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Citizen Science

Internationale Initiativen  

© Yogendra Joshi, Creative Commons

 

Besonders die Vereinigten Staaten und Großbritannien nutzen Citizen Science sehr aktiv, aber auch Länder wie Deutschland und die Schweiz setzen seit einiger Zeit auf dieses partizipative Forschungsmodell. Schülerinnen und Schüler, die wissen wollen, was internationale Projekte erforschen, erhalten hier einen kleinen Einblick und können gleich selbst mitmachen.

 


Geisteswissenschaften 


 

Artigo

Reproduktionen von Kunstwerken kann man heute in vielen elektronischen Repositorien mittels Schlagwörter suchen. Im Projekt entwickeln Schülerinnen und Schüler im Zuge eines Online-Spiels

eine Vielzahl solcher Wörter. Zusätzlich werden umfangreiche Forschungsdaten erzeugt, die zu neuen Auswertungs- und Visualisierungsmethoden von Werken führen. So ergeben sich neue Möglichkeiten für die interdisziplinäre Wissenschaft, aber auch für Museen und ihre Besucherinnen und Besucher.

Geeignet: ab dem Volksschulalter
Tätigkeiten: schreiben, spielen
Notwendige Ausstattung: PC, Laptop oder Tablet mit Internet
Sprache der Projektwebsite:
Deutsch
Nähere Informationen unter: artigo.org


 


 

Dear Professor Einstein

Um die Bevölkerung über die Gefahren eines Atomkrieges zu informieren, gründete Albert Einstein nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges das „Emergency Committee of Atomic Scientists“. Das Komitee stand in ständigem schriftlichen Austausch mit der Öffentlichkeit. Was für die Forschenden heute von großem Wert ist, bedeutet auch gleichzeitig viel Archivierungsarbeit. Mithilfe von Schülerinnen und Schülern wird im Projekt „Dear Professor Einstein“ die Sammlung dieser Briefkontakte transkribiert,

um sie für die Nachwelt zu erhalten und für weitere Forschung digital zugänglich zu machen.

Geeignet: ab dem 14. Lebensjahr
Tätigkeiten: beobachten, analysieren, interpretieren, schreiben
Notwendige Ausstattung: PC, Laptop oder Tablet mit Internet
Sprache der Projektwebsite:
Englisch
Nähere Informationen unter: Dear Professor Einstein


 

 


Naturwissenschaften


 

Foldit

Foldit ist ein Citizen Science-Spiel, bei dem sich alles um die Strukturvorhersage von Proteinen dreht. Forschende kennen zwar die Bestandteile der Proteine, nicht aber das genaue Protein-Design. Schülerinnen und Schüler erstellen auf spielerische Art und Weise verschiedene Modelle, die vom Programm bewertet werden. 2011 gelang ein großer Durchbruch: Die Struktur des Proteins, das bei Rhesusaffen Aids auslöst, wurde entschlüsselt.

Geeignet: ab der 5. Schulstufe
Tätigkeiten: spielen, beobachten, analysieren
Notwendige Ausstattung: PC oder Laptop mit Internet
Sprache der Projektwebsite:
Englisch
Nähere Informationen unter: fold.it, Anleitung für Lehrkräfte oder kontaktieren Sie Center for Game Science


 


 

Phylo

Bei Phylo handelt es sich um ein Puzzle-Spiel, bei dem bunte Felder horizontal verschoben werden, um ein bestimmtes Muster zu erstellen. Das Ziel des Projekts ist es, mithilfe von Schülerinnen und Schülern das Problem der „multiplen Sequenzalignments“ zu lösen. „Sequenzalignment“ ist eine Möglichkeit der Anordnung von DNA-, RNA- und Proteinsequenzen zur Identifizierung ähnlicher Regionen. Durch diese Anordnungen können Biologinnen und Biologen u.a. auf Mutationsereignisse schließen. Durch die menschliche Fähigkeit der Mustererkennung können Spielerinnen und Spieler diese Aufgabe besser lösen als jeder Computer-Algorithmus.

Geeignet: ab dem 10. Lebensjahr
Tätigkeiten: spielen, beobachten, analysieren
Notwendige Ausstattung: PC oder Laptop mit Internet
Sprache der Projektwebsite:
11 Sprachen, u.a. Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch
Nähere Informationen unter: phylo.cs.mcgill.ca, für Lehrkräfte oder kontaktieren Sie Jerome Waldispühl jerome.waldispuhl@mcgill.ca 


 


 

Verlust der Nacht

Die Lichtverschmutzung – die Verschmutzung des natürlichen, nächtlichen Lichts durch künstliches Licht – nimmt weltweit immer weiter zu, doch die Auswirkungen auf den Menschen und seine Umwelt sind bisher fast unerforscht. Beim Projekt „Verlust der Nacht“ können Schülerinnen und Schüler über eine Smartphone-App die Helligkeit des Himmels anhand der Sichtbarkeit der Sterne bewerten und so die Datenlage für zukünftige Forschungen aufbessern. Die Ergebnisse sollen in die Erstellung einer Karte mit Helligkeitsverteilungen und den zeitlichen Entwicklungen fließen.

Geeignet: ab der 5. Schulstufe
Tätigkeiten: kartieren, sammeln, spielen
Notwendige Ausstattung: Smartphone mit Internet
Sprache der Projektwebsite:
Deutsch und Englisch
Nähere Informationen unter: verlustdernacht.de oder hier, App: Android oder iOS


 

 

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