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Die Igel sind los!

Sind Igel in deinem Garten?                                                        

 

 

 

 

Wie viele Igel schleichen nachts durch Österreichs Gärten? Welche Umgebung mögen sie? Im ForschungsprojektDie Igel sind los! Punks in unseren Gärten" wurde versucht, diese und viele andere Fragen zu beantworten. Dazu bat das Forschungsteam um Mithilfe: Schülerinnen und Schüler, aber auch alle anderen interessierten Gruppen oder Einzelpersonen mit Zugang zu einem Garten, konnten einen Igeltunnel aufstellen und so dokumentieren, ob nachts Igel im Garten unterwegs sind.

 

 

Wissenschaftsbereich: Naturschutzforschung

Ort: Gärten in Österreich

Ausstattung der Citizen Scientists: Kamera oder Smartphone, Computer mit Internetzugang, Farbpulver, Speiseöl, Pinsel, PP-Hohlkammerplatte (102 x 91,5 cm - diese können von der BOKU ausgeliehen werden) oder eine ähnliche faltbare und wasserfeste Platte, weißes DIN-A4 Papier, Büroklammern, Doppelklebeband, Futterschüssel, Katzenfeuchtfutter

Tätigkeiten der Citizen Scientists: Basteln und Aufstellen eines Igeltunnels, anschließend Auswerten der Tierspuren über 5 Tage, Ergebnisse dokumentieren

Zielgruppe: alle Personen mit Gartenzugang - Schüler/innen, Lehrpersonen, Privatpersonen

Zeitraum zum Mitforschen: 1. April - 30. September 2016

Bewertungszeiträume: Gesamtzeitraum

Infos zum Mitforschen

 

Wer hat bei diesem Projekt mitgeforscht?

281 Personen (8 Schulklassen, 2 Gruppen und 51 Einzelpersonen) haben im Rahmen des Citizen Science Awards 2016 an diesem Projekt mitgearbeitet!

Die Siegerinnen und Sieger des Projekts "Die Igel sind los!"

Gewinner in der Kategorie Schule: NMS Waidhofen (NÖ)
Gewinner in der Kategorie Gruppe: Kindergarten Zöbling (NÖ)
Gewinner in der Kategorie Einzelperson: Konstantin Reisinger (NÖ)
Am Bild in Vertretung Richard Reisinger

Was wurde erforscht?

Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde untersucht, welche Faktoren bei der Gartenbewirtschaftung, der Strukturausstattung der Gärten und der Umgebungsstruktur dafür verantwortlich sind, dass sich Igel in Gärten aufhalten oder fehlen. Zusätzlich soll eine erste österreichweite Basiserhebung als Grundlage für zukünftige Erhebungen des Igelvorkommens in Österreich dienen.

 

Wie konnte man mitforschen?

Jede/r mit Zugang zu einem Garten konnte durch das Aufstellen eines einfachen Igeltunnels im Garten dem Igel wortwörtlich auf die Spur kommen. Der Igeltunnel stellt eine geniale, einfache und spannende Methode dar, um nachtaktive Tiere nachzuweisen. Im Inneren des Igeltunnels befindet sich eine Schüssel mit Futter, welche zwischen zwei Farbflächen (bestrichen mit ungiftiger Farbe) platziert ist. Angelockt durch das Futter läuft der Igel über diese Farbflächen und hinterlässt seine Fußspuren auf einem Blatt Papier. Die detaillierte Bastelanleitung ist auf der Projekthomepage http://igelimgarten.boku.ac.at/ verfügbar. Auf dieser Seite waren alle Citizen Scientists aufgerufen, ihre Beobachtungen in einem Erhebungsformular einzutragen und das Blatt mit den Fußabdrücken bzw. Fotos von direkten Sichtungen hochzuladen. Zusätzlich sollte mit einem kurzen Fragebogen erfasst werden, wie die Gärten bewirtschaftet werden und wie sich die Igelzahlen aus Sicht der Teilnehmer/innen in den letzten Jahren in Österreich entwickelt haben

 

Was passiert mit den Beiträgen der Citizen Scientists?

Durch den Beitrag der Citizen Scientists wurden erstmals österreichweite Verbreitungsdaten über den Igel in heimischen Gärten gesammelt. Diese Ergebnisse sollen einen Beitrag leisten, Empfehlungen für die igelfreundliche Gartenbewirtschaftung zu entwickeln. Weiters dienen diese Daten als Basis für die künftige Beurteilung, ob Igel in Österreich gefährdet sind oder ob sie in gewissen Regionen häufiger oder seltener vorkommen.

 

Preise und wie Gewinner/innen ermittelt wurden

Für die meisten Igelerhebungen mittels Igeltunnel werden drei Preise für eine Schulklasse, eine Jugendgruppe und eine Einzelpersonen vergeben, unabhängig davon, ob ein Igel nachgewiesen wurde oder nicht. Die beste Schulklasse gewinnt 1000,- Euro für die Klassenkassa. Die erfolgreichste Jugendgruppe und Einzelperson unterstützen mit ihren Preisen die Forschung.

 

Kontakt

Universität für Bodenkultur Wien
Institut für Integrative Naturschutzforschung
Ansprechperson: DI Kristina Plenk

E-Mail: igelimgarten@boku.ac.at

Webseite: http://igelimgarten.boku.ac.at