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Citizen Science

Forschung mit aktiven Bürgerinnen und Bürgern                                   

 

 

 

 

Citizen Science bindet Bürgerinnen und Bürger aktiv in wissenschaftliche Projekte ein. So können interessierte Amateurinnen und Amateure durch freiwillige Mitarbeit, meist über das Internet, einen wesentlichen Beitrag zur Wissenschaft leisten.

 

Citizen Science (k)eine Erfindung des 21. Jahrhunderts ...

Das Konzept von Citizen Science ist nicht neu. Bereits im 19. Jhdt. haben Amateurforscher/innen zu wichtigen wissenschaftlichen Erkenntnissen beigetragen. Ein berühmtes Beispiel ist der Österreicher Gregor Johann Mendel (1822-1884), der Begründer der klassischen Genetik. Mendel, ein Augustinermönch, interessierte sich leidenschaftlich für Pflanzen. Aus seinen Kreuzungsexperimenten mit Erbsen – die er im Garten des Klosters durchführte – gingen die „Mendelschen Regeln“ hervor. Diese legen dar, nach welchen Regelmäßigkeiten in einfachen Erbgängen die Merkmalsausprägung erfolgt.

 

Im 21. Jahrhundert hat Citizen Science v.a. durch das Internet und neue Informationstechnologien ungeahnte Dimensionen erlangt. So bauen nicht nur Projekte auf das Wissen und die Mithilfe tausender Interessierter auf sondern nutzen beispielsweise auch die ungenutzte Leistung von Hauptprozessoren der Computer vieler Freiwilliger.

 

Citizen Science ist vielfältig

Citizen Science-Projekte gibt es in den verschiedensten Wissenschaftsbereichen. Genauso vielfältig wie die Themen, sind die Arten der Einbindung von Bürger/innen. Zu klassischen Tätigkeiten gehören beispielsweise:

 

  • Transkribieren von Texten (Beispielprojekt „Dear Professor Einstein“)
  • Sammeln von Daten (Briefe, Filme, Fotografien, Beobachtungen etc.), um diese miteinander zu vernetzen und in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen (Beispielprojekt „Meilensteine der motorischen Entwicklung“) oder eine Datenbank zu erweitern (Beispielprojekt „Portable Antiquities Scheme“)
  • Beschriften und Bewerten von Daten, um die Informationen übersichtlicher und leichter abrufbar zu machen (Beispielprojekt „Artigo“)
  • Meinungen zu einem bestimmten Thema beitragen (Beispielprojekt „Civic Epistemologies“)
  • Bereitstellen von Ressourcen, um bestehende Initiativen zu unterstützen (Beispielinitiativen „Public lab“ oder „Tekla lab“)

 

Zentrum für Citizen Science

Seit Juni 2015 ist das vom BMWFW initiierte und finanzierte Zentrum für Citizen Science im OeAD angesiedelt. Als Service- und Informationsstelle für Citizen Science, Open Innovation und Responsible Science zielt das Zentrum auf die Bekanntmachung und Weiterentwicklung dieser Konzepte in Österreich ab und bietet Beratung für und Vernetzung von interessierten Forschenden, Bürgerinnen und Bürgern sowie Expertinnen und Experten. Darüber hinaus betreut das Zentrum für Citizen Science die Förderinitiative „Top Citizen Science“ und gemeinsam mit dem Young Science-Zentrum den Citizen Science Award.

                                                                           

Magazin: OeAD NEWS mit Schwerpunkt Citizen Science

Die Juni Ausgabe der OeAD News widmete sich dem Thema Citizen Science und zeigte die Vielfalt an Perspektiven, Themen und Möglichkeiten auf.
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