Home

Biomarkerforschung

Wie kann eine Entwicklungsstörung früher erkannt werden?                                                 

 

 

 

 

Was ist das Fragile X Syndrom (FXS)? Von welchen Verhaltensauffälligkeiten wird die Entwicklungsstörung begleitet und wie kann sie früher diagnostiziert werden? Pädagog/innen von Kindergärten waren eingeladen, einen wichtigen Beitrag zur Forschung zu leisten, indem sie sich Videoclips von Kindern ansahen und diese analysierten. 

 

Ein Projekt für Pädagog/innen von Kindergärten und -krippen in Graz und Umgebung.  

Zeitraum zum Mitforschen: 1. Mai - 30. Juni 2017 

 

Wissenschaftsbereich: Medizin

Ausstattung der Citizen Scientists: keine erforderlich

Tätigkeiten der Citizen Scientists: beobachten und analysieren

Infos zum Mitforschen

Was wurde erforscht?

Die Entwicklungsstörung "Fragiles X Syndrom" (FXS) ist durch eine Fülle von (neurologischen) Verhaltensauffälligkeiten beschrieben, beispielsweise in den Bereichen soziale Interaktion, kommunikative Fähigkeiten oder Fein- und Grobmotorik. Derzeit liegt das durchschnittliche Diagnosealter der betroffenen Kinder jedoch bei etwa drei Jahren.

Das Forschungsprojekt versuchte das frühe Erscheinungsbild bei FXS besser zu charakterisieren und frühe untypische Zeichen bei Kindern während der ersten beiden Lebensjahre festzustellen. 

 

Wie konnte man mitforschen?

Das Projekt lud Pädagog/innen von Kindergärten/Kinderkrippen ein, Videoclips von Kindern anzusehen und mithilfe eines zur Verfügung gestellten Fragebogens zu analysieren: Verhält sich das Kind auffällig im Sozialkontakt? Wirkt das Kind ungewöhnlich unaufmerksam? Reagiert das Kind, wenn man es ruft? Weist es ein ungewöhnliches Spielverhalten auf? Kann das Kind feinmotorische Aufgaben, wie zum Beispiel das Öffnen einer Schachtel, bewältigen?

 

Was passierte mit den Beiträgen der Citizen Scientists?

Die Erfahrung in der Arbeit mit Kindern hilft dabei, mögliche Anzeichen des "Fragilen X Syndroms" in den ersten beiden Lebensjahren zu erkennen und noch besser beschreiben zu können. Dies könnte dazu beitragen, dass genetische Untersuchungen früher veranlasst, Diagnosen früher gestellt und Therapien früher eingeleitet werden.

 

Wie wurden die Gewinner/innen ermittelt?

Die Preisgelder werden an Kindergärten bzw. Kinderkrippen vergeben. Für den 1. Preis wird ein Preisgeld von € 1.000,--  ausgelobt, für den 2. Platz  € 750,-- und für den 3. Preis: € 500,--. 


Die Gewinner/innen wurden nach folgenden Kritierien ausgewählt: 

1) Anzahl teilnehmender Citizen Scientists im Verhältnis zur Einrichtungsgröße
2) "Multiplikationseffekt" (Anwerbung weiterer Einrichtungen)
3) Korrekte Klassifikationsrate


Kontakt

Medizinische Universität Graz

Institut für Physiologie

Mag. Iris Tomantschger

E-Mail: iris.tomantschger@medunigraz.at