl die Plazenta als auch die Blut-Hirnschranke und akkumuliert in Nieren, Leber und Gehirn des Fetus. Das Neugeborene zeigt im Mittel eine höhere Belastung als seine Mutter, ein aktiver Quecksilber-Transport über die Plazenta wird daher vermutet. Insgesamt variiert die Menge an Quecksilber, die den Fetus erreicht, sehr stark von Individuum zu Individuum; dies unabhängig von den jeweiligen Fischverzehrgewohnheiten. Dieser Umstand legt nahe, dass der individuelle genetische Hintergrund beeinflusst, welche Menge an Quecksilber die Plazenta speichern bzw. in Richtung Fetus transportieren kann.

                Hinsichtlich pränataler Quecksilberbelastung kommt der Plazenta bzw. jenen genetischen Faktoren, die die Funktion der Plazenta in Bezug auf Transport und Speicherung von Quecksilber determinieren, also eine Schlüsselrolle zu. Obwohl seit Jahrzehnten bekannt ist, dass Quecksilber stark neurotoxisch wirkt und zudem ungehindert die Plazenta passiert, ist unser Wissen zu den Mechanismen des Plazentatransfer äußerst gering. Aus Tierexperimenten und in vitro Studien ist bekannt, dass Quecksilber über Aminosäuren-Transporter in die Zelle geschleust wird, im Zellinneren an Metallothioneine und Glutathion gebunden und somit entgiftet wird, und die Zelle über sogenannte ABC-Transporter wieder verlässt. Eine Reihe weiterer Kandidatenproteine soll in die zelluläre Toxikokinetik (Aufnahme, Biotransformation, Verteilung und Abtransport) von Quecksilber involviert sein. Insgesamt handelt es sich dabei um 25 Kandidaten-Proteine bzw. –Gene, die in diesem Projekt untersucht wurden . Die Ergebnisse werden dazu beitragen, unser Wissen zur plazentaren Quecksilber-Toxikokinetik in beträchtlichem Ausmaß zu erweitern. Diese Kenntnisse können auch für den Plazenta-Transport anderer Schadstoffe und den Quecksilbertransfer über andere Membranen (Leber, Niere, Blut-Hirnschranke) von größter Bedeutung sein. Schlussendlich ermöglichen die neuen Erkenntnisse, die genetisch suszeptiblen Risikogruppen zu erkennen und geeignete Präventivmaßnahmen bzw. neue Therapieansätze für diese zu entwickeln.

              • CaSR-Biomedicine: Der Kalzium-sensitive Rezeptor (CaSR) ist nicht nur der Hauptregulator des Kalzium-Stoffwechsels, sondern er ist auch an den meisten physiologischen Prozessen zur Aufrechterhaltung normaler Körperfunktionen beteiligt. Forschungserkenntnisse zeigen, dass eine abnormale Funktion und/oder Expression des CaSR eine wichtige Rolle bei der Entstehung bzw. dem Fortschreiten sogenannter „non-communicable diseases (NCDs)“ wie der Alzheimer-Demenz, kardiovaskulären Erkrankungen, Diabetes, Krebs und degenerativem Muskelabbau spielen. Diese Erkrankungen machen weltweit 25 Prozent aller Krankheitsfälle aus.

                Unterschiedliche Krankheiten – gleicher Ansatzpunkt
                G-Protein-gekoppelte-Rezeptoren (GPCRs) wie der CaSR stellen ein molekulares Ziel für mehr als 35 Prozent aller modernen Arzneimittel dar. Daher sollen im Marie Sklodowska-Curie European Training Network (ETN) „CaSR-Biomedicine“ in 14 multi-disziplinären Einzelprojekten nicht nur grundlagenorientierte Fragestellungen zu Zelltyp- und Liganden-spezifischen Signaltransduktionswegen des CaSR untersucht, sondern vor allem Effekte und Anwendbarkeit CaSR-gerichteter Therapeutika aufgeklärt werden. Untersucht werden dabei mit dem Alterungsprozess assoziierte Erkrankungen (Alzheimer-Demenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Muskelschwäche) und verschiedene Krebsleiden wie das Neuroblastom sowie  Dickdarm- und Brustkrebs.

                Mit dem auf vier Jahre angelegten und mit 3,6 Millionen Euro dotierten Marie Sklodowska-Curie European Training Network (ETN) „CaSR-Biomedicine“ aus dem Horizon-2020-Call holte Enikö Kallay bereits zum zweiten Mal innerhalb von fünf Jahren ein EU-Projekt an die MedUni Wien. Ihr obliegt neben der Gesamtkoordination des gemeinsam mit 13 internationalen Kooperationspartnern aus acht Ländern durchgeführten Programmes auch die Leitung der Forschungsaktivitäten seitens der Medizinischen Universität Wien. Sie wird bei der Projektabwicklung und -umsetzung von Sabina Baumgartner-Parzer von der Klinischen Abteilung für Endokrinologie & Stoffwechsel (Universitätsklinik für Innere Medizin III) und Isabella Ellinger (Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung) unterstützt.

              Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

              Ich wurde als Lebensmittel- und Biotechnologin an der BOKU ausgebildet und bin im Zuge meiner Doktorarbeit an die Medizinische Universität gekommen. Hier habe ich mich im Fach Zellbiologie habilitiert. Ich bin vor allem in der Grundlagenforschung und im Unterricht tätig und finde diese Arbeit auch nach 25 Jahren spannend und stimulierend. Meine Arbeitsgruppe untersucht mit unterschiedlichsten Methoden in Zell- und Organkultursystemen vor allem Funktionen der humanen Plazenta.  Die Plazenta ist ein faszinierend vielseitiges und wichtiges Organ (Stichwort: „Fetal Programming of Disease“), das aber auch zu Schwangerschaftsassoziierten Erkrankungen wie etwa der Präeklampsie, deren frühe Diagnose und Therapie immer noch schwierig sind, beitragen kann. Ich unterrichte sehr gerne und freue mich, wenn sich Medizinstudenten im Rahmen ihrer Diplomarbeiten für die (Grundlagen-)Forschung begeistern lassen. Über Talente-Praktika (FFG) oder die Kinderuniversität versuche ich auch Schülern und Kindern die Freude am Forschen nahezubringen. Dieses Interesse an der Forschung und die Freude am lebenslangen Lernen möchte ich auch gerne als Young Science-Botschafterin weitergeben.

              Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

               

               

              > Dr. IRA G. FEDERSPIEL, Universität Wien. Forschungsbereich: Zoologin/Verhaltensforscherin bei Papageien, Rabenvögeln und Staren

               

              Das Angebot im Detail

              • 2-3 Besuche pro Jahr
              • Regionen: Wien

               

              Anfallende Kosten für die Schule

              • Keine

               

              Forschungsschwerpunkte

              • Kooperation
              • Soziales Lernen
              • Persönlichkeit
              • Soziale Vergleichsprozesse
              • Anpassung an städtische Lebensräume
                         


              Aktuelle Projekte

              • Die Einwanderung von Hirtenstaren in Australien: Hirtenstare, nahe Verwandte unserer heimischen Stare, sind natürlich heimisch in Asien, sind aber auch Meister im Einwandern in anderen Ländern, wie z.B. in Australien. Der Vergleich von Populationen im ländlichen und im städtischen Bereich dort gibt Aufschluss darüber, weshalb diese Vögel so erfolgreich in der Anpassung an neue, menschen-gemachte Umgebungen sind. Wir haben herausgefunden, dass Hirtenstare, die in der Stadt leben, weniger Angst haben vor neuen Dingen, ihre Umgebung mehr erkunden, innovativer sind und weniger Angst haben vor Menschen als Hirtenstare aus ländlichen Bereichen. Diese Eigenschaften könnten der Grund dafür sein, dass Hirtenstare in der Stadt so gut überleben und daher so erfolgreich beim Einwandern in neue Lebensräume sind.

               

              • Soziale Vergleichsprozesse bei Aaskrähen: Soziale Vergleichsprozesse beim Menschen sind allgegenwärtig. Keine Meinung über uns selbst ist absolut – stets vergleichen wir uns mit anderen und basieren darauf Rückschlüsse über unser Können und Wissen, unsere Fähigkeiten und Eigenschaften. Werden wir gefragt, wie sportlich wir sind, hängt unsere Antwort beispielsweise davon ab, ob wir uns mit einer sehr sportlichen oder einer sehr unsportlichen Person vergleichen. Auch unsere Leistung ist beeinflussbar. Arbeiten Menschen an einem Computer nebeneinander und bekommen sie Feedback-Töne für richtig gelöste Aufgaben, verbessern sie sich, wenn sie hören, dass ihr Nachbar ein bisschen besser arbeitet als sie selbst. Ist ihr Sitznachbar jedoch viel besser als sie selbst, verbessert sich die Leistung nicht – als sie sich denken würden „das kann ich ohnehin nicht erreichen“. Ähnliche Einflüsse haben wir bei Raben- und Nebenkrähen gefunden, die nebeneinander an einem Touchscreen-Computer arbeiteten.

               

              • Soziales Lernen bei Dohlen: Um ein Problem zu lösen, z.B. wie man eine unbekannte Frucht öffnet, kann man entweder individuell oder sozial Lernen. Beim individuellen Lernen probiert man selbst aus, bis man zur Lösung des Problems kommt. Individuelles Lernen ist sehr zeitintensiv, jedoch aber detailliert und auf andere Kontexte übertragbar, weil man eben selbst herumprobiert hat und daher das Problem in all seinen Details kennt. Beim sozialen Lernen beobachtet man jemanden, der die Lösung des Problems bereits kennt. Diese Art des Informationsgewinns geht sehr schnell und ist daher ‚billig‘, jedoch ungenau und nicht leicht auf andere Kontexte übertragbar. Soziales Lernen wird oft beeinflusst von Charakteristika der Beteiligten. Beispielsweise könnte man lieber von einem Älteren, Ranghöheren, Erfahreneren, etc. lernen. Auch im Tierreich sind diese Einflüsse häuftig. Weiters wird oft beobachtet, dass vor allem junge Tiere sehr viel Zeit in Lernen, auch individuelles Lernen, investieren, da sie zu Beginn ihres Lebens Information über ihre Umwelt für ihr weiteres Leben sammeln müssen. Bei Dohlen haben wir herausgefunden, dass ältere und jüngere gleichermaßen den Ort einer Futterquelle sozial lernen, jedoch nur die jungen im Anschluss das Öffnen der Futterquelle individuell lernen, weil sie unablässig probieren, bis sie die Lösung finden. Das liegt vermutlich an dem Drang, in jungen Jahren Information sammeln zu müssen.

               

              Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

              1991 – 1999    Bundesrealgymnasium Auf der Schmelz 4, Wien
              1999 – 2006: Studium und Diplomarbeit, Universität Wien (Biologie-Studium mit Schwerpunkt Zoologie und Diplomarbeit in Zoologie/Verhaltensforschung)
              2006 – 2010: PhD, University of Cambridge, UK (Doktorarbeit in Zoologie/Verhaltensforschung)
              2010: Forschungsassistentin an der Universidad de Valladolid, Spanienm (Forschung mit Rabenkrähen)
              2011 – 2013: Projektmanagerin bei der the Austrian Breast and Colorectal Cancer Study Group (klinische Brustkrebsforschung)
              2013 –2014: Post-Doc an der Universität zu Köln in Kollaboration mit der Universität Wien und dem Deutschen Primatenzentrum (Studien zu sozialen Vergleichsprozessen bei Aaskrähen)
              2014: Post-Doc an der University of Newcastle, Australien/dem Department für Kognitionsbiologie Universität Wien (Studien zur Kognitionsbiologie der eingewanderten Hirtenstare)

              Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

              > Dr. YVONNE FRANZ, Institut für Geographie und Regionalforschung, Wien. Forschungsbereich: Stadtgeographie und Urban Studies

               

              Das Angebot im Detail

              • 2 Besuche pro Jahr
              • Regionen: Wien, Wien-Umgebung

               

              Anfallende Kosten für die Schule

              • Keine

               

              Forschungsschwerpunkte

              • Stadtgeographie
              • Stadtaufwertung
              • Stadtteilentwicklung
              • Wohnungsmarkt
              • Diversität
              • Urban Living Labs


              Aktuelle Projekte

              • Politiken und Praktiken der Stadtteilentwicklung: In Richtung Gentrification 2.0. Eine internationale Analyse in Arnheim, Istanbul, Wien und Zürich: Innerstädtische Stadtteile stehen vor konträren Herausforderungen, die zeitgleich in der Stadtentwicklung stattfinden. Einerseits sollen kreative sozio-ökonomische Orte, die auf neue Praktiken der Wohlstandsvermehrung abzielen, gefördert werden. Andererseits gilt es gleichzeitig, sozialräumliche Polarisierungen durch die Schaffung von Orten sozialer und ethnischer Integration zu verringern.

                Dieses Projekt wendet mit der Assemblage Theorie einen interdisziplinären Ansatz an, um die Verbindungen zwischen verschiedenen sozialen, wirtschaftlichen und räumlichen Prozessen zu verstehen. Dabei werden auch die Probleme und Potentiale berücksichtigt, die diese Prozesse in der Stadtteilentwicklung mit sich bringen. Ziel ist es, ökonomische und kulturell orientierte Forschungsperspektiven in einer neuartigen und erkenntnisgenerierenden Art zu verbinden. Dieses Projekt nutzt insbesondere die unterschiedlichen Forschungspositionen im Gentrification-Diskurs als Ausgangspunkt. Eine der Kernhypothesen lautet, dass Gentrification trotz aller Kritik ein wichtiges strategisches Konzept bleibt, das zu neuen Ansätzen in der Stadtteilentwicklung führen und soziale, wirtschaftliche und räumliche Qualitäten fördern kann.

                Im Projekt wird dafür auf einen umfangreichen Methoden-Mix zurückgegriffen, um gegenwärtige Entwicklungen in fünf innerstädtischen Stadtteilen in Arnheim, Istanbul, Zürich und Wien zu untersuchen. In Wien wird der 15. Wiener Gemeindebezirk Rudolfsheim-Fünfhaus analysiert. Projektbegleitend wird ein Visualisierungs-Tool entwickelt, das die Veränderungsprozesse in den ausgewählten Analysegebieten eingängig darstellt und zur Interaktion einlädt.

               

              • Interethnische Koexistenz in europäischen Städten. Ein internationaler Vergleich mit Urban Living Labs in Amsterdam, Stockholm und Wien: Wie sieht das Zusammenleben in soziodemographisch diversen Stadtvierteln in Amsterdam, Stockholm und Wien aus? Welche Aktivitäten und Initiativen gibt es auf lokaler Ebene, die das Zusammenleben im und die Identifikation mit dem jeweiligen Stadtviertel fördern? Welche Meinungen haben BürgerInnen in den ausgewählten Stadtvierteln zu diesen Maßnahmen und welchen Verbesserungsbedarf sehen sie?

                Ausgehend von diesen Fragestellungen identifiziert und analysiert dieses Projekt unterschiedliche politische Maßnahmen auf der stadtübergreifenden und lokalen Ebene (neighbourhood), die ein interethnisches Miteinander fördern. Diese Maßnahmen werden hinsichtlich ihrer Intention, Zielsetzung und Umsetzungsstärke evaluiert und in einen internationalen Kontext gebracht. Dabei wird auf Stadtviertel in Amsterdam, Stockholm und Wien fokussiert, die von hoher Diversität (super-diversity) geprägt sind. Ein wichtiger Bestandteil dieses Projektes ist die Involvierung der Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort, die unter anderem im Rahmen eines „Urban Living Labs“ zu etablierten Aktivitäten in ihrem Viertel befragt werden und damit zur Evaluierung von lokalen Maßnahmen beitragen. Damit kann das Projekt einen politischen Verbesserungsprozess initiieren und eine stärkere Identifikation mit dem Stadtviertel (neighbourhood identity) ermöglichen.

                Das Projektziel richtet sich auf das Verständnis von unterschiedlichen Realitäten des interethnischen Zusammenlebens in soziodemographisch diversen Stadtvierteln in Amsterdam, Stockholm und Wien, das von stadtübergreifenden und stadtviertelspezifischen Politiken und Aktivitäten beeinflusst wird. Durch die Involvierung von Bürger/innen wird ein gegenseitiger Lernprozess zwischen Bewohner/innen, politischen Entscheidungsträger/innen und Wissenschaftler/innen angeregt.

               

              Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                Yvonne Franz absolvierte das Diplomstudium Geographie an der Universität zu Köln und Universität Wien, an der sie auch 2013 im Themenbereich der Stadtgeographie promovierte. Im Rahmen ihrer Prae-Doc Stelle an der Universität Wien war sie für die Koordination des Erasmus Mundus Master in Urban Studies 4CITIES verantwortlich und verbrachte längere Feldforschungsaufenthalte in New York City und Berlin.
                Nach ihrem Promotionsabschluss ermöglichte die erfolgreiche Drittmitteleinwerbung im Rahmen der Joint Programming Initiative Urban Europe ihre Anstellung als Postdoc-Mitarbeiterin am Institut für Stadt- und Regionalforschung (ISR) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Seit September 2016 ist sie Post Doc Wissenschafterin an der Universität Wien und Mitorganisatorin der Vienna Summer School in Urban Studies und der ARL PhD Summer School 2017.
                Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Stadtgeographie mit besonderem Fokus auf Stadtteilentwicklung, Stadtaufwertung und Gentrifizierung sowie Stadtplanung & Governance. Laufende Forschungskooperationen ermöglichen komparative Analysen unter anderem mit Amsterdam, Stockholm, Istanbul, New York City und Zagreb.
                 

                 

                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                 

                 

                > Dr. DIDONE FRIGERIO, Universität Wien. Forschungsbereich: Verhaltensbiologie und Citizen Science

                 

                Das Angebot im Detail

                • 2 Besuche pro Jahr
                • Regionen: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • Ersatz der Fahrtkosten

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Verhaltensendokrinologie
                • Sozialverhalten
                • Verhaltensphysiologie


                Aktuelle Projekte

                • Sozialer Zusammenhalt und Ausflugsgebiet beim Waldrapp: Der Waldrapp (Geronticus eremita) zählt zu den am meist bedrohten Vogelarten der Welt. Die ortsfeste, freifliegende, individuell markierte und an Menschen habituierte Waldrappkolonie der Core facility KLF für Verhaltens- und Kognitionsbiologie der Universität Wien in Grünau im Almtal (Oberösterreich) liefert seit 1997 wichtige Informationen über das Sozialverhalten dieser Koloniebrüter, welche in den vergangenen Jahren als Know-how für mehrere Ansiedlungsprojekte dienten.
                  Durch das Monitoring des sozialen Zusammenhalts der Kolonie sollen anhand von physiologischen Parametern sowie Verhaltens- und Telemetrie-daten weiterhin wichtige Informationen für das Management dieser gefährdeten Art gewonnen werden.

                • Physiologie des Soziallebens bei Graugänsen: Seit dem Sommer 1973 fliegt im oberösterreichische Almtal eine Schar von Graugänsen (Anser anser). Begründer dieser Population war der emeritierte Nobelpreisträger Konrad Lorenz. Seit seinem Tod im Jahr 1989 liegt der Schwerpunkt der Forschung an der KLF auf den zugrunde liegenden Mechanismen sozialen Zusammenlebens. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die individuelle Anpassung an das soziale Umfeld, z.B. um Stress zu vermeiden, gelegt. Die Sammlung der Daten erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte und umfasst langfristiges Monitoring durch Verhaltensbeobachtungen unter natürlichen Bedingungen, aber auch experimentelle Manipulationen und Messungen von physiologischen Parametern. Die Ergebnisse unserer Studien zeigen, dass die Graugänse der KLF ein ideales Model für die Erforschung der sozialen Komplexität bei höheren Wirbeltieren sind.

                • Auf den Spuren von Konrad Lorenz: Seit 2009 ist die Konrad Lorenz Forschungsstelle in Grünau im Almtal um hochwertige und umfangreiche Angebote im Bereich Forschungsvermittlung bemüht, welche projektübergreifend laufen und verschiedene Methoden im Bereich der Verhaltensforschung einsetzen, von klassischen Verhaltensbeobachtungen bei Graugänsen und Waldrappen bis zu Telemetrie-Workshops mit Kolkraben und Waldrappen. Teilnehmer sind vor allem Schulklassen und Gruppen von Kindern und Jugendlichen, österreichweit.

                 

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                Studium der Biologie an der Universität Mailand (Italien). Diplomarbeit über die Habitatwahl von Murmeltieren in den Bergamasker Alpen. Zuerst durch ein zweijähriges Stipendium der Universität Mailand im Jahr 1995, danach mit einem FWF-Projekt (12914-BIO) Forschung an Steroidhormone und Sozialverhalten bei Graugänsen. Im Jahr 2002 Promotion an der Universität Wien. Seit der Studienzeit regelmäßige Unterrichtstätigkeit an Pflichtschulen im Bereich Umweltbildung und Nachhaltigkeit. Seit 2009 tätig im Bereich Wissens- und Forschungs-vermittlung. Nach den Jahren der Kinderbetreuung, seit 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Core facility KLF in Grünau im Almtal (OÖ).

                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                 

                 

                > FH-Prof. Dr. NICOLE GONSER, FH der WKW, Wien. Forschungsbereich: Journalismusforschung, Medien- und Kommmunikationsforschung

                 

                Das Angebot im Detail

                • 4 Besuche pro Jahr
                • Regionen: Wien

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • Keine

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Public Value – gesellschaftlicher Mehrwert von Medien
                • Mediennutzung von bestimmten Zielgruppen (junge, ältere Menschen)
                • Medienkompetenz & Mediensozialisation
                • Rundfunksystem und Rundfunkgeschichte


                Aktuelle Projekte

                • Mediennutzung in Österreich: In persönlichen Interviews wurden 48 Mediennutzer/innen (Frauen und Männer unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Schulabschlüssen) zur ihren Mediengewohnheiten, -erfahrungen und -bewertungen offen befragt. Es ging in den Gesprächen auch um die Mediennutzung der Befragten früher/heute und Veränderungen bzw. Gleichbleibendes und Überlegungen der Befragten nach entsprechenden Motiven. Außerdem wurde die Einschätzung von Medienqualität im Vergleich der unterschiedliche Medienangebote erfasst.

                • Zahlungsbereitschaft des Medienpublikums: In vielen Ländern Europas gibt es sogenannte öffentlich-rechtliche Medien, so auch in Österreich. Hier ist es der ORF, der bestimmte Aufgaben hat, wie zB das Publikum umfassend zu informieren, Bildungs-, aber auch Unterhaltungsangebote für alle bereitzustellen. Damit er diese Aufgaben erfüllen kann, wird der ORF über Gebühren finanziert - in Österreich zahlen idR alle Haushalte den Beitrag für die GIS. Diese Art der Medienorganisation steht immer wieder im Mittelpunkt hitziger (medienpolitischer) Diskussionen. Es geht dabei oftmals darum, ob öffentlich-rechtliche Medien wie der ORF noch zeitgemäß sind (gerade viele junge Menschen schauen kaum noch fern bzw. nutzen nur wenige ORF-Angebote), ob sie zu teuer sind bzw. ihre Aufgaben gut genug erfüllen. Derzeit befragen wir hierzu MediennutzerInnen in Österreich online und weiten die Befragung auch auf Nachbarländer aus.

                • Nachwuchskompass: Am Institut studieren junge Menschen, die das Berufsziel JournalistIn haben. Mit dieser regelmäßigen Online-Befragung erfahren wir mehr über den journalistischen Nachwuchs und über ihre Erwartungen hinsichtlich der beruflichen Zukunft, über ihre Berufsmotivation und ihre Einstellungen gegenüber Medienaufgaben.

                 

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                Seit 2009 Projektleiterin für Forschung am Institut für Journalismus & Medienmanagement/FHWien der WKW
                2009 Promotion zu „Rundfunkbiographien – Medienwandel und Mediennutzung. Zur Aneignung und zum Gebrauch von Radio und Fernsehen im Lebens(ver-)lauf älterer Menschen“
                2003-2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) an der Hochschule für Musik und Theater Hannover
                2000-2003 Referentin für Werbung und Programmanalysen in der Landesmedienanstalt von Rheinland-Pfalz (LMK)
                1999 Diplom-Abschluss Medienmanagement in Hannover
                1997 Diplom-Abschluss Sozialwissenschaften in Hannover

                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                 

                 

                 

                > Ao. Univ.-Prof. DI. Dr. EDUARD GRÖLLER, Informatiker, Technische Universität Wien. Forschungsbereich: Informatik, Computergrafik

                 

                Das Angebot im Detail

                • 1-2 Besuche pro Jahr
                • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • Ersatz der Fahrtkosten

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Informatik
                • Computergrafik
                • Visualisierung

                Aktuelle Projekte

                • Was ist Visual Computing und was kann man damit machen? Visual Computing ist jenes Teilgebiet der Informatik, das sich mit der Erfassung, Repräsentation, Manipulation, Analyse, Synthese und Anwendung visueller Informationen, beispielsweise Bilder und Bildsequenzen, in einem räumlichen und zeitlichen Zusammenhang beschäftigt.

                  Visual Computing hat sich aus der methodischen Verschmelzung von Bildverarbeitung, maschinellem Sehen, Computergrafik und Visualisierung entwickelt. Konkrete Forschungsprojekte beschäftigen sich beispielsweise mit der dreidimensionalen Darstellung von Blutgefäßen aufgrund von Computertomographie-Daten, mit der Visualisierung im Rahmen der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung, mit der Darstellung von Babygesichtern aus Ultraschalldaten, mit vergleichender Visualisierung, mit Variantendarstellungen von (Hochwasser-)Simulationen.

                 

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                • 2015: Verleihung des Eurographics 'Outstanding Technical Contributions Awards'
                • Seit 2006: Adjunct-Professor für Informatik an der Universität Bergen, Norwegen
                • Seit 2000: Mitwirkung bei der VRVis Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung Forschungs-GmbH (http://www.vrvis.at/)
                • Seit 1997: A.o.Univ.Prof. am Institut für Computergrafik und Algorithmen
                • 1989-1997: Universitätsassistent am Institut für Praktische Informatik, Technische Universität Wien
                • Sep. 1988 – Jun. 1989: Zweisemestriger Studienaufenthalt University of Kansas, USA (Fulbright Stipendium)
                • 1982-1987: Studium der Informatik an der Technischen Universität Wien

                 

                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                 

                 

                > Dr. KARINA GRÖMER, Archäologin, Naturhistorisches Museum, Wien. Forschungsbereich: Textilforschung

                 

                Das Angebot im Detail

                • 2-3 Besuche pro Jahr
                • Regionen: Wien

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • Keine

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Erforschung der Geschichte der Kleidung und der Textilherstellungs-Techniken
                • Identitätengeschichte
                • Schwerpunkt Eisenzeit (Hallstatt, Kelten)


                Aktuelle Projekte

                • Textilien aus dem eisenzeitlichen Salzbergwerk Hallstatt: Am Naturhistorischen Museum Wien wird - ausgehend von den Funden aus dem Salzbergwerk Hallstatt - interdisziplinäre Textilforschung betrieben.
                  Das bronze- und eisenzeitliche Salzbergwerk in Hallstatt bietet durch die vorzüglichen Erhaltungsbedingungen organischer Materialien einen Blick in die Welt vor 3000 Jahren, der in dieser Form bei den meisten archäologischen Fundstellen nicht möglich ist. Die ca. 700 Einzelgewebe aus dem Salzbergwerk sind grossteils aus Wolle und sind teils extrem fein und sehr hochwertig.
                  Durch die Funde aus Hallstatt kann man die Web- und Spinntechniken rekonstruieren – Techniken, die bis heute in Gebrauch sind, um Dinge des täglichen Bedarfs herzustellen.
                  Gerade heutzutage, wo Heimwerken und Do It Yourself zu einem Trendphänomen geworden ist, ist es bereichernd, sich mit den alten Techniken auseinanderzusetzen, die uns Mitteleuropäer seit Jahrtausenden begleiten.

                • Kleidungsgeschichte von der Steinzeit bis zum Beginn des Mittelalters: Das Anlegen von Kleidung ist neben dem Werkzeuggebrauch und der Verwendung des Feuers etwas typisch Menschliches. Kein Tier hat auch nur ansatzweise so etwas wie Kleidung entwickelt. Da Kleidungsstücke aus organischem Material bestehen, sind sie nur unter besonderen Bedingungen erhalten. Für die Rekonstruktion von Kleidungsstücken aus der Urgeschichte, Antike und Mittelalter werden nicht nur archäologische Funde und herangezogen, sondern auch bildliche Darstellungen, z.B. auf Situlen und Buchmalereien. Auch schriftliche Quellen geben Auskunft über Textilien und deren Verwendung. Letztendlich zeigen die Forschungen, dass auch schon in der Urgeschichte, mehr noch in der Antike und im Mittelalter Textilien ganz gezielt als Mittel für Repräsentation und Status eingesetzt worden sind. Wie heute, definierte sich eine Gemeinschaft und Rangunterschiede innerhalb dieser durch Textilien und Kleidung.

                • 2400 Jahre alte Kleidung der Salzmänner von Chehrabad, Iran: Die Bekleidung eines etwa 400 v. Chr. durch Steinschlag im Salzbergwerk Chehrabad im Iran zu Tode gekommenen Bergmannes gehört zum Eindruckvollsten, was die antike Textilforschung zu bieten hat. Der gerade einmal 16 Jahre junge Mann wurde im Salzbergwerk von Chehrabad, Iran verschüttet. Der vollständig bekleidete Tote ist heute im Archäologischen Museum Zanjan, Iran zu sehen, noch immer vollständig bekleidet mit seinem Arbeitsgewand und mit zum Zeitpunkt seines Todes noch ganz neuen Schuhen. Es handelt sich bei den Kleidungsstücken um Hosen und Kittel, die mit einer komplexen Technik hergestellt wurden. Ob sie eventuell sogar die ältesten Stücke dieser Art sind, wird derzeit geprüft.
                   

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                Studium der Ur- und Frühgeschichte, Ethnologie, Altertumskunde an der Universität Wien
                • WIFI Didaktik Diplom für Erwachsenenbildung
                • Arbeit am Naturhistorischen Museum Wien ab 2008
                •  internationale Forschungsprojekte: 2015-2017: Saltmen Iran - Chehrabad Saltmummy & Saltmine Exploration Project (Projektleitung: Abolfazl Aali, Archaeological Museum Zanjan, Iran; Thomas Stöllner, Ruhr-Universität Bochum, Deutsches Bergbaumuseum Bochum, Deutschland)
                • 2010-2013: EU-Projekt CinBA - Creativity and Craft Production in Bronze Age Europe (Projektleitung: Joanna Sofaer, Universität Southampton, UK)
                • 2008-2011: HallTex FWF: Dyeing techniques of the prehistoric textiles from the salt mine of Hallstatt (Projektleitung: Regina Hofmann-de Keijzer, Universität für Angewandte Kunst, Institut für Kunst und Technologie/Archäometrie Wien)
                •2007-2012: EU-Projekt DressID Clothing and Identitiy - New Perspectives on Roman Textiles (Projektleitung: Michael Tellenbach, Curt-Engelhorn-Stiftung für die Reiss Engelhorn-Museen Mannheim)

                 

                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                 

                 

                > LEONHARD GROND, Künstlerischer Forscher/ Artistic Researcher, Akademie der Bildenden Künste Wien.

                 

                Das Angebot im Detail

                • 3 Besuche pro Jahr
                • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark
                • Individuelle Terminvereinbarung, bei Interesse melden Sie sich unter youngscience@oead.at
                • Besuche gemeinsam mit Ruth Anderwald

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • In Wien: keine
                • In Niederösterreich, Burgenland, Steiermark: Ersatz der Fahrtkosten

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Der Taumel–Eine Ressource


                Aktuelle Projekte

                • Dizziness-A Resource: Seit März 2014 arbeiten Ruth Anderwald und Leonhard Grond an Dizziness-A Resource, ein Artistic-Research Projekt, bei dem das Künstlerduo an der Akademie der Bildenden Künste Wien gemeinsam mit einem multidisziplinären Team das kreative Potential des Taumels hinsichtlich künstlerischer, kunsthistorischer, philosophischer und naturwissenschaftlicher Gesichtspunkte untersucht.

                 

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                Ruth Anderwald + Leonhard Grond arbeiten seit 1999 in den Bereichen Fotografie, Experimental Film und Installation.

                Seit 2012 kuratieren die Künstler die monatliche Filmreihe HASENHERZ im Kulturzentrum bei den Minoriten, an der Whitechapel Gallery, London (2013) und der Kunsthalle Wien (2012). In Anlehnung an den Schönberg’schen Verein für musikalische Privataufführung wird der Grundsatz, Kunst verstehen zu wollen, auf das Medium Experimentalfilm und -video erweitert.

                2007 erscheint ihr Künstlerbuch NOTIZEN ZU EINER KÜSTE, welches die erste Anthologie hebräischer Gegenwartslyrik in deutscher Sprache und ihre gleichnamige Fotoserie vereint.


                Ihre Arbeiten wurden u.a. in der Whitechapel Gallery, London, Ecole cantonale d'art de Lausanne, im CCA - Center for Contemporary Art, Tel Aviv, im Himalayas Art Museum (früheres Zendai MoMA), Shanghai, im Centre Pompidou, Paris und in der Tate Modern, London gezeigt.

                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                 

                 

                 

                > Dr. CHRISTIAN GRUBER, Assistenzprofessor, Medizinische Universität, Zentrum für Physiologie und Pharmakologie, Wien. Forschungsbereich: Pharmakologie.

                 

                Das Angebot im Detail

                • 4 Besuche pro Jahr
                • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • Keine

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Neuropeptide und Peptidgifte (Peptide = Eiweißstoffe) als Grundlage für die Entwicklung neuer Medikamente

                Aktuelle Projekte

                • Isolierung and Analyse von Neuropeptiden aus Ameisen und anderen Insekten: Ähnlich dem Menschen formen auch staatenbildende Insekten wie Ameisen Gesellschaften, die durch effiziente Arbeitsteilung und gemeinsame Pflege der Nachkommen gekennzeichnet sind. Auf individueller Ebene erscheinen diese Ähnlichkeiten auf den ersten Blick gering, jedoch hat die Entschlüsselung des menschlichen Erbgutes und einiger der 14,000 verschiedenen Ameisenarten gezeigt, dass Ameisen und Menschen auf der Ebene der Gene und Proteine große Gemeinsamkeiten aufweisen. Demnach besitzen auch Ameisen die genetischen Grundlagen eines Hormonsystems, basierend auf den Neuropeptiden Oxytozin und Vasopressin, welches beim Menschen zur Regulierung des Wasserhaushaltes beiträgt und darüber hinaus entscheidend am Aufbau von Mutter-Kind Bindung und anderer zwischenmenschlicher Beziehungen beteiligt ist.

                  Wir möchten nun mit Hilfe modernster biologischer und chemischer Methoden erforschen, welche Aufgabe und Funktionsweise dieses Hormonsystem für die individuelle Physiologie und das komplexe Sozialverhalten der Ameisen spielt. Außerdem versuchen wir die gewonnen Erkenntnisse in den Ameisen, für die Entwicklung neuer Medikamente am Menschen einzusetzen. 

                • Pflanzenpeptide als Grundlage zur Entwicklung neuer Medikamente für die Therpaie von Autoimmunerkrankungen: Natürlich-vorkommende Peptide finden sich in großer Zahl und Vielfalt in allen Lebewesen, angefangen von Bakterien und Pilzen, Pflanzen sowie Tieren. Diese Peptide besitzen oft biologische Aktivitäten, welche weit über ihre natürliche Funktion hinausgehen, und somit Forschern als Grundlage für die Entdeckung von Arzneistoffen dienen. Aufgrund der Vielzahl ihres Vorkommens macht man sich diese Peptidbibliotheken zu Nutze, um deren Wechselwirkungen mit Bindungspartnern in einer Zelle hinsichtlich ihrer therapeutischen Wirkung zu testen.

                  Zyklische Peptide aus Pflanzen spielen dabei aufgrund ihres zahlreichen Vorkommens sowie besonderen strukturellen Merkmalen und Stabilität eine wichtige Rolle. Diese sogenannten Cyclotide wurden bisher vor allem hinsichtlich der Verteilung und biologischen Funktion im Pflanzenreich erforscht. Eines unserer Ziele ist es Extrakte aus der Familie der Kaffee- und Veilchen-Pflanzen chemisch-analytisch zu untersuchen um die Cyclotide-Zusammensetzung der einzelnen Pflanzenarten zu bestimmen. Ausserdem untersuchen wir Effekte der Pflanzenpeptide auf Immunzellen (T-Lymphozyten). Erste Ergebnisse versprechen eine therapeutische Wirkung von Cyclotiden am Zellsystem und im Entzündungs-Mausmodell, welches der Krankheit „Multiple Sklerose“ entspricht.

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                Christian Gruber ist Forschungsgruppenleiter und Assistenzprofessor an der Medizinischen Universität Wien, und ARC Future Fellow an der University of Queensland (Australien). Er hat Biochemie an der Universität Tübingen (Deutschland) und Molekulare Biotechnologie an der Queensland University of Technology (Australien) studiert. Im Anschluss hat er im Fach Molekulare Biowissenschaften (Ph.D.) an der University of Queensland promoviert. Für seine Forschungsarbeiten hat er bereits mehrere Wissenschaftspreise und Würdigungen erhalten: den Heribert Konzett Preis der Österreichischen Pharmakologischen Gesellschaft (2013), den Young Investigator Silver Award der Internationalen Gesellschaft für allgemeine und klinische Pharmakologie (2014) sowie den Dr. Willmar Schwabe Preis der Gesellschaft für Arzneipflanzen und Naturstoff-Forschung e.V. (2014).

                Seine Forschungsthematik befasst sich mit der biologischen Funktion und pharmakologischen Mechanismen natürlich-vorkommender Peptide aus Pflanzen und Tieren, und deren Entwicklung zur Arzneistoffen. Er ist Mitglied und österreichischer Abgeordneter der Europäischen Peptidgesellschaft, sowie berufenes Mitglied im “Max-Bergmann-Kreis” e.V. zur Förderung peptidchemischer Arbeiten.

                 

                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                 

                 

                 

                > Univ.-Prof. Mag. Dr. THOMAS GRUNT, Zell- und Molekularbiologe, Medizinische Universität Wien. Forschungsbereich: experimentelle Krebsforschung

                 

                Das Angebot im Detail

                • 4 Besuche pro Jahr
                • Regionen: Wien, östliches Niederösterreich, nördliches und mittleres Burgenland

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • Ersatz der Fahrtkosten (nur wenn die Schule weiter als 40 km von Baden bei Wien entfernt ist)

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Krebsforschung
                • Medikamente zur Krebsbehandlung


                Aktuelle Projekte

                • Warum bekommt man Krebs? In diesem Projekt werden die molekularen Wechselwirkungen zwischen zwei ganz entscheidenden Krebsmerkmalen, nämlich Signaltransduktion und Metabolismus, im Detail studiert. Ziel des Projektes ist es, bislang noch nicht bekannte molekulare Ansatzpunkte für neue zielgerichtete Therapien gegen das Ovarialkarzinom zu identifizieren und dadurch die Basis für neue Behandlungsstrategien gegen diese bislang nur unzulänglich behandelbare Erkrankung zu etablieren.

                  Darüber hinaus eröffnet das Projekt neue Einblicke in die Funktion von Fettstoffwechsel und Wachstumsregulation bei der Entstehung von Krebs als Folge eines metabolischen Syndroms (inkl. Adipositas und Typ 2 Diabetes). Unsere Arbeit dient somit auch dazu, das öffentliche Bewusstsein um die Zusammenhänge zwischen Übergewicht infolge übermäßiger Nahrungsaufnahme und/oder Bewegungsarmut und Krebsrisiko zu schärfen.

                • Die molekularen Mechanismen der Induktion von Zelltod durch Hemmstoffe des Fettsäurestoffwechsels in Krebszellen: In diesem Projekt sollen molekulare Erklärungen für die Beobachtung, dass Hemmstoffe der Fettsäuresynthese Zelltod in Krebszellen, nicht aber in gesunden Zellen auslösen können, gefunden werden. Auf diese Weise wird ein tieferes Verständnis der molekularen Grundlagen der Wirkung von antilipogenen Substanzen gegen Krebszellen erzielt.

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                Ausbildung:

                Studium der Biologie und Erdwissenschaften (Lehramt für höhere Schulen), Univ. Salzburg, Sponsion zum Mag.rer.nat
                Hauptfachstudium experimentelle Zoologie, Univ. Salzburg
                Promotion zum Dr.rer.nat.


                Frühere berufliche Stationen:

                "Research fellow" an der Biomedizinischen Forschungsgesellschaft, Linz
                Zellbiologe an der Abteilung für Zelluläre Immunologie, Immuno AG, Wien
                Leitung des Labors für Angewandte und Experimentelle Tumorzellbiologie, Univ.-Klinik für Chemotherapie, Univ. Wien
                Mehrjährige Forschungsaufenthalte an der Georgetown Univ., Washington D.C., und an der Univ. British Columbia, Vancouver, B.C., Canada

                 

                Derzeit:

                Univ.-Prof. für Experimentelle Onkologie/Zellbiologie an der Abt. Onkologie, Univ.-Klinik Innere Med. I, Comprehensive Cancer Center, Med. Univ. Wien, Leitung des ‘Signaling Networks Programs’, des Research Clusters ‘Cell Signaling and Metabolism’ und des ‘Ludwig Boltzmann Clusters Oncology’

                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                 

                 

                > JOHANNES HACKETHAL, MSc, MHSc, BSc, Ludwig Boltzmann Institut für Experimentelle und Klinische Traumatologie/Biomaterialien, Wien. Forschungsbereich: Regenerative Medizin

                 

                Das Angebot im Detail

                • 12 Besuche pro Jahr
                • Regionen: Wien

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • Keine

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Nutzung humaner Ressourcen (zb Plazenta, Fett) für neue innovative Biomaterialien im Tissue Enginering und der zukünftigen Regenerativen Medizin


                Aktuelle Projekte

                • Nutzung humaner Abfallmaterialien als Ausgangsmaterialien: Die ideale Umgebung für Zellen im Menschen ist die Extrazelluläre Matrix. Sie steuert essentielle Prozesse vom Beginn der Entwicklung bis hin zum Tod. Biomaterialien, die aus ECM extrahiert werden können, geraten zunehmend in den Fokus für therapeutische Anwendungen in der Regenerativen Medizin. ECM-Proteine sind allerdings  nur zu 100% ident zwischen Individuen derselben Spezies, nicht aber zwischen Individuen unterschiedlicher Spezies: hier können Immunreaktionen (Abstoßungsreaktionen) auftreten.
                  Die verträglichen ECM-Proteine sind kostengünstig und in ausreichender Menge sowie konsistenter Qualität in Humanen Plazenten und Fettabsaugungs-Materalien verfügbar, so dass diese in industriellen Maßstäben prozessiert werden können.

                 

                 

                • Gewinnung von Kollagenen aus humaner Plazenta: Im menschlichen Körper ist Kollagen mit über 30 % Anteil an der Gesamtmasse aller Proteine das am häufigsten vorkommende Eiweiß. Es ist ein wesentlicher organischer Bestandteil des Bindegewebes (Knochen, Zähne, Knorpel, Sehnen, Bänder) und der Haut.
                  Kollagene machen etwa 30% aller Strukturproteine im Menschen aus und sind die am häufigsten verwendeten Biomaterialen in der Regenerativen Medizin, z.B. werden sie u.a. als Füller verwendet. Allerdings sind die meisten dieser Kollagene nichthumanen Ursprungs und lösen in bis zu 5% aller PatientInnen Immunreaktionen aus respektive könnten eventuell sogar Krankheiten übertragen (Prionen, zB BSE).

                 

                 

                • Extraktion von Lamininen aus humaner Plazenta:  Laminine umgeben Blutgefäße und Nervenbahnen und sind somit von fundamentaler Bedeutung für alle komplexen Organismen. Wie jüngst zusätzlich gezeigt werden konnte, könnten Laminin-Injektionen eventuell auch zur Behandlung von Muskelschwund eingesetzt werden. Alle diese Erfahrungen und Erkenntnisse unterstreichen die Wichtigkeit, effiziente Isolationsmethoden von Laminin für den Einsatz für die Regenerative Medizin zu etablieren.

                 

                 

                • Pro-angiogene Substrate aus humaner Plazenta: Die humane Plazenta ist das am dichtesten mit Blutgefäßen durchzogene Gewebe (ca. 200km/Organ) und somit ein perfektes Ausgangsmaterial zur Erzeugung künstlicher Gewebe oder Organe. Zellen brauchen einen maximalen Abstand von etwa 200 µm zu funktionellen Blutgefäßen, um langfristig im Körper überleben zu können. Somit müssen alle größeren Biomaterialien oder konstruierte Gewebe/Organe bereits bei der Herstellung über ein intaktes Blutgefäß verfügen, dass sich dann mit dem Blutkreislauf des Patienten verbinden kann.

                 

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                09/2008 – 06/2011 Bachelor of Science in Engineering University of Applied Science FH Technikum Wien, Hochstädtplatz 5, 1200 Vienna (Austria).09/2011 – 06/2013 MSc., Master of Science in Engineering / MBc., Master of medical science in Medical Biology University of Applied Science FH Technikum Wien, Hochstädtplatz 5, 1200 Vienna (Austria), Linköping University, SE-581 83 Linköping (Sweden).09/2013 – current Doctoral Program of Biotechnology, University of natural Resources and Life Sciences, 1190 Vienna (Austria)

                 

                 

                 

                > Univ.-Lektorin Dr. DANIELA HALUZA, Medizinische Universität Wien. Forschungsbereiche: Umwelthygiene, Public Health

                 

                Das Angebot im Detail

                • 2-3 Besuche pro Jahr
                • Regionen: Wien, Wien-Umgebung

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • ev. Ersatz der Fahrtkosten

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Umweltmedizin und Präventivmedizin
                • Gesundheitskommunikation
                • E-Health und Telemedizin

                Aktuelle Projekte

                • UVSkinRisk - Gesundheitsrisiko Hautkrebs durch UV-Strahlung im Kontext eines sich wandelnden Klimas: Der weltweite Anstieg von Hautkrebserkrankungen kann auf langfristige Änderungen der Exposition mit ultravioletter (UV) Strahlung zurückgeführt werden. Um die Hautkrebsgefährdung visuell darzustellen, werden UV-Risikokarten des Bundesgebietes erstellt und wirtschaftliche Konsequenzen für das österreichische Gesundheitssystem aufgrund bereits bestehender und zukünftiger Gesundheitsrisiken diskutiert.

                • Aphekom: Closing gaps in understanding the impact of air pollution on health: In den letzten Jahren ist die Luftverschmutzung in Europa zwar stark zurückgegangen, doch sie ist immer noch so hoch, dass sie zu ernsten Gesundheitsproblemen führt. Das Forschungsprojekt „Aphekom“ dient der Datenerfassung und –analyse der gesundheitlichen und finanziellen Vorteile, die durch eine weitere Senkung der Luftverschmutzung in europäischen Städten erzielt werden könnten. Eine derartige Analyse liefert wertvolle Informationen für künftige Luftreinhaltungsstrategien.

                • Gesundheitswirkung von Waldlandschaften: Österreich zählt zu den waldreichsten Ländern Europas und im Gegensatz zur globalen Entwicklung nimmt die Waldfläche in Österreich zu. Die Studie “Zur Gesundheitswirkung von Waldlandschaften” analysierte internationale Studien zum Thema Wald und Gesundheit.

                 

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                • 2015: Auszeichnung Researcher of the Month der Medizinischen Universität Wien
                • Seit 2014: Doktoratsstudium der angewandten medizinischen Wissenschaft in Public Health, Medizinische Universität Wien
                • 2013: Posterpreis der Österreichischen Gesellschaft für geschlechtsspezifische Medizin
                • Seit 2009: Facharztausbildung Hygiene und Mikrobiologie, Institut für Umwelthygiene, Medizinische Universität Wien
                • 2012: Zertifikat Medizinische Lehre Wien
                • 2010: Zertifikat der Österreichischen Ärztekammer Raucherentwöhnungstherapie
                • 2007 – 2008: Facharztausbildung Pathologie, Institut für klinische Pathologie, Allgemeines Krankenhaus und  Medizinische Universität Wien
                • 2008: Dissertationspreis Wilhelm AuerswaldAward, Posterpreis der Deutschen Gesellschaft für Pathologie
                • 2005 – 2007: Forschungsstipendium und Dissertation, Institut für klinische Pathologie, Allgemeines Krankenhaus und Medizinische Universität Wien     
                • 1998 – 2005: Medizinstudium (Medizinische Universität Wien, Ludwig-Maximilians-Universität München)


                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                 

                 

                > Mag. VANESSA HANNESSCHLÄGER, Geisteswissenschafterin, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien. Forschungsbereich: Digitale Geisteswissenschaft (Digital Humanities)

                 

                Das Angebot im Detail

                • 6 Besuche pro Jahr
                • Regionen: Wien, Oberösterreich

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • Keine

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Digitale Geisteswissenschaft (Digital Humanities)
                • Literaturwissenschaft
                • Experimentelle Literatur


                Aktuelle Projekte

                • Biographische gaps: Gender-perspektivierte Biographieschreibung am Beispiel des Portals „Frauen in Bewegung: 1848-1938“ im Vergleich mit dem Österreichischen Biographischen Lexikon: Die „frauenspezifische dokumentarische Serviceeinrichtung“ Ariadne der Österreichischen Nationalbibliothek entwickelte im Rahmen eines FWF-Projekts das Onlineportal „Frauen in Bewegung: 1848–1918“, das eine umfangreiche Sammlung detailliert recherchierter Biographien von Akteur_innen der österreichischen Frauenbewegung bereitstellt. Viele der dort behandelten Figuren sind auch mit Einträgen im „Österreichischen Biographischen Lexikon 1815-1950 Online-Edition“ der Akademie der Wissenschaften vertreten - mit teils frappierenden Abweichungen schon in den Angaben der Geburts- und Sterbedaten. In meinem Projekt untersuche ich die Unterschiede zwischen den beiden biographischen Sammlungen. In einer Gesamtschau vergleiche ich, wieviele Biographien übereinstimmen und welche sich in welchen Aspekten voneinander unterscheiden. Anhand von Einzelbeispielen untersuche ich, inwiefern die „frauenspezifische“ Perspektive von Ariadne die biographische Erzählung (um)formt um herauszufinden, auf welche Art man ein Frauenleben beschreiben kann. Insbesondere steht dabei die Frage im Mittelpunkt, wie die biographische Konvention der „Werk- und Leistungsschau“ von dem Ariadne-Projekt auf weibliche Akteurinnen angewandt wird, um den Kanon an “biographiewürdigen” Personen neu zu befüllen. Zur Diskussion mit den Schüler_innen bieten sich verschiedene Themen an, von der Frage danach, wie man eine Biographie erzählen kann bis zum Bereich Gleichberechtigung.

                • Online-Portal Handkeonline: Handkeonline ist eine Website, auf der man viel über den Schriftsteller Peter Handke (*1942) und seine Literatur lernen kann. Das Herzstück der Plattform ist das Modul “Werke & Materialien”. Dort findet man Beschreibungen der Arbeitsmaterialien von Handke beim Schreiben seiner Bücher und die Entstehungsgeschichte von jedem einzelnen Werk. Außerdem kann man dort nachverfolgen, in welchen Notizbüchern Handke Notizen für das jeweilige Werk gesammelt hat und Beschreibungen der Notizbücher. So kann man herausfinden, welche Bücher von anderen Schreibenden Handke gelesen hat, welche Museen er besucht hat, wohin er gereist ist und was sonst noch in seinem Leben passiert ist während er seine eigenen Texte schrieb. Spannend ist auch das Modul “Wege durchs Material”, wo man kurze Texte über wichtige Themen im Leben und Schreiben von Handke lesen kann und so erfährt, was die Literatur von Peter Handke so besonders macht. Hier erfährt man mehr über seine Arbeiten für das Theater oder über “Handkes Orte” - in diesem Kapitel werden nicht nur die verschiedenen Wohnorte des Schriftstellers beschrieben, sondern auch wichtige Schauplätze seiner Bücher. Für wissenschaftlich Forschende ist auch die Bibliographie sehr interessant, die sich auf der website befindet. Hier sind alle Bücher von Handke selbst aufgelistet, aber auch eine lange Liste von Rezensionen und Sekundärliteratur über seine Werke.
                  Ich habe an Handkeonline selbst mitgearbeitet und werde den Schüler_innen die Website gerne präsentieren und zeigen, was alles man damit machen kann. Selbst nutze ich Handkeonline vor allem für meine Doktorarbeit, die ich über die Fremdsprachen in den Bühnentexten von Handke schreibe.                                    

                • Ernst Jandl Online: Diese Website ist dem österreichischen Dichter Ernst Jandl (1925-2000) gewidmet und hat drei Elemente, die miteinander in Verbindung stehen. Im Zentrum stehen “Ernst Jandls Werke”. Hier sind sämtliche Gedichte (ca. 2000) und Texte erfasst, die Ernst Jandl im Lauf seines Lebens veröffentlicht hat. Man findet den Titel des Gedichts, das Entstehungsdatum und Informationen darüber, in welchen Gedichtbänden von Jandl selbst, aber auch in welchen Anthologien, Zeitschriften, Zeitungen und Websites das Gedicht gefunden werden kann. Alle Gedichtbände sind mit Inhaltsverzeichnis erfasst, von Bühnentexten findet man auch die Aufführungen. Begleitet wird diese Sammlung von den “Werken über Ernst Jandl”, wo Rezensionen und Sekundärliteratur zu Jandl gesammelt sind. Diese Einträge sind mit den Jandl-Texten, die sie behandeln, verbunden. So können die Benutzenden schnell herausfinden, wo sie mehr über die Gedichte von Jandl erfahren können. Das dritte Kapitel schließlich heißt “Bio-Bibliographisches”. Hier sind Scans von Kurzlebensläufen gesammelt, die Jandl im Lauf seines Lebens selbst geschrieben hat. Man kann nachverfolgen, wie sich der Autor selbst präsentiert und wie sich diese Selbstpräsentation mit dem zunehmenden Alter und Erfolg verändert. Außerdem kann man nach verschiedenen Suchkriterien filtern: Man kann herausfinden, welche seiner Gedichtbände Jandl am häufigsten in seinen Lebensläufen erwähnt hat, auf welche Literaturpreise er besonders stolz war und welche “Lebensstationen” er oft erwähnte: Seine Lebensgefährtin, die Dichterin Friederike Mayröcker, nannte er in seinen Kurzbiographien zum Beispiel fast genau so häufig wie sein Geburtsjahr. Dieses Projekt habe ich selbst entwickelt und umgesetzt - ich freue mich, es den Schüler_innen vorzustellen und zu zeigen, was es kann.

                 

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                2007-2013 Diplomstudium (Germanistik), Universität Wien
                2013-2015 Mitarbeit an Handkeonline
                2013-2016 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ludwig-Boltzmann-Institut für Geschichte und Theorie der Biographie, Projekt: Ernst Jandl Online
                seit 2013 Doktoratsstudium (Germanistik), Universität Wien
                seit 2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Austrian Centre for Digital Humanities, Österreichische Akademie der Wissenschaften
                Vorträge und Publikationen zu Biographietheorie, Archiv, experimenteller Literatur, österreichischer Literatur nach 1945
                Mitglied des Netzwerks Biographieforschung und der FrauenAG der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung

                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

                 

                Weiterführende Links zu Ernst Jandl zur Vorbereitung

                 

                 

                > Doz. Dr. OKSANA HAVRYLIV, Germanistin, Universität Wien. Forschungsbereich: Semantik, Pragma-, Soziolinguistik

                 

                Das Angebot im Detail

                • 2-3 Besuche pro Jahr
                • Regionen: Wien

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • Keine

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Verbale Aggression, sprachliche Gewalt/sprachliche Diskriminierung
                • Aggressive Sprechakte (Beschimpfung, Fluch, Drohung, Verwünschung, aggressive Aufforderung)
                • Schimpf- und Kosewörter
                • Kommunikation von Emotionen
                • Interkulturelle (Emotions)kommunikation
                • Scherzkommunikation


                Aktuelle Projekte

                • Verbale Aggression und die sozialen Variablen Geschlecht, Alter, sozialer Status (FWF Projekt, Elise-Richter-Programm): Im aktuellen Forschungsprojekt geht es darum, geschlechts- sozial- altersbedingte Besonderheiten in der Äußerung und Wahrnehmung verbaler Aggression festzustellen. Empirische Grundlage bilden schriftliche und mündliche Umfragen von Wienerinnen und Wienern. Die Erforschung von Ursachen, Formen und Funktionen verbaler Aggression trägt zum besseren Verständnis des betreffenden Phänomens bei und kann ein Schritt auf dem Weg zur Senkung der Aggressivität in der modernen Welt sein.

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                • 1988 - 1993: Germanistikstudium an der Nationalen Ivan-Franko-Universität Lviv/Ukraine.
                • 2001: Promotion über die Schimpfwörter am Beispiel deutschsprachiger moderner Literatur (Hauptakzent: österreichische moderne Literatur) an der Nationalen Ivan-Franko-Universität Lviv.
                • 1993 - 2001: Assistentin am Institut für Fremdsprachen (Fakultät für Internationale Beziehungen, Nationale Ivan-Franko-Universität Lviv).
                • seit 2001: Dozentin am Institut für Fremdsprachen der Fakultät für Internationale Beziehungen.
                • 2006 - 2008: Projektmitarbeiterin am Institut für Germanistik der Universität Wien.
                • Seit 2012: Projektleiterin am Institut für Germanistik der Universität Wien.


                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                 

                 

                > Mag. CHRISTOPH HÖRWEG, Zoologe, Kurator, Naturhistorisches Museum Wien. Forschungsbereich: Spinnentiere, Parasiten

                 

                Das Angebot im Detail

                • 4 Besuche pro Jahr
                • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • Ersatz der Fahrtkosten (wenn möglich)

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Spinnentiere
                • Parasiten
                • Europäische Spinne des Jahres


                Aktuelle Projekte

                • Pseudoskorpione in Ostösterreich: Pseudoskorpione sind eine kleine Ordnung räuberischer Spinnentiere mit ca. 3.400 beschriebenen Arten weltweit. In Österreich sind 71 Arten bekannt. Aufgrund ihrer spezifischen Lebensweise in der Laubstreu, unter der Baumrinde sowie in Baumhöhlen sind Pseudoskorpione gute Indikatoren, insbesondere in totholzreichen Wäldern. Wien liegt mit einer Fläche von 415km² im Überschneidungsgebiet der pannonischen und montanen zoogeographischen Zonen. Diese Lage und der ausgedehnte Grüngürtel mit vielfältigen Lebensraumtypen des Wienerwaldes und der Donauauen bedingen eine vergleichsweise hohe Artenvielfalt der Fauna.
                  So sollen zunächst die bodenbewohnenden sowie rindenbewohnenden Pseudoskorpionarten überhaupt einmal erfasst werden und in weiterer Folge soll herausgefunden werden, ob spezielle Mikrohabitate von Pseudoskorpionen bevorzugt werden. 

                • Biodiversität und Epidemiologie von Saugwürmern in Wasserschnecken: Schnecken sind Zwischenwirte von Saugwürmern (Digenea), deren Endwirte Wirbeltiere sind. In einem mehrjährigen Forschungsprojekt des NHM werden Wasserschnecken und ihr Befall mit Saugwurmlarven in unterschiedlichen Lebensräumen in den Donau- und Leitha-Auen sowie im Leitha-Gebirge untersucht. Bisherige Schwerpunkte dieses Projektes sind: invasive Parasiten, Badedermatitis, Wildtierparasiten, Wirtsspezifität, Epidemiologie, Synökologie, und Biodiversität. Die Kenntnis des Artenspektrums der Wirte und der Parasiten ist für all diese Fragestellungen relevant. Das Projekt soll auch das Potential der Schnecken als Krankheitsüberträger erhellen. In Kooperation mit der Veterinärmedizinischen Universität, der medizinischen Universität Wien und österreichischen Jagdverbänden werden im Besonderen Pathogene des jagdbaren Wildes, der Nutztiere und des Menschen berücksichtigt und untersucht.

                • Wiederbelebung der Gallmilben-Sammlung von Alfred Nalepa: Alfred Nalepa (19.12.1856 - 11.12.1929) ist ein österreichischer Acarologe (jemand, der sich wissenschaftlich mit Milben befasst), der zeitlebens mit Gallmilben arbeitete. Er begründete die Gallmilben-Forschung und beschrieb die meisten der europäischen Arten. Seine eindrucksvolle Sammlung mit über 1000 Röhrchen von Milben bzw. Pflanzenresten ist schon seit Jahrzehnten eingetrocknet und erst jetzt - begründet durch die gestiegene Nachfrage nach Typenmaterial dieser Gallmilben - wurde ein Projekt gestartet, um einerseits den Status der Sammlung zu erfassen ("Was ist vorhanden?") und andererseits Möglichkeiten der Nutzung ("Wie können aus dem eingetrockenten Substrat Milben gewonnen werden?") aufzuzeigen. Finanziert wird das Projekt durch Pro Acarologia Basiliensis (PAB), koordiniert und durchgeführt von Philipp Chetverikov, Saint-Petersburg State University (Russland) in Kooperation mit dem Kurator Christoph Hörweg.

                 

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                • Seit 2007 Kurator der Spinnentiersammlung des NHM
                • Beschäftigung in diversen parasitologischen (Freiland-)Projekten
                • Studium Biologie/Zoologie

                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                 

                 

                > Univ.-Prof. Dr. LUKAS A. HUBER, Arzt und Wissenschafter, Biozentrum der Universität Innsbruck. Forschungsbereich: Zellbiologie, Krebsforschung, genetische Erkrankungen

                 

                Das Angebot im Detail

                • Besuche pro Jahr: flexibel
                • Regionen: Wien, Niederösterreich, Innsbruck

                 

                Anfallende Kosten für die Schule

                • Keine

                 

                Forschungsschwerpunkte

                • Zellbiologie von Erkrankungen wie Krebs
                • Entzündung
                • Seltene genetische Erkrankungen
                • Entwicklung von Medikamenten


                Aktuelle Projekte

                • Oncotyrol, das Zentrum für personalisierte Krebsmedizin in Innsbruck: Wir verfolgen die Vision, dass personalisierte Krebsmedizin wirklich wahr wird. Individuelle Krebstherapien zielen auf die molekularen Ursachen der Erkrankung ab. So entwickeln wir zelluläre Testsysteme in denen wir modernste Krebsmedikamente entwickeln und testen können. Wir schauen uns Krebszellen unter dem Mikroskop an und behandeln sie mit Medikamenten.
                   
                • ADSI, Austrian Drug Screening Institut: Das ADSI untersucht Entzündungen, Stoffwechselerkrankungen und andere Erkrankungen mit dem Ziel Naturstoffe zu Medikamenten werden zu lassen. Wir züchten aus Zellen Teile von Geweben nach, die wir dann mit Pflanzenextrakten behandeln, um Entzündungen oder Fettstoffwechselerkrankungen behandeln zu können.

                 

                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                  Lukas A. Huber wurde 1961 in Wien geboren, studierte in Innsbruck Medizin und promovierte 1989 mit einer Dissertation über die Immunologie des Alterns. Nach kurzer Assistenzzeit bei Georg Wick zog es ihn zu Forschungsaufenthalten ans EMBL nach Heidelberg und an die Universität Genf. Von 1996 an leitete er eine Arbeitsgruppe am Institut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien. 2002 kehrte er, dem Ruf der Medizinischen Universität folgend, nach Innsbruck zurück.

                   

                  In seiner wissenschaftlichen Tätigkeit konzentriert sich Huber auf die räumliche und zeitliche Koordination von Zellsignalen, die zur Krebsentstehung führen können und wendet dabei insbesondere die Methoden der Proteomik an, die die Gesamtheit aller an einem biologischen Vorgang oder innerhalb eines Zellabschnitts aktiven Proteine erfasst.

                     

                    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                     

                     

                    > Dr. STEPHAN KALLAB, Rechtsanwalt, Rechtsabteilung der NÖ Landeskliniken-Holding, Vortragender an der Donau Universität Krems.

                     

                    Das Angebot im Detail

                    • 2-4 Besuche pro Jahr
                    • Regionen: Wien, St. Pölten, Tulln

                     

                    Anfallende Kosten für die Schule

                    • Keine

                     

                    Forschungsschwerpunkte

                    • Zivilrecht
                    • Unternehmensrecht
                    • Gesellschaftsrecht
                    • Medizinrecht
                    • M&A (Mergers & Acquisitions)


                    Aktuelle Projekte

                    • Dissertation zum Thema „Die Eigenhaftung der Organe aufgrund von culpa in contrahendo“ Wer oder was sind Organe in einem Unternehmen? Wann haftet ein Manager? Welche Pflichten gibt es bereits, bevor der Vertrag abgeschlossen wird? Was passiert zum Beispiel, wenn der Kunde, noch bevor er etwas kauft, im Geschäft auf einer Bananenschale ausrutscht? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich Dr. Kallab in seiner Dissertation.

                    • Regelmäßige Publikationen im Bereich des Gesellschafts-, Zivil-, Unternehmens- und Medizinrechts
                      Medizinrecht ist eine sogenannte Querschnittsmaterie, dh von dieser werden unterschiedliche Rechtsgebiete umfasst. So bestehen ua sowohl im Zivil- und Strafrecht, aber auch im Verwaltungsrecht zahlreiche Themen bzw Fragestellungen und sind natürlich auch die zahlreichen berufsrechtlichen Vorschriften von Bedeutung. Im Bereich des Medizinrechts stellt sich daher etwa die Frage, ob der Patient ausreichend aufgeklärt wurde.

                      Gesellschaftsrecht befasst sich – Nomen est omen – mit dem Recht der Gesellschaften, also etwa mit der Frage welche Voraussetzungen vorliegen müssen um eine GmbH zu gründen, oder wann dies überhaupt sinnvoll ist. Aber auch Europarecht spielt hier eine große Rolle, da zahlreiche Richtlinien und Verordnungen von der EU erlassen werden, die auch in Österreich zur Anwendung gelangen. Zahlreiche Entscheidungen des EuGH verdeutlichen die Tragweite – wie etwa im Bereich der gesellschaftsrechtlichen Niederlassungsfreiheit, also der Freiheit von Gesellschaften sich auch in anderen EU-Mitgliedstaaten niederzulassen.

                    • Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                      Seit März 2015 Rechtsanwaltsanwärter bin ich bei Völkl. Rechtsanwälte; Autor zahlreicher Fachpublikationen im Bereich des Zivil-, Gesellschafts- und Medizinrechts; Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Medizinrecht.

                      Ich studierte in Wien, wo ich auch den Universitätslehrgang „Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht“ (LL.M.) absolvierte, war Universitätsassistent am Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie mit dem Schwerpunkt Finanz- und Wirtschaftsstrafrecht an der Leopold Franzens Universität Innsbruck, an der ich den Universitätslehrgang „Business Law Corporate and Contract Law“ (MBL) abgeschlossen habe und war in weiterer Folge langjähriger Universitätsassistent am Institut für Unternehmens- und Wirtschaftsrecht der Universität Wien. Des Weiteren konnte ich im Rahmen meines Gerichtsjahres und meiner bisherigen Tätigkeit als Rechtsanwaltsanwärter in renommierten Wirtschaftskanzleien praktische Erfahrungen sammeln.

                      Meine Dissertation, für welche ich das Stipendium der Heinrich Graf Hardegg´schen Stiftung erhalten habe und welche Ende diesen/Anfang nächsten Jahres publiziert wird, verfasste ich im Bereich der persönlichen Verantwortung gesellschaftsrechtlicher Organe insbesondere aufgrund des vorvertraglichen Schuldverhältnisses (cic). Während meines Studiums erwarb ich zusätzliche Diplome (Schwerpunktausbildung) in Medizinrecht, Wirtschafts- und Unternehmensrecht, Recht der Bauwirtschaft und Europarecht.

                      Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                       

                       

                    > Dr. JUDITH KOHLENBERGER, Research Scientist, Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital, Wirtschaftsuniversität Wien

                     

                    Das Angebot im Detail

                    • 4 Besuche pro Jahr
                    • Regionen: Wien

                     

                    Anfallende Kosten für die Schule

                    • Keine

                     

                    Forschungsschwerpunkte

                    • Erzwungene Migration, Flucht & quantitative Migrationsforschung
                    • Humankapital (v.a. Bildungsniveau) und soziodemographische Charakteristika bei Fluchtbewegungen
                    • Kulturelle, soziale und politische Dimensionen der Integration von Geflüchteten in Österreich; Arbeitsmarktintegration
                    • Werte und Einstellungen


                    Aktuelle Projekte

                    • Displaced Persons in Austria Survey (DiPAS): Der Arabische Frühling, der 2010 begann, führte in vielen Ländern zu gewalttätigen Konflikten und in der Folge zu starker Migration aus den betroffenen Regionen. Angesichts der gesellschaftlichen Bedeutung der großen Zahl von Menschen, die 2015 in ganz Europa Zuflucht suchten, ist es wichtig zu untersuchen, wer diese Menschen sind und was sie in Bezug auf Bildung, Wertvorstellungen und Zukunftsplänen mitbringen. DiPAS (Displaced Persons in Austria Survey) analysiert die soziodemographischen Charakteristika der Geflüchteten, die 2015 größtenteils aus Syrien, Afghanistan und dem Irak nach Österreich gekommen sind.
                      Die Ergebnisse zeigen, dass die befragten Geflüchteten verglichen mit dem Durchschnitt in ihren Herkunftsländern gut gebildet sind. Die überwiegende Mehrheit der Befragten sind Muslim/inn/en und stufen ihre Religiosität im mittleren Bereich ein. Was die Einstellungen zur Geschlechtergerechtigkeit betrifft, scheinen die befragten Männer weniger traditionell eingestellt zu sein als ihre Landsleute in den Heimatländern. Aufgrund der derzeitigen Bedrohung im Heimatland hat die Mehrzahl der Befragten nicht die Absicht, zurückzukehren.
                      Die Ergebnisse aus DiPAS sollen als Informationsgrundlage für Einschätzungen des Integrations-potenzials geflüchteter Menschen in Österreich dienen. Darüber hinaus bieten die verwendeten Methoden und praktischen Erfahrungen wertvolle Erkenntnisse für Befragungen von Geflüchteten im aktuellen europäischen Kontext.

                    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                    Seit 2016: Research Scientist am Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital (IIASA, VID/ÖAW, WU), Wirtschaftsuniversität Wien

                    Seit 2016: Lektorin an der Universität Wien, Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät 

                    Seit 2014: Koordinatorin des Masterprogramms “Socio-Ecological Economics and Policy” (SEEP) am Department für Sozioökonomie, Wirtschaftsuniversität Wien

                    2014: Promotion zur Dr. phil. an der Universität Wien

                    2012-2013: DOC-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW)

                    2012- 2014: Vorstandsmitglied und Media Officer AYA

                    2010-2011: Wissenschaftliche Recherchemitarbeiterin bei MANINA, Verein zur Förderung künstlerischer, kultureller und wissenschaftlicher Aktivitäten

                    2010: Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung (BMWF) & Fulbright Austria Prize für die beste akademische Abschlussarbeit

                    2005-2009: Diplomstudium an der Universität Wien und der Karl-Franzens-Universität Graz
                     

                    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                     

                     

                     

                    > Ass. Prof. Dr. CHRISTIAN KOLLMANN, Physiker, Medizinische Universität Wien. Forschungsbereich: Medizinische Physik

                     

                    Das Angebot im Detail

                    • 4 Besuche pro Jahr
                    • Regionen: Wien, Wien-Umgebung

                     

                    Anfallende Kosten für die Schule

                    • Keine

                     

                    Forschungsschwerpunkte

                    • Medizinische Ultraschallanwendungen
                    • Qualitätssicherung & Normung
                    • Bioeffekte & Sicherheit bildgebender Verfahren


                    Aktuelle Projekte

                    • MEDUSAR: 3D-Ultraschalldatensätze fetaler Strukturen (die Organe des Embryos) werden in realistische Modelle für Lehr- und OP-Planungzwecke aufbereitet.

                    • Technische Qualitätssicherung-Mammasonographie: Dieses Projekt beschäftigt sich mit der technischen Qualitätssicherung von diagnostischen Ultraschallgeräten und stellt Prüfmethoden und Konzepte für eine routinemäßige Durchführung dar. Eine erste flächendeckende Anwendung erfährt dieses Konzept z.Zt. im Rahmen zur technischen Qualitätssicherung für die Mammasonographie des österreichischen Brustkrebs-Früherkennungsprogramms der AGES (Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit).  

                     

                    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                    • Lehre & Forschung auf dem Gebiet der Medizinische Physik an der MedUniv. Wien, FH Wr. Neustadt, Univ. Olmütz u.a. Univ./FHs
                    • Seit 2005: Assistenzprof. am Zentrum f. Medizinische Physik & Biomed. Technik, MedUniv. Wien
                    • Seit 2001: Nationaler Normungsexperte des Österreichischen Verbands für Elektrotechnik für Medizinische Ultraschallgeräte (IEC TC 87)
                    • 1993-2004: Univ.Assistent am Institut f. Biomed. Technik & Physik, Univ. Wien
                    • 1998: Doktorat in Techn. Physik an der TU Wien
                    • 1992-1993: Forschungsassistent am Ludwig-Boltzmann Institut f. Nuklearmedizin, Wien
                    • 1986-1992: Physikstudium an der Univ. Göttingen

                     

                    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                     

                     

                     

                    > JARO KRIEGER-LAMINA, MSc, Österreichische Akademie der Wissenschaften Wien. Forschungsbereich: Technikfolgenabschätzung

                     

                    Das Angebot im Detail

                    • 6 Besuche pro Jahr
                    • Regionen: Wien

                     

                    Anfallende Kosten für die Schule

                    • Keine

                     

                    Forschungsschwerpunkte

                    • Das Verhältnis von Sicherheit, Privatsphäre und Überwachung
                    • Cyber-Security
                    • Datenschutz
                    • Kritische Infrastrukturen
                    • Überwachung und (Kunden)Profile

                    Aktuelle Projekte

                    • Digitaler Stillstand: Was passiert, wenn in Österreich großflächig die Computer ausfallen? In diesem Projekt wird untersucht, was für Gründe es für einen Ausfall der IKT-Infrastruktur geben kann, und was die Folgen in unserer modernen, vernetzten Gesellschaft wären. Welche Bereiche des Lebens wären betroffen, was sind Strategien, um damit umzugehen, wo sind versteckte Abhängigkeiten, und wie könnte eine erfolgreiche Krisenbewältigung aussehen?

                    • SurPRISE (Surveillance, Privacy and Security): A large scale participatory assessment of criteria and factors determining acceptability and acceptance of security technologies in Europe.
                      Müssen wir, um mehr Sicherheit zu erlangen, Eingriffe in die Privatsphäre und andere Grundrechte in Kauf nehmen? Wenn man die Entwicklungen in Europa beobachtet, scheint zumindest die Politik diese Frage mit einem eindeutigen Ja zu beantworten. SurPRISE geht dem Verhältnis von Sicherheit und Privatsphäre auf den Grund, eine zentrale Rolle spielt dabei die Sicht der BürgerInnen.

                     

                    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                    Nach der Matura zwei Jahre Ausbildung mit abschließender Diplomprüfung am Kolleg für Fotografie, HGBLVA Wien XIV. Danach verschiedene Jobs im kreativen (Fotograf, Grafik- und Webdesigner) und technischen-Bereich (Senior System Administrator in Rechenzentren, Systems Designer und Business Continuity Planning für Rechenzentren); zuletzt als IT-Manager.
                    Von 2005-2007 Master-Studium Information Security Management an der Donau-Universität Krems. Seit 2007 als wiss. Mitarbeiter am Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA), Forschungsbereich IKT und Privacy.
                    Mitarbeit bei der Erstellung der Cyber Security Strategie des Bundeskanzleramtes, Organisation von Konferenzen zum Thema Sicherheit, Privatsphäre und Überwachung, wiss. Vorträge bei Konferenzen und an der Donau-Universität im Rahmen von Lehrgängen.
                    Forschungsarbeit in zahlreichen nationalen Projekten und internationalen Konsortien.
                    Publikationen im Rahmen der Arbeit am ITA:
                    www.oeaw.ac.at/ita/ueber-uns/das-ita-team/krieger-lamina/publikationen


                    Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                     

                     

                     

                    > ALICE LACINY, MSc, Naturhistorisches Museum Wien. Forschungsbereich: Entomologie, Myrmekologie

                     

                    Das Angebot im Detail

                    • 4 Besuche pro Jahr
                    • Regionen: Wien, Wien Umgebung

                     

                    Anfallende Kosten für die Schule

                    • Keine

                     

                    Forschungsschwerpunkte

                    • Ameisentaxonomie
                    • Morphometrie
                    • Kastenbildung


                    Aktuelle Projekte

                    • Voluntary Self-Sacrifice in Exploding Ants: a mechanism to defend co-evolved microbiomes? Ameisen der Camponotus (Colobopsis) cylindricus Gruppe aus Südostasien zeigen ein besonderes Verhalten zur Feindabwehr: Im Kampf mit anderen Insekten platzen sie auf (Autothysis), um ihre Feinde mit reizendem, klebrigen Sekret aus ihren vergrößerten Mandibeldrüsen zu übergießen. Sie opfern sich somit selbst zum Wohle der Kolonie und zur Verteidigung ihres Lebensraumes.

                      Ziel des Projekts ist die Klärung der komplexen Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb der Gruppe mit morphometrischen und molekularen Methoden, sowie die Erforschung der chemischen Zusammensetzung des zur Abwehr eingesetzten Sekrets und des Aufbaus des Mikrobioms (Pilze, Bakterien) auf welches diese Ameisen scheinbar angewiesen sind.

                     

                    Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                    • Seit August 2014: Technische Assistentin im Naturhistorischen Museum Wien für das Projekt „Voluntary Self-Sacrifice in Exploding Ants: a mechanism to defend co-evolved microbiomes?”
                    • 2011-2014: Masterstudium Zoologie, Universität Wien
                    • 2007-2011: Bachelorstudium Biologie, Universität Wien

                       

                      Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                       

                       

                      > assoz.Prof. Dr. THOMAS LUCYSHYN, Kunststofftechniker, Montanuniversität Leoben. Forschungsbereich: Kunststoffverarbeitung

                       

                      Das Angebot im Detail

                      • 2 Besuche pro Jahr
                      • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich, Steiermark, Salzburg, Kärnten

                       

                      Anfallende Kosten für die Schule

                      • Keine

                       

                      Forschungsschwerpunkte

                      • Kunststoffverarbeitung
                      • Spritzgießen
                      • Compoundieren

                      Aktuelle Projekte

                      • Mikrostrukturierte spritzgegossene Bauteile: Mikrostrukturierte Oberflächen auf spritzgegossenen Kunststoff-Bauteilen tragen zu einer erhöhten Funktionalität der Bauteile bei. Die Bedeutung solcher funktionaler Bauteile hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Bauteiloberfläche stellt für diese Bauteile eine essentielle Komponente für deren Funktionalität dar, um beispielsweise komplexe medizinische oder bio-analytische Analysen auf kleinem Raum zu realisieren (z. B. „Lab-on-a-Chip“ oder „Micro-Total-Analytical-Systems“). Andere Anwendungsbeispiele sind Selbstreinigungseffekte (Lotus-Effekt) oder Antireflektion.
                        Um erfolgreich Kunststoffteile mit mikrostrukturierten Oberflächen im Spritzgießprozess herstellen zu können, müssen einige Aspekte wie das Füllverhalten von Mikro-Kanälen sowie das Entformungsverhalten berücksichtigt werden. Darüber hinaus sind die meisten strukturierten Teile flach, was auf den Strukturierungsprozess der Formeinsätze zurückzuführen ist, der für die Halbleiterindustrie entwickelt wurde, wobei es einen großen Vorteil bringen würde, wenn Mikrostrukturen auch auf gekrümmten Spritzgießteilen hergestellt werden könnten.
                        In diesem Forschungsbereich werden daher die folgenden Aspekte behandelt und weiterentwickelt: Füll- und Entformungsverhalten von Mikrostrukturen sowie mikro-strukturierte gekrümmte Oberflächen auf Spritzgussteilen.

                      • PolySlag – Metallschlackepartikel als Füllstoff für thermoplastische Polymere: Thermoplastische Polymere werden oft mit Füllstoffen versehen, um einerseits gezielt die Materialeigenschaften des Kunststoffs zu verbessern und andererseits Kosten zu reduzieren. Dabei kommen vorwiegend mineralische Füllstoffe wie z.B. Talkum oder Kreide zum Einsatz. Im Projekt PolySlag wird erstmals untersucht, wie sich metallische Schlackepartikel, als Nebenprodukt des Hochofenprozesses, als Füllstoff für Kunststoffe eignen. Schlackepulver ist in großen Mengen verfügbar und als Nebenprodukt der Eisen- und Stahlindustrie konkurrenzlos günstig, wodurch ein Kostensenkungspotenzial für gefüllte Kunststoffe mit gleichzeitig verbessertem Eigenschaftsprofil zu erwarten ist. In diesem Projekt wird systematisch untersucht, wie das Pulver in einem sogenannten Compoundierprozess bestmöglich in die Polymermatrix eingebracht werden kann und welche Eigenschaftsverbesserungen damit erzielt werden können.

                      • Rec2TecPart - Recycling von technischen Kunststoffen: In den letzten 20 Jahren hat sich im Bereich der Wiederverwertung von Kunststoffen durch die Anwendung von Rezyklaten bei der Herstellung „einfacher Produkte“ viel Positives entwickelt. Letzten Endes handelt es sich aber meist um ein sogenanntes „Downcycling“ der Kunststoffe. Eine Folge daraus ist, dass bisher Rezyklate kaum in hochwertigen Funktionsbauteilen zur Anwendung kommen. Technisch ist ein „Upcycling“ zu hochwertigen Rezyklatcompounds nach dem heutigen Stand der Technik möglich, es mangelt aber sehr oft an der gleichmäßigen Qualität. Die wirtschaftliche Folgerung daraus ist, dass die erzielbaren Preise für wiederverwertete Kunststoffe signifikant unter denen von Neuwaren liegen, weswegen ein Großteil der Kunststoffabfälle bisher thermisch verwertet wird. Ziel dieses Projektes ist es daher, das Upgrading des Kunststoffabfalls durch gezielte Compoundierung auf das Niveau von Neuware voranzutreiben und in Folge eine gleich bleibende Qualität gewährleisten zu können. Spezialisierte klein- und mittelständische Compoundeure sind dann in der Lage, mit dieser neuartigen Werkstoffgeneration Neuware technisch und wirtschaftlich zu ersetzen und für Funktionsbauteile maßzuschneidern. Dies trägt wesentlich dazu bei, die Ressourceneffizienz zu erhöhen und CO2-Emissionen deutlich zu verringern.

                      Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                      • 1993: Matura am Neusprachlichen Gymnasium Tamsweg
                      • 1993 – 1999    Studium Kunststofftechnik an der Montanuniversität Leoben, Abschluss mit Dipl.-Ing.
                      • Seit 2000: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung der Montanuniversität Leoben
                      • 2009: Promotion zum Dr. mont.
                      • Seit 2010: Assistenzprofessor und Leiter der Arbeitsgruppe Spritzgießtechnologie am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung
                      • Okt. 2014 – März 2015: Auslandsaufenthalt am Polymer Technology College in Slovenj Gradec ( Slowenien)
                      • Seit 2015: zusätzlich Leiter der Arbeitsgruppe Compoundieren am Lehrstuhl für Kunststoffverarbeitung
                      • 2016 Habilitation zum assoziierten Professor (assoz.Prof.) für Kunststoffverarbeitung am gleichnamigen Lehrstuhl der Montanuniversität Leoben
                      > PD. Dr. Mag. ALEXANDER LUKENEDER, Paläontologe, Naturhistorisches Museum, Wien. Forschungsbereich: Wissenschaft von Lebewesen vergangener Erdzeitalter

                       

                      Das Angebot im Detail

                      • 4 Besuche pro Jahr
                      • Regionen: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich

                       

                      Anfallende Kosten für die Schule

                      • Keine

                       

                      Forschungsschwerpunkte

                      • Mesozoikum (Erdmittealter)
                      • Meerestiere
                      • Dinosaurier
                      • Paläo-Klima
                      • Paläo-Umwelt


                      Aktuelle Projekte

                      • Dolomiten Kreide Projekt: Klima und Leben vor 130-110 Millionen Jahren in den Dolomiten. Was führte zu dieser enormen Klimaerwärmung dieser Zeit?

                      • Türkei Trias Projekt: Massensterben in der Trias, hunderte Millionen von Meeresbewohnern starben im Karnium vor ca 230 Mio Jahren aus.
                        Warum? Das ist die Frage…

                      • OÖ Kreide Projekt: Neueste Funde von Fossilen aus der Unterkreide Oberösterreichs führen uns in den kommenden Jahren in eines der schönsten Gebiete Österreichs, das Salzkammergut nahe des Traunsees.

                       

                      Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                      1972    Born on April 1st in Steyr, Upper Austria
                      1990    Secondary graduation (Matura) on June 21st, 1990
                      1990    Enrolment at the University of Vienna, Faculty of Formal and Natural Sciences, study in geosciences, main subject in palaeontology (Palaeozoology)
                      since 1995    Excursions and field trips to Mesozoic localities as guide, organiser and participant in Austria (various provinces), Croatia, Czech Republic, Egypt, England, France, Germany, Greece, Hungary, India, Italy, Slovakia, Slovenia, Spain, Switzerland, Turkey
                      1996-1997    Tutorial at the Faculty of Formal and Natural Sciences for Ass. Prof. Karl Rauscher (Department of Palaeontology) in the framework of the course Special Palaeontological Exercises 1 (laboratory)
                      1997    1st publication „Bericht 1996: Zur Unterkreide Stratigraphie der Schrambachschichten auf Blatt 69 Großraming" in the Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt 140
                      1997-1999    Numerous tutorials at the Faculty of Formal and Natural Sciences for Prof. Dr. Leoplod Krystyn and Ass. Prof. Karl Rauscher (Department of Palaeontology) in the course Special Palaeontological Exercises 1 (laboratory)
                      1997-1998    Working for the Institute of Palaeontology in taxonomic studies on cephalopods
                      1998    Completion of studies with the Master-Thesis in palaeontology “Die Unterkretazischen Cephalopoden der Schrambach Formation, Oberösterreich" under the leadership of Prof. Dr. Leopold Krystyn
                      1999    Employment in the FWF-P13641-Geo project on the topic: „Ammonite mass-occurrences in the Lower Cretaceous of the Northern Calcareous Alps" (leader Dr. Herbert Summesberger, NHMV)
                      2000    Organizer of the „Workshop for Lower Cretaceous cephalopod-working group – Vienna 2000"
                      2001    Completion of the postgraduate studies, PhD-Thesis „Palaeoecological and Palaeooceanographical significance of two ammonite-mass-occurrences in the Alpine Lower Cretaceous" under the leadership of Prof. Dr. Leopold Krystyn
                      since 2001    Lecturer at the Department of Palaeontology, Vienna in „Biostratigraphische Demonstrationen des Mesozoikums", „Paläobiologie der Cephalopoden", Stratigraphie des Mesozoikums", „Cephalopoden der Kreide unter besonderer Berücksichtigung von Ammoniten", etc.
                      2002    Guiding excursions to various Cretaceous outcrops of the Northern Calcareous Alps. Member of the Stratigraphic Subcommission Valanginium and Barremian (Lower Cretaceous Ammonite Working Group)
                      2003    Scientific member of the FWF Project P16100-N06: “Stratigraphic, paleoecological and paleobiogeographic implications of Lower Cretaceous ammonite marker beds within a key region of the Tethyan Realm”
                      since 2004    Since October 1st 2004, regular employment at the Natural History Museum Vienna as researcher (Mesozoic Era, cephalopods etc.) and curator for the Mesozoic collections
                      since 2005    Working Group Geowissenschaften, Schule und Öffentlichkeit” (ÖGG)
                      2006    Lecturer at the Department of Palaeontology, „Cephalopoden der Kreide unter besonderer Berücksichtigung der Ammoniten“ at the Department of Palaeontology
                      2007    Author of the book: A. Lukeneder, H. Gridling: Akte Dinosaurier – den Riesenechsen auf der Spur (Seifert Verlag)
                      Lecturer at the Department of Palaeontology Vienna, „Paläobiologie der Cephalopoden“
                      since 2008    Project-leader: Dr. Alexander Lukeneder: Dolomite-Project, FWF P20018–N10: „Multitasking: An Integrative High Resolution Project. – Macro- and Microfossils, Isotopes, Litho-, Cyclo-, Magneto-and Biostratigraphy as Tools for Investigating the Lower Cretaceous within the Dolomites (Southern Alps, Northern Italy). – The Puez Area as a New Key Region of the Tethyan Realm (22 scientists from 7 nations).
                      Organization of a Cretaceous meeting in Vienna: 1st international Meeting on Correlation of Cretaceous Macro- and Microfossils in Vienna (1st CCMM Congress, Wien, 16.-18.04.2008) at the Natural History Museum Vienna.
                      Organization of the 3rd international meeting of the Kilian Group in Vienna (Internationalen IUGS International Union of Geological Sciences, Kilian Gruppe: IUGS Lower Cretaceous Ammonite Working Group; 15.4.2008), at the Natural History Museum Vienna.
                      Lectures at the international book fair in Vienna 2008 (Buch Wien) from the book: Akte Dinosaurier.
                      since 2010    Carnian Crisis-Project FWF Project P22109-B17: 3D Modelling of the Carnian Crisis. Tracing the Genesis and History of a Triassic Ammonite Mass–Occurrence (Taurus, Turkey). Ammonite mass mortality as proxy for the Carnian Crisis (16 scientists 8 nations) (project-leader: Dr. Alexander Lukeneder)
                      Memberships: Member of the Scientific Board of the International Geoscience Programme (IGCP, UNESCO), Member of the Austrian National Committee for the International Geoscience Program (IGCP), Member of the International IUGS Kilian Group: IUGS Lower Cretaceous Ammonite Working Group Member of the Austrian Palaeontological Society (ÖPG), Member of the Austrian Geological Society (ÖGG), Member of the Commission for the Palaeontological and Stratigraphical Research on Austria (CPSA).
                      2014    Author of the book: Abenteuer Dolomiten – Spannende Forschung 3000 Meter über dem Meer (Seifert Verlag).

                       

                       

                       

                      > DI URSULA MOLLAY, MA MSc, Raumplanerin, ÖIR GmbH (Österreichisches Institut für Raumplanung), Wien. Forschungsbereich: Raumplanung und Regionalentwicklung

                       

                      Das Angebot im Detail

                      • 5 Besuche pro Jahr
                      • Regionen: Wien, wenn öffentlich gut erreichbar: Niederösterreich, Burgenland, Oberösterreich, Steiermark

                       

                      Anfallende Kosten für die Schule

                      • Keine

                       

                      Forschungsschwerpunkte

                      • Raumplanung und Regionalentwicklung
                      • Energiebewusste Stadtentwicklung
                      • Smart Cities        


                      Aktuelle Projekte

                      • Transform+: Im Projekt Transform+ geht es um die Umsetzung von Klimaschutz und Ressourcenschonung in Wien. Als Smart City soll sich Wien künftig mehr denn je durch ein nachhaltiges Energiesystem, intelligente Mobilitätsdienstleistungen und eine effiziente und lebenswerte Stadt- und Gebäudestruktur auszeichnen.
                        Dafür sind städtische Lösungen für Energie- und CO2-Einsparungen durch integrierte Energie- und Stadtplanungsansätze notwendig, die im Rahmen von Transform+ erarbeitet werden. Schwerpunkte sind die Planung und Realisierung lokaler, erneuerbarer Energiesysteme, und die Aufbereitung und Vermittlung von relevanten Daten und Informationen.

                      • SPRINKLE – Smart City Governance in kleinen und mittleren Städten: Im Projekt SPRINKLE geht es darum, wie kleine und mittlere Städte die Zielsetzung energieeffizienter und ressourcenschonender Entwicklung umsetzen, welche Akteurinnen und Akteure dabei beteiligt sind und welche Maßnahmen konkret gesetzt werden. Außerdem wird untersucht, wie die unterschiedlichen Ebenen (Bund, Land, Gemeinde/Stadt) bei der Umsetzung zusammenarbeiten.

                       

                      Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                        • 1989-1996: Studium der Raumplanung und Raumordnung an der Technischen Universität Wien
                        • 1991-1995: Freie Mitarbeit in verschiedenen Planungsbüros
                        • 1995-1998: Freie Mitarbeit am Österreichischen Institut für Raumplanung (ÖIR)
                        • 1998-1999: Studienaufenthalt in Tschechien
                        • Seit 1999 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am ÖIR (ÖIR GmbH seit 1.1.2012), Mitglied des Vorstands (seit 2014)
                        • 2007-2009: Masterlehrgang „Internationale Genderforschung und Feministische Politik (mit Schwerpunkt Mittel-/Osteuropa)“, Postgradualer Lehrgang universitären Charakters, Jahrgang 2007/2008, Rosa-Mayreder-College
                        • 2008-2010: Masterlehrgang „Renewable Energy in Central and Eastern Europe“, Jahrgang 2008-2010, TU Wien in Kooperation Energiepark Bruck/Leitha
                        • 2010: Energieberatung (EBA-Zertifizierung, A-Kurs)

                         

                        Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                         

                         

                        > Ao Univ.-Prof. Mag. Dr. JÜRGEN MÜHLBACHER, Wirtschaftsuniversität Wien. Forschungsbereich: Change Management & Strategisches Management

                         

                        Das Angebot im Detail

                        • 4 Besuche pro Jahr
                        • Regionen: Wien, Wien-Umgebung, Bezirk Tulln

                         

                        Anfallende Kosten für die Schule

                        • Keine

                         

                        Forschungsschwerpunkte

                        • Change Management & Strategisches Management


                        Aktuelle Projekte

                        • Kernkompetenzen im Management: Bei diesem Projekt wird untersucht, welche Aufgabenstellungen Manager/innen im CEE-Raum vorrangig verfolgen und wie sich diese im Zeitablauf verändern.


                        • Veränderungsresistenzen: Im Change Management scheinen Zuschreibungen von Veränderungsresistenzen vor allem auf Vorurteilen und nicht auf empirisch begründeten Tatsachen zu beruhen. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Unterschiede und Beweggründe für Veränderungsresistenzen in Organisationen zu untersuchen und führt dabei zu überraschenden Ergebnissen.

                         

                        Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                        Ao Univ.-Prof. Mag. Dr. Jürgen Mühlbacher absolvierte sein Diplomstudium und seine Dissertation an der Wirtschaftsuniversität Wien zum Thema Führungsforschung. Seit 1998 arbeitete er als Forschungs- und Universitätsassistent an der Abteilung für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre der Wirtschaftsuniversität Wien. Er habilitierte 2006 zum Thema Strategische Kernkompetenzen im Management und ist seither stellvertretender Institutsleiter des Instituts für Change Management und Management Development an der Wirtschaftsuniversität Wien. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Strategie, Change Management, Kompetenzmanagement und Veränderungswiderstände.

                         

                        Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                         

                         

                        > DI (FH) KLAUS PAAR, Institutsleiter, Güssing Energy Technologies GmbH, Burgenland.

                          

                        Das Angebot im Detail

                        • 2-4 Besuche pro Jahr
                        • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark

                         

                        Anfallende Kosten für die Schule

                        • Keine

                         

                        Forschungsschwerpunkte

                        • Nutzung erneuerbarer Energieträger
                        • Entwicklung von innovativen Systemkombinationen
                        • neue Prozesse und Verfahren

                        Aktuelle Projekte

                        • SunSorber: In diesem Projekt wird eine Adsorptionskältemaschine im kleinen Leistungsbereich (für Einfamilienhäuser und kleine Bürogebäude) entwickelt. Eine Adsorptionskältemaschine produziert kaltes Wasser zur Kühlung von Gebäuden – als  Antriebsenergie wird heißes Wasser (60 – 90 °C) verwendet. Wenn das heiße Wasser aus Sonnenkollektoren stammt, spricht man von „solarem Kühlen“. Die Maschine kann aber auch über andere Energiequellen, wie zum Beispiel Fernwärme betrieben werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kältemaschinen wird dabei deutlich weniger elektrische Energie benötigt. Kühlbedarf besteht meistens dann, wenn die Sonne scheint – und die kann direkt zum Antrieb der Kältemaschine verwendet werden.


                        • Cool PV – Kombination aus PV-Hybridkollektoren und Erdreich-Wärmepumpen: Mit Photovoltaikanlagen kann elektrische Energie direkt aus Sonnenlicht gewonnen werden. Eine thermische Solaranlage liefert hingegen Warmwasser aus Sonnenenergie. Eine Kombination aus photovoltaik- und thermischen Kollektor nennt man PV-Hybridkollektor. Damit wird gleichzeitig elektr. Strom und Wärme erzeugt.
                          Wärmepumpen nutzen Umweltwärme aus Luft, Wasser oder Erdreich zur Beheizung von Häusern. Das Erdreich dient dabei als Speicher – die von der Wärmepumpe entnommene Energie muss das ganze Jahr über durch Sonne und Regenwasser wieder zugeführt werden.

                          Die Kombination von PV-Hybridkollektoren und Wärmepumpenanlagen mit Erdreichkollektoren erhöht die Effizienz beider Systeme: Die PV-Module werden gekühlt und bringen dadurch mehr Leistung, in den Erdreichkollektor wird zusätzliche Energie eingespeichert wodurch auch die Wärmepumpe effizienter betrieben werden kann.


                        • Winddiesel: Dieses Projekt ist der erste Schritt, um überschüssigen Strom aus Windkraftwerken in Diesel umzuwandeln. Bei starkem Windaufkommen kann es zu Stromüberschüssen kommen, die zu Problemen mit den elektrischen Energienetzen führen. Eine Möglichkeit zur Verminderung dieses Problems ist, damit einen leicht speicherbaren Energieträger, wie beispielsweise Diesel herzustellen. Der erste Schritt dabei ist, mit Überschussstrom (mit Hilfe von Elektrolyse)  Wasserstoff zu erzeugen.

                          Im zweiten Schritt wird eine thermische Biomassevergasungsanlage benötigt, die aus Holz ein Synthesegas erzeugt. Das Synthesegas kann mit Hilfe von Fischer Tropsch Synthese zu Diesel weiterverarbeitet werden. Durch geschickte Kombination der beiden Anlagen kann der Wasserstoff aus Windstrom in die Fischer Tropsch Synthese eingebunden, und damit die Dieselausbeute erhöht werden.

                         

                        Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                          • Seit 2012: Güssing Energy Technologies GmbH: Institutsleitung, Projekte im Bereich Energieoptimierung für Industriebetriebe und Kommunen, EDV-Administration
                          • 2007-2012: Güssing Energy Technologies GmbH: Forschung und Entwicklung im Bereich erneuerbarer Energietechnologien, Projekte im Bereich Energieoptimierung für Industriebetriebe und Kommunen
                          • Güssing GmbH: Forschung und Entwicklung im Bereich erneuerbarer Energietechnologien
                          • 2003 -2007: Europäisches Zentrum für erneuerbare Energie
                          • Seit 2002: Doktoratsstudium für Absolventen von Fachhochschulstudiengängen an der TU Graz
                          • 1998 -2002: Fachhochschulstudiengang Pinkafeld: Gebäudetechnik Diplomarbeit: Messung und Analyse der Schallemissionen von UNO DUCT Düsenluftauslässen

                           

                          Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                          > Prof. MMAG. Dr. REGINA POLAK, Praktische Theologin, Universität Wien. Forschungsbereich: Praktische Theologie, spirituelle Theologie

                           

                          Das Angebot im Detail

                          • 4-5 Besuche pro Jahr
                          • Regionen: alle Bundesländer, bei Besuchen in Schulen außerhalb von Wien ersuche ich um vorige Absprache bezüglich Kooperation.

                           

                          Anfallende Kosten für die Schule

                          • Ersatz der Fahrtkosten

                           

                          Forschungsschwerpunkte

                          • Migration und Religion
                          • (Zeitgenössische) Spiritualität
                          • Religion in der modernen Gesellschaft/in Europa
                          • Kirche und religiöser Wandel
                          • Jugend und Religion


                          Aktuelle Projekte

                          • Convivenz: Zusammenleben in Verschiedenheit: Wie können wir in der Migrationsgesellschaft Europa religiös und sozial friedlich und gerecht zusammenleben? Überlegungen zum Zusammenleben in Verschiedenheit und Gerechtigkeit und der Beitrag, den die monotheistischen Religionen dazu erbringen können. Was hindert (z.B. Fremdenhass), was fördert (z.B. Partizipation).
                          • Kirche und Judentum HEUTE: Werdet gleichzeitig! Was können Christen von Juden lernen und worin bestehen die heutigen Herausforderungen im interreligiösen Dialog und im Zusammenleben?
                          • Religiöser Wandel und Wertewandel in Europa: Sozialwissenschaftliche Darstellungen der religiösen und Wertelandschaft in Europa, inkl. neue Spiritualitäten, und was das für Kirche und Glauben bedeutet.

                           

                          Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                          Ich bin eine Quereinsteigerin und ein Beispiel dafür, dass man auch auf queren Wegen zur Wissenschaft kommen kann. Ich habe meine Universitätskarriere erst mit 30 begonnen – nach einem abgebrochenem Theologiestudium, einer atheistischen „Phase“ und einem Philosophiestudium. Dann aber mit vollem Elan und in kurzer Zeit. Diplomarbeit über Friedrich Nietzsche. Dissertation über die Wiederkehr der Religion. Masterarbeit über die Unterscheidung der Geister. Geboren 1967. Wienerin mit Migrationshintergrund, 4. Generation. Tschechische Urgroßeltern. Ein Sohn Elias. Ich kombiniere verschiedene Wissenschaften, um Theologie zu betreiben.

                           

                          Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                           

                           

                          > Dr. MICHAELA POPPE, Universität für Bodenkultur Wien. Forschungsbereich: Flusslandschaftsplanung, Gewässerökologie

                           

                          Das Angebot im Detail

                          • 6 Besuche pro Jahr
                          • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgendland

                           

                          Anfallende Kosten für die Schule

                          • Ersatz der Fahrtkosten

                           

                          Forschungsschwerpunkte

                          • Bewertung und Restoration von Fließgewässern
                          • Flussmorphologie
                          • Gewässerschutz
                          • Prozesse in Flusslandschaften
                          • qualitative Modelle
                          • Systemverständnis
                          • Umweltbildung

                          Aktuelle Projekte

                          • Traisen.w3: Wie können Funktionen an Fließgewässern bewertet werden und wie nehmen Jugendliche Flüsse wahr? Warum sind unsere Fließgewässer so stark beeinträchtigt?

                            Am Beispiel der Traisen sollen ökologische (z.B. Erfüllung der Habitatfunktion) und kulturelle (z.B. Ästhetik, Erholungsleistung) Ökosystemleistungen in Flusslandschaften erhoben und dargestellt werden. Dabei wird einerseits mit vorhandenen Geodaten gearbeitet, andererseits werden von den Jugendlichen Kartierungen durchgeführt. Zusätzlich wird die Wahrnehmung von Flusslandschaften durch die Schüler/innen und deren in der Region lebenden Angehörigen mittels Fragebögen ermittelt. Die Ergebnisse sollen zu einer Bewertung der ökologischen und kulturellen Flusslandschaftsfunktionen der Traisen führen.

                            Ein weiteres Ziel des Projekts ist die Förderung des Systemverständnisses bei Jugendlichen durch die Anwendung unterschiedlicher Kommunikations- und Bildungsmethoden z.B. modellieren die SchülerInnen komplexe Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge in Flusslandschaften mittels der Lern-Software „DynaLearn".

                          • REFORM: Unsere Fließgewässer zählen zu den am stärksten degradierten Ökosystemen weltweit und müssen dringend geschützt bzw. verbessert werden.

                            Das REFORM-Projekt (REstoring rivers FOR effective Management) bietet einen internationalen Rahmen um hydromorphologische Verbesserungsmaßnahmen (Flussaufweitungen, Anbindung von Auen) an Flüssen zu bewerten und zu verbessern, um in den nächsten Jahren möglichst kosteneffizient den ökologischen Zustand der Fließgewässer zu verbessern.

                            Im Arbeitspaket 4 wurden an 20 Fließgewässern in Europa (in Österreich an Enns und Drau) Restorationsmaßnahmen nach einem einheitlichen Schema für die Fachbereiche Hydromorphologie, Fische, Makrozoobenthos, Makrophyten, Laufkäfer untersucht und bewertet und mit einem degradierten Abschnitt verglichen. Die Auswertungen geben Rückschlüsse auf die Effektivität der Maßnahmen und den Erfolg der Restoration.                                     

                          Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                            • Seit 2012: Koordination und Leitung von zwei nationalen Sparkling Science-Projekten
                            • 2010: Rigorosum
                            • Seit 2007: Mitarbeit an internationalen Forschungsprojekten (EU-Projekte)
                            • Seit 2000: Lehraufträge an der BOKU bzw. am Institut für Geographie (Uni Wien), Leitung von Seminaren an der KinderUni Wien
                            • Doktoratsstudium an der BOKU im Bereich Landschaftsplanung
                            • Seit 1996: Mitarbeit und Koordination von nationalen Forschungsprojekten im Bereich Flusslandschaftsplanung
                            • 1996: Diplomprüfung
                            • Diplomstudium Geographie an der Universität Wien


                            Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                             

                             

                            > Dr. ANNIKA POSAUTZ, Veterinärmedizinerin, Wildtierpathologin, Veterinärmedizinische Universität, Wien. Forschungsbereich: Wildtiermedizin

                             

                            Das Angebot im Detail

                            • 4 Besuche pro Jahr
                            • Regionen: Wien, Wien-Umgebung

                             

                            Anfallende Kosten für die Schule

                            • Keine

                             

                            Forschungsschwerpunkte

                            • Zoonosen
                            • Wildtierkrankheiten
                            • Amyloidose

                            Aktuelle Projekte

                            • Tularämie (s.g. Hasenpest): Vorkommen, Verbreitung im Feldhasen und anderen Tieren: Tularämie, auch Hasenpest genannt, ausgelöst durch das Bakterium Francisella tularensis, gehört zu den Zoonosen (von Tier auf den Mensch (und v.v.) übertragbare Krankheiten) und verursacht europaweit ca. 1200 Krankheitsfälle im Jahr bei Menschen. Vier Subspezies sind derzeit bekannt: tularensis (die virulenteste Form), holarctica (die am weitesten verbreitete Form), mediasiatica und novicida. In Europa ist die Subspezies holarctica verbreitet. Auch wenn Österreich nicht zu den Ländern zählt in denen diese Krankheit gehäuft vorkommt, so gibt es im Osten Österreichs Endemiegebiete und angrenzende Länder, wie Ungarn, die Slowakei und Tschechien zählen zu den Ländern mit der höchsten Inzidenzrate in Europa. Als Reservoir werden Nagetiere, Lagomorphen, Zecken und auch Füchse angenommen. Auf Grund dessen zählen unter anderem Jäger zu den Risikogruppen. Aber nicht nur Wildtiere stellen eine Infektionsquelle dar. So sind schon einige Fälle in Europa und auch Nord- Amerika bekannt bei denen sich Menschen über Katzenbisse und auch über Hunde infiziert und teils auch komplizierte Pneumonien entwickelt haben.
                              In verschiedenen, kleinen Projekten werden unterschiedliche Tierarten auf ein Vorkommen des Krankheitserregers untersucht, um etwaige Risikobereiche (Möglichkeiten der Übertragung, etc) zu definieren.

                            • Amyloidose beim Feldhasen: Unter dem Begriff Amyloidose fasst man Erkrankungen, bei denen es zu intra- und extrazellulären Ablagerungen von unlöslichen Proteinen kommt zusammen. Diese Ablagerungen können systemisch oder in einzelnen Organen vorkommen, und zerstören die Architektur der Organe wodurch es zu Funktionsstörungen dieser kommt. Die Amyloidosen werden, je nach beteiligtem Protein in unterschiedliche Gruppen unterteilt. Unter anderem sind das AA, AL und Aß-Amyloidose. Beispiele für diese Art der Erkrankung sind z.B. Alzheimer oder Prionenerkrankungen.
                              In der Veterinärmedizin ist die AA-Amyloidose die häufigste Form. Meistens entsteht sie als Folge von chronischen infektiösen und nicht-infektiösen Erkrankungen. Hierbei kommt es am häufigsten zu Ablagerungen in Leber, Niere und Milz. Außer bei Geparden ist die Amyloidose in Wildtieren nicht genauer untersucht. Auf Grund von ersten Untersuchungen im Feldhasen, konnte ein sehr unterschiedliches Vorkommen in verschiedenen Populationen festgestellt werden. Da die Ursache hierfür unbekannt ist, soll in unterschiedlichen Projekten versucht werden das Vorkommen, die Verbreitung und die Auswirkung der Erkrankung auf den Feldhasen zu klären.  

                            Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                            2003-2009: Studium der Veterinärmedizin, Veterinärmedizinische Universität Wien
                            2010-2014: Doktorat am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie
                            Ab 2015 Postdoc am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie



                            Dipl.-Ing. LYDIA RACHBAUER, Biotechnologin, Kompetenzzentrum Bioenergy 2020+, Tulln an der Donau. Forschungsbereich: Umweltbiotechnologie

                             

                            Das Angebot im Detail

                            • 4 Besuche pro Jahr
                            • Regionen: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich

                             

                            Anfallende Kosten für die Schule

                            • Keine

                             

                            Forschungsschwerpunkte

                            • Biologische CO2 Methanisierung mittels Wasserstoffzugabe (Power-to-Gas)
                            • Fermentative Produktion von Biotreibstoffen
                            • Mikrobiologische Methoden zur Biogasaufreinigung (z.B.: Entfernung von Schwefelwasserstoff)

                             

                            Aktuelle Projekte

                            • Hydrofinery: Fermentative Produktion von diversen Biotreibstoffen aus gasförmigen Substraten (Methanogenese, Homoacetogenese, ABE-Fermentation) im Rahmen des FFG-Projekts „Hydrofinery“.
                              Im Zuge dieses Projekts soll die Produktion von Methan und Aceton/Butanol/Ethanol aus Wasserstoff und CO2 mit Hilfe von Reinstämmen methanogener Archaeen bzw. Clostridienstämmen untersucht werden. Die unterschiedliche Löslichkeit der Gase im flüssigen Medium spielt dabei eine wichtige Rolle.
                              Ein weiterer Fokus liegt auch in der Steuerung der ABE-Fermentation aus dem Zwischenprodukt Essigsäure hin zu einzelnen Endprodukten Aceton/Butanol/Ethanol. Der Einfluss eines erhöhten Wasserstoffpartialdrucks auf die zu erzielenden Butanolausbeuten soll hierbei untersucht werden.

                            • TherChem: Mikrobiologische Biogasentschwefelung im Rahmen des EU-Projekts „TherChem“ - Thermochemische Vorbehandlung für Brauereireststoffe und sonstige Biomasse zur Optimierung der anaeroben Vergärung. Um die Biogasausbeute bei der anaeroben Vergärung von Lignozellulosen (wie z.B. Biertreber) zu steigern wird die schwer zugängliche Struktur der Biomasse mittels thermochemischer Vorbehandlung (kochen unter Säurezugabe) aufgebrochen. Durch Schwefelsäurezugabe entsteht beim Vergärungsprozess allerdings giftiges Schwefelwasserstoffgas. Im Zuge eines zweistufigen Gärprozesses kann in der ersten Stufe Schwefelwasserstoff ausgetrieben und durch schwefel-oxidierende Bakterien unter Luftzugabe zu Schwefelsäure umgewandelt werden. Diese Rückgewinnung ermöglicht die Schließung des Schwefelkreislaufs und den erneuten Einsatz zur Substratvorbehandlung.

                            • Power-to-Gas Konzept: Biologisches Biogasupgrading durch CO2-Konversion mittels H2-Zugabe.
                              Die bisher eingesetzten Upgrading-Verfahren sehen eine Abtrennung von CO2 aus dem Biogas vor. Im Gegensatz hierzu wird in diesem Projekt die Entfernung von CO2 durch mikrobielle Umwandlung zu Methan mittels Wasserstoffzugabe untersucht.
                              Ziel dieses Projektes ist die Nutzung von regenerativem H2 (z.B. aus Überschussstrom durch Elektrolyse erzeugt) zur Umwandlung von CO2 in einem separaten Tropfkörper-Reaktor (Biofilter) durch Immobilisierung geeigneter Mikroorganismen. Hierfür werden entsprechende anaerobe Mischkulturen hydrogenotropher Organismen aus Biogasschlamm isoliert und angereichert.
                              Ein wesentlicher Vorteil des Biomethans gegenüber Wasserstoff aus Überschussstrom ist das vorhandene Distributionsnetzwerk (Erdgasnetz). Das untersuchte Verfahren bietet den besonderen Vorteil, Wasserstoff nicht nur effizient in einen leicht einsetzbaren Energieträger umzuwandeln, sondern außerdem die Kapazität bestehender Erdgasspeichersysteme zu nutzen.

                             

                            Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                            Ausbildung:
                            Seit 2013    Dissertation am Institut für Umweltbiotechnologie – IFA Tulln (Universität für Bodenkultur, Wien)
                            2009 – 2013     Masterstudium “Biotechnologie” an der Universität für Bodenkultur, Wien (Dipl.-Ing.)
                            2009     Erasmusaufenthalt an der National University of Ireland, Galway / Irland
                            2005 – 2009    Bachelorstudium „Lebensmittel- und Biotechnologie“, Universität für Bodenkultur, Wien (B.Sc)
                            2004     Matura am Bundesoberstufenrealgymnasium, Ried im Innkreis

                            Fachliche Tätigkeiten:
                            2015    Lektorin an der FH Campus Wien
                            2014     Researcher im Austrian Center of Industrial Biotechnology – ACIB
                            Seit 2013    Researcher im Kompetenzzentrum Bioenergy 2020+
                            2012    (Femtech-) Praktikum bei Bioenergy2020+ am IFA- Tulln
                            2009 / 2011    Praktika bei Baxter, Wien
                            2009 – 2011     Tutorin am Institut für Verfahrens- und Energietechnik – Universität für Bodenkultur, Wien

                             

                            Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

                             

                             

                            > Dr.KATHARINA RESCH-FAUSTER, Montanuniversität, Leoben. Forschungsbereich: Green Engineering in Polymers

                             

                            Das Angebot im Detail

                            • 3 Besuche pro Jahr
                            • Regionen: Steiermark (Murtal, Leoben, Süd-Ost bzw. Süd.-West Steiermark), Wien

                             

                            Anfallende Kosten für die Schule

                            • Keine

                             

                            Forschungsschwerpunkte

                            Biopolymere und polymere Funktionswerkstoffe für Anwendungen in

                            • Solartechnik
                            • Windenergie
                            • Wärmetechnik
                            • Nachhaltigkeit (Minimierung Toxizität und Schonung von Ressourcen)


                            Aktuelle Projekte

                            • Green2Green – Green Composites for Green Technologies: Das Projekt verfolgt im Sinne einer Biobased Industry den innovativen Lösungsansatz, Komponenten von Green Energy-Kleinwindkraftanlagen (KWKA) konsequenterweise aus Green Composites herzustellen (Green2Green). Als Rohstoffbasis dient Nutzhanf, dessen Öl und Fasern zu hanffaserverstärkten, hanfölbasierten Polymeren verarbeitet werden, um daraus KWKA-Strukturbauteile zu entwickeln. Die Wertschöpfungskette beginnend beim regionalen Hanfanbau, der Compositeentwicklung bis hin zur Anwendung in einem Green Composite-Strukturbauteil, verbleibt komplett in Österreich.

                            • Poly2Facade – Innovative thermisch selbst regulierende Solarfassaden durch den Einsatz funktionaler Polymere: Das gegenständliche Projekt zielt auf die Erarbeitung eines effizienten Konzepts und dessen Umsetzung in Form einer Anwendungsdemonstration zur Begrenzung der in Gebäuderäumlichkeiten durch fassadenintegrierte solar-thermische Kollektoren im Stagnationsfall entstehenden hohen Temperaturen mit Hilfe von funktionalen Polymeren ab. Die angestrebte Lösung umfasst einerseits die autonome Steuerung des solaren Eintrags in den Fassadenkollektor mit der Temperatur durch die Entwicklung architektonisch ansprechender, thermotroper Überhitzungschutzschichten. Andererseits ist die Entwicklung gezielt ankoppelbarer Latentwärmespeicher in der Gebäudedämmung beabsichtigt, welche eine zeitliche Pufferung der überschüssig eingestrahlten Solarenergie ermöglichen. Die Ermittlung des Anforderungsprofils an die funktionalen Polymere hinsichtlich optimaler Leistungseffizienz ist über ein mittels CFD zu entwickelndes mathematisch geeignetes 3D-Fassadenmodell vorgesehen, welches die Konzipierung und Modellierung von Solarfassaden mit integrierten Überhitzungsschutzelementen ermöglichen soll.

                            Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                            2015: Forschungsaufenhalt am Center for Composite Materials der University of Delaware, Newark, DE, USA

                            Seit 2010: Assistenzprofessorin am Lehrstuhl für Werkstoffkunde und Prüfung der Kunststoffe an der Montanuniversität Leoben, Leoben

                            2005-2009: Researcher bei der Polymer Competence Center Leoben GmbH, Leoben                                 

                            2009: Award of the Dr. Maria Schaumayer Stiftung for excellent PhD thesis

                            2004: Award of the University of Leoben “Rektor-Platzer-Ring” for outstanding study success

                            2011-2012: Weiterbildung im Bereich Didaktik an der Montanuniversität Leoben

                            2005-2008: Doktoratsstudium Kunststofftechnik an der Montanuniversität Leoben (Abschluss mit ausgezeichnetem Erfolg)

                            1999-2004: Studium der Kunststofftechnik an der Montanuniversität Leoben (Abschluss mit ausgezeichnetem Erfolg)

                             

                             

                             

                            > Mag. Ing. FRANZ G. ROSNER, Önologe (Wein-Forscher), Pomologe (Obst-Forscher), Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau, Klosterneuburg. Forschungsbereich: Wein

                             

                            Das Angebot im Detail

                            • Besuche pro Jahr: flexibel
                            • Regionen: alle Bundesländer

                             

                            Anfallende Kosten für die Schule

                            • Keine

                             

                            Forschungsschwerpunkte

                            • Forschungsmanagement
                            • Nachhaltigkeit
                            • Biologischer Weinbau
                            • Förderung des Streuobstanbaus


                            Aktuelle Projekte

                            • Nachhaltig produzierter österreichischer Wein: Die nachhaltige Bewirtschaftung von Weingärten und die Produktion von Wein hat in Ostösterreich eine wichtige regionalpolitische und kulturelle Bedeutung. Klimawandel, neue Krankheiten und Schädlinge, steigende Qualitätsansprüche u.a. stellen Herausforderungen dar. Ein Online-Tool ermöglicht Weinbaubetrieben sich hinsichtlich Nachhaltigkeit automatisiert bewerten und anschließend zertifizieren zu lassen.

                            • Förderung des Streuobstanbaus z.B. im Mostviertel: In den Supermärkten dominieren einige wenige Sorten das Angebot. Die Förderung von alten Sorten und damit die Erhaltung von Kulturlandschaften stellt ein wichtiges Forschungsanliegen dar. Neue Krankheiten und Schädlinge haben den Bestand z.B. im Mostviertel reduziert. Aus diesem Grunde werden durch zahlreiche Maßnahmen, wie z.B. dem Kongress Birnenleben u.a., ein Problembewusstsein geschaffen und Forschungsprojekte initiiert, die den Fortbestand sichern helfen.

                            • Biologischer Weinbau – Ausbringung von Kupfer: Im biologischen Weinbau ist die Ausbringung von Kupfer unerlässlich. Bisherige Auswirkungen und neue Ersatz- und Reduktionsstrategien werden untersucht.

                            Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                            Produktionsleiter in der größten österreichischen Kellerei
                            Weinkontrolle – Forschungsunterstützung im Bereich Verfälschungsmittel
                            Nachhaltige Produktionsmethoden

                            Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

                             

                             

                             

                            > Ao Univ.-Prof. DI Dr. FLORIAN RÜKER, Universität für Bodenkultur Wien. Forschungsbereich: Molekularbiologie, Protein Engineering

                             

                            Das Angebot im Detail

                            • 4 Besuche pro Jahr
                            • Regionen: Wien, Salzburg Stadt

                             

                            Anfallende Kosten für die Schule

                            • Ersatz der Fahrtkosten für Besuche in Salzburg

                             

                            Forschungsschwerpunkte

                            • Engineering von monoklonalen Antikörpern und Antikörperfragmenten

                            Aktuelle Projekte

                            • Christian Doppler Labor für Antikörperengineering: Spezielle Proteine des Immunsystems (Antikörper) gezielt für neue medizinische Anwendungen zu verändern, ist das Forschungsziel. Dazu werden mit molekularbiologischen Methoden (Antikörper-Engineering) Veränderungen an speziellen Strukturen eines Antikörpers durchgeführt – den sogenannten Strukturloops.

                              Antikörper dienen der Bindung und Markierung von krankheitsrelevanten Molekülstrukturen im Blut. Mit ihrem komplexen Aufbau schaffen sie es, unterschiedliche Funktionen effizient zu erledigen. Durch gezieltes Engineering können dieser Aufbau und die Funktionen an spezielle Anforderungen weiter angepasst werden. So erlaubt die hier angewendete Modular Antibody Technology den Einbau neuer Proteinstrukturen (Bindungsstellen) im Antikörper. Dazu werden besonders die Strukturloops der Antikörper verwendet, die in natürlich vorkommenden Antikörpern keine Bindungsstellen aufweisen. Durch eine solche Änderung werden die Antikörper mit zusätzlichen und neuen Eigenschaften ausgestattet, die attraktive Anwendungsmöglichkeiten für medizinische Zwecke eröffnen.

                              In Zusammenarbeit mit dem von uns gegründeten BOKU-Spin-Off F-Star GmbH werden im Rahmen des Christian Doppler Labors für Antikörperengineering sowohl grundlagenwissenschaftliche als auch anwendungsorientierte Forschungsarbeiten durchgeführt. Ein Antikörperfragment, welches an einen Oberflächenrezeptor, bindet der verstärkt auf bestimmten Tumorzellen vorkommt, wird momentan in der klinischen Phase I an Menschen getestet.

                            Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                            • Seit 2014: Leiter des Departments für Biotechnologie, Universität für Bodenkultur Wien
                            • Seit 2007: Mitglied des Aufsichtsrats von  F-Star GmbH, F-Star Ltd., F-Star Alpha Ltd. und F-Star Beta Ltd.
                            • Seit 2009: Co-Leiter des Christian Doppler Labors für Antikörperengineering
                            • Seit 2009: Vorsitzender des Fachstudienkommission Lebensmittel- und Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur Wien
                            • 2009-2013: Stv. Leiter des Departments für Biotechnologie, Universität für Bodenkultur Wien   
                            • Seit 2007: Mitglied des Scientific Advisory Boards von F-Star
                            • 2006-2007: Geschäftsführer und Chief Scientific Officer von F-Star GmbH   
                            • 1987: Postdoc am Daiichi Seiyaku Research Institute, Tokyo (Japan)
                            • 1994: Habilitation, ao. Univ.Prof.
                            • 1986: Doktorat
                            • Seit 1982: Assistent an der Universität für Bodenkultur Wien
                            • 1976-1982: Studium der Lebensmittel- und Gärungstechnologie an der Universität für Bodenkultur Wien

                             

                            Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                             

                             

                            > Prof. Mag. Dr. UTA RUßMANN, FH-Professorin, Fachhochschule Wien (FH Wien der WKW). Forschungsbereich: Kommunikation, Marketing und Sales

                             

                            Das Angebot im Detail

                            • 4 Besuche pro Jahr
                            • Regionen: Wien, Wien-Umgebung

                             

                            Anfallende Kosten für die Schule

                            • Keine

                             

                            Forschungsschwerpunkte

                            • Public Relations
                            • Strategisches Kommunikationsmanagement und Öffentlichkeit
                            • Politische Kommunikation
                            • Neue Medien und Onlinekommunikation
                            • Nutzungs- und Rezeptionsforschung


                            Aktuelle Projekte

                            • Social Media Nutzung der Ö Top 500: Das Projekt gibt einen Einblick in Einsatz und Nutzung von Social Media in der Unternehmenskommunikation österreichischer Großunternehmen. Beleuchtet wird u.a. auf welchen Social Media die Ö Top 500 vertreten sind, seit wann diese in Social Media präsent sind und wie aktiv österreichische Unternehmen dort posten und kommentieren.

                            • Webkampagnen im Nationalratswahlkampf 2013: Das Projekt untersucht die direkte Ansprache der unterschiedlichen Wählerinnen und Wählern (wie Frauen, Männer, Erstwähler/innen, Senior/innen etc.) auf den Webseiten der Parteien sowie die Bedeutung und Rolle von Social Media als Kampagneninstrument (und Kommunikationskanal) aus der Perspektive der Parteien. Dabei werden Motive und Ziele sowie Strategien und Herausforderungen von Webkampagnen diskutiert. Zudem geht es um die Frage, ob Parteien die Potenziale von Facebook für die Partizipation und den politischen Diskurs mit den Bürgerinnen und Bürgern nutzen.

                            • Wiener Jugendliche und Politik: Im Fokus des Projektes steht die Frage wie sich die zukünftigen Wähler/innen über politische Parteien und Politiker/innen in Österreich informieren. Welches Interesse bringen Wiener Jugendliche der politischen Kommunikation entgegen? Welche Medien werden genutzt? Welche Rolle spielt die interpersonale Kommunikation? Etc.

                             

                            Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                              Uta Rußmann (1977), FH-Prof. Mag. Dr., FH-Professorin für Strategisches Kommunikationsmanagement und Neue Medien am Institut für Kommunikation, Marketing & Sales der FHWien der WKW. Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Soziologie und Politikwissenschaft an den Universitäten Wien und Tampere (Finnland). Promotion 2007 an der Universität Wien (Thema „Agenda Setting und Internet“). 2007 bis 2009 Postdoc Researcher und Dozentin am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien im Rahmen des FWF-Projekts „Continuity and Change in Campaign Communication in Austria since 1966“ in Kooperation mit der Kommission für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. 2009 bis 2012 Postdoc Researcher im Rahmen der Österreichischen Nationalen Wahlstudie (AUTNES) und Dozentin an der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck (www.autnes.at). 

                               

                              Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                               

                               

                              > Dr. CHRISTOPH SCHMIDL, Energieeffizienz-Forscher, Bioenergy2020+ und FH Wr. Neustadt. Forschungsbereich: Energie aus Biomasse

                               

                              Das Angebot im Detail

                              • 4 Besuche pro Jahr
                              • Regionen: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark


                              Anfallende Kosten für die Schule

                              • Keine


                              Forschungsschwerpunkte

                              • Energie aus Biomasse
                              • Regenerative Energiesysteme
                              • Energiemanagement
                              • Energieeffizienz
                              • Emissionen aus Verbrennung
                              • Luftqualität
                              • Quellenstudien für Feinstaub

                              Aktuelle Projekte

                              • EU (FP7) Projekt BioMaxEff: BioMaxEff aims to demonstrate that biomass boilers in the 6-60kWth range offer an affordable, highly efficient and ultra-low emission central heating and hot water solution for homes and buildings across Europe. This aim will be achieved via a robust programme of work structured across 9 interlinking Work Packages.

                                In summary, the project will see 10 novel biomass heating concepts tested in the laboratory and then demonstrated in the field in new built (low energy prefabricated) housing as well as refurbished housing and boiler change scenarios.

                                The testing, demonstration and monitoring regime applied to these concepts will be defined by the demands of the project’s target markets including local climate, typical regional fuel characteristics, local housing stock and local legislative and regulatory frameworks. The efficiency and emissions outcomes flowing from the project demonstration and monitoring activities will allow a detailed Environmental Impact Assessment to be undertaken.

                              • Stirbio – das Biomasse Kraftwerk im Keller: Strom und Wärme aus fester Biomasse stellen einen wertvollen Beitrag in der Erfüllung der von der EU eingeforderten Aktionspläne für erneuerbare Energien dar. Die Stirlingtechnologie ist in der Lage, innerhalb einer Funktionseinheit Strom aus Hochtemperaturwärme zu erzeugen und zusätzlich Niedertemperaturwärme zu Verfügung zu stellen. Bislang bestehen für diese Technologie mit Biomasse als Brennstoff jedoch noch keine Lösungen für einen dauerhaften, wartungsarmen und wirtschaftlichen Betrieb. Das Ziel des Projektes StirBio ist die Entwicklung und der erfolgreiche Test einer Pellets-Versuchsfeuerung zum Betrieb eines integrierten 5 kWel Stirling-Motors mit bisher unerreichter elektrischer Effizienz. Im Gegensatz zu bisherigen Nachrüstlösungen von Stirlingmotoren in Pelletskesseln wird bei diesem Projekt von einer Stirlingmaschine ausgegangen, die in das Feuerungskonzept integriert wird.

                                Durch die Entwicklung eines optimierten Verbrennungskonzeptes werden die Anforderungen eines sauberen und sehr heißen Verbrennungsgases erfüllt. Die Anforderungen von hohen Verbrennungsgastemperaturen wie die thermische Belastung der Materialien und Schlacke werden dabei berücksichtigt. Betreffend des Stirlingmotors werden Innovationen zur Verringerung der Kolbenreibung, Optimierung der Modulationseigenschaften und ein Störungsmanagement zum Schutz vor Überhitzung umgesetzt. Das entwickelte Feuerungskonzept wird methodisch mittels CFD-Modell erfasst und hinsichtlich einer praktischen Umsetzung optimiert. Aus den erlangten Ergebnissen wird die Versuchsfeuerungsanlage konstruiert, gebaut und getestet.

                                Die Projektergebnisse sind erste Betriebserfahrungen der entwickelten Komponenten und den daraus gewonnenen Erkenntnissen sowie die Messergebnisse des elektrischen und thermischen Wirkungsgrades im Versuchsbetrieb. Nach 2,5 jähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist das geplante Projektende im August 2015.


                              • BioCAT – Katalysatoren für Scheitholzöfen (EU 7. Rahmenprogramm): The BioCAT project – funded under FP7-SME-2011 - Activity 2.1: Research for SMEs – aims at the development of a new generation of biomass based room heating appliances. Full implementation of possible primary measures to reduce emissions and integration of a new oxidation catalyst system in existing or newly developed biomass combustion appliances will make the developed products defining a new standard in their class concerning gaseous and particulate emissions.

                                The project concept consists of the following major steps:
                                •    Development of evaluation methods for combustion catalysts and for catalyst systems
                                •    Performance analysis of the catalytic material
                                •    Performance analysis of five considered log wood room heater
                                •    Optimization of room heaters by primary measures
                                •    Integration of catalyst system into room heaters and optimization of overall performance
                                •    Evaluation and demonstration

                              Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                              • 2001-2003 Kolleg für Chemie, HBLVA Rosensteingasse, 1170 Wien
                              • 2003-2005 Diplom Chemieingenieurwesen, Hochschule Fresenius, Idstein, Deutschland
                              • 2005-2008 Doktorat Technische Chemie, Technische Universität Wien (Promotio sub auspiciis Presidentis)
                              • 2005-2009 Forschungsassistent und Projektleiter an der TU Wien, Institut für chemische Technologien und Analytik
                              • 2009-2010 Senior Researcher bei Bioenergy 2020+
                              • 2010-2014 Unit Head „Kleinfeuerungssysteme“ (Leitung einer Forschungsgruppe mit ca. 15 ForscherInnen)
                              • 2014-2015 Area Manager „Verbrennung“ (Leitung einer Forschungsgruppe mit ca. 40 ForscherInnen)
                              • Seit 2011 Lehrauftrag „Thermische Konversion fester Biomasse“ an der Hochschule Rottenburg am Neckar (Deutschland)
                              • Seit 2013 Studiengangsleiter des technischen Masterstudiengangs „Regenerative Energiesysteme und technisches Energiemanagement“ an der FH Wr. Neustadt (Campus Wieselburg)
                              • Seit 2015 Lehrauftrag „Energetische Nutzung von Biomasse“ an der Technischen Universität Graz
                              • Seit 2015 Scientific Advisor Area „Verbrennung“ bei Bioenergy2020+ 

                               

                              Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schule

                               

                               

                              > Dr. SILKE SCHWAIGER, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien. Forschungsbereich: Literaturwissenschaft

                               

                              Das Angebot im Detail

                              • 2 Besuche pro Jahr
                              • Regionen: flexibel

                               

                              Anfallende Kosten für die Schule

                              • Keine

                               

                              Forschungsschwerpunkte

                              • Deutschsprachige Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts
                              • Transkulturelle Literatur
                              • Literaturtheorie und -soziologie
                              • Literaturdidaktik
                              • Gender Studies


                              Aktuelle Projekte

                              • Literature on the Move: Wie werden zugewanderte Autoren und Autorinnen in die österreichische Literaturlandschaft aufgenommen? Und welche Rolle spielt dabei ihre Migrationsbiografie? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns im Rahmen des Forschungsprojektes „Literature on the Move“. Das Projekt untersucht aus einer literatursoziologischen Perspektive heraus die Migration von AutorInnen nach Österreich, deren Möglichkeiten bzw. Schwierigkeiten beim Eintritt in die österreichische Literaturlandschaft sowie damit in Zusammenhang stehende sozio-ökonomische Dynamiken und die Auswirkungen all dieser Dimensionen auf die literarische Textproduktion. Fokussiert werden dabei sowohl SchriftstellerInnen Anfang des 20. Jahrhunderts wie Elias Canetti, Milo Dor oder György Sebestyén als auch GegenwartsautorInnen wie etwa Tanja Maljartschuk, Seher Çakɪr oder Stanislav Struhar. 

                              • Über die Schwelle. Literatur und Migration um das Kulturzentrum exil: Das Forschungsprojekt fokussiert das zentrum exil in Wien, das seit Ende der 1980er Jahre mit Kulturprojekten, Autorenwerkstätten, Publikationen und einem Literaturpreis das künstlerische und literarische Schaffen von MigrantInnen und Minderheiten in Österreich fördert. Das Projekt beschäftigt sich mit der Funktion und der Bedeutung der Institution exil als Fördereinrichtung und ihren Einfluss auf Entwicklungen im Literaturbetrieb. Darüber hinaus wird der Frage nachgegangen, welchen Stellenwert sie für den schriftstellerischen Werdegang ausgewählter AutorInnen hat. Dabei werden Spannungen und Widersprüche zwischen institutionellen und individuellen Diskursen sichtbar und Bezüge zu den literarischen Arbeiten der AutorInnen Seher Çakır, Dimitré Dinev, Anna Kim, Grace M. Latigo, Julya Rabinowich, Simone Schönett und Sina Tahayori hergestellt. Folgenden Fragen soll dabei nachgegangen werden: Wie positionieren sich ausgehend vom exil- Literaturpreis zugewanderte AutorInnen als Schreibende im Literaturbetrieb (Spannungsverhältnis von Fremd- und Selbstzuschreibungen)? Wie positionieren sie ihr literarisches Schreiben (Schreibweisen, Themen und Motive in ihren ersten Texten)? Die Analyse umfasst sowohl literarische (Erstlings)Werke als auch journalistische Arbeiten, Rezensionen und ausführliche, bislang unveröffentlichte Autoreninterviews.

                              Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                              Geboren und aufgewachsen in Kärnten – Studium der Germanistik mit Schwerpunkt Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und der Universität Wrocław - Auslandsaufenthalte in Polen, Deutschland und Belgien – Teaching Assistant und PhD Student an der University of Southampton in Großbritannien – Promotion mit einer Arbeit zum Thema "Über die Schwelle. Literatur und Migration um das Kulturzentrum exil‘‘ (erschienen als Buchpublikation, Praesens 2016) – Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin im Forschungsprojekt ‚Literature on the Move‘ an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften – derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens – Unterrichtstätigkeit sowohl im universitären Bereich als auch in der Jugend- bzw. Erwachsenenbildung

                               

                              Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                               

                               

                              > BERNHARD SCHWARTZ, MSc, Universität Wien. Forschungsbereich: Ergonomie, Öffentliche Gesundheit

                               

                              Das Angebot im Detail

                              • 4 Besuche pro Jahr
                              • Regionen: Wien, Wien-Umgebung

                               

                              Anfallende Kosten für die Schule

                              • Keine

                               

                              Forschungsschwerpunkte

                              • Ergonomie
                              • Sitzzeitreduktion
                              • Arbeitsplatzkonzepte


                              Aktuelle Projekte

                              • Active Office – der interaktive Arbeitsplatz: Regelmäßige Körperhaltungswechsel zwischen stehender und sitzender Tätigkeit können vor allem bei Berufen mit hohem Sitzanteil präventiv gegen verschiedenste berufsbedingte Krankheiten wirken. Da derzeitige Arbeitsplatzkonzepte oft nur geringe Änderungen im Sitzverhalten induzieren, müssen neue effektivere Konzepte gefunden werden. Daher wurde das über FFG-Gelder finanzierte Projekt „Active Office“ der FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH gestartet. Innerhalb dieses Projekts wurde ein Bürokonzept, bestehend aus zwei höhenverstellbaren Tischen, entwickelt und untersucht. Es ermöglicht dem Benutzer/der Benutzerin, nahezu jede Bürotätigkeit sowohl im Stehen als auch im Sitzen ausüben zu können und erfüllt somit die Wünsche zahlreicher Arbeitsplatzergonomen und Sozialversicherungsträger.

                              • Einfluss eines interaktiven Büroarbeitsplatzes (Active Office) auf physiologische und kognitive Parameter: Regelmäßige Bewegung ist das Fundament eines vitalen Körpers und ist ein notwendiger Baustein physiologischer Prozesse. Da vor allem die Bewegung an Büroarbeitsplätzen häufig durch lang anhaltendes statisches Sitzen stark vermindert wird, kommt es oft zu körperlichen Beschwerden. Zu diesen zählen unter anderem eine verminderte Nährstoffversorgung der Bandscheiben, Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule, Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht. Die daraus resultierenden sozioökonomischen Folgen führen zu stetig steigenden Gesundheitskosten. Um diesen Problemen entgegenwirken zu können, wurden in den vergangenen Jahren vermehrt Interventionen am Arbeitsplatz (Aktivitätsförderprogramme, Implementierung von Sporteinrichtungen) getätigt. Eine dieser Interventionen ist die Implementierung eines Arbeitsplatzkonzeptes namens „Active Office“, welches es ermöglicht vorherrschende lange Sitzzeiten in Büroumgebungen deutlich zu reduzieren.
                                Ziel der Dissertation war es den Effekt der Sitzzeitintervention „Active Office“ zu evaluieren. Dabei wurden mit Hilfe von zwei klinischen Studien sowohl die kurzfristigen als auch die mittelfristigen Änderungen auf physiologische (Kortisolspiegel, Sitzzeiten) und kognitive (z.B. Arbeitsleistung, Arbeitszufriedenheit) Parameter untersucht.

                               

                              Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                              Nach seinem Masterabschluss am Technikum Wien im Bereich „Gesundheits- und Rehabilitationstechnik“ startete Bernhard Schwartz 2010 seine wissenschaftliche Karriere als Studienleiter für inhaltationstoxikologische Studien am Forschungszentrum Seibersdorf. Im Jahr 2012 wechselte dieser zur Fachhochschule Oberösterreich um dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Studienleiter tätig zu sein. Im Zuge dieser Anstellung startete er auch eine Dissertation an der Universität Wien, welche vorrausichtlich Ende 2016 abgeschlossen wird. Neben zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und Vorträge im Bereich der Ergonomie absolvierte er im Jahr 2015 einen Aufenthalt als Gastforscher am Royal Melbourne Institute of Technology in Melbourne Australien.

                               

                              Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                               

                               

                              > Prof. Dr. TIM SKERN, Biochemiker, Max F. Perutz Laboratories, Medizinische Universität Wien. Forschungsbereich: Virologie

                               

                              Das Angebot im Detail

                              • 6 Besuche pro Jahr, Vorträge auf Deutsch oder Englisch
                              • Regionen: Wien, Niederösterreich, Burgenland

                               

                              Anfallende Kosten für die Schule

                              • Keine

                               

                              Forschungsschwerpunkte

                              • Wie funktioniert Schnupfenvirus? Was passiert in meiner Nase? Wir untersuchen, wie ein kleines, unsichtbares Virus eine menschliche Zelle übernehmen kann und daraus eine virus-produzierende Zelle herstellen.


                              Aktuelle Projekte

                              • Die Untersuchung eines Proteins von Vaccinia Virus, das die Immunantwort der Wirtszelle hemmt: Viren sind kleine, parasitäre Partikel mit einer Krankheitsneigung und einem hoch organisierten Lebenszyklus, mit einem einzigen Ziel: die Vermehrung innerhalb einer Wirtszelle. Um ihren erfolgreichen Wiedergabezyklus sicherzustellen, modulieren Viren die Immunantwort des Wirts, insbesondere durch Reduzierung oder Eliminierung antiviraler und proinflammatorischer Prozesse. Pockenviren insbesondere kodieren für zahlreiche Proteine, die die angeborene Immunantwort des infizierten Organismus stören. Wir untersuchen die Eigenschaften vom Protein A46, ein ungewöhnlicher Vertreter dieser Klasse. 


                              • Wie beeinflusst Schnupfenvirus die Proteinsynthese in der Wirtszelle? Um die Replikation des viralen Genoms und die Synthese von neuen infektiösen Partikeln zu gewährleisten, müssen Viren mit den Makromolekülen und Organellen der Zelle wechselwirken. Die Veränderung der Proteinsynthese ist für RNA-Viren von entscheidender Bedeutung, damit das RNA-Genom in der Umgebung der Zelle effizient translatiert werden kann. Zusätzlich verhindert die Inhibition der Proteinsynthese von zellulären mRNAs die Produktion von Proteinen des angeborenen Immunsystems, sodass die Viren die Wirtsverteidigung überwinden können. Wir untersuchen wie Proteine von Schnupfenvirus sowie Maul- und Klauenseuche-Virus in einem Schritt die Proteinsynthese des Wirts hemmen währedn die Proteinsynthese der Viren unbeeinflusst bleibt.

                               

                              Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                              • Seit 1997: Professor, Medizinische Universität Wien
                              • 1987-2003: Universitätsassistent, Universität Wien
                              • 1985-1987: Staff scientist, Transgene SA, Strassburg
                              • 1982-1985: Post-Doc, Universität Wien
                              • 1981: PhD, University of London
                              • 1977: Bachelor, University of Liverpool 

                               

                              Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                               

                               

                               

                              > DI Dr. JULIANE STARK, Universität für Bodenkultur Wien. Forschungsbereich: Verkehrsplanung - Verkehrsverhaltensforschung

                               

                              Das Angebot im Detail

                              • 2 Besuche pro Jahr
                              • Regionen: Wien

                               

                              Anfallende Kosten für die Schule

                              • Keine

                               

                              Forschungsschwerpunkte

                              • Verkehrsverhaltensforschung
                              • Jugendmobilität
                              • Mobilitätserhebungen

                              Aktuelle Projekte

                              • UNTERWEGS (Jugend unterwegs in Wissenschaft und Alltag): Im Rahmen dieses Projekts werden das Mobilitätsverhalten und die Einstellungen von Jugendlichen untersucht. Ziel ist es, die Veränderbarkeit des Mobilitätsverhaltens und der Einstellungen hin zu einer aktiven und umweltfreundlichen Mobilität zu untersuchen.

                              • EVREST – Electric vehicle with range extender as a sustainable technology: Die Grundidee dieses Projektes ist es zu untersuchen, wie Extended Range Electric Vehicles (EREV) die unterschiedlichen Nutzungsmuster erfüllen könnten und die Akzeptanz und Auswirkungen einer solchen Lösung zu analysieren.

                               

                              Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                              • Seit 2009: Externe Lektorin an der Fachhochschule Technikum Wien
                              • 2010: Doktorat am Institut für Verkehrswesen, Universität für Bodenkultur Wien
                              • Seit 2008: Senior Scientist am Institut für Verkehrswesen, Universität für Bodenkultur Wien
                              • 2004-2008: Forschungsassistentin am Institut für Verkehrswesen, Universität für Bodenkultur Wien
                              • 1999-2004: Studium Landeskultur und Umweltschutz, Universität Rostock

                              Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                               

                               

                              > Assoz. Prof., Priv. Doz., DDr. EVA UNTERSMAYR-ELSENHUBER, Assoziierte Professorin und Fachärztin für Immunologie, Medizinische Universität Wien. Forschungsbereich: Allergieforschung

                               

                              Das Angebot im Detail

                              • 4 Besuche pro Jahr
                              • Regionen: Wien, Oberösterreich (Linz und Umgebung), Salzburg Stadt

                               

                              Anfallende Kosten für die Schule

                              • Keine

                               

                              Forschungsschwerpunkte

                              • Untersuchung von Ursachen und Risikofaktoren für Nahrungsmittelallergie, Entwicklung neuer Therapien bei Nahrungsmittelallergie

                              Aktuelle Projekte

                              • Nahrungsmittelallergie – eine harte Nuss zu knacken: Eine Nahrungsmittelallergie ist eine Reaktion des Immunsystems gegen ansonsten harmlose Bestandteile aus der Nahrung. Der Darm als unser größtes Immunorgan spielt dabei eine wichtige Rolle. Das Projekt „Nahrungsmittelallergie – eine harte Nuss zu knacken“ wird durch ein Wissenschaftskommunikation-Projekt (WKP 39) des FWF – Fonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung finanziell unterstützt. Ziel des Projekts ist es wissenschaftlich korrekte Informationen über Nahrungsmittelallergie für alle zugänglich zu machen, unsere Forschungsergebnisse aus dem Bereich Nahrungsmittelallergie vorzustellen und neugierig auf Allergieforschung zu machen.

                                Altersgerechter Anknüpfungspunkt zum Thema für Schulen:
                                Volksschulen: Spielerisch forschen und verstehen: Von unserem körpereigenen Abwehrsystem zu allergischen Erkrankungen
                                Unterstufen und Pflichtschulen: Allergen-Kennzeichnung in aller Munde:
                                Ein Fall für die Nahrungsmittel-Detektive
                                Oberstufen: Wissenschaft ist cool und spannend!

                              • Der Einfluss von nitrierten Nahrungsproteinen auf die Nahrungsmittelallergie: Immer mehr Patienten weltweit sind von einer Allergie gegen Nahrungsbestandteile betroffen. Man weiß heute, dass es durch Umweltverschmutzung wie Smog aber auch durch Entzündung oder den Alterungsprozess im Körper zu eine chemischen Veränderung von Eiweißstoffen, zur sogenannten Proteinnitrierung kommt. Sind Eiweißstoffe, die eine Allergie auslösen, so verändert, haben sie ein höheres Potential eine schwere allergische Reaktion auszulösen.
                                Wie wir in unserem Projekt herausgefunden haben, trifft dies auch auf Nahrungsmittel-Allergene zu, allerdings spielt hier das Milieu und die Verdauung im Magendarm-Trakt sowie der Aufbau der Eiweißstoffe eine ganz entscheidende Rolle.

                              • Entwicklung neuer Biomarker für den Schweregrad von Nahrungsmittelallergien: Nahrungsmittelallergien sind die häufigste Ursache für die schwerste allergische Reaktion, den potentiell lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock. Im klinischen Alltag werden Nahrungsmittelallergien nicht nur durch die IgE Bestimmung im Blut und die Hauttestung diagnostiziert, sondern auch durch die Verabreichung des fraglich Allergie-auslösenden Nahrungsbestandteiles. Es gibt jedoch keine Möglichkeit abzuschätzen, wie schwer eine allergische Reaktion bei Konsum des auslösenden Nahrungsmittels sein wird. Das Ziel dieses Projektes ist es daher einen Marker zu entwickeln, der eine Aussage über den zu erwartenden Schweregrad der allergischen Reaktion ermöglicht. 

                               

                              Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                              Geboren in Linz, absolvierte Eva Untersmayr ihr Medizinstudium in Wien und Florenz, welches sie im Jahr 2002 mit der Promotion zum Dr. med. univ. abschloss. Bereits 2001 begann sie am Institut für Pathophysiologie im Rahmen ihrer Dissertation an Nahrungsmittelallergie zu forschen. Noch während ihrer Ausbildung zum Facharzt für Immunologie konnte sie sich 2007 habilitieren und ihre unabhängige Arbeitsgruppe „Gastrointestinale Immunologie“ gründen. 2011 schloss Dr. Eva Untersmayr-Elsenhuber ihre Facharztausbildung ab, im Jahr 2012 ihr berufsbegleitend durchgeführtes Doktoratsstudium der Naturwissenschaften an der Universität Salzburg.

                              Für ihre Arbeit auf dem Gebiet der Nahrungsmittelallergie hat Frau Dr. Untersmayr-Elsenhuber zahlreiche Preise erhalten wie beispielsweise den Pirquet-Preis, der wichtigste Preis im Bereich der Allergieforschung der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie, den Theodor-Billroth Preis der Ärztekammer für Wien und den Wiener Wirtschaftskammerpreis 2014. Außerdem leitete und leitet Dr. Eva Untersmayr-Elsenhuber seit 2005 zahlreiche, kompetitiv eingeworbene Forschungsprojekte zum Thema Nahrungsmittelallergie, gastrointestinale Immunologie und Onkologie. Sie ist Mitglied in nationalen und internationalen Gremien wie den Österreichischen und Europäischen Gesellschaften für Allergolgie und Immunologie und dem Collegium Internationale Allergologicum.

                               

                              Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                              > Dr. ERNST VITEK, Botaniker, Naturhistorisches Museum Wien.

                               

                              Das Angebot im Detail

                              • 10 Besuche pro Jahr
                              • Regionen: flexibel

                               

                              Anfallende Kosten für die Schule

                              • Ersatz der Fahrtkosten

                               

                              Forschungsschwerpunkte

                              • Botanik (Taxonomie)
                              • Floren
                              • wissenschaftliche Sammlungen


                              Aktuelle Projekte

                              • Gundelia: Die Gattung Gundelia gehört zur Familie der Korbblütler und kann von der Türkei bis Afghanistan gefunden werden. Bis vor kurzer Zeit glaubte man, dass es in dieser Gattung nur eine Art gibt. Es sind aber mehr als 15. Diese müssen erfasst, beschrieben und publiziert werden. Dafür werden Forschungsreisen in viele Länder unternommen.


                              • Die Flora von Wien: Die Flora von Wien ist aufgrund der Lage der Stadt sehr reichhaltig – mehr als 2400 Arten können gefunden werden. Und jedes Jahr können weitere entdeckt werden, andere fallen dafür wieder aus. Der aktuelle Stand wurde 2003 in einem Buch publiziert, die weiteren Änderungen werden in einer Datenbank aufgezeichnet.


                              • Digitale Erfassung des Herbariums des Naturhistorischen Museums: Das Herbarium des NHM umfasst ca. 5,5 Millionen Belege. Diese sollen digital erfasst und über die Website herbarium.univie.ac.at/database/search.php zugänglich gemacht werden. Die Probleme sind schwierige Handschriften, Änderungen bei geographischen Namen und Landesgrenzen usw. 

                               

                              Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                              • Seit 2011: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Direktor
                              • 2004 - 2011: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Interimistischer Leiter
                              • Seit 2001: Naturhistorisches Museum, Leiter des Verlages
                              • Seit 1996: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Sammlungsleiter Phanerogamen
                              • 1993 - 1996: Naturhistorisches Museum, Abteilung für Botanik, Kurator der Gefäßpflanzen-Sammlung
                              • 1982 - 1993: Universität Wien, Institut für Botanik
                              • 1985: Promotion Dr. phil.
                              • 1971 - 1985: Studium Botanik, Universität Wien


                              Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                              Leider gibt es derzeit keine Links zu den Projekten.

                              > Mag. EVELINE WANDL-VOGT, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien. Forschungsbereich: Interdisziplinäre Geisteswissenschaften

                               

                              Das Angebot im Detail

                              • 3 Besuche pro Jahr
                              • Regionen: alle Bundesländer

                               

                              Anfallende Kosten für die Schule

                              • in Wien: keine, in allen anderen Bundesländern: Ersatz der Fahrtkosten (Halbpreiskarte für die ÖBB)

                               

                              Forschungsschwerpunkte

                              • Interdisziplinäre Geisteswissenschaften
                              • Forschungsinfrastrukturen
                              • Social Innovation
                              • Citizen Science
                              • Open Science

                               

                              Aktuelle Projekte

                              • exploreAT! exploring austria´s culture through the language glass: Im Projekt exploreAT! gehen wir auf eine Entdeckungsreise. Wir versuchen anhand einer 100 Jahre alten Dialektwörtersammlung der „Datenbank der bairischen Mundarten in Österreich“ die österreichische Kultur zu ergründen und herauszuarbeiten, welche Ähnlichkeiten und Besonderheiten Österreich in Europa auszeichnen. Um dieses Ziel zu erreichen arbeiten wir in einem internationalen Team mit Wissenschaflterinnen und Wissenschaftern aus Irland und Spanien zusammen.
                                Methodisch weist das Projekt folgende 3 Schwerpunkte aus: 1) Förderung vernetzten, interdisziplinären Arbeitens durch Nutzung von Semantik Web Technologien; 2) Einsatz von Visualisierungen und Games; 3) Verbindung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Bürgerinnen und Bürgern auf Augenhöhe.                                   
                                                          
                              • APIS. Mapping historical networks: Im Projekt APIS ergründen wir historische Netzwerke wichtiger Persönlichkeiten der österreichischen Geschichte der Habsburgermonarchie, die im Österreichischen Biographischen Lexikon erfasst sind. Wir entwickeln neue Methoden für eine zeitgemäße Biographieforschung im internationalen Kontext und entsprechende Publikationsmöglichkeiten im digitalen Zeitalter.                                   
                                                          
                              • DARIAH-EU. Digital Infrastructures for the Arts and Humanities: DARIAH ist ein so genanntes europäisches Research Infrastructures Consortium, eine Organisation, die sich um die Etablierung Digitaler Geisteswissenschaften und Künste bemüht. Dabei werden sowohl technische, als auch soziale Entwicklungen in Betracht gezogen, die als gesamtes zur Innovationsstärke beitragen. DARIAH agiert auf internationaler und europäischer Ebene. Somit soll sichergestellt werden, dass Entwicklungen in teuren oder risikoaffinen Bereichen nicht mehrfach finanziert und immer von einer breiteren Forschungsmasse getragen werden. Einmal Entwickeltes und Finanziertes wird über DARIAH einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, was zur Innovationsfreude in Europa beitragen soll. DARIAH trägt zur Entwicklung einer kollaborativen, internationalen Wissenschaftskultur bei.                           

                               

                              Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                              1991-1998 Studentische Hilfskraft bei der ÖAW. Seit 1998- Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der ÖAW

                               

                              Universitäre Ausbildung in Germanistik, Geographie, Informatik für Lehramtskandidat/innen, Theaterwissenschaften, Pädagogik, Social Innovation (lfd.)

                               

                              Internationale Fortbildung in Lexikographie, Data Archiving, Design Thinking,
                              Research Managerin in europäischen Projekten / Ogranisationen und Expertin in diversen nationalen und internationalen Gremien


                              Mehrfach Lektorin bei der Kinderuni Wien, Schlaufuchsakademie Wels, u.ä.
                              Zusammenarbeit mit allen Bereichen der Gesellschaft (Politik, Wirtschaft, Bürger.in, Wissenschaft)

                               

                              Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                               

                               

                              > Priv.-Doz. Dr. phil. CLAUDIA WILD, Institutionsleiterin, Ludwig Boltzmann Institut für HTA, Wien.

                               

                              Das Angebot im Detail

                              • 2 Besuche pro Jahr
                              • Regionen: flexibel

                               

                              Anfallende Kosten für die Schule

                              • Keine

                               

                              Forschungsschwerpunkte

                              • Hochtechnologische Medizin-Verfahren
                              • Verteilungsgerechtigkeit im Gesundheitswesen
                              • Public Health
                              • Korruption im Gesundheitswesen

                              Aktuelle Projekte

                              • Transparenz: Sponsoring Ärztlicher Fortbildung: Forschungsfrage: In welchem Umfang werden österreichische medizinische Fortbildungen (DFP-Fortbildungen) verschiedener Sonderfächer von der Industrie finanziell unterstützt? Welche Sponsoren unterstützen welche medizinischen Fortbildungen?

                              • Bewertung medizinischer Einzelleistungen: Alljährlich werden beim Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zahlreiche neue medizinische Interventionen für eine Refundierung vorgeschlagen. Aufgabe und Ziel dieses Projekts ist die systematische Beurteilung der Wirksamkeit von medizinischen Interventionen, die für die Aufnahme in den Leistungskatalog  vorgeschlagen werden. Die Beurteilung erfolgt auf Basis von systematischen Reviews, die für jede Intervention erarbeitet werden. Seit 2009 besteht eine Kooperation mit dem deutschen NUB-Verfahren, das zeitgleich mit derselben Methode für beide Länder relevante, d.h. in beiden Ländern, eingereichte neue medizinische Methoden beurteilt.

                              • HTA Strategie für Litauen: Die Nationale HTA-Strategie für Litauen wird Empfehlungen für die Integration von HTA in gesundheitspolitische Entscheidungsprozesse für Medizinprodukte formulieren. Dabei werden Vorschläge für die Implementierung eines HTA-Prozesses (Identifikation von Themen bis zur Umsetzung der Ergebnisse) innerhalb der Strukturen des litauischen Gesundheitssystems erarbeitet. Die dafür notwendige Expertise von Mitarbeiter/innen und die zu gewährleistende Infrastruktur wird ebenso Thema sein wie mögliche Quellen der Finanzierung von HTA für das litauische Gesundheitssystem.

                               

                              Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                                Studium der Kommunikationswissenschaft & Psychologie an der Universität Wien und der Politikwissenschaft an der Ohio University/USA. Promotion 1985. Anschließend wissenschaftliche Arbeiten am Lehrstuhl für Kommunikations- und Politikwissenschaften an der Universität Nürnberg sowie freie Arbeiten zu medienwirkungsspezifischen und medienpolitischen Fragestellungen. Von 1989 - 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Technikfolgen-Abschätzung an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften; Aufbau und Leitung des Arbeitsbereichs Health Technology Assessment. Seit April 2006 Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für HTA. 2009 habilitiert in Sozialmedizin (Medizinische Universität Graz) zum Thema "Ressourcenallokation im Gesundheitswesen".


                                Mitgliedschaften/Beiräte:
                                Von 2005 bis 2013: Mitglied des OSR/Obersten Sanitätsrates
                                Seit 2007: Mitglied bei TI/Transparency International - Austrian Chapter (Health)
                                Seit 2008: Mitglied im International Advisory Board der ZEFQ/ Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen
                                Seit 2010: Mitglied im Fachbeirat Gesundheitsstatistik der Statistik Österreich
                                Seit 2011: Mitglied im Nationalen Onkologie-Beirat zur Erarbeitung eines Nationalen Krebsplans


                                Lehrtätigkeit:
                                Lehrbeauftragte in zahlreichen österreichischen Masterlehrgängen auf Universitäten und FHs zu HTA.

                                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                                 

                                 

                                > Ao.Univ.Prof. Dr. REINHARD WINKLER, Mathematiker, Technische Universität Wien. Forschungsbereich: Mathematik

                                 

                                Das Angebot im Detail

                                • 2 Besuche pro Jahr
                                • Regionen: Wien, Wien-Umgebung

                                 

                                Anfallende Kosten für die Schule

                                • Innerhalb Wiens keine, außerhalb Wiens Ersatz der Fahrtkosten

                                 

                                Forschungsschwerpunkte

                                • Topologie, Maßtheorie, Algebra, Zahlentheorie, Dynamische Systeme; zunehmend auch philosophische, didaktische und bildungstheoretische Aspekte der Mathematik

                                Aktuelle Projekte

                                • Philosophische und bildungstheoretische Fragen der Mathematik: Worin unterscheidet sich Mathematik von anderen Wissenschaften, von Künsten? Welches Ziel hat Mathematikunterricht bzw. sollte er haben? Was hat Mathematik mit Sprache zu tun? Schülerinnen und Schüler können sich mit ihren eigenen Erfahrungen aus dem Mathematikunterricht einbringen.
                                   
                                • Topologie von Fraktalen und deren Fundamentalgruppen: Dabei geht es beispielsweise um komplizierte geometrische Gebilde, die bei zunehmender Vergrößerung im mikroskopischen Maßstab immer wieder ähnliche Struktur zeigen.
                                   
                                • Wie macht man 2 aus 1?: Messen ist seit Jahrtausenden eine der wichtigsten Aufgaben der Mathematik. Doch was genau bedeutet es? Wenn man sorgfältig darüber nachdenkt, stößt man auf sehr grundlegende Fragen, aber auch auf unerwartete und spektakuläre Denkmöglichkeiten wie das Paradoxon von Banach-Tarski: Im Sinn der Mengentheorie kann man eine Kugel in ein paar Teile zerlegen, die, anders zusammengesetzt, zwei Kugeln ergeben, jede gleich groß wie die ursprüngliche.
                                   
                                • Mathematik und Musik: Kooperation mit den Fächern Musik und/oder Physik möglich. Experimente ähnlich denen, die Pythagoras schon vor 2500 Jahren durchführte, etwas Physik und hörpsychologische Beobachtungen verhelfen in Verbindung mit mathematischen Überlegungen zu einem tieferen Verständnis von Ton, Klang und manchen Aspekten der Musik, insbesondere der abendländischen. Idealerweise mit Klavier, Gitarre und/oder anderen Instrumenten auszuführen. 

                                 

                                Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                                Ab 1982 Studium der Technischen Mathemtik an der TU Wien.
                                Sponsion (Diplom) 1987, Promotion (Doktorat) 1988.

                                Ab 1987 Assistent an der TU Wien, Habilitation (Dozentur) ebendort 1994.

                                Neben der TU Wien, wo ich seit 2003 ausschließlich beschäftigt bin, von 1989 bis 2002 Forschungstätigkeit auch an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

                                Lehrtätigkeiten: an der TU Wien bisher Mathematik für die Studienrichtungen Elektrotechnik, Informatik, Technische Mathematik, Lehramt Mathematik, Maschinenbau, Bauingenieurwesen; vereinzelt auch Lehre an anderen Einrichtungen. Zahlreiche Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Vermittlung von Mathematik in der Schule und außerhalb.

                                Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                                   

                                   

                                  > Priv.-Doz Dr. FRANK E. ZACHOS, Kurator, Naturhistorisches Museum Wien. Forschungsbereich: Zoologie / Evolutionsbiologie

                                   

                                  Das Angebot im Detail

                                  • 2-4 Besuche pro Jahr
                                  • Regionen: Wien

                                   

                                  Anfallende Kosten für die Schule

                                  • Keine

                                   

                                  Forschungsschwerpunkte

                                  • Biodiversität und Evolution (Populationsgenetik, Biogeographie, Naturschutzbiologie) bei Säugetieren und Vögeln


                                  Aktuelle Projekte

                                  • Genetische Vielfalt und Verbreitungsgeschichte bei Rothirschen: Mittels genetischer Analysen von rezenten und fossilen Hirschen wird ihre Verwandtschaft, ihre Ausbreitungsgeschichte nach der letzten Eiszeit sowie die genetische Vielfalt bedrohter Populationen/ Unterarten analysiert.

                                  • Genetische Untersuchungen an Seeadlern und Steinadlern: Mittels genetischer Analysen werden die Auswirkungen menschlicher Verfolgung auf den Genpool bei diesen großen Greifvögeln untersucht. Dazu werden sowohl frische Proben als auch Museumsmaterial analysiert (zumeist Federn).

                                  • Artbegriff und Artkonzepte in der Biologie: Die historischen, wissenschaftstheoretischen und biologischen Grundlagen des Artbegriffes sowie die praktische Relevanz der Artkategorie in der biologischen Systematik und im Naturschutz.

                                   

                                  Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                                  • Seit 2011: Leiter der Säugetiersammlung am Naturhistorischen Museum in Wien
                                  • Habilitation 2009 in Kiel für die Fächer Zoologie und Evolutionsbiologie
                                  • Promotion 2005 in Kiel mit einem evolutionsbiologischen Thema über Rehe
                                  • Studium der Biologie und Philosophie in Kiel und Jena. Diplom in Biologie/Zoologie in Jena 2002

                                   

                                  Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                                   

                                   

                                  > MMag. Dr. Eva Zehentner, Sprachwissenschaftlerin, Universität Wien, Institut für Anglistik und Amerikanistik

                                   

                                  Das Angebot im Detail

                                  • 6 Besuche pro Jahr
                                  • Regionen: Wien

                                   

                                  Anfallende Kosten für die Schule

                                  • Keine

                                   

                                  Forschungsschwerpunkte

                                  • Historische Sprachwissenschaft
                                  • Geschichte der englischen Sprache
                                  • (Diachrone) Morphologie, Syntax und Semantik
                                  • Sprachvariation und Sprachwandel
                                  • Korpus-Linguistik
                                  • Evolutionäre Linguistik


                                  Aktuelle Projekte

                                  • Sprachvariation und Sprachwandel im heutigen Englisch: Im heutigen Englisch gibt es - wie in Sprachen generell - häufig zwei oder mehrere Arten, dasselbe auszudrücken. Zum Beispiel wird bei Partizipien oft das /g/ am Ende nicht ausgesprochen (I am singin‘ vs. I am singing), Genitive können entweder mit ‘s oder mit of ausgedrückt werden (the man’s father vs. the father of the man) und indirekte Objekte können ähnlich mit einer Präposition markiert werden oder unmarkiert bleiben (John gave a book to Mary vs. John gave Mary a book). 
                                    Variation wird typischerweise von sozialen Faktoren wie Alter, Gender, sozialer Status oder Region beeinflusst: Oft ziehen etwa Männer eine Form vor, während Frauen eher eine andere Variante verwenden, und in Tirol sprechen die Menschen anders als in Wien. Manchmal sind aber auch rein sprachliche Kriterien entscheidend: Bezeichnet ein Wort z.B. ein Lebewesen, findet man normalerweise den s-Genitiv (John’s father vs. the father of John), bei unbelebten Formen ist aber der of-Genitiv üblicher (the cover of the book vs. the book’s cover).
                                    Variation ist besonders interessant, weil sie oft Hinweise auf gerade vor sich gehenden Sprachwandel gibt: Möglicherweise wird eine Variante über kurz oder lang stärker und verdrängt die andere Form. Veränderungen, die im Moment im Englischen stattfinden sind ein Anstieg in der Verwendung des progressives (vgl. den McDonalds-Slogan I’m loving it), die Verdrängung des present perfects durch die past simple (I already did that) oder auch die zunehmende Häufigkeit von komparativen Adjektiven mit more (z.B. more easy vs. easier). Wie wir mit solchen sehr rezenten Sprachwandeln und Variationen im Allgemeinen umgehen, und in wie weit dies eine Rolle im Sprachunterricht, aber auch im Berufsleben etc. spielen sollte, ist hoch umstritten.

                                  • Evolution und Sprachwissenschaft: In unserer Forschungsgruppe ‚NatSide‘ (Naturalist Studies in the Diachrony of English) beschäftigen wir uns mit der Frage, wie Sprachwandel generell und spezifische Veränderungen in der Geschichte des Englischen erklärt werden können: Warum verändert sich Sprache kontinuierlich und welche (sozialen und sprachlichen) Faktoren beeinflussen Sprachwandel?
                                    Wir interessieren uns dabei vor allem für die Theorie der evolutionären Linguistik, die Sprachen als evolutionäre Systeme begreift (ähnlich wie in der Genetik oder auch Mode und Börsenbewegungen). Die Voraussetzungen dafür sind, dass es Replikation, Variation und Selektion gibt. Sprache erfüllt diese Kriterien, weil sprachliche Einheiten imitiert und damit (z.B. von Person zu Person) weitergegeben oder ‚vererbt‘ werden, und weil durch fehlerhaftes Kopieren (etwa durch Versprechen oder falsche Interpretationen) neue Varianten entstehen, die mit den alten in Wettbewerb treten. Welche Form schlussendlich erfolgreicher (‚fitter‘) ist, wird durch zahlreiche Faktoren bestimmt (ist die neue Form z.B. kürzer und damit einfacher auszusprechen als die alte, hat sie einen Vorteil, und wird möglicherweise die ursprüngliche Variante komplett verdrängen).

                                  Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                                  2006 - 2012/2013: Diplomstudium an der Universität Wien (Anglistik; Indogermanistik/Sprachwissenschaft)
                                  2009 - 2010: Erasmus-Aufenthalt an der Universität Edinburgh, Schottland
                                  2012 - 2016: Universitätsassistentin (prae-doc)/ Doktoratsstudium am Institut für Anglistik, Universität Wien (Promotion zur Dr.phil im September 2016)
                                  seit 2016: Universitätsassistentin (post-doc) am Institut für Anglistik, Universität Wien


                                  > Dr. HERBERT ZETTEL, Biologe, Naturhistorisches Museum Wien. Forschungsbereich: Insektenkunde (Entomologie)

                                   

                                  Das Angebot im Detail

                                  • 4 Besuche pro Jahr
                                  • Regionen: Wien

                                   

                                  Anfallende Kosten für die Schulen

                                  • Keine

                                   

                                  Forschungsschwerpunkte

                                  • Systematik und Taxonomie von Wasserwanzen (Schwerpunkt Südostasien)
                                  • Systematik und Taxonomie von Ameisen (Südostasien)
                                  • Ökologie und Naturschutz von Wildbienen und Grabwespen in Österreich

                                  Aktuelle Projekte

                                  • Voluntary Self-Sacrifice in Exploding Ants: a mechanism to defend co-evolved microbiomes? (WWTF): Die verschiedenen Arten, wie Organismen um Territorien und Ressourcen kämpfen, sind Schlüsselprozesse der Ökologie. Gewisse Arten ("COCY") der Holzameisen, die manchmal als "explodierende Ameisen" bezeichnet werden, dominieren arboreale Lebensräume in den Regenwäldern Borneos und haben dafür ein bemerkenswertes Verhalten entwickelt: Im territorialen Wettstreit mit feindlichen Ameisenarten und im Kampf mit anderen Gliedertieren platzen sie absichtlich auf und töten so ihre Feinde mit dem klebrigen und giftigen Sekret ihrer enorm vergrößerten Mandibeldrüse.

                                    Selbstaufopferung ist im Tierreich ein sehr seltenes Phänomen. Das Projekt versucht, Erklärungsmodelle zu entwickeln, welche evolutiven Prozesse und welche ökologischen Voraussetzungen bei den "explodierenden" Ameisen zu diesem Verhalten geführt haben könnten. Die Hypothese des Projekts ist es, dass das Verhalten zur Erhaltung einer speziellen Mikrobengemeinschaft auf den Blattoberseiten, welche den Ameisen als Nahrung dient, entwickelt wurde.

                                    Die Arbeitsgruppe am Naturhistorischen Museum beschäftigt sich mit der erstaunlichen Artenvielfalt, welche die COCY-Ameisen in Südostasien entwickelt haben. Durch Analyse der äußeren Merkmale, insbesondere durch Morphometrie, wird erstmals versucht, eine Bestimmung der sehr ähnlichen, jedoch auf molekularer Ebene gut unterscheidbaren Arten zu ermöglichen.

                                  • Vielfalt der Wasserwanzen in Brunei (Borneo): Die größte Artenvielfalt der Insekten findet man in den Tropen. Man schätzt, dass erst ein Viertel aller Insektenarten überhaupt wissenschaftlich beschrieben bzw. benannt ist. Die Taxonomie ist jene Wissenschaft, die sich mit der Klassifizierung und Benennung von Organismen beschäftigt. Sie bildet die erste Grundlage weiterer biologischer Forschung. Während Expeditionen in tropische Gebiete findet man immer zahlreiche, bisher völlig unbekannte Insektenarten. Bei meinem Projekt in Zusammenarbeit mit der Universität in Brunei Darussalam, das mich zweimal in die Regenwälder Borneos geführt hat, war das nicht anders. Was man in wenigen Wochen fängt, benötigt aber oft Jahre der wissenschaftlichen Aufarbeitung. Umfangreiche Vergleichssammlungen wie jene des Naturhistorischen Museums und ein Überblick über die gesamte fachspezifische Literatur sind die Grundvoraussetzung für diese Arbeit.
                                    Der Link verbindet zu einer der Publikationen, welche im Rahmen dieses Projekts erschienen sind.

                                  • Wildbienen und Grabwespen in den Trockenlebensräumen Ostösterreichs: Wenn von Bienen die Rede ist, denken fast alle Menschen an die Honigbiene. Nur wenige wissen, dass es weltweit etwa 20.000, in Österreich immerhin fast 700 Bienenarten gibt. Sie unterscheiden sich nicht nur stark durch ihr Aussehen, sondern auch in ihren Lebensweisen. Die meisten Bienenarten leben solitär, d. h. ein Weibchen sorgt alleine für seine Nachkommen. Die Nester werden artspezifisch oft im Boden, oder in Holzlöchern, hohlen Stängeln, leeren Schneckenschalen u.s.w. angelegt. Die Nahrung der Larven ist Pollen. Auch hier gibt es Spezialisten, die unter Umständen nur eine einzige Pflanzenart nützen. Die mit den Bienen nahe verwandten Grabwespen – es gibt 300 Arten in Österreich – versorgen ihre Nachkommen mit tierischer Nahrung: hauptsächlich gelähmten Insekten, manchmal auch Spinnen.

                                    Die Trockenlebensräume Österreichs beherbergten eine besonders reichhaltige Bienen- und Grabwespenfauna. Durch Veränderungen der Landschaft und Einsatz von Insektiziden in der Landwirtschaft sind einige Arten bereits verschwunden, zahlreiche weitere stehen heute in Österrreich vor dem Aussterben. Zum Beispiel weiß man von der Leinbiene, einer besonders spektakulären Art, die ihre Bodennester mit Blütenbättern tapeziert, dass ihr Bestand bei unter 50 Individuen liegt.

                                    Nachdem ich mich intensiv mit der Bestimmung und den Lebensweisen der heimischen Bienen und Grabwespen befasst habe, arbeite ich heute bei der Inventarisierung von Schutzgebieten und gefährdeten Lebensräumen mit und verfasse Empfehlungen für das Management dieser Gebiete, um den gefährdeten Arten bessere Lebensbedingungen zu bieten.

                                  Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                                  Geboren 1963 in Wien. Studium der Biologie mit Hauptfach Zoologie an der Universität Wien; Doktorarbeit über parasitische Wespen; Abschluss 1991. Seit 1992 Leiter der Hemiptera-Sammlung (Wanzen, Zikaden, Pflanzenläuse) am Naturhistorischen Museum in Wien. Spezialist für Wasserwanzen mit geografischem Schwerpunkt Südostasien. Zahlreiche Forschungsreisen, z. B. nach Thailand, Malaysien und Brunei sowie auf die Philippinen. Außerdem Einarbeitung in die Artenvielfalt der Ameisen Südostasiens. In Österreich Mitarbeiter bei Life-Natur-Projekten und Inventarisierungsprojekten als Kenner der heimischen Bienen- und Grabwespenfauna. Redakteur mehrerer Zoologischer Zeitschriften. Funktionen in entomologischen Vereinen in Österreich.


                                  Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen

                                   

                                   

                                  > DI Dr. ANDREAS ZITEK, MSc, Aquatischer Ökogeochemiker und Fischökologe, Universität für Bodenkultur Wien.

                                   

                                  Das Angebot im Detail

                                  • 1 Besuch pro Jahr
                                  • Regionen: Im Rahmen des neu entwickelten BOKU Science TVs sind auch virtuelle Termine möglich, das heißt es gibt grundsätzlich keine Einschränkung bezüglich des Bundeslandes.

                                   

                                  Anfallende Kosten für die Schulen

                                  • Keine

                                   

                                  Forschungsschwerpunkte

                                  • Fischwanderung in Fließgewässern mittels innovativer Methoden
                                  • Herkunftsbestimmung von Fischen aus der Aquakultur anhand von Elementen und Isotopen in Gehörsteinen
                                  • Massenspektrometrie
                                  • Qualitatives Systemverständnis
                                  • Wissenschaftliches Verständnis und Schreiben für AnfängerInnen

                                  Aktuelle Projekte

                                  • CSI: TRACE your FOOD! Herkunftsbestimmung von Nahrungsmitteln aus regionaler Produktion in Österreich anhand des Multielement- und Isotopenfingerabdrucks: Im Rahmen des Projektes forschen Schüler/innnen aus 10 Schulen aus allen Bundesländern in Österreich und einer Schule aus Ungarn an den Möglichkeiten, heimische Lebensmittel anhand des Element- und Isotopenfingerabdruckes zu identifizieren.

                                   

                                  • EU FP7 Projekt: Integrierte Prozess-und Steuerungssysteme für nachhaltige Waldbewirtschaftung im Seilgelände: Im Rahmen des Projektes wird von der Universität für Bodenkultur die sogenannte hyperspektrale Bildgebung im nahen Infrarot dazu verwendet, Holzdefizite zu identifizieren. Hyperspektrale Bildgebung ist die Kombination von Bildgebung und Spektroskopie.

                                    Die spektroskopische Analyse umfasst das gesamte Lichtspektrum von sichtbarem bis zum Infrarot mit der Lichtintensität als eine Funktion der Wellenlänge. Mittels HSI können hunderte spektroskopische Banden in jedem Pixel eines Bildes gesammelt werden. Verschiedene chemische Verbindungen werden durch spezifische Reflexionen und Absorptionen spektroskopische Signaturen charakterisiert.

                                    Dadurch kann anhand der Analyse der gewonnenen Spektren die Qualität unterschiedlicher Stoffe, wie Holz, Lebensmittel etc. untersucht und bewertet werden.

                                   

                                  • Sparkling Science: Traisen.WieWasWarum? - Identifizierung und Wahrnehmung von Funktionen in Flusslandschaften und das Verstehen einzugsgebietsbezogener Prozesse am Beispiel der Traisen (Traisen.w3): Ein wichtiges Ziel des Traisen-W3-Projektes, für das ich zuständig bin, ist die Förderung des Systemverständnisses bei Jugendlichen durch die Anwendung unterschiedlicher Kommunikations- und Bildungsmethoden u.a. mittels der Software „DynaLearn“. Die DynaLearn-Software, die im Rahmen eines EU-Projektes entwickelt wurde, unterstützt auf einzigartige Weise qualitative Modellbildung und Simulation und fördert nachgewiesenermaßen das Systemverständnis von Schüler/innen.

                                   

                                  Auszug aus dem wissenschaftlichen Werdegang

                                  • 2015 -2004: Lehrauftrag "Multiscale modelling of aquatic ecosystems"
                                  • 2015 -2009: Postdoc, Projektleiter und wissenschaftlicher Angestellter an der Abteilung für Analytische Chemie und am Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement der BOKU Wien
                                  • 2013: Zertifizierung als Trainer für wissenschaftliches und berufliches Schreiben
                                  • 2011 -2011: Wissenschaftlicher Aufenthalt am Woods Hole Oceanographic Insitute (WHOI), Fish Ecology Lab in Amerika (3 Monate)
                                  • 2008 -2015: Tätigkeit als selbständiger Wissenschafter (http://www.ecoscience.at)
                                  • 2007 -2008: Lehrauftrag "Allgemeine Hydrobiologie"
                                  • 2006 -2008: Master of Science (Geographical Information Science & Systems) - MSc (GIS) und European Master in GIScience, Fernstudium an der Paris-Lodron Universität Salzburg,
                                  • 1999 -2006: Dissertation "Wanderprozesse bei Flussfischen: Erfassung, Muster flussabwärtsgerichteter Wanderungen und Restauration"
                                  • 1999 -2008: Forschungsassistent IHG-BOKU, Wien
                                  • 1995 -1999: Freelancer und technischer Assistent am Insitut für Hydrobiologie und Gewässermanagement der Universität für Bodenkultur Wien (IHG-BOKU)
                                  • 1989 -1999: Diplomingenieur für Landschaftsplanung und Landschaftspflege

                                  Weitere Informationen zur Vorbereitung von Schulen